Ich hab den ersten kleinen Teil (Nahost) meiner großen Asien-Tour hinter mir. Ich war 6 Tage in Doha und Manama. Anders als bei Dubai vor 10 Jahren habe ich die beste Reisezeit ausgesucht, mich besser vorbereitet und versucht, meine Erwartungen runterzuschrauben. Diese wurden dann auch erfüllt, aber auch nicht mehr. Als Kombo war das eine gute Idee, weil trotz der geographischen und kulturellen Nähe beide Städte/Länder unterschiedlich sind.
In Doha mochte ich die super moderne Metro und dass man sich auch zu Fuß gut fortbewegen konnte. Das Museum für Islamische Kunst ist atemberaubend und das für moderne arabische Kunst auch interessant (wenn auch sehr einseitig). Es gibt auch genug grüne Ecken. Mir ist die Stadt ein bisschen zu Hochglanz / gesichtslos, aber für 2-3 Tage Stopover würde ich sie schon empfehlen.
Manama wirkt noch ursprünglicher / authentischer, was mir eigentlich besser gefällt. Aber ich hab mich weniger wohl gefühlt. Ich empfand es nicht als gefährlich, aber es gab mehrere unangenehme Situationen. Es gibt so gut wie keine Frauen auf der Straße, und erst recht keine alleinreisenden Westlerinnen. Zu Fuß bewegen sich generell kaum Leute, weil es dafür einfach ungeeignet ist: Ich bin immer wieder auf mehrspurige Straßen ohne Fußgängerampeln/-überwege gestoßen und musste umdrehen. Das viel gelobte Bussystem fand ich eher enttäuschend. Von den Sehenswürdigkeiten hat mir das Nationalmuseum am besten gefallen. Es ist zwar etwas angestaubt, aber liebevoll eingerichtet und nicht so propagandamäßig wie das in Doha. Die Festung ist nett, aber nicht sooo spektakulär. Am besten hat mir das Café dort gefallen. Ansonsten kann man sich den Souq anschauen (ganz witzig ist der versteckte kleine Hindutempel mittendrin) und von dort aus zum Hafen laufen. Ich würde, wenn überhaupt, einen Tag für Manama empfehlen. Da es mir da gesundheitlich nicht ganz so gut ging, hat es für mich mit zwei halben Tagen gut gepasst.