Thema: Alpenüberquerung  (Gelesen 2826 mal)

guj8486

« am: 13. März 2013, 15:02 »
Hallo liebe Wanderfreunde!

Sind gerade dabei uns für Anfang Mai einen Kurzurlaub zu überlegen und da kam mal wieder die Idee einer Alpenüberquerung auf.
Dazu haben wir jetzt natürlich gleich mal ein paar Fragen!  ;)


Wer von euch hat schon einmal die Alpen zu Fuß überquert?
Welchen Weg habt ihr genommen? München-Venedig? Oberstdorf-Meran?
Wie lange seid ihr unterwegs gewesen?
Kann man das Anfang Mai überhaupt schon wagen?

Würden uns sehr über ein paar hilfreiche Tipps freuen!!

Vielen Dank schonmal!
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ulmi

« Antwort #1 am: 14. März 2013, 10:21 »
Hallole

Keine Erfahrungen und Wissen, habs aber auch mal vor.

Tendenziell würde ich wohl im Sommer besser finden, oder kurz vor oder nach Sommer um Hochsaison zu vermeiden.

Wenn man den Schnee in den hohen Höhen nicht haben möchte, dann empfiehlt sich wohl eher nach dem Sommer.

Grüßle
ulmi
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Miku

« Antwort #2 am: 18. April 2013, 14:42 »
München -  Venedig steht bei mir auch irgendwann mal auf dem Plan, hab auch schon den Wanderführer ;)
Geplant ist das ganze da drin mit 29 Tagesetappen, da kommen dann aber noch Tage zum Ausruhen dazu, und in Venedig will man ja auch nicht gleich wieder abhauen... Vom Wetter muss man die Tour im Sommer machen, sonst liegt auf den Pässen noch Schnee und es wird gefährlich, bzw unmöglich. Teilweise machen die Hütten auch erst in den Sommermonaten auf.

Kannst ja mal berichten wofür du dich entschieden hast ;)
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ORANGPHILOSOPHICUS

« Antwort #3 am: 11. Juli 2013, 02:06 »
auch wenns nicht mehr ganz aktuell ist und kA obs so gern gesehen ist... aber versuchs mal in diesem forum

die können viel genauer auskunft geben, da dort eben genau solche vorhaben detailliert diskutiert werden!
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Vada

« Antwort #4 am: 11. Juli 2013, 08:00 »
IM Mai ists viel zu früh, selbst Ende Juni kannts noch bis 2300 Meter Schnee haben. Am besten Ende Juli/Anf. August machen. Eine Alpenübequerung im RAhmen einer 1-wöchigen Hüttentour wär auch mal was. Das will ich aber nicht alleine durchzienen. Mindestens zu zweit.
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Reisenoob

« Antwort #5 am: 14. Juli 2014, 15:28 »
So, ich hole dieses Thema mal aus der Versenkung, denn ich denke es wird immer mal wieder jemanden geben, den es interessiert.
Ich habe vor 2 Wochen meine Alpenüberquerung von Oberstdorf nach Bozen (E5) gemacht. Das Ganze hat 8 Tage gedauert (wobei wir uns gegen Ende ziemlich beeilt haben, wollten beim Halbfinale in Bozen sein :D). Normal wären 10 Tage einzuplanen.
Ich fand das Ganze sehr schön, aber auch sehr anstrengend. Man sollte konditionell auf der Höhe sein, um das zu machen. Vom Zeitpunkt her würde ich nicht später als Anfang Juli gehen. Denn wenn man später geht, wird es extrem voll (zumindest während der ersten paar Tage, die meisten zweigen dann nach Meran ab und machen die kürzere, 6-tägige tour Oberstdorf-Meran). Eine Alternative wäre, erst Mitte-Ende September zu gehen.
Altschneefelder hatten wir teilweise schon noch, aber das war eigentlich nicht so schlimm. Schlimm wäre nur, wenn viel Neuschnee fällt und man den Weg nicht mehr sieht, was zu der Jahreszeit aber relativ unwahrscheinlich ist.
Empfehlenswert fände ich auch, nach 4-5 Tagen einen Ruhetag zu machen, wir waren nämlich bei den letzten Anstiegen ziemlich kaputt. Insgesamt kann ich das Ganze nur weiter empfehlen!
Möchte auch irgendwann noch München-Venedig machen.
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Cheffe

« Antwort #6 am: 23. Oktober 2014, 14:31 »
Hallo,

ich weiß zwar nicht ob es noch aktuell ist, aber ich schildere mal meine Erfahrungen!

Ich habe in einer kleinen Reisegruppe die Alpen von Oberstdorf nach Maran (E5) überquert und kann die Tour nur absolut empfehlen!

