Thema: Reiseziele 2026 - Schon abgeschlossen  (Gelesen 738 mal)

Marla

« am: 19. Januar 2026, 09:47 »
Hier kommt der aktuelle Thread, um über die abgeschlossenen Reisen kurz zu berichten. Alternativ kann man natürlich auch einen separaten Thread für seine Reise erstellen.

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Marla

« Antwort #1 am: 19. Januar 2026, 09:56 »
Ich hab den ersten kleinen Teil (Nahost) meiner großen Asien-Tour hinter mir. Ich war 6 Tage in Doha und Manama. Anders als bei Dubai vor 10 Jahren habe ich die beste Reisezeit ausgesucht, mich besser vorbereitet und versucht, meine Erwartungen runterzuschrauben. Diese wurden dann auch erfüllt, aber auch nicht mehr. Als Kombo war das eine gute Idee, weil trotz der geographischen und kulturellen Nähe beide Städte/Länder unterschiedlich sind.

In Doha mochte ich die super moderne Metro und dass man sich auch zu Fuß gut fortbewegen konnte. Das Museum für Islamische Kunst ist atemberaubend und das für moderne arabische Kunst auch interessant (wenn auch sehr einseitig). Es gibt auch genug grüne Ecken. Mir ist die Stadt ein bisschen zu Hochglanz / gesichtslos, aber für 2-3 Tage Stopover würde ich sie schon empfehlen.

Manama wirkt noch ursprünglicher / authentischer, was mir eigentlich besser gefällt. Aber ich hab mich weniger wohl gefühlt. Ich empfand es nicht als gefährlich, aber es gab mehrere unangenehme Situationen. Es gibt so gut wie keine Frauen auf der Straße, und erst recht keine alleinreisenden Westlerinnen. Zu Fuß bewegen sich generell kaum Leute, weil es dafür einfach ungeeignet ist: Ich bin immer wieder auf mehrspurige Straßen ohne Fußgängerampeln/-überwege gestoßen und musste umdrehen. Das viel gelobte Bussystem fand ich eher enttäuschend. Von den Sehenswürdigkeiten hat mir das Nationalmuseum am besten gefallen. Es ist zwar etwas angestaubt, aber liebevoll eingerichtet und nicht so propagandamäßig wie das in Doha. Die Festung ist nett, aber nicht  sooo spektakulär. Am besten hat mir das Café dort gefallen. Ansonsten kann man sich den Souq anschauen (ganz witzig ist der versteckte kleine Hindutempel mittendrin) und von dort aus zum Hafen laufen. Ich würde, wenn überhaupt, einen Tag für Manama empfehlen. Da es mir da gesundheitlich nicht ganz so gut ging, hat es für mich mit zwei halben Tagen gut gepasst.
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GschamsterDiener

« Antwort #2 am: 22. Januar 2026, 07:32 »
Habe ich so ähnlich erlebt. Doha hat mehr zu bieten als Manama (das mehr zu bieten hat als Kuwait City - andere Diskussion). Witzigerweise war ich in Manama auch etwas verkühlt und der Apotheker wollte mir gleich rezeptfrei Antibiotika andrehen. Manama war lange Jahre Schariaurlaub für Saudi Arabien. Ich frage mich, ob Bahrain nach der Liberalisierung in SA entsprechende Einbußen verzeichnen muss.
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Marla

« Antwort #3 am: 25. Januar 2026, 14:14 »
Habe ich so ähnlich erlebt. Doha hat mehr zu bieten als Manama (das mehr zu bieten hat als Kuwait City - andere Diskussion). Witzigerweise war ich in Manama auch etwas verkühlt und der Apotheker wollte mir gleich rezeptfrei Antibiotika andrehen. Manama war lange Jahre Schariaurlaub für Saudi Arabien. Ich frage mich, ob Bahrain nach der Liberalisierung in SA entsprechende Einbußen verzeichnen muss.
Ja, dein Thread von damals hat mir auch sehr geholfen bei der Planung, danke noch mal.

