Thema: 5 Wochen in Ostafrika - Reiseroute, Safariplanungen, weitere Tipps?  (Gelesen 722 mal)

GschamsterDiener

Hallo!

Es wird wieder Zeit, sich durch die 3. Welt durchzugrinden. Ein sehr loser Plan steht, den ich aber gerne mit euren Erfahrungen und Tipps verdichten und auffetten möchte. Ich bin erst am Anfang der Recherche und für Anregungen und Ausgestaltungsoptionen offen.

Hinflug am 23.11 nach Tansania (Flughafen Kilimanjaro bei Arusha), Rückflug am 29.12 von Rwanda (Kigali). Dorthin möchte ich overland über Kenia und Uganda kommen. Fokus sollen Tierwelt und Natur sein, entfernt auch Kultur und Geschichte. Städte würde ich mir anschauen, wenn sie in die Reiseroute passen, weil ich ein gewisses Faible für verbaute Molochs habe - sie sind aber nicht in meinem Fokus. Kein Interesse habe ich an Souvenirs, Stränden, Menschenzoos. Ich reise zügig, alleine, bin mit niedrigem bis mittlerem Standard zufrieden, muss aber nicht jeden Euro umdrehen. Sehr viel Reiseerfahrung, mittlerweile aber nicht mehr so viel Energie wie früher (man wird bequem...).

Fixpunkte Stand jetzt sind:
1. Tansania:
- Mehrtägige Safari von Arusha aus - Serengeti, Ngorongoro, wenn möglich Lake Natron, etc. Diese Safari möchte ich vor Ort buchen. Zeitrahmen 4-8 Tage.
(- Kein Interesse an Sansibar)
2. Kenia:
- Ein paar Game Drives im Süden
3. Uganda:
- Gorillatrekking, das ich vorab buchen müsste (habe ich aber noch nicht). Denn Ruanda ist - laut meinem letzten Infostand von 2019 - unverschämt teuer und Virunga lässt aktuell keine Touristen hinein.
4. Rwanda:
- Lake Kivu, ein paar Gedenkstätten

Fragen:
1. Allgemein: Wie könnte ich diese sehr lose Route vervollständigen?
2. Wie funktioniert das mit der Safaribuchung vor Ort in Arusha? Wo muss ich hingehen? Gibt es empfehlenswerte Anbieter? Worauf muss ich aufpassen?
3. Kenia: Gibt es interessante Orte Abseits des Südens?
4. Uganda: Hier fehlt mir das Gefühl darüber, was es überhaupt zu sehen gibt. Tipps? Anregungen?
5. Zwischen den Safaris möchte ich ein bisschen entspannen. Welche Optionen habe ich dafür abseits der Küsten? Kann man in den Seen überhaupt baden?
6. Darüber hinaus Empfehlungen für Orte, Erlebnisse, Essen, Hotels?

Bin für eure Gedanken und Assoziationen dankbar! :)


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Railjeter

« Antwort #1 am: 23. September 2022, 15:44 »
1. Tansania:
- Mehrtägige Safari von Arusha aus - Serengeti, Ngorongoro, wenn möglich Lake Natron, etc. Diese Safari möchte ich vor
2. Wie funktioniert das mit der Safaribuchung vor Ort in Arusha? Wo muss ich hingehen? Gibt es empfehlenswerte Anbieter? Worauf muss ich aufpassen?

Zu Tansania.
Wir haben vor etlichen Jahren einige Nationalparks ab Arusha besucht.
1. Arusha-NP Tagestour, ein kleiner aber sehr interessanter NP (allerdings keine Löwen, Leoparden Geparden)
Dafür kann man dort Wanderungen mit einem NP-Ranger buchen. Hat uns sehr gut gefallen.
2. Kilimandscharo-NP Tagestour
Also nicht auf den Gipfel sondern bis zur ersten Hütte durch den sehenswerten Regenwald.
https://kedanieastafricaadventures.com/produkt/1-tag-kilimandscharo-trekking-zur-marangu-mandara-hutte/?lang=de
Kann man als Tagestour ab Arusha planen, weniger stressig ab Moshi, da die Anreise früh morgens entfällt.
Diese Tour kann man auch alleine unternehmen.
Gebucht haben wir die beiden Touren bei
https://www.tanzania-experience.com/de/safaris/tagestouren/arusha-nationalpark/

