Thema: Aktuelle Lage in Myanmar ? (Tourismus, Unterkünfte, Preisexplosionen )  (Gelesen 11943 mal)

Vombatus

Da fällt mir ein, dass "Monkeyboy" letzten November (2012) auch über Burma brichtete. U.a. zu den Preisen:
http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=7167.msg45232#msg45232
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serenity

Migathgi - du hast sicher recht (wir haben es halt genossen, für sooo wenig Geld in einem echt noblen 5*-Hotel zu wohnen...) - aber es sind ja inzwischen auch viele einfache Hotels und Guesthouses, die extrem zuschlagen.

Leider sind auch die einfacheren Unterkünfte entweder deutlich teurer oder deutlich schlechter geworden - das was Monkeyboy berichtet hat, spricht ja für sich.

Und wir reden hier von der Hauptsaison - nicht vom Mai, als Meersburger unterwegs war und wo die Touristen sehr viel spärlicher herumreisen und alles erheblich billiger ist.....
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sandburg

Auch mit niedrigem Budget lohnt es sich in Myanmar auch mal 3-5 Sterne Hotels anzuschauen. Die haben nämlich häufig im Gegensatz zu den Budget-Unterkünften die Preise nicht gleich verdreifacht. D.h. es kann sich echt lohnen ein paar $ drauf zulegen und dafür dann ein leckeres Frühstück, ein sauberes Zimmer und einen Pool zu haben.
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Bobsch

Hallo liebes Forum,

für meine Freundin und mich geht es in Kürze nach Myanmar. Seit gestern halten wir das Visum in der Hand :-) Ich habe mich durch verschiedene möglichst aktuelle Beiträge hier gelesen (die meisten ca. 6 Monate alt) und musste feststellen, dass es wohl immer mehr ATMs gibt. Da ich noch die Situation von vor 2 Jahren im Kopf habe (da wollte ich schonmal nach Myanmar), dass man ja bloß mit genug Dollar ins Land reisen soll, begleitet mich irgendwie ein ungutes Gefühl nicht mit ausreichend Dollar für 28 Tage ins Land zu reisen.

Deshalb wollte ich einfach nochmal fragen ob jemand aktuelle Infos liefern kann, ob es mit VISA (oder Mastercard) problemlos geklappt hat im "ganzen Land" Geld abzuheben. Wieviel Dollar/Euro würdet ihr empfehlen für 2 Personen für 28 Tage als Puffer mitzunehmen? Wir hätten jetzt im Moment ca. 400 Dollar und 300 Euro mit, die wir sowieso immer als Bargeldreserven mitführen. Sollten wir uns hier in KL noch mehr Dollar besorgen?


Würde mich über eine schnelle Antwort sehr freuen :-)


Grüße aus KL
Boris
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manado

Hallo Bobsch,
ich bin gerade in Myanmar. Gefühlt würde ich sagen, das Bargeld reicht - zumal Du von einer Reserve redest.

Ich habe bisher (nach 5 Tagen, Yangoon, Golden Rock, Mawlamyine) nicht den Eindruck, dass Dollar noch eine größere Rolle spielen. Ich glaube nur bei Flugbuchungen und der Airport Tax braucht man noch welche. Sonst kann man überall in Kyatt zahlen. ATMs habe ich bisher viele gesehen. Ich würde allerdings jeweils in den größeren Städten Geld abheben und mich nicht darauf verlassen, wirklich überall ATMs vorzufinden. Meine DKB VISA hat tadellos funktioniert.