Ich hab's nicht recherchiert, aber aus der Beliebtheit des Nachtclubs unter meinem Hotel und der Schmierigkeit der Typen, die ich auf der Straße getroffen habe, würde ich schließen, dass es in Manama immer noch partymäßig gut abgeht für das entsprechende Klientel ;)
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thrones_of_blood

« Antwort #4 am: 07. Februar 2026, 10:35 »
Unsere grosse Fahrrad-Reise ist zu Ende.

Wir haben in der Nähe von Bologna Neujahr gefeiert und sind dann via Lombardei und Piemont an die italienische Riviera gefahren. Dort sind wir dann nach Frankreich gefahren und haben auch noch Monaco durchradelt.

Von der schönen Côte d'Azur aus sind wir dann Richtung Norden gefahren und haben nun die Schweiz erreicht.

Jetzt sind wir zuhause und überlegen, was wir in den nächsten Monaten machen wollen. Parallel dazu hat der Ernst des Lebens wieder angefangen ;D Wohnung suchen, Arbeit suchen, etc...
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Marla

« Antwort #5 am: 10. Februar 2026, 12:54 »
Ich habe auf meiner großen Asientour einen Monat in Thailand verbracht, zur Hälfte alleine, zur Hälfte mit Freunden.

Highlights
  • Koh Phaluai, herrlich abgeschieden und rustikal, mit tollen Wandermöglichkeiten und wunderschönen Stränden, die man vormittags für sich alleine hat (nachmittags kommen ein paar Boote mit Tagesausflüglern von Koh Samui)
  • Nationalpark Khao Sok, zwar touristisch, aber auf einem für mich noch okayen Level, sowohl mit Touren als auch auf eigene Faust kann man viel erleben
  • Die Free-Walking-Tempel-Tour in Chiang Mai
  • Die Umgebung und Ausflugsmöglichkeiten in Pai

Lowlights
  • Koh Lipe, wie bereits erwartet zugebaut, überlaufen und teuer, war für mich auch nur Zwischenstopp auf dem Weg nach Malaysia
  • Das Ortszentrum von Pai voller junger, überwiegend britischer Partytouristen

Ansonsten war ich noch eine Woche mit meinen Freunden auf Koh Phayam. Ich weiß, viele lieben diese Insel, und sie ist auch immer noch schön. Aber ich bin trotzdem kein großer Fan geworden, was vermutlich an der Unterkunft lag (fast nur nervige Deutsche), an den fehlenden Wandermöglichkeiten und an der Aufenthaltsdauer (3 Tage hätten mir gereicht). Es ist auch wirklich kein Geheimtipp mehr, denn fast alle Leute, die ich vorher und hinterher kennengelernt hatte, hatten Kho Phayam auf ihrer Reiseroute.

Noch ein paar grundsätzliche Meinungen zu Thailand:
  • Beim Transport bin ich zwiegespalten. Einerseits ist es praktisch, sich von einem Ort zum nächsten shuttlen zu lassen (und auf eigene Faust geht es ja auch manchmal gar nicht, wie ich gelernt habe). Andererseits ist man so durchgehend in einer Touristenblase. Ausnahmen waren die Zugfahrten: Diese haben mir super gefallen, insbesondere auch der Nachtzug von Bangkok nach Chiang Mai.
  • Von der vielgepriesenen Freundlichkeit der Thais ist in den überlaufenen Gebieten nicht mehr viel übriggeblieben, und keine Frage, das kann ich komplett nachvollziehen. Auch das Englisch-Niveau hatte ich mir höher vorgestellt, weil mir meine Freunde immer erzählt haben, dass man in Thailand viel besser mit Englisch klarkommt als z.B. in Lateinamerika. Kann  ich so nicht bestätigen.
  • Was die anderen Reisenden angeht, hatte ich viele Pauschaltouristen sowie U25-Backpacker befürchtet, die zum ersten Mal weiter von zuhause weg sind. Denn Thailand ist ja neben Australien das klassische Backpacker-Einsteigerland. Die gab es auch, aber ich hab zum Glück überall auch coole weitgereiste Leute angetroffen mit spannenden Lebensgeschichten und -modellen.
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