Danach haben wir ab Arusha einen alten Land Rover Defender gebucht und als Tagestour den Lake-Manyara-NP besucht
https://de.wikipedia.org/wiki/Lake-Manyara-Nationalpark
Dort darf man selbst durch den Park fahren und an einigen Stellen zum Beobachten aussteigen (auch keine Löwen, Geparden, Leoparden), aber sonst sehr viele Tiere, die zwischen See und den Felsen der Afrikanischen Platte leben.
Übernachtet in der Nähe und am nächsten Tag den Ngorongoro-NP besucht.
Auch als Selbstfahrer mit dem Land Rover. Bei den genannten Parks kann man den Eintritt am Eingang mit KK bezahlen.
Nicht so beim Ngorongoro-NP. Da kauft man sich bei Travel-Agents (zb auch der Autovermieter) vorab eine Eintrittskarte.
Vielleicht inzwischen anders, also ev. noch recherchieren wie es derzeit ist.
Man kann als Selbstfahrer den Krater besuchen, allerdings muss man einen einheimischen Ranger mitnehmen.
Am Weg vom Tor zum Krater ist die Ranger-Station und dort bekommt man einen Ranger zugeteilt (bereits im Preis enthalten). Das ist auch durchaus empfehlenswert um nicht sinnlos im Krater nach Tieren zu suchen und auch wieder den richtigen Weg raus zu finden. Besser als eine gebuchte Safari!

Gewohnt haben wir in Arusha hier http://www.equator-hotel.com/tmp/
Das ist in der Nähe vom Arusha Clock Tower, also im Zentrum Arushas.
Es gibt aber dort ausreichend andere Unterkünfte.
Wir haben nicht im Ngorongoro-NP übernachtet, da doch erheblich teurer.
Unsere Lodge war auf der Anhöhe (Afrikanische Platte) Richtung Ngorongoro etwas abseits der Straße mit einem herrlichen Ausblick auf den Lake-Manyara ... https://www.serenahotels.com/lake-manyara
Nicht billig, aber wir konnten uns einen Preis aushandeln. ;D
Aber es gibt im Ort am See auch diverse Unterkünfte, die damals etwas günstiger waren.


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GschamsterDiener

Ich bin schlauer geworden und habe nun eine etwas bessere Skizze meiner Reiseroute erstellt, die ich - teils auch für mich selbst - hier mitteilen möchte. Evtl. finden sich durch das Konkretere weitere Stimmen mit hilfreichen Anregungen?

Etappe 1 - 24.11-30.11 (oder 1-2d kürzer): Norden Tansanias mit einer Safari von Arusha aus. Serengeti, Ngorongoro, Lake Manyara, Tarangire und evtl. noch etwas mehr. Danach Transfer nach Nairobi.

Etappe 2 - 01.12-11.12 (oder 1d kürzer): Süden Kenyas mit 1-2d Masai Mara (eigenständig hin oder von Nairobi (1d Aufenthalt) organisiert), Hells Gate NP (2d), Lake Nakuru (2d). Danach Transfer nach Kampala.

Etappe 3 - 12.12-23.12: Uganda. Kurzer Aufenthalt in Kampala, danach nach Fort Portal (3-4d), weil es in der Umgebung viel zu sehen gibt. Danach in den Süden mit Aufenthalt in Katanguru bei Lake Edward und Lake George (2d), von dort chimpanzee trekking (soll gut und "günstig" sein), von dort nach Bwindi Gorilla Trekking (wenn ich ein Permit bekomme), danach optional zum Lake Bunyonyi fürs Auschillen. Geliebäugelt habe ich mit Murchison Falls, aber mir ist das a) zu weit weg, b) individuell schwer machbar und c) ziemlich teuer für das Gebotene.

Etappe 4 - 24.12-29.12 (oder 1-2d kürzer): Rwanda. Die NP-Highlights lesen sich teuer, ähnlich wie in den anderen Ländern, dafür individuell ohne eigenes Auto nicht machbar. Ich beschränke mich damit auf lake Kivu (wahrscheinlich Kibuye 1-2d), ein paar genocide memorials außerhalb Kigalis und Kigali selbst (1-2d inkl. Abreisetag).

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