Beste Grüße
manado
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Jenny_far_away

Also im Jan/Feb 2013 ging das alles noch mit den Preisen. Ich hatte auch vorher gelesen, dass alles so teuer ist und man um die 40$ am Tag braucht. Letzten Endes habe ich um die 20$ am Tag ausgegeben inkl. Busfahrten, einer Zugfahrt, Unterkunft, Essen, drei tägiger Wanderung und und und. Am Ende der 26 Tage war ich dann ca. 600$ los.
Bei Unterkünften habe ich meistens ein EZ unter 10$ gefunden, einmal, am Inle Lake, habe ich für nen großen Bungalow dann 15$ gezahlt. Alles in allem also nicht wirklich teuer.
Die, in Relation zu anderen asiatischen Ländern, hohen Preise für Unterkünfte, liegen übrigens an der Regierung, weil die, die Lizenzen für Hotels etc. die Ausländer aufnehmen wollen, so hoch setzen. Das ist übrigens in Indonesien ganz genauso. Und ich muss sagen, dass ich in Indonesien doch mehr ausgegeben habe für Unterkünfte, als in Myanmar. Essen ist dafür spottbillig. In Mandalay habe ich für 300kyatt gefuttert wie ein Weltmeister und ansonsten waren es auch meistens eher um die 1000kyatt und ab und an mal bis zu 3000kyatt. Ausnahme war ne absolut geniale Steinofen Pizza am Inle Lake, 4500kyatt  :D Da kann man sich wirklich nicht beschweren finde ich.
Leider habe ich nicht mehr meine genauen Aufzeichnungen zu Ausgaben. Aber ich hoffe, dass es auch so weiter hilft.
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serenity

@ Bobsch - deine Frage nach der Möglichkeit, überall mit Kreditkarte Geld abheben zu können, kann ganz klar mit "Ja" beantwortet werden. Inzwischen stehen sogar schon in der Shwedagon Pagode ATMs .....

Ein paar Dollar solltest du evtl. für Eintritte oder sonstige Gebühren dabei haben und einige Euro, falls deine Kreditkarte mal nicht geht, sind auch nicht verkehrt - wie in jedem anderen Land.....
Allerdings sind die Gebühren an den Automaten mit ca. 5$ ziemlich happig - also evtl. doch lieber Euro zum wechseln mitnehmen und auf die Kreditkarte/ATM eher als Backup zurückgreifen. Der Kurs für Euro ist gut und mehr oder weniger gleich an jeder Wechselstube - am besten wechselst du gleich alles in Yangon, dort ist der Kurs am besten. Zurücktauschen kannst du am Ende fast ohne Kursverlust.

@ Jenny - also das mit den angeblich so teuren Lizenzen für Hotels stimmt nicht. Die Gebühren für Ausländer-Beherbergung waren schon immer hoch, sind aber seit der Öffnung nicht gestiegen. Derzeit wird einfach versucht, so viel wie möglich vom großen Touristenkuchen abzukriegen.

Verpflegung bzw. alles, was man da kauft, wo auch die Einheimischen kaufen, ist immer noch günstig. Preise für Busse und Flüge sind für Ausländer aber teurer als für Einheimische.
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Jenny_far_away

@serenity: Ich kann hier nur weitergeben, was ich gehört habe, als ich dort war. Unser Guide, der uns beim Trekking begleitet hat, hat uns das erzählt. Wüsste nicht was er davon hätte uns anzulügen. Und wenn man sich mit den Besitzern der Guesthouses unterhält merkt man ziemlich schnell, dass die nicht viel Geld machen. Nun war ich aber ohnehin in sehr günstigen Unterkünften, vielleicht ist es bei den teuren anders. Ich weiß nur, dass viele ihr Guesthouse gerne in ein Hotel umschreiben lassen würden, aber die Lizenzen zu teuer sind und sie die Zimmerpreise dann so hoch ansetzen müssen, dass sie fürchten, dass weniger Gäste kommen.
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Bobsch

@ Bobsch - deine Frage nach der Möglichkeit, überall mit Kreditkarte Geld abheben zu können, kann ganz klar mit "Ja" beantwortet werden. Inzwischen stehen sogar schon in der Shwedagon Pagode ATMs .....

