Thema: Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?  (Gelesen 3907 mal)

Marla

« Antwort #15 am: 14. April 2022, 19:22 »
Da hab ich mich vertippt, wollte Baños mit Mindo vergleichen.
Fand Baños und Mindo sehr unterschiedlich von der Landschaft und dem, was man machen kann.

Zitat
Galapagos habe ich aus zwei Gründen nicht geplant. Zum einen will ich viel wandern und dann glaube ich nicht, dass ich ausreichend Zeit habe. Also ich schätze mal man braucht da locker 7 Tage.

Zum anderen würde diese Reise dann schnell sehr teuer werden, ich schätze mal für die Vulkane werde ich bestimmt 1000€ für Bergführer bezahlen (ich brauche auch noch neue Wanderstiefel...). Der Flug alleine mit Eintritt und Touren würde mich auf den Galapagos-Inseln bestimmt so viel kosten wie meine geplante Reise nach Korea.
Alles klar, das kann ich nachvollziehen. Dann würde ich sagen, das passt gut mit dem Reiseplan, außer wie gesagt Guayaquil. Nichts gegen die Stadt, ich wurde da sehr nett versorgt während meiner Grippe mit Mittelohrentzündung ;) Aber sonst hätte ich da nicht mehrere Tage verbracht.

Bin übrigens gespannt, was du zu den Tagestouren von Cuenca aus berichten wirst. In Cuenca war ich schon, aber ich hatte weder Ingapirca noch den PN Cajas gemacht. Wenn ich im Herbst meine Peru-Bolivien-Tour mit Südecuador/Galapagos kombiniere, nehme ich das eventuell auch noch mit. Insbesondere würde mich da interessieren, ob du das als organisierte Touren machst oder auf eigene Faust und gerade bei Ingapirca wie das im Vergleich zu anderen Inka-Ruinen abschneidet. Ich hatte damals einige Leute getroffen, die im PN Cajas waren, aber Ingapirca hatte niemand besucht, ist wohl eher der Geheimtipp.

Zitat
Baños dachte ich mich Tagesausflügen drei volle Tage, da dürfte es ja ausreichend Sachen geben.
Mir haben 2 volle Tage vollkommen ausgereicht, aber du findest bestimmt auch noch was für den 3. Tag.

Zitat
Tena habe ich mir mal notiert, Rafting hab ich noch nie gemacht aber da ich mir jetzt zum Skifahren Kontaktlinsen gemacht habe bin ich auch für brillenfeindliche Outdooraktivitäten offener.  ;)
Gute Idee mit den Kontaktlinsen! Hatte gar nicht gedacht, dass das für Brillenträger ein Problem sein könnte. Aber stimmt schon, wenn man über Bord geht, was ja mal passieren kann, ist es natürlich blöd mit Brille. Falls du Tena machen solltest, kann ich dir das Hostel Zumag Sisa wärmstens empfehlen, die organisieren auch die Rafting-Touren.

Falls du noch einen Tag über hast, kann ich dir auch noch Cuicocha nördlich von Otavalo empfehlen, wobei du das ja vielleicht auch mit Otavalo kombinieren kannst zu einem langen Tagesausflug. Super schöner Kratersee.
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karoshi

« Antwort #16 am: 15. April 2022, 11:39 »
Bin übrigens gespannt, was du zu den Tagestouren von Cuenca aus berichten wirst. In Cuenca war ich schon, aber ich hatte weder Ingapirca noch den PN Cajas gemacht. Wenn ich im Herbst meine Peru-Bolivien-Tour mit Südecuador/Galapagos kombiniere, nehme ich das eventuell auch noch mit. Insbesondere würde mich da interessieren, ob du das als organisierte Touren machst oder auf eigene Faust und gerade bei Ingapirca wie das im Vergleich zu anderen Inka-Ruinen abschneidet. Ich hatte damals einige Leute getroffen, die im PN Cajas waren, aber Ingapirca hatte niemand besucht, ist wohl eher der Geheimtipp.
Die Bedeutung von Ingapirca liegt vor allem darin, dass es die einzige nennenswerte Inca-Ruine in Ecuador ist. Im Vergleich zu den Inca-Stätten in Peru ist das ziemlich unspektakulär. (Wobei mir dort die Pre-Inca-Ruinen fast noch besser gefallen haben, z.B. Chan Chan und die Huaca de La Luna oder Chavin de Huantar.) In Ingapirca gibt es fast nur Fundamente, kaum größere Strukturen. Kann man mitnehmen, wenn man sowieso in der Nähe ist, aber wer von Peru kommt, wird enttäuscht sein.

Cuenca selbst ist ziemlich schön und entspannt. Wer aber mal richtig die Seele baumeln lassen will, sollte für ein paar Tage nach Vilcabamba fahren. Wandern kann man da auch (im Podocarpus NP). Könnte für OP aber schon zu weit ab vom Schuss sein, um es noch in die vier Wochen zu pressen.
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Marla

« Antwort #17 am: 15. April 2022, 15:53 »
Die Bedeutung von Ingapirca liegt vor allem darin, dass es die einzige nennenswerte Inca-Ruine in Ecuador ist. Im Vergleich zu den Inca-Stätten in Peru ist das ziemlich unspektakulär. (Wobei mir dort die Pre-Inca-Ruinen fast noch besser gefallen haben, z.B. Chan Chan und die Huaca de La Luna oder Chavin de Huantar.) In Ingapirca gibt es fast nur Fundamente, kaum größere Strukturen. Kann man mitnehmen, wenn man sowieso in der Nähe ist, aber wer von Peru kommt, wird enttäuscht sein.

Cuenca selbst ist ziemlich schön und entspannt. Wer aber mal richtig die Seele baumeln lassen will, sollte für ein paar Tage nach Vilcabamba fahren. Wandern kann man da auch (im Podocarpus NP). Könnte für OP aber schon zu weit ab vom Schuss sein, um es noch in die vier Wochen zu pressen.
Danke für deine Einschätzung und Tipps, karoshi. Chan Chan in Peru sowie Vilcabamba und PN Podocarpus hatte ich schon auf der Liste der auf jeden Fall zu besuchenden Orte, während wie gesagt Ingapirca und PN Cajas noch mit Fragezeichen da stehen. Werde ich dann wohl doch eher auslassen, da ich ja Cuenca auch schon kenne, außer ich komme viel schneller voran als gedacht.

Chavin de Huantar hatte ich dagegen noch nicht auf dem Schirm. Hab die mir gerade mal angeschaut, klingt sehr interessant, kommt auf meine Liste.
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Jef Costello

« Antwort #18 am: 15. April 2022, 16:17 »
Habe jetzt die Route angepasst:



https://i.imgur.com/