Thema: LonelyPlanet Kritik / Reiseführer  (Gelesen 17772 mal)

vadasworldtrip

« Antwort #30 am: 27. Dezember 2012, 20:50 »
Für relativ neue, englischsprachige Bücher gibts manchmal sogar ein paar Baht in den Second Hand-Läden in der Khao San Road.

ist notiert!! danke
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farang84

« Antwort #31 am: 12. August 2013, 15:43 »
Für Thailand braucht man wirklich keinen Reiseführer und für die anderen in SOALändern kommt es drauf an, was man macht. Ich würde die auf jedenfall immer vor Ort tauschen anstatt 4kg Reiseführer mit mir rumzuschleppen. Oder als Ebook/PDF.

Ich bevorzuge immer die deutschen Reiseführer (Loose, Reise Know How) und nicht den LP oder andere Übersetzungen. Wenn man einen komplett deutschen Reiseführer hat, ist die Gruppe der Menschen die den liest einfach viel kleiner als bei einem Lonely Planet, den jeder hat. Da passiert es dann auch nicht so schnell, dass das günstigste Hotel plötzlich dank LP Tipp doppelt so teuer ist, aber nur noch den halben Service bietet.
An sich kommt es aber immer auf Land und Erscheinungsdatum an. Ich finde Loose eigentlich am besten, aber den Kambodscha Reiseführer den ich 2011 hatte muss jemand geschrieben haben, der das Land hasst.

Nicole

versatile

« Antwort #32 am: 12. August 2013, 16:14 »
Ich kann grad nur was zu Reiseführern betreff Indien sagen.
Ich habe mir den von Reise-KnowHow, Loose und LP angeschaut, und muss sagen, dass mir der LP am Besten gefallen hat. Schlecht fand ich jetzt keinen davon, aber der LP war von der Struktur her am ansprechendsten. Alles auf einen Blick, sprich eine Stadt mit Sehenswürdigkeiten, dann direkt im Anschluss Übernachtungs- und Essenmöglichkeiten. Beim Loose z.B. fand ich das alles etwas durcheinander, musste viel hin- und herblättern um alle Infos zu einem Ort zu finden. Ansich wäre mir aber der Losse lieber, weil ich auch denke, wie es hier schon erwähnt wurde, dass ihn weniger Leute haben und somit die Hostels usw evtl nicht ganz überlaufen sind.
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Rapha Ela

« Antwort #33 am: 17. August 2013, 16:31 »
Ich hab die Erfahrung gemacht, das das schwerste in meinem Koffer immer Bücher und Reiseführer sind.
Außer der Reiseapotheke, aber die geht halt nicht leichter.

Hab mir jetzt aus diesem Grund ein Kindl um € 70,- geleistet.
Der Vorteil ist sicher das Gewicht. Der Nachteil, dass es nicht alle Reiseführer in Kindle Edition gibt.
Es ist natürlich auch schöner, in einem richtigen Reiseführer zu blättern, aber den Kompromiss bin ich nun mal eingegangen.

Zudem sind Kindle Edition Bücher in der Regel etwas günstiger. Eintauschen fällt somit zwar weck, aber ich kann mich von Büchern eh nicht trennen...
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froschi

« Antwort #34 am: 20. September 2013, 06:42 »
also ichhab meinen knowhow Peru und Bolivien nach ca. 3 Wochen reisen verkauft, da er überhaupt nicht in der Praxis funktioniert hat für mich.
Habe stattdessen den LP aufn EBookReader geholt und war voll zufrieden, natürlich nur mal zum schmöckern und groben Planen. Hatten auch Unterkünfte daraus genommen und die paar waren gut.

Hier in Neuseeland sind wir vom LP zu tiefst enttäuscht!!
Kommt halt einfach auf den Autor  stark an!!!