Ein paar Dollar solltest du evtl. für Eintritte oder sonstige Gebühren dabei haben und einige Euro, falls deine Kreditkarte mal nicht geht, sind auch nicht verkehrt - wie in jedem anderen Land.....
Allerdings sind die Gebühren an den Automaten mit ca. 5$ ziemlich happig - also evtl. doch lieber Euro zum wechseln mitnehmen und auf die Kreditkarte/ATM eher als Backup zurückgreifen. Der Kurs für Euro ist gut und mehr oder weniger gleich an jeder Wechselstube - am besten wechselst du gleich alles in Yangon, dort ist der Kurs am besten. Zurücktauschen kannst du am Ende fast ohne Kursverlust.

Danke für die ausführliche Info! Ein Backup aus Dollar und Euro haben wir natürlich immer mit in allen Ländern falls die Kreditkarte mal nicht geht oder kiene ATM in der Nähe ist.

Die 5$ Automatengebühren kriegt man dann aber von der DKB wiedererstattet, oder etwa nicht?


Grüße von Pulau Weh
Boris
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sandburg

Die 5$ Automatengebühren kriegt man dann aber von der DKB wiedererstattet, oder etwa nicht?
Also bei der Comdirect lief es problemlos, sollte bei der DKB eigentlich genau so sein.
Bezüglich Bargeld: Für € war der Kurs besser als für $ und ausserdem sind sie bei der Qualität der €-Noten etwas entspannter (geknickt ist ok, aber eingerissen wird nicht getauscht).

Schöne Reise!
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serenity

Die 5$ Automatengebühren kriegt man dann aber von der DKB wiedererstattet, oder etwa nicht?
Die DKB hat mir im Frühjahr sämtliche Gebühren für Abhebungen in Laos, Thailand und Kambodscha (hier kann man gebührenfrei bei der Canadian Bank abheben) erstattet  also sollte das für Myanmar auch klappen.
Wenn möglich, lass dir jeweils die Quittungen ausdrucken - falls das nicht geht, siehst du aber in der Regel auch die Gebühren auf deinen Kontoauszügen.
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Bobsch

Vielen Dank für die Auskünfte!

Wir werden jetzt mit einem Puffer von einigen hundert US-Dollar nach Myanmar fliegen! in weniger als 12 Stunden landen wir in Rangoon! Ich freu mich schon riesig!!!

Grüße aus Medan
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xzarus

War gerade solo 34 Tage in Myanmar unterwegs (von Mitte Dezember 2013 bis Mitte Januar 2014)
Ein paar Fakten zur aktuellen Lage.

Ich versuche mal mit den Befürchtungen (die ich ebenfalls am Anfang hatte) aufzuräumen.

- Unterkunftmangel ist Unsinn (selbst während der angeblichen "High Season")
Man kann - um sich etwas Sucherei zu ersparen - von seinem Guesthouse aus das nächste ein Tag vorher anrufen. Aber auch spontan habe ich selbst in Bagan um 21 Uhr ein Dorm-Bett gefunden. In Yangon und Mandalay hatte ich am Vortag angerufen und mein Zimmer gebucht. Zweimal war am späten Abend die populäre/billigere Variante gebucht, sodass ich auf die nächst-teurere ausgewichen bin)

- Teuer ist ebenfalls Unsinn :-)
Ich habe günstig aber nicht auf deibel komm raus am billigsten gelebt. Es mag günstigere Länder als Myanmar geben, aber es ist auf jeden Fall nicht teuer. ...und ich war wiegesagt alleine unterwegs
Durchschnittskosten pro Tag 34.000 Kyatt (entspricht ca. 35 USD)

- In USD statt Kyat bezahlen ist ebenfalls Unsinn
Ich habe in 5 Wochen nur zwei Ausgaben in USD getätigt: Zugfahrten (für mich zweimal je 6 USD) müssen wohl immer noch in USD bezahlt werden.
Es werden zwar regelmäßig Preise in USD angegeben, können aber kommentarlos in Kyat bezahlt werden. "Auf der Straße" in Restaurants und auch einigen Unterkünften muss sowieso in Kyat bezahlt werden. Umrechnung 1 USD = 1000 Kyat. Damit geht ein Verlust von 2-3% einher, da der eigentliche Wechselkurs bei 1 USD = 960-985 Kyat liegt. Aber das ist mir egal. Je nachdem welche USD-Scheine man im Land umtauscht. Für große Scheine gibt's mehr Geld. Für 1 oder 5 USD-Scheine etwas weniger.

