Thema: Cook Islands - aktuelle Erfahrungen?  (Gelesen 3036 mal)

dirtsA

« am: 24. Juni 2024, 13:56 »
Hallo zusammen,

ganz spontan habe ich nun einen Flug auf die Cook Islands gebucht. Am Sonntag Abend fliege ich los, Sonntag früh komme ich an... schon komisch mit der Datumsgrenze ;D

Jedenfalls habe ich das Forum durchstöbert aber nur ziemlich veraltete Threads zu den Cook Islands gefunden. Jetzt frage ich mich, ob jemand kürzlich dort war?

Ich habe erst 5 volle Tage auf Rarotonga, dann 3 volle Tage auf Aitutaki, dann nochmal 3 volle Tage Raro. Dazu muss man sagen, dass Aitutaki am WE geplant ist, sodass ich wirklich ganz relaxt die Insel sehen kann, während ich von Raro aus auch arbeiten muss. Daher - und auch weil Raro größer ist - dafür mehr Zeit eingeplant.

Für Raro habe ich folgendes schon fix geplant:
Tag am Muri Beach
Cross-Island Hike und/oder The Needle Hike
Ansonsten würde ich mit dem Bus ein bisschen Beach hopping machen, Hauptstadt anschauen etc.
Wahrscheinlich werde ich im Rarotonga Backpackers übernachten.
Fragezeichen: Tauchen (gehört, dass es nicht so gut sein soll)
Was sollte ich noch unbedingt machen?
Empfehlenswerte Restaurants, Cafes,...?
Hat jemand den 30min Sightseeing Flug über Raro gemacht? Kostet nur so 70 Euro was ich nicht viel finde.

Auf Aitutaki würde ich:
Lagoon Cruise machen
Ansonsten die Insel erwandern oder per Fahrrad? Was sind die schönsten Spots? Gute Restaurants etc?
Werde mich wohl in ein AirBnB an der Westküste einbuchen.

Freu mich über jegliche Tipps :) und bin schon ganz gespannt! Die Cook Islands standen schon seit 2010 auf meiner Liste... ;D
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janareiserin

« Antwort #1 am: 29. Mai 2026, 09:21 »
War selbst noch nicht dort, aber ein Bekannter von mir war erst vor ein paar Monaten auf den Cook Islands und war total begeistert. Besonders von Aitutaki hat er geschwärmt, die Lagune soll in echt sogar noch beeindruckender sein als auf den Fotos.

Deine Zeitaufteilung klingt für mich ziemlich sinnvoll. Aitutaki ist wohl eher zum Genießen und Entspannen, während es auf Raro deutlich mehr zu entdecken gibt. Den Cross-Island-Track würde ich auf jeden Fall machen, davon hat er auch positiv berichtet.

Zu Aitutaki meinte er: Unbedingt Fahrrad oder Roller nehmen und die Insel entspannt erkunden. Besonders die Gegend rund um Ootu Beach und der Ausblick vom Maunga Pu haben ihm gefallen. Das Restaurant "Boat Shed" fand er außerdem ganz nett für einen Stopp direkt an der Lagune.

Kleiner Tipp noch: Auf One Foot Island nicht direkt wieder mit der Gruppe zurück zum Boot hetzen, sondern einfach etwas Zeit dort verbringen. Das war für ihn am Ende einer der schönsten Orte der ganzen Reise.

Den Sightseeing-Flug würde ich persönlich für 70 € wahrscheinlich mitnehmen. Bei Inseln und Lagunen bekommt man aus der Luft oft nochmal eine ganz andere Perspektive.

Viel Spaß auf der Reise!
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dirtsA

« Antwort #2 am: 29. Mai 2026, 15:38 »
Meine Reise ist schon 2 Jahre her ;) Aber vielleicht hilft es ja jemand anders. Und es inspiriert mich jetzt auch, meine Tipps hier zu lassen, damit andere was davon haben...

Insgesamt fand ich die Zeit gut bemessen, ohne arbeiten zu müssen wäre mir allerdings etwas langweilig geworden.

Auf Rarotonga hat mir Muri Beach am besten gefallen. Der Cross Island Hike war ganz nett, aber eigentlich nur "the Needle", also das Highlight in der Mitte, herausragend. Schnorcheln fand ich überall eher mittelmäßig, allerdings war ich vom Tauchen recht positiv überrascht (konnte ich mir dann doch nicht entgehen lassen) - und das obwohl nur 2 Spots in der Nähe der Hauptstadt angefahren wurden und nicht mal die "besten Spots" weiter weg (wegen dem Wetter). Absolutes Highlight: Kayaken in der Lagune von Aitutaki, und das, obwohl ich kein Paddel-Fan bin! Mega!!

Nach Aitutaki war ich dann die letzten Tage auf Raro in einer Unterkunft an der Westküste, um auch die Gegend zu sehen. Eignet sich aber ohne Fahrzeug nicht wirklich, selbst Restaurants sind alle recht weit entfernt. Für 2 Tage hats gepasst, aber länger würde ich dort nicht bleiben, Muri ist zwar touristisch aber auch viel schöner. Von dort habe ich dann die Wanderung auf den Raemaru-Aussichtspunkt gemacht, was sehr nett war. Die Aussicht war evtl. sogar besser als beim Cross Island Hike und es war deutlich weniger Aufwand ;) Was mich an der Westküste gestört hat, waren die vielen freilaufenden, teils aggressiv wirkenden Hunde.

Tipps zum Essen: The Falafel Shack, TEM Store Takeaway, Tiare's, Charlie's Raro
Unterkünfte sind über Booking etc preislich ok, wenn man nicht gerade in der neuseeländischen Urlaubszeit hin fährt (so wie ich leider...)