greets
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Ahead

« Antwort #35 am: 13. Dezember 2013, 15:26 »
Aus einem Hotelzimmer in Bangkok.
In den vergangenen zwei Monaten hielt ich mich in Indien und Nepal auf. Für beide Länder hatte ich den LP. Um die zuletzt veröffentlichen inhaltlichen Vorwürfe gegen den Verlag bei Seite zu lassen, möchte ich die Gelegenheit nutzen um hier (berechtigt) Dampf abzulassen, über "die" Backpacker-Bibel schlecht hin.
Gokarna-Indien/ ein Hotel am Strand, wurde ausgeschrieben für vorzügliches Essen, sehr nettes Personal,äußerst günstig für ein Standart Zimmer und dazu noch geeignet mal so richtig auszuspannen - Bei Ankunft an der Rezeption ( Nebensaison ), verhielt sich der folgende Ablauf wie in einem Strafgefangenen Lager. Der Mann an der Rezeption grüßte nicht, er sagte was ich will? Passport? How long? -ich fragte was es kosten würde? -der Preis war das doppelte von dem was im LP angegeben wurde. Verhandlungsversuche vergebens ( es war kurz vor Mitternacht, Stockfinster, keine Orientierung, Hunger etc.). Lies meinen Rucksack im Restaurant und lief den Strand entlang und checkte die anderen Hotels aus. Das Hotel neben an, ein abgesperrter Komplex, die Nacht dort kostet 2500€, war im ernst der LP Tipp im Buch?? Im Hotel zurück lies ich mir ein Zimmer zeigen! Als normale Ausstattung und sauber für dieses Preissegment wurde es beschrieben. Das Gegenteil war der Fall, verrottete Schaumstoff Matratzen, Bettbelag mit Flecken die auf hunderte von mutmaßlichen Ursprüngen seiner Entstehung zurück zu führen wären, vorausgesetzt man nähme sich die Zeit darüber nachzudenken. Aus dem Duschkopf kamen nur eineinhalb winzige Strahler heraus, weil der Rest mit einer verklumpten Masse aus grün-grauen harten Kalk überwachsen war.
Abschließendes Detail für diese Nacht- das Restaurant welches laut LP für das Beste am Strand gelte:
ich bestellte eine Sea Food Plate. Nach einer Stunde kam etwas schwarz-orangenes an. Ich machte ein Foto von dem Teller, welches den Bildern auf Rotten erschreckend ähnelte! Die Calamari Ringe, nuanciert von schwarz bis dunkelbraun und kalt, die dunkle Schuhsohle darunter, sollte wahrscheinlich ein Filet Stück sein, ich weiß das, weil es Gräten hatte. Das einzige essbare, was für meiner derzeitigen ausgehungerten Lage entsprechend den Hunger stillen sollte, waren die labrigen dunkel gelben Pomes-frits, die in ihrer Konsistenz an solche erinnern, die man bei der monatlichen Autowäsche unter dem Fahrersitz auffindet.

Mit Sicherheit gibt es Hotels die nach ihrer Preis Krönung von Lonely Planet, in Sachen Qualität usw. schnell nachlässig werden und sich möglicherweise auf ihren Titel ausruhen. Ich kann es verstehen, wenn der Preis aufgrund diesen und jenem besonderen Merkmales nach oben geht, weil es Beliebtheit bei den Gästen findet. Aber das was ich oben beschrieben habe, ist mir nun sehr oft passiert! Wie ein beschriebenes Restaurant in Delhi, das zu einem teureren Preissegment gehörte, denn nach 2 Monaten indischen Essen, dachte ich mir eine Abwechslung zu gönnen! Im LP stand: ein Menü von 15 bis zu 35 Euro! Meine Rechnung war 45 Euro! Was ich habe ich gezahlt? 86 Euro! Warum? -Weil mir ja keiner gesagt hat, das diese Nobel Dinger richtig saftige VAT und TAX auf die Rechnung knallen. Im LP fand das keine Erwähnung.Sollte ein Reiseführer das nicht auch erwähnen? In Goa, wurde ein Hotel beschrieben das gar nicht existierte, zumindest laut LP Karte?! An der Stelle, eine Kreuzung mit Kirche, gegenüber sollte das Hotel sein. Ich fand dort nur einen Misthaufen mit zwei bis drei gackernden Hühnern?? Der eine Einheimische zeigte die Straße nach Osten, der andere nach Süden und wieder ein anderer sagte, das dieses Hotel erst in der nächsten Stadt sei!?
Ist die ursprüngliche Philosophie nicht entstanden, zweier Langhaariger Hippies aus den 60'ern, die mit wenig Geld die Welt erkundet haben und ihre Erfahrungen als Reiseführer niedergeschrieben haben FÜR Leute, die auch lange Haare hatten und wenig Geld? In Nepal angekommen wollte ich den LangTang Trek machen, ebenfalls mit LP im Gepäck. Nach dem ersten Marsch, 7 Stunden nur steil Berg auf kam ich am frühen Abend im "Hotel Lama" an. LP schreibt, kostenlose Unterkunft und 10 % auf Essen, wenn man ohne Guide unterwegs ist. Aber warum kann LP nicht schreiben das dafür das Essen im Vergleich zur Tal Region um das vierfache teurer ist? Ich stand dann einfach im Wald und musste wieder umdrehen weil klar wurde, das es keinen Geldautomaten auf 3500 Meter gibt. Ich habe hohen Respekt vor den Sherpas und wie hart der Transport ist, ohne nichts außer den eigenen Füßen und ich finde den Preis auch völlig gerecht fertigt ( ausgenommen eine Kanne Tee für 14€ ). Aber warum erwähnen die das im Buch nicht?
Ich könnte noch mehrere identische Ärgernisse aufzählen. Ich nehme diesen Verlag nicht mehr ernst und witme mich nun dem Buch von Hr. Kohnstamm.



