Thema: Südamerika Reise Ideen und Anregungen?  (Gelesen 470 mal)

Gray

« am: 14. Juni 2022, 18:09 »
Hallo an Alle,
Ich habe den Plan mir endlich meinen Traum zu erfüllen und eine Backpackreise von 9-12 Monaten in Süd- und Mittelamerika zu machen. 
Mein grober Plan wäre es voraussichtlich Mitte August nach Recife oder Fortaleza zu fliegen. Nach dem Nordosten Brasiliens, würde ich weiter nach Rio und den Süden Brasiliens erkunden einschließlich der Iguazu Wasserfälle. Würde dann noch ein wenig Zeit in Argentinien verbringen und anschließend den November in Patagonien. Von Chile aus würde ich dann im Dezember Bolivien erkunden, anschließend Peru im Januar und dann weiter nach Ecuador für den Februar.
Der März ist dann für Kolumbien eingeplant und von dort würde ich dann gerne mit dem Schiff nach Panama um Mittelamerika anzuschließen. Hatte den April für Costa Rica eingeplant und den Mai/Juni für Mexiko. Falls am Ende noch Zeit bleiben sollte hatte ich noch mit einem kurzen Abstecher nach Kuba geliebäugelt.
Urpsrünglich hatte ich noch einen kurzen Abstecher nach Ozeanien oder Asien angedacht, weil ich gerne noch etwas Abwechslung und eine andere Kultur in meiner Reise gehabt hätte, habe diesen Plan jetzt aber doch erstmal verworfen aufgrund der enormen Entfernung und damit einhergehenden Kosten. Oder hättet ihr dort eine gute Idee wie man ein wenig Abwechslung in die Reise bringen kann?
Was haltet ihr ansonsten so von dem groben Fahrplan und vor allem: Habt ihr Erfahrungen damit gemacht, dass momentan noch irgendwelche Grenzen aufgrund von Covid nicht passierbar sind? 

Vielen Dank euch im Voraus und liebe Grüße

G
0

Reisekerl

« Antwort #1 am: 14. Juni 2022, 21:12 »
Hey! Klingt richtig cool.

Kannst du denn Spanisch und/oder Portugiesisch oder hast du vor es zu lernen?

Mir fällt auf:

Das mögen andere anders sehen, aber meine Meinung ist: Brasilien finde ich kein typisches Backpackerland. Leute sprechen wenig Englisch, es gibt wenige andere Reisende. Es gibt nicht so viel zu sehen. Man gibt dort oft lieber ein bisschen mehr aus, dann ist es schöner und sicherer.

Ich finde es dennoch ein ganz besonderes Land und kann es sehr empfehlen. Ich war zwei Mal dort bisher.

Ich habe es immer dann genossen, wenn ich mit anderen Leuten dort unterwegs war. Also Brasilianer, die ich besucht habe oder andere, die mit mir gereist sind.

Wenn du also Leute dort besuchst, dann kann ich es sehr empfehlen. Wenn nicht, dann kann es gleich zu Anfang schon recht hart sein.

In Fortaleza und Recife war ich auch gerade: dort ist das alles noch ausgeprägter. Die Kontraste zwischen arm und reich sind sehr hoch und man sollte sich nicht frei überall bewegen, weil es an viele Teilen unsicher ist.

Mir persönlich wären vier Monate am Stück auch zu lange in Brasilien. Die Küste ist an vielen Teilen schon recht ähnlich.

Die Situation an den Grenzen hat sich oft geändert. Ich bin im letzten November 4 Monate in Südamerika unterwegs gewesen und da waren offene Grenzen noch die Ausnahme.
0

Gray

« Antwort #2 am: 14. Juni 2022, 22:04 »
Vielen Dank für die Rückmeldung!
Spanisch kann ich fließend, portugiesisch leider nicht.
Hätte die Reise eigentlich am liebsten auch andersrum gemacht und wäre in Mexiko gestartet, dann würde ich aber voraussichtlich in Costa Rica im September/Oktober in die Regenzeit kommen, oder?
4 Monate habe ich in Brasilien eigentlich auch nicht eingeplant, sondern nur so 1-2, aber falls es so schwer zu bereisen ist wäre das vielleicht tatsächlich eine Idee nicht unbedingt dort zu beginnen.
0

reisefieber2019

« Antwort #3 am: 15. Juni 2022, 03:29 »
Ich war 7Monate in allen Ländern Mittelamerika.
Fur mich mit Abstand die Nummer 1 Nicaragua
2 México 3 mit entfernten Abstand Guatemala.
Alle anderen Länder wurde ich nicht noch mal
 Besuchen außer den drei genannten. Ich wurde mir auch weniger Sorgen machen wo und wann ich ein Monat bleibe. Du wirst sehen es kommen lander da willst du einfach nur weg obwohl du immer hin wolltest und es wird lander geben wo du nie hin wolltest aber langer bleibst.