- Keine ATMs ebenfalls Unsinn
Ich habe nur in Hpa-An und in Hsipaw keine ATMs gesehen. In meinen anderen 10 Anlaufpunkten mindestens einen. Habe mit meiner MasterCard auch Geld bekommen. Gebühren sind 5.000 Kyat pro Abbuchung. Sollte es aber auf Anfrage von der DKB zurückgeben. Es mag aber sein, dass in sehr abseitigen und kleinen Orten aber keine zu finden sind.

Als Anhaltspunkt ein paar Unterkünfte mit meinen unverhandelten Preisen für Einzelzimmer mit i.d.R. Shared Bathroom). Nicht alles Schmuckstücke, aber haben ihren Dienst erfüllt. Meistens inkl. Frühstück. (1000 Kyat = 1 USD)
- DAWEI: Shwe Moung Than (15.000 Kyat)
- DAWEI: Garden Hotel (10.000)
- MAWLAMYINE: Than Lwin Hotel (15.000)
- MAWLAMYINE: Breeze Guesthouse (7.000)
- HPA-AN: Soe Brothers (6.000) [sehr gut!]
- YANGON: Chan Myaye (15.000) [sehr gut!]
- KALAW: Golden Kalaw Inn (9.000)
- INLE LAKE/NYAUNGSHWE: Gipsy Inn (12.000)
- HSIPAW: Yee Shin (7.000)
- MANDALAY: Yoe Yoe Lay [Dorm-Bett] (10.000) [extreme freundliche - manchmal etwas zu übereifrige - Besitzerin]
- BAGAN: Eden III Motel [Dorm-Bett] (10.000) [für Dorm sehr gut!]
Es gab teilweise auch noch günstigere Unterkünfte, wie ich später erfahren habe. Für zwei Personen wird häufig per se der doppelte Preis verlangt.

- zum Thema Overstay/Visa überziehen
Touristenvis sind 28 Tage gültig. Überziehen  erlaubt:
Steht am Flughafen in Yangon an vielen elektronischen und stationären Tafeln:
bis 90 Tage = 3 USD pro Tag [hier kann auch in Kyat bezahlt werden]
ab 90 Tage = 5 USD pro Tag
keine zusätzlichen Gebühren.

...alles ganz locker. Auf jeden Fall wenn ihr über den Flughafen ausreist. Bei Ausreise über Land sollte es eigentlich genauso sein. Aber bitte nochmal checken.

Ein paar weitere Stichpunkte:
- wenige Dorms (habe nur in Bagan und Mandalay welche gehabt - aber es gibt auch am Inle See glaube ich welche)
- hauptsächlich Pärchen unterwegs - aber zunehmend auch Solo-Reisende. Manchmal schwer zu finden
- Es kann richtig kalt werden! Bagan & Mandalay tagsüber 30 Grad. Hsipaw & Inle nachts vielleicht 5 Grad bei schlechter Wärmedämmung *brrr*
- ansonsten geiles Land! Guckt es euch an!
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Wuselchen2011

Vielen Dank xzarus für die ausführlichen Infos!
Hat sich in Myanmar mittlerweile eigentlich auch die Schlepperkultur eingebürgert? Ich find die oft sehr praktisch.
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Michael7176

Vielen Dank xzarus für die ausführlichen Infos!
Hat sich in Myanmar mittlerweile eigentlich auch die Schlepperkultur eingebürgert? Ich find die oft sehr praktisch.

Meinst du das jetzt wirklich ernst ?  ???
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