Wir hatten damals eine geführte Tour bei der Bergschule Oberallgäu gebucht, da wir komplett unerfahren in der Wandertourorganisation, Routenplanung etc. waren und daher auf professionelle Waderführer wert gelegt haben. Außerdem waren wir Mitte September unterwegs und hatten tatsächlich zwei mal Neuschnee, an sonsten aber super Glück mit dem Wetter! In den Sommermonaten würde ich die Tour nicht machen, da ist das wie eine Touristenautobahn, das bestätigten vor allem die Bergführer! Früh im Sommer oder im Spätsommer sind aber jeweils super und auch von der Natur her traumhaft. Wetterfeste Kleidung (für alle Temperaturen und Niederschlagsarten zwischen ca. -3°C und 28°C) gehört sowieso ins Gepäck, dann macht ein wenig Neuschnee auch nichts aus, sondern Spaß! Feste Wanderschuhe über den Knöchel sind noch wichtiger!

Unterwegs, auf den Hütten haben wir immer mehr oder weniger die gleichen Leute getroffen, die zum Teil die gleiche Tour privat organisiert gemacht haben. Hier ist es in jedem Fall empfehlenswert die Hütten frühzeitig zu buchen. Runter schicken die einen zwar bei später Ankunft nicht, aber planen müssen die ja schon und in der Stube schlafen ist nicht sehr angenehm. Außerdem hatten wir zwischendrin kurze Bustransporte an Stellen, die tatsächlich für eine Wanderung völlig uninteressant sind, z.B. von Wenns an das Ende des Pitztals, da müsste man weitgehend und ewig lange im Tal an einer befahrenen Straße entlang. Oder vom Vernagt Stausee nach Meran. Man kann die Transporte auch mit den Linienbussen abdecken, sollte sich hier aber gut informieren! Durch die Zwischentransporte war das ganze in 6 Tagen bei GUTER KONDITION gut zu meistern und super. Fährt man nicht zwischendrin muss man mindestens 2 Nächte mehr einplanen.

Die Tourdaten finden sich alle auf den Homepages der Bergschulen, so dass man die exakte Route nachvollziehen und selbst erarbeiten kann.

Wirklich zu empfehlen ist zur Halbzeit eine Talübernachtung in einem vernünftigen Gasthaus, um sich mal ordentlich zu duschen, privat zu schlafen, und Wäsche zu waschen. Natürlich können Hartgesottene darauf auch verzichten, ich fand es jedoch genial! Unsere Übernachtung war nach zwei harten Bergetappen und vor allem einem 1900m Abstieg (schlimmer als Aufstieg) in Zams.

Ich würde die Tour immer weiterempfehlen. Am besten hat mir gefallen, wie sich die Alpen von Nord nach Süd "steigern" (Allgäuer Alpen, Lechtaler Alpen, Inntaler Alpen, Pitz- und Ötztal, Südtirol) und wie die Gesteinsarten, und die Vegetation sich verändert und alles beeindruckender wird. Uns sind nicht viele Wanderer in entgegengesetzer Richtung begegnet.

Ich hoffe ich konnte noch helfen :-)

Viele Grüße!

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stali

« Antwort #7 am: 24. Oktober 2014, 22:42 »
Find ich iwie lustig :D

Hab im Sommer 3 Wochen etwas abseits des E5 auf einer Berghütte gearbeitet und bin dann dannach noch durch die Lechtaler Alpen gewandert. Dabei hat es Tage gegeben, bei dennen Leute auf der Memminger Hütte (direkt auf dem E5) im Trockenraum geschlafen haben, wärend jedoch am gleichen Tag z.B. die Augsburger Hütte oder das Württemberger Haus (etwas abseits des E5) nur durschnittlich belegt war. Am Morgen wurde dann von der "Völkerwanderung der E5ler" gesprochen...

Ich könnte jz viel über diesen Weg schreiben, lass es aber bleiben. Bergwandern ist wie Weltreisen - wer ein bisschen über den Tellerand schaut, kann schöne und nicht überlaufene Plätze finden und muss nicht einmal in den Schlafplatz in den Hütten vorreservieren - jeder der noch nie wirklich in den Bergen unterwegs war, ist jedoch wunderbar am E5 aufgehoben.
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Cheffe

« Antwort #8 am: 26. Oktober 2014, 14:46 »
Genau so habe ich das auch empfunden! Ein zweites Mal würde ich so eine durchgeplante und geführte Tour nicht machen, für den Einstieg ist es aber super, um über die Begebenheiten Bescheid zu wissen.
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Reisenoob

« Antwort #9 am: 29. Oktober 2014, 09:46 »
Was ich empfehlen kann, ist nicht gerade genau die Etappen so zu laufen wie im rother Wanderführer. Das heisst, lauft ein wenig versetzt zu der Masse. So übernachtet ihr alleine auf romantischen Almhütten anstatt überfüllten DAV Hütten und seid auch tagsüber beim laufen meistens allein.
Startet den E5 unter der Woche - am Wochenende starten die ganzen Bergschulen.

Und warum man einen Führer brauchen sollte, leuchtet mir ehrlich gesagt nicht ein. Der Weg ist so gut markiert, hatte nicht einmal Zweifel wo ich lang laufen muss. Man braucht noch nicht mal mehr ne Karte. Meiner Meinung nach ist ein Führer Geldverschwendung.
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