Thema: Reisewarnungen – Einfluss auf eure Reisepläne?  (Gelesen 6214 mal)

Michael7176

« Antwort #15 am: 29. Oktober 2014, 22:07 »
Zitat von: Michael7176 link=topic=11178.msdg73937#msg73937 date=1414608457
Hm....wo warst du denn bisher gewesen? So viele lupenreine Demokratien mit Achtung der Menschenrechte gibt es ja nicht. In SOA fällt mir keine ein.  ;).

Von "lupenrein" war nicht die Rede. Generell gelten aber Länder wie Thailand und Kambodscha als Demokratien. Dass das natürlich nicht mit Westeuropa vergleichbar ist und Korruption ein großes Problem ist und bleibt dürfte klar sein.

Kambodscha wird seit 1985! von Hun Sen, einem ehemaligen Mitglied der Roten Khmer, regiert. Im letzten Jahr gab es Proteste gegen dessen Dauerherrschaft. Korruption ist ein enormes Problem. Immerhin wurde die Todesstrafe abgeschafft.
Thailand wird im Moment mal wieder vom Militär beherrscht. Singapur und Malaysia stehen vor allem für wirtschaftlichen Erfolg. Für Demokratie und Menschenrechte sind das denkbar schlechte Beispiele. Das ganze geht jetzt natürlich sehr ins Politische. Nichts desto trotz ist das völlig OK, wenn du nicht nach Vietnam, Laos etc. wolltest. Aber vielleicht schaust du dir in Zukunft Vietnam oder Laos doch noch an. Sind beides sehr schöne und interessante Reiseziele. Und ich habe in beiden Ländern keine Menschen getroffen,  die unter ihrer Einparteiendiktatur extrem gelitten hätten. Ich vermute,  den Laoten ist auch egal, wer sie regiert.
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farmerjohn1

« Antwort #16 am: 30. Oktober 2014, 17:51 »
Meiner Meinung nach haben die politischen Verhaeltnisse eines Landes mit den einzelnen Bewohnern wenn ueberhaupt nur indirekt zu tun - und deswegen finde ich es grundsaetzlich nicht fair, die Bevoelkerung eines Landes pauschal durch Besuchs-Verzicht (und dadurch Verringerung des Einkommens aus Fremdenverkehr) fuer das zu bestrafen, was auf Regierungsebene oder bei extremistischen Randgruppen u.U. falsch laeuft - selbst in gut funktionierenden Demokratien hat der Waehler alle paar Jahre eine  Stimme unter x Millionen.

Die oeffentliche und subjektive Wahrnehmung von Risiken ist jedenfalls oft gegenueber den tatsaechlichen Umstaenden sehr verzerrt. Wie hoch ein Risiko, Opfer einer politischen und/oder kriminellen Gewalttat und/oder eines Verkehrsunfalls zu werden (denn davor hat man ja letzten Endes die begruendete Furcht) tatsaechlich ist, koennen glaube ich nur der Herrgott und die Taeter selber wissen, sonst wohl niemand.

Zusammenleben und  jedes Handeln beruht nun einmal darauf, dass man zumindest da wo der eigene Einflussbereich zu Ende ist auf den guten Willen der meisten Mitmenschen vertraut, ja, vertrauen muss.  Andernfalls kann man ueberhaupt nicht als zivilisierter Mensch leben, auch uebrigens nicht da wo man einen erfolgreich umgesetzten Begriff von stabilen Verhaeltnissen hat oder frueher mal hatte.
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