Thema: 2.5 Jahre Weltreise - Masterplan und Planung allgemein  (Gelesen 4399 mal)

pad

« Antwort #15 am: 04. August 2015, 19:29 »
Bezüglich Abmelden bei der Gemeinde: Die Gemeinden sagen zwar immer, man müsse sich abmelden, wenn man so lange (über ein Jahr) weg ist. Allerdings wüsste ich nicht, nach welchen Kriterien die sowas kontrollieren wollen. Selbstverständlich bist du verpflichtet, den ganzen Papierkram (inkl. Steuererklärung etc) zu machen, aber sowas geht auch von unterwegs.

Mit 26 seid ihr ja wahrscheinlich noch dienstpflichtig, da müsst ich euch auch noch schlau machen. Wahrscheinlich ist abmelden schon die bessere Lösung, dennoch würde ich beide Varianten prüfen.

Euer Budget wird schon aufgehen. Vielleicht ist es in einem Land mehr und in einem anderen weniger. Solange ihr mehrheitlich eher günstige Länder im Korb habt, geht das komfortabel.

Das "Wiedereinstiegs-Budget" für die Schweiz nach 2.5 Jahren des Reisens würde ich allerdings nicht unterschätzen. Da hätte ich persönlich lieber um die 20k übrig (das wird jetzt Deutsche vielleicht etwas überraschen, aber in der Schweiz kostet nun mal alles deutlich mehr). Beispiel: Mietkaution für die erste Wohnung, ggf. Gebrauchtwagen kaufen, Wohnung einrichten, Lebensunterhalt in den ersten Monaten nach der Rückkehr, ggf. Umzugskosten in einen neuen Kanton wegen neuem Job etc. Natürlich ganz abhängig davon ob ihr günstig bei den Eltern unterkommen könnt nach der Rückkehr oder ab Tag 1 im Heimatland wieder den gewohnten alten Lebensstandard ohne jegliche Komprisse wünscht.

Soll nicht heissen, dass ihr deswegen euer Abreisedatum verschieben sollt - ich würde mir das einfach mal im Hinterkopf behalten.
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gracy

« Antwort #16 am: 04. August 2015, 22:07 »
Also ich erwarte jetzt natürlich keine Antwort, aber woher hat man mit 26 so viel Kohle!?!  :o
Unsereins arbeitet Tag und nacht und das Reisebudget will nur seeeehr langsam wachsen  ;)
Bin etwas neidisch aber wünsche trotzdem gute Reise!
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pad

« Antwort #17 am: 05. August 2015, 03:53 »
Ich gebe dir trotzdem eine (allgemeine) Antwort. Natürlich kenne ich die Situation der beiden total nicht und möchte auch nicht spekulieren.

In der Schweiz ist das unter gewissen Voraussetzungen und mit etwas Disziplin schon möglich (auch wenn man nicht im Lotto gewinnt, erbt oder sonstwie aus Glück / Grosszügigkeit anderer zu Kohle kommt).

Kleines fiktives Beispiel: Du beginnst mit 16 eine 3-jährige Lehre als Kaufmann / Informatiker / Elektroniker / Maurer / Strassenbauer (...) und entscheidest dich gegen ein Studium. Während der Lehre brauchst du dein bescheidenes Einkommen mehr oder weniger komplett auf, deine Eltern greifen dir vielleicht sogar noch ein bisschen unter die Arme.

Mit 19 schliesst du die Lehre ab, verdienst voll und verzichtest auf teure, selbst finanzierte private Weiterbildungen. Du stehst damit sieben Jahre voll im Berufsleben (in dieser Zeit zahlt dir eine grössere, grosszügige Firma ggf. sogar noch Weiterbildungen).

Während sieben Jahren kannst du also mit Disziplin und einer bescheidenen Lebensweise jährlich 10k (oder sogar etwas mehr) zur Seite legen (z.B. 12 * 500 / Monat + den gesamten 13. Monatslohn). Du verzichtest auf ein Auto und fährst ÖV, lebst zu Hause bei den Eltern für wenig Geld oder in einer günstigen WG, feierst keine ausschweifenden Partys in überteuerten Clubs und verzichtest auf regelmässige Restaurantbesuche und unnötige Elektronikgadgets.
Das lässt sich, ist ein entsprechendes Budget / Umfeld erst einmal eingerichtet, zumindest in der Theorie gut bewerkstelligen (ohne dass man hungern müsste oder ein Scheissleben hätte). Ein bisschen Luxus liegt da sogar drin, natürlich verzichtest du in dieser Zeit auf grosse Anschaffungen, teure Reisen usw.