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Stecki

« Antwort #36 am: 13. Dezember 2013, 15:36 »
Auch wenn ich Deinen Preisbeispielen nicht wirklich Glauben schenken kann ist schon so dass ich mich auch immer weniger mit dem LP anfreunden kann (ein grosser Fan war ich eh noch nie). Hier in Hanoi gibt es dutzende viel bessere und viel billigere als die überteuerten Backpackers die im LP stehen. Aber eben, man muss ja nicht blind dem LP folgen, meistens ist das Hotel oder das Restaurant neben dem LP-Tipp um Welten besser und günstiger.

Den letzten Abschnitt mit dem Geldautomaten willst Du jetzt aber nicht wirklich dem LP in die Schuhe schieben oder?  ;)
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Ahead

« Antwort #37 am: 13. Dezember 2013, 16:06 »
Bisweilen gab es leider einige Situationen in denen ich einfach nur Pech hatte. Ich sehe hier in diesem Forum auch keinen Anlass in meiner Beschreibung zu übertreiben. Das ist wohl das Los, als Backpacker unterwegs zu sein mit begrenzten Mitteln. Und ich glaube so einige hier unter uns, kennen die eckigen Erfahrungen.
Selbstverständlich laufe ich nicht blind durchs Land, nur mit Lonely Planet vor Augen! Aber als Neuling denkt man nicht dran das man Kohle brauchst für die Berge. Als ich ins Tal zurück kam,saßen da drei junge Männer aus Frankreich, die am Folgetag ebenfalls den Trek laufen wollten. Und die wussten das auch nicht, die wären da ebenfalls mit 40€ hochgestapft und sich gewundert - ich habe ihnen von meiner Erfahrung erzählt. LP hin oder her, sowas MUSS ein Reiseführer beinhalten und zu deiner Frage: natürlich kann ein Reiseführer nichts dafür das in den Bergen kein Geldautomat steht, aber schreiben kann er es doch? Mit einem Satz wäre das Hinweis genug.
Wie ich die Regeln hier in so einem Forum richtig verstehe, darf man keine Werbung machen, aber google mal den Namen zum Schluß, das sagt viel aus über die interne Politik des selbsternannten weltführenden Reiseführers.
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Jumpys

« Antwort #38 am: 13. Dezember 2013, 18:01 »
In den kleineren Städten Thailands (also alles was weniger Einwohner als Krabi hat (~30.000)), welche ich kenne, ist es normal, dass die Thais immer zu dem Ticketstand/Busterminal gehen, welches vom Lonely Planet nicht erwähnt wird.. Wie das bei größeren Städten, wie Surat, Phuket, Ubon etc. aussieht, kann ich nicht beurteilen.
Außerdem, und ob das stimmt kann ich natürlich nicht beurteilen, habe ich mehr als einmal zu hören bekommen, dass die Aufnahme in den LP eine teure Angelegenheit ist und sich nicht für jeden rentiert.
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Wandelstern

« Antwort #39 am: 13. Dezember 2013, 18:46 »
Aus einem Hotelzimmer in Bangkok.
In den vergangenen zwei Monaten hielt ich mich in Indien und Nepal auf. Für beide Länder hatte ich den LP. Um die zuletzt veröffentlichen inhaltlichen Vorwürfe gegen den Verlag bei Seite zu lassen, möchte ich die Gelegenheit nutzen um hier (berechtigt) Dampf abzulassen, über "die" Backpacker-Bibel schlecht hin.

Da schreibt sich jemand den Frust von der Seele...   :(

Beim Computer liegt der Fehler meist nicht an diesem, sondern am Menschen vor dem Bildschirm.