Auf Aitutaki hab ich mir einen Scooter ausgeliehen, glücklicherweise wurde mein FS akzeptiert (hatte da schon anderes gelesen). Hab 1.5 Tage die Insel erkundet bzw. bin alle wenigen Straßen ein paar Mal abgefahren. Und dann natürlich mein absolutes Highlight: die Lagoon Cruise! Das war wirklich, richtig toll!! Und das, obwohl ich schon in den meisten anderen Südpazifik-Staaten war und schon sehr türkis-verwöhnt bin. Sehr touristisch natürlich, keine Backpacker, halt Neuseeländer auf Pauschalreise. Aber so eine tolle Landschaft kann nicht mal das ruinieren! ;)

Essen war auf Aitutaki gar nicht so einfach, aber es hat sich immer was gefunden. Vom Hocker gehauen hat mich nichts ;) Meine Unterkunft "Paradise Cove" war zwar älter, aber wirklich paradiesisch gelegen (und hab dann noch ältere Unterkünfte gesehen, also evtl noch eine der besseren).
Aitutaki ist so klein, dass man sich wirklich nicht stressen muss und jetzt auch nicht unbedingt Tipps benötigt, zu welchem Aussichtspunkt man fahren soll und zu welchem nicht. Aufpassen muss man nur mit den "Straßen" die einem auf Google Maps angezeigt werden... ;D Wollte da ein paar Verbindungen abseits der Hauptstrecke machen und das war dann schon recht wild und einmal musste ich auch umkehren. Auch kein Drama. Aber einfacher, auf der Hauptstraße zu bleiben, und dann Abstecher zu machen ;)

Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen, aber es tat mir etwas Leid, dass ich die Urlaubszeit der Neuseeländer übersehen hatte. Eine Woche vorher/später wäre es ruhige gewesen, günstiger und hätte mir sicher noch besser gefallen.

Trotzdem muss ich sagen, dass sich die Cook Islands, auch nach den anderen Südpazifik-Staaten schon noch ausgezahlt haben. In meinem Ranking würden sie aber recht weit unten kommen, die anderen Länder haben dann doch mehr zu bieten.

Bei Fragen... fragt ;)
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Sebi

« Antwort #3 am: 02. Juni 2026, 10:49 »
Danke für den Bericht!

Ok dann frage ich mal  ;)  Würdest du den Cross Island Track (ohne Needle Climbing) und/oder den Raemaru Hike als machbar für 6jährige einschätzen? Wie anspruchsvoll ist der Abstieg mit den Seilen wirklich?

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dirtsA

« Antwort #4 am: 02. Juni 2026, 10:59 »
Puh, schwer zu bewerten. Ich habe auf beiden Wanderungen jüngere Kinder gesehen, ist sicher machbar, wenn man sich genug Zeit lässt. Hängt ja immer sehr vom Kind ab, wie erfahren es ist mit Wanderungen und wie gut es auf ein "Stopp" wirklich hört, denn an manchen Stellen geht es schon runter. Eher auf dem Cross Island Track, der Raemaru Hike ist einfacher. Ich glaube mich auch zu erinnern, dass das beste am Cross Island Track schon The Needle war - ohne Needle hatte man gar keine wirkliche Aussicht, also ist halt im Wald-Dschungel mit großen Wurzeln (kann auch eine lustige Kletterei für Kinder sein) zuerst rauf, dann runter, unterwegs.

Den Cross Island Track auf keinen Fall direkt nach stärkerem Regen machen, kann da sehr matschig und rutschig werden. Ich glaub ich bin 2-3 Tage nach einem Regen gegangen und es war noch immer etwas rutschig. V.a. bei den Seilen dann - das sind dicke Fixseile, die teils auch etwas erdig/matschig werden, weil sie ja am Boden liegen, wenn sie nicht verwendet werden. Beim Abstieg muss man irgendwann auch etwas aufpassen, dass man am richtigen Weg bleibt. Maps.me war aber ok. Wenn ihr zu 2. geht kann ja einer vor, einer nach dem Kind gehen und sie im Fall mal wo runter heben. Vielleicht zahlt sich da auch ein Guide aus, der dann noch eine helfende Hand mehr wäre.

Wenn du auswählen musst, würde ich eher den Raemaru Hike machen, da der viel kürzer und einfacher ist. Oben angekommen ist der "Gipfel" groß und flach, mit hohem Gras/Buschwerk, da kann nicht viel passieren und man hat eine gute Aussicht.
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austria

« Antwort #5 am: 20. Juni 2026, 20:06 »
Ich bin jetzt schon 2 mal da gewesen und kann nur sagen, dass es wirklich lohnenswert ist. Das Wasser ist eigentlich immer warm aber das Wetter kann je nach Jahreszeit auch schon mal umschlagen und wir waren froh, dass wir noch ein paar ordentliche Capes und einen wärmeren Pullover dabei hatten, hätte ich nicht mit gerechnet.
Alles in allem sind die Polynesier super freundliche Leute, sehr umgänglich und sehr, sehr relaxed.
Empfehlung ist immer der Nightmarket (ich glaube 1x die Woche) auf Rarotonga. Führerscheine werden akzeptiert, falls kein internationaler dabei ist.Ich selber habe 2009 noch einen der dortigen FS gemacht, super witzig, einmal mit dem Roller um den Block fahren und das war es dann. Schade, dass es das nicht mehr gibt.
Aitutaki ist ein absolutes highlight, wer auf den Cookies da nicht hinfährt, verpasst was. Tauchen ist super, besonders, wenn man mit Ono taucht, das ist dort der bekannte Tauchlehrer, sehr cooler Typ. Fahrt auch auf das One-Foot-Island, da gibt es dann auch einen Stempel in den Reisepass.
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