Wirklich erreichen tun das sicher wenige, einfach weil nicht wirklich ein Grund / starker Wille dazu besteht. Andererseits gibt es in der Schweiz auch genügend junge Erwachsene zwischen 20-25, die monatlich (oder gar an einem Wochenende!) hunderte von Franken in Bars / Clubs versaufen, Autoleasingraten im Bereich von 500+ abzahlen (und die Karre dann schrotten) etc.
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Dome

« Antwort #18 am: 05. August 2015, 08:23 »
Ich will mich jetzt garnicht ewig mit antworten aufhalten. Aber über eine Sache stolpere ich IMMER: Und zwar das angeblich notwendige Budget für Nordamerika!?!

2000€ pro Person pro Monat? Nie und Nimmer, meiner Meinung nach. Wir sind schon ein paar Monate hier und wenn ich mal die großen Anfangsausgaben ( Autokauf) weglassen, dann haben wir hoch gerechnet 1500€ für ZWEI Personen.

Das bedeutet schlafen im eigenen Auto/Kleinbus und Selbstversorgung. Die Kosten sind inklusive Sprit.

Also da kann man schon deutlich günstiger Reisen, als immer gesagt und geschrieben wird.


Just my 2 Cents...
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Vombatus

« Antwort #19 am: 05. August 2015, 09:11 »
Weil man immer versucht zu vergleichen, geht mir nicht anders. Im besten Fall geht es aber um den oberen Durchschnitt. Mittleres Budget, viel unternehmen, Eintritt zahlen, regelmäßig Essen gehen, sichs gut gehen lassen, Auto Mieten, im Motel/Hotel übernachten oder einen Camper haben.

Wie viel würdest du dann veranschlagen?

Man kann nicht immer davon ausgehen, dass jeder so einen Reisestil hat wie man selbst. Darum rät man lieber mit mehr Geld zu rechnen als zu wenig. Einige leben bescheiden, andere wollen unbedingt zwei Wochen im Manhattan wohnen. Natürlich kann man auch mit weniger auskommen, und je nach Ziel, Reisezeit und Unternehmungen sogar mit sehr viel weniger. Darum ist es auch wichtig, dass man bei seinen Reiseplänen sagt welchen Reisestil am anstrebt.

Und zu Geld, denke auch, dass wenn man sich nicht immer mit dem neusten Elektronikzeug eindeckt, nicht teuer Urlaub macht, ohne Auto auskommt, mit gernigen Wohnkosten und gutem Einkommen, kann man in wenigen Jahren viel Geld zurücklegen. Andere kommen aus reichen haus oder sind schon in jungen Jahren erfolgreiche Geschäftsleute.
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Floppyjones

« Antwort #20 am: 05. August 2015, 09:21 »
Hallo Marko,

mir fällt euer Budget für Australien auf.
39€/Tag?
Was wollt Ihr denn machen?:)
Wie kommt Ihr vorwärts?

VG
FJ
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waveland

« Antwort #21 am: 05. August 2015, 09:25 »
Also da kann man schon deutlich günstiger Reisen, als immer gesagt und geschrieben wird.

Klar, man kann auch deutlich mehr ausgeben als immer gesagt wird, und das ist gar nicht schwierig. Daher sind die genannten Zahlen auch Durchschnittswerte. Manche Leute wollen halt auch z.B. öfter als einmal pro Woche duschen, auch mal besser Essen gehen oder was besichtigen oder machen, was Eintritt oder sonstige Kosten verursacht. Auto-Kauf lohnt sich auch nur, wenn man länger bleibt.

2000€ pro Monat (und Person, wenn man zu zweit reist) sind meiner Erfahrung nach ein guter Richtwert für Nordamerika.
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Vombatus

« Antwort #22 am: 05. August 2015, 09:25 »
@ Floppyjones
Das kann ich auch beantworten :)

Um vielleicht noch detailliertere Feedbacks zu den einzelnen Länderbudgets zu erhalten, weiter unten eine Aufstellung. Angaben in EURO pro Person pro Land pro Monat

Australien: 3500.-
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Marco S.