So verhält es sich auch mit Büchern. Ich kenne viele Reiseführer, und keiner ist vollkommen. Was Du mit den Informationen anstellst und wie du diese bewertest, liegt allein an Dir. Es ist auch nicht verboten, den gesunden Menschenverstand anzuwenden und sich auf andere Quellen und Informationen abzustützen, anstatt alles dem Reiseführer zu delegieren und  letzten Endes die Schuld für deine Missgeschicke zu geben.
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Jenny_far_away

« Antwort #40 am: 14. Dezember 2013, 09:34 »
Also ich glaube man kann zu mindestens festhalten, dass der LP gut ist, um heraus zu finden, wie man von einem Ort zum anderen kommt oder wie man zu entlegenen Sehenswürdigkeiten kommt. Für Hotels, Hostels und Restaurants ist er mittlerweile völlig ungeeignet für Backpacker. Diese Hotel Tipps, wo das Zimmer ab 55$ oder auch gerne mal 150$ die Nacht kostet und das in SOA, sind doch völlig Fehl am Platz. Da habe ich mich auch häufiger aufgeregt.
Ich glaube, ich kann die Hostel/Hotels/Guesthouses die vom LP empfohlen wurden an einer Hand abzählen in denen ich übernachtet habe auf meiner 14monatigen Reise. Ich habe einfach immer gesehen, dass ich in die Viertel mit den genannten Hotels komme und dann habe ich auf eigene Faust gesucht.
Beispiel Hanoi: Alle Doppelzimmer die dort genannt werden kosten über 20$, gefunden habe ich dann mehrere für 15$....und billiger, ich war aber mit meinem Vater unterwegs  :D und so läuft das immer...
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Vada

« Antwort #41 am: 14. Dezember 2013, 11:45 »
ich habe bisher einmal ein Guesthouse nach LP ausgesucht, und das war....naja.... nicht so der Hit, und unfreundlich, trotzdem aber voll.
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Stecki

« Antwort #42 am: 14. Dezember 2013, 12:03 »
ich habe bisher einmal ein Guesthouse nach LP ausgesucht, und das war....naja.... nicht so der Hit, und unfreundlich, trotzdem aber voll.

Ist doch dasselbe wie mit den Apple-Jüngern...

Ach ja, das mit Hanoi kann ich bestätigen. Die empfohlenen Backpackers (!!!) sind alle total überteuert (Einzelzimmer 525'000 Dong aufwärts) ohne jeglichen Service oder Amenities. Bin momentan im empfehlenswerten Ciao Hanoi Hotel für 15 USD (300'000 Dong) und habe neben dem Fernseher sogar eine Computer im Zimmer stehen, dazu Minibar, Toiletries, gratis Kaffee und und und. Ausserdem 2 Betten. Für 2 USD mehr gibts ne Riesenauswahl an Frühstücksmenüs.
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NRW

« Antwort #43 am: 14. Dezember 2013, 12:54 »
Habe diesen Thread zum ersten Mal gelesen.

Ich bin bisher, zumindest für die Länder für die ich bisher sprechen kann (China, Laos, Kambodscha, Vietnam) eigentlich ganz zufrieden mit LP. Habe immer für das nächste Land Reiseführer getauscht, meist waren LP verfügbar in Hostels.

Trotz Reiseführer schaue ich egal um was es geht (Ziele, Routen, Hotels), macht doch hoffentlich jeder, parallel bei anderen Informationsquellen (Internet, Blogs, dieses Forum, und man spricht mit anderen Reisenden)

Und der gesunde Menschenverstand schaltet sich doch auch nicht aus, nur weil man einen LP dabei hat.

Trotzdem schaue ich mir z.b. vorher das Zimmer an und wäge ab, ob Qualität zum Preis passt.

Insgesamt ist die genannte Kritik nicht ganz unzutreffend, aber jeder der das Spiel mitmacht und sich nachher ärgert ist doch selber Schuld!

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karoshi

« Antwort #44 am: 14. Dezember 2013, 15:53 »
Ich habe in den letzten Jahren immer wieder die Erfahrung gemacht, dass der LP einem in bestimmten Regionen viel Ärger mit den Unterkünften ersparen kann: Man schaut einfach, welche im LP empfohlen werden, und geht dann woanders hin. Alleine deshalb würde ich also den LP zur Lektüre empfehlen. Aber auch den einen oder anderen Tipp zu Unternehmungen, Transportmöglichkeiten oder lokalen Besonderheiten findet man dort eben auch.

Im Grunde sind zwei Entwicklungen zu beobachten, die nicht unbedingt vorteilhaft sind:
  • Der LP wird Opfer seines eigenen Erfolges. Geheimtipps stehen inzwischen woanders.
  • Es wird versucht, eine zahlungskräftigere Kundschaft anzusprechen, vielleicht weil die noch nicht so Internet-affin ist?
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