Thema: Namibia im November mit Nomads- Frage zu Malaria-Prophylaxe und Camping  (Gelesen 2091 mal)

eucaloa

Hallo Namibia-Experten,

ich möchte in 2 Wochen relativ spontan nach Namibia und dort mit Nomads eine 2-wöchige Camping-Overland-Tour machen. Es geht in Kapstadt los und dann nach Namibia über Fish River Canyon, Namib-Naukluft, Swakopmund und dann durch den Etosha Park nach Windhoek. Laut Auswärtigem Amt gibt es eigentlich nur im hohen Norden ganzjährige Malaria-Gefahr, da wäre ich ja nicht. Bei Etosha bin ich mir nicht sicher. Würdet ihr im November Malarone nehmen oder ist das unnötig? Ich habe übrigens generell kein Problem damit und habe malarone schon öfter genommen.
Ist im November ein Sommerschlafsack bis ca. 15 Grad ausreichend? Tagsüber wird es laut Klimatabellen schön heiß, zu den Nachttemperaturen habe ich bisher noch gar nichts gefunden.
Hat jemand von euch schon eine Tour mit Nomads gemacht? Sieht wirklich super aus. Ich habe bisher nur Erfahrung mit Gadventures gesammelt was Gruppenreisen angeht. Mein Hauptargument für Nomads ist, dass die so kurzfristig noch freie Plätze haben und dass die Tourdaten gut passen :)

eucaloa
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Surfy

Für eine solche Tour würde ich folgendes vorschlagen:

Immer regelmässig mit Deet einsprühen, entweder stichfeste Kleidung (ist für ein paar Tage zu teuer) oder die Kleidung behandeln (beispielsweise mit Permethrin (z.B. mit nobite Kleidung)). Zusätzlich auch die Kleidung Abends mit Deet besprühen.

Abends im Zelt mit Moskitonetz - immer erst auf die jagt gehen und die Plagegeister erledigen - die rutschen irgendwie immer leicht mit rein. Auch das Moskitonetz des Zeltes würde ich mit Deet einsprühen.

Der Etosha liegt am Rand des Risikogebietes - es ist kein eigentliches Hochrisiko-Gebiet.


Bild-Quelle: http://www.tropdoc.ch/Malaria.html

Wir hatten in Namibia wenig probleme mit den Plagegeistern, im Vergleich zum Kongo beispielsweise. Malaria Prophylaxe scheint mir für einen abgesteckten Trip mit nur 2-3 Tagen im riskanteren Gebiet - etwas übertrieben.

Aber die Risikokalkulation ist etwas sehr individuelles.

Surfy

eucaloa

Danke für die interessante Übersicht Surfy. Ich werde dann Malarone nur als Stand-By mitnehmen, wenn überhaupt. Deet bestell ich mir auch, das Zeug ist wirklich super.

Weiß jemand wie kalt es im November nachts ist, irgendwie komme ich bei den Klimatabellen nicht wirklich weiter. Ich würde eigentlich nur einen Sommerschlafsack mitnehmen  :-\
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Surfy


Der Sommerschlafsack reicht völlig aus, für die von Dir geplante Route  ;)

Angenehm warm, nicht zu heiss. Viel Spass!

Surfy

Taemaera

Hallo eucaloa,
ich war im August zwei Wochen mit Nomad von Swakopmund zu den Victoriafällen unterwegs und war im Allgemeinen zufrieden.
Gerade wenn du nur wenig Zeit hast und alleine reist, denke ich, kannst du mit dieser Tour nicht wirklich viel falsch machen.
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eucaloa

Das ist schön zu hören Taemaera. Genau, ich bin allein unterwegs und habe nur 2 Wochen Resturlaub, dann passen solche Reisen immer sehr gut! :)
Ich hab gestern gebucht und freue mich schon sehr.

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MissMojo

Ich hab in Namibia gelebt und nie Malariaprophylaxe gehabt. Malaria gibt es erst hoeher im Norden wo die touren nicht mehr hinfahren, also Richtung Grenze.

Schlafsack reicht aus, ich wuerde aber ne lange Leggings oder so fuer abends mitnehmen, ist bequem, man kann drin schlafen, schuetzt auch vor Viechern :)
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eucaloa

@MissMojo: am Ende hab ich das auch nicht genommen, nur als Stand-by dabeigehabt. Viele der anderen Reisenden haben Malarone genommen, die sind aber auch weiter nach Botswana, ich war nur bis Etosha. Der Guide hat auch für Etosha die Prophylaxe empfohlen, aber für die paar Tage habe ich es "riskiert". Wahrscheinlich werden die von Nomads angewiesen das zu empfehlen um auf der sicheren Seite zu sein.

Ein Schlafsack bis 10 Grad+ war optimal, ich bin insgesamt nur einmal vor Kälte aufgewacht um mehr Zeug anzuziehen.

Die Camping-Tour war großartig, beim nächsten Mal Afrika campe ich wieder :)

eucaloa
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MissMojo

Ich hab häufig drause, also ohne Zelt, geschlafen und da reichte mir mein otto-normal-camping-schlafsack auch immer. Es kann etwas frisch werden und wegen der Tiere habe ich ihn auch immer oben zu gemacht. Dann wacht man aber eben morgens sehr früh auf weil es wirklich heiss wird.

Finde daher die Kombi mit Shirt und Leggings sowohl bequem als auch praktisch. kann man dann morgens nämlich den sack aufmachen und der Welt beim aufwachen zugucken :)

Sicherheitstipps die ich hätte: Schuhe ausschütteln und nicht vor dem Zelt stehen lassen (Skorpione und Koyoten), nicht unter Holz oder Steine greifen (mit dem Fuss umkippen).

Ich hab auch nie sonderlich festes Schuhwerk gehabt, sondern Chucks, würde aber mittlerweile zu Trekkingschuhen (leichte, aber gerne hoch) greifen da man sich damit nen bisschen sicherer auf Steinen und so bewegt.
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