Thema: Dar Es Salaam und Sansibar  (Gelesen 3759 mal)

Choclito

« am: 14. August 2012, 13:57 »
Ich habe mich nun entschieden auf meiner Reise einen Stop in Tansania einzulegen. Da ich nur eine Woche da bin, würde ich mich freuen wenn jemand Tipps zu günstigen Unterkünften (nicht unbedingt am Haupt-Partystrand) und Sehenswertem hat.
Mein Plan ist nach der Ankunft einen Tag Dar es Salaam anzuschauen (oder wäre eine Übernachtung lohnenswert?) und gegen Abend mit der Fähre (ist die Fähre empfehlenswert oder flieg ich lieber direkt weiter?) nach Sansibar aufzubrechen. Dort interessieren mich eher die Gewürzplantagen und Stone Town, eventuell auch der Nationalpark (lohnend?) als die Strände.

Wäre super wenn jemand seine Erfahrungen mit mir teilen würde :)
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karoshi

« Antwort #1 am: 14. August 2012, 19:34 »
ist die Fähre empfehlenswert oder flieg ich lieber direkt weiter?
Wie man's nimmt. In den letzten 12 Monaten sind zwei dieser Fähren gesunken, jeweils mit vielen Toten. Da ich persönlich Dar es Salaam überhaupt nicht sehenswert finde (im Gegensatz zu Stone Town), würde ich eher empfehlen, direkt weiter zu fliegen, wenn man sowieso am Airport DAR ankommt.

Die günstigeren Unterkünfte in Stone Town liegen eher im östlichen bzw. südöstlichen Teil (ist aber vom Meer aus bequem zu laufen). Ich glaube wir waren damals in der Mkunazini Street in einem einfachen Guesthouse. Kein Luxus, aber freundlich und günstig.

Nette Restaurants mit Blick aufs Meer findet man einige in der Shangani Street. Wobei die eigentliche Attraktion aber der Nachtmarkt in den Forodhani Gardens ist. Für einen Abend würde ich auch unbedingt einen Platz im Monsoon Restaurant (direkt südlich von Forodhani) reservieren.

An der Uferpromenade (Mizingani Road) gibt es mehrere Reisebüros, die Tagestouren anbieten, u.a. auch Gewürztouren oder den Jozani Forest (wobei man den auch gut auf eigene Faust mit dem Dala-Dala machen kann). Beides lohnt sich, über die anderen Touren kann ich nichts sagen.

Solltest Du den letzten Abend in Dar es Salaam verbringen und vielleicht einen späten Flug haben: Das New Africa Hotel in der Maktaba Street (5 Sterne) hat ein hervorragendes Thai-Restaurant im 9. Stock, wo man auch als Nicht-Hotelgast das All-You-Can-Eat-Buffet buchen kann. Wir sind damals (2005) direkt vom Fährhafen aus dorthin gelaufen (300m). Die Kosten lagen bei umgerechnet etwa 14 US$ / Person, das war es definitiv wert. Der Hotelportier organisiert die Gepäckaufbewahrung und ein sicheres Taxi zum Flughafen.

LG, Karoshi
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reisende

« Antwort #2 am: 26. November 2012, 21:12 »
In Stone Town, Sansibar, war ich in der Manch Lodge. Liegt nicht direkt am Meer, sondern in Stone Town, von wo aus man alles gut erreichen kann. Kostet 20 Dollar pro Nacht für ein Doppelzimmer (und man findet kaum was Günstigers in Stone Town), aber es gibt auch einen großen Dorm direkt unterm Dach, also etwas heißer, was immer recht leer ist, weil keiner davon weiß, für etwa 14 Dollar.

Ich fand, dass es die schönste Lodge war von allen, die mir gezeigt wurden (etwa 6), und das kleine Restaurant draußen, wo man sein Frühstück bekommt, kann man auch zum Abhängen mit anderen Hotelgästen und zum Surfen (kostenloses WiFi!) benutzen.