« Antwort #23 am: 05. August 2015, 19:07 »
Ich wollte ja eigentlich nicht im Detail auf unsere Reisebudgets eingehen, da dann vielleicht ein solcher "Luxus"-Eindruck entstehen könnte und solche Fragen dann auftauchen. Aber ich beantworte deine Frage gern Floppyjones. So wie es Pad beschrieben hat, ist es in der Schweiz durchaus auch möglich. Hierzu muss man aber schon sehr lange sparen und diese Spar-Disziplin auch lange durchhalten. Bei uns war es so, dass wir vor genau 2 Jahren (Aug. 13) beschlossen haben, die lang gehegte Weltreise nun definitiv anzupacken. Dazu haben wir ausgerechnet, wie viel ungefähr nötig sein wird inkl. allen Reserven auf und nach der Reise und sind so dann auf die genannte Summe gekommen - so wie's wohl jeder macht, der eine Weltreise plant. Und nein, wir hatten in der Zwischenzeit weder geerbt noch im Lotto gewonnen noch mit Zocken an der Börse unser Geld gemacht ;)
Ich habe anschliessend eine Stelle im Aussendienst (Verkauf) angenommen und habe seither durch das Erreichen meiner persönlichen Verkaufsziele mehr als bei einem normalen Bürojob verdienen können und war so imstande, teilweise bis zu 70-80% meines Lohnes auf die Seite zu legen. Natürlich lebe ich seit 2 Jahren mit einem strikten Kostenbudget, um meine Sparziele zu erreichen, also Luxusausgaben haben einen sehr geringen bis fast gar keinen Platz.
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atahualpas

« Antwort #24 am: 07. August 2015, 10:39 »
Hallo Marko,

Ich muss euch ein Kompliment machen betreffend eurem "Reisebudget" und Sparplan. Ich selber plane nächstes Jahr eine Weltreise für ein Jahr und spare auch innerhalb von 2 Jahren soviel Geld zusammen. Wenn das Geld länger reicht, reise ich nach einem Jahr einfach weiter. Da muss man schon diszipliniert sein, innerhalb von 2 Jahren CHF 60'000.00 zu sparen. Auch in der Schweiz liegt das Geld nicht auf der Strasse oder im Keller.

Hier noch ein Link, wo die Reisekosten pro Land (Lebenshaltungskosten) aufgeführt sind. Ich brauche diese Seite, um mir etwa die grobe Finanzplanung auszurechnen, wobei ich immer 10% mehr rechne.
http://www.eardex.com/index.php?language_code=DE
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Marco S.

« Antwort #25 am: 07. August 2015, 11:45 »
Hallo Atahualpas

Besten Dank für deine Anmerkung. Wenn du aber Fr. 60'000.- für eine einjährige Weltreise sparst, dann wirst aber richtig gut reisen können in diesem Jahr ;) Wir haben die Faustregel, dass wir ca. Fr. 35'000.- pro Jahr und Person ausgeben mit einer guten Mischung zwischen teureren und günstigeren Ländern. Diese Ziffer inkl. allen Flügen.
Ich nehme an, du bist auch aus der Schweiz? Wohin solls denn gehen, hast du schon einen konkreten Plan?
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atahualpas

« Antwort #26 am: 17. August 2015, 16:24 »
Hoi Marco S.

Ich behalte mir vor, je nach dem, die Reise zu verlängern. Geplant ist im Groben:
Mittelamerika : Cancun - Panama (Surface)
Südamerika: Ecuador inkl. Galapagos evtl. noch Kolumbien
Osterinseln, Tahiti, Noumea Neukaledonien
Neuseeland
Australien (Osten)
evtl. SOA (Nur wenn Geld für zu Hause und die Reise noch vorhanden.)

Fliege mit oneWay Ticket und buche unterwegs die Flüge. Behalte mir alles offen.

Die Fr. 60'000.00 habe ich natürlich aufgeteilt. Für die Reise selber sind es um die Fr. 45'000.00. Der Rest ist Reserve für die Rückkehr und Kosten für das laufende Jahr, wie Versicherungen etc.

Und ja, ich komme aus der schönen Schweiz.
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