Deine Route in Sud Amerika habe ich auch gemacht ich frage mich ob es nicht Wetter bedingt anders herum besser ist. Aber ich bin da nicht der Experte. Da gibt es hier andere.
0

dirtsA

« Antwort #4 am: 16. Juni 2022, 22:41 »
Hast du schon mal mit dem Reisezeiten-Tool herumgespielt?
Momentan wärst du fast überall zu einer nicht idealen Reisezeit: https://weltreise-info.de/route/reisezeiten.html?route=br-ne/384,br-s/768,ar-n/512,pata/1024,bo-w/2048,pe-c/1,ec-c/2,ec-e/2,ec-w/2,ec-g/2,co-alt/4,co-carr/4,cr-pa/8,mx-s/48,mx-n/48
Aus eigener Erfahrung:
November in Patagonien kann noch sehr früh sein und du steckst im Schnee fest, v.a. wenn wir wirklich über das südliche Patagonien rund um Torres del Paine, El Chalten etc. sprechen. Das wäre schade.
Von Bolivien im Dezember würde ich die Finger lassen, wir hatten Ende Oktober schon Dauerregen. Da kann es auch gut und gerne Überschwemmungen geben, die in so einem armen Land viel größere Auswirkungen haben.
In Kolumbien hingegen kannst du z.B. leichter in Monaten reisen, die im Reisezeiten-Tool gelb sind. Ich war im Juni dort und hatte eigentlich nur top Wetter.
In Zentralamerika kommst du sehr ans Ende der Trockenzeit, das kann gut gehen oder auch nicht. Ich hatte jetzt Anfang Juni in Cancun gerade 5 Tage Regen, Sturm und kein einziges Mal die Sonne gesehen. Vor Jahren war ich mal 2.5 Wochen in Südmexiko im Juni und hatte fast immer gutes Wetter, aber die letzten 3 Tage hat es dann auch komplett verregnet.

Nachdem du erst Mitte August startest und wegen deiner Länderauswahl wird es wohl unmöglich, eine Route zu finden, wo du überall zur idealen Jahreszeit bist - aber das ist eben bei langen Reisen manchmal so. Ich denke, du müsstest einfach entscheiden, welche Länder dir besonders wichtig sind, wo du unbedingt gutes Wetter haben willst.

Eine Option wäre z.B. etwas in der Richtung: https://weltreise-info.de/route/reisezeiten.html?route=co-alt/384,co-carr/384,ec-c/256,ec-w/256,ec-g/256,ec-e/256,pe-c/512,bo-w/1024,ar-n/2048,pata/1,br-s/2,br-ne/4,mx-s/24,mx-n/24
Wenn du Ecuador auf 2 Wochen reduzierst und in Peru und Bolivien ein bisschen Glück hast (oder die Länder sonst halt kürzer hältst), könnte das gut klappen. Panama und Costa Rica hab ich in dem Plan rausgelöscht, weil sie auch nicht richtig unterzubringen sind und es beides Länder sind, die du in einem normalen 2-3 wöchigen Urlaub gut besuchen kannst später. Mexiko finde ich in der Option jetzt auch nicht unbedingt "notwendig", weil du in Brasilien im Norden eh gerade Strände haben würdest und Ruinen hast du dann auch schon einige gesehen. Ich will damit nicht sagen, dass Mexiko nichts Interessantes anbietet, aber vielleicht in dem Fall dann eher nur mehr von Dingen, die du eh gerade schon viel gesehen hast.
Andere Vorteile dieser Route: du hättest Brasilien eher am Ende, könntest Reiseerfahrung sammeln und den Karneval in Rio mitnehmen, wenn dich das interessiert. Und Patagonien zur besten Zeit ist halt einfach dann wirklich der Hammer. Aber dafür wie gesagt ein Risiko in Peru und Bolivien... aber das hast du ja sowieso in deinem jetzigen Plan noch mehr.
Eine Überlegung wäre auch, Brasilien weg zu lassen und nach Patagonien eben Asien oder Ozeanien zu machen. Klar, der lange Flug würde auch erst mal ins Geld gehen, aber ein Flug von Brasilien nach Mexiko ist gemessen an der Distanz auch nicht günstig. Und wenn du dann in Asien bist, ist es um einiges günstiger als Brasilien, Mexiko und Costa Rica. Bzw eigentlich komplett Südamerika.
Ideal wäre es, wenn du etwas früher los könntest, dann würde sich meine Routenvariation wirklich anbieten.

Aber vielleicht sind dir ja auch Panama, Costa Rica, Ecuador, Mexiko, Brasilien besonders wichtig, dann sind ein paar meiner Vorschläge wieder hinfällig ;)
0

Marla

« Antwort #5 am: 28. Juni 2022, 15:49 »
Das mögen andere anders sehen, aber meine Meinung ist: Brasilien finde ich kein typisches Backpackerland. Leute sprechen wenig Englisch, es gibt wenige andere Reisende. Es gibt nicht so viel zu sehen. Man gibt dort oft lieber ein bisschen mehr aus, dann ist es schöner und sicherer.
Das finde ich total spannend zu hören! Ich hab meine große Südamerika-Reise 2013/2014 in Brasilien gestartet und fand das einen super Einstieg. Mein fließendem Spanisch kann man m.E. das notwendigste Portugiesisch schnell aufschnappen.. Und ich hab fast überall ganz viele anderen Traveller kennengelernt. Ich hab da überhaupt keinen Unterschied zu anderen südamerikanischen Ländern festgestellt. Und dass es nicht so viel zu sehen gibt, finde ich auch nicht. Mit dem "mehr ausgeben" stimme ich dir aber zu.

Aber du warst ja gerade erst dort, von daher könnte ich mir vorstellen, dass der Backpacker-Tourismus vielleicht weniger geworden ist aufgrund der politischen Situation, zusätzlich Corona?? KA, würde mich auch interessieren, wie andere das sehen.

Ansonsten kann ich mich den Empfehlungen von Astrid nur anschließen!
0

Tags:
 

Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz
OK