Für Strand dann eher nach Osten oder nach Norden fahren. Wobei ich Nungwi wegen der vielen nervenden Beach boys nicht empfehlen kann, aber das 3 km suedlicher liegende Kendwa (Kendwa Rocks hat auch Dorms!), und im Osten gibt es auch ein paar nette Orte.
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Hanna

« Antwort #3 am: 26. November 2012, 22:42 »
hi- ich war vergangenen Oktober in Tansania- unter anderem 1 Woche auf Sansibar- ein absoluter Traum!!! Würd ich jederzeit wieder. Zu deiner Frage Dar es Salaam- vergiss es- ist absolut nicht zu empfehlen- ist besser du fährst gleich auf die Insel.
Wir sind von Dar nach Stone Town mit der Fähre- war ganz easy. Wegen dem Beitrag von Karoshi- ja Fähren sind gesunken, mit vielen Toten (vor der Fährfahrt hat mir auch schon gegraut) aber die Touris fahren mit einer neuen schikimiki Fähre sogar mit Klimaanlage!!- war nach 2 Wochen im Zelt im Busch der reinste Luxus  ;) also Fähre ist überhaupt kein Problem! Schau am Abend unbedingt in Stone Town zum abendlichen Fischmarkt- hier gibts echt super Leckereien- aber Vorsicht- geldmäßig wirst du hier noch schneller übers Ohr gehaut wie anderswo. Wir waren dann am Nungwi Beach im Norden- WAHNSINN sag ich nur! Alles unberührter weißer Sandstrand wo wirklich weit und breit keiner ist- auch keine Hotelhochburgen. Hotelmäßig kann ich dir leider keine Empfehlung geben.... Wünsch dir eine schöne Zeit! LG
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reisende

« Antwort #4 am: 27. November 2012, 00:26 »
Ja, es stimmt, Dar es Salaam ist kaum der Rede wert, bis auf das indische Viertel, das für jeden Indienfan ganz interessant, aber in einem kurzen Nachmittag abgelaufen ist.

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Und: Nimm in Dar es Salaam NIE NIE NIEMALS ein Taxi von der Straße, du sollst immer ein Hotel fragen, dir ein sicheres Taxi zu besorgen, es ist tausendmal sicherer mit Minibussen zu fahren als mit fremden Taxis, aber beim Einsteigen unbedingt alle Wertsachen festhalten, und danach selbst zu laufen; geh nicht nachts alleine raus, nimm befreundete Einheimische mit.
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 Allerdings kommt man von Dar Es Salaam leicht nach Bagamoyo, was mindestens einen Tagestrip wert ist. Selbst für einen Geschichtsmuffel wie mich war Bagamoyo sehr spannend, und es ist dort sehr sicher selbst um 10 Uhr abends noch, günstig (Bodaboda=Motoradtaxi für 1000/2000 Shilling, Essen für 1500 Schilling, Schuhe reparieren für 1000 Schilling, Hose nähen für 1000 Schilling, 2000 Schilling = ca 1 Eur, Übernachtung 10000 Schilling), es ist ruhig, und man erlebt Dorfatmosphäre und sieht, wie die Einheimischen wirklich leben.

Man kann dort auch günstig übernachten (z.B. das süße aber sehr einfache Kizota Guesthouse). Dort auf jeden Fall das Museum der Katholischen Mission besuchen und alles über den Sklavenhandel lernen, der dort, in Bagamoyo sein Zentrum im östlichen Afrika hatte, von hier aus wurden die Sklaven nach Sansibar verschifft. Auch die Deutschen war hier, und es lohnt sich, die übrig gebliebenen Gebäude zu bestaunen. Es gibt noch ein weiteres Museum, dessen Eintrittspreis auch den deutschen Friedhof und das alte deutsche Hauptquartier inkludiert. Strand gibt´s in Bagamoyo auch, aber nicht so traumhaft wie auf Sansibar. Und Musikbegeisterte können sich mal in der University of Arts umschauen.

In der Tourist Information in Bagamoyo kann man sich auch einen Tourguide besorgen, der einen auch zu den Ruinen von Kaole bringen kann und anderes. Übrigens ist der Chef der Tourist Information sehr gesprächig und erzählt viel Interessantes auch ganz umsonst, wenn man einfach so hereinplatzt. Ich habe mich da drei Stunden lang für Null cent in Geschichte weitergebildet... :) Demzufolge ist es bestimmt auch sehr interessant, mit ihm eine Tour zu machen.  Man kann in der Tourist Info auch eine Karte von Bagamoyo bekommen sowie Infos über Restaurants und mehr.

Ansonsten kann ich nur empfehlen, ein paar Brocken Suaheli zu lernen, damit man auch anständig zurück grüßt, wenn man von den Einheimischen begrüßt wird, und damit man den Preis versteht, wenn man sich eine Kokusnuss kauft bzw handeln kann mit Taxifahrern...  Also Zahlen und Begrüßungen, die sind auch nicht so schwer zu merken.

Viele Grüße,
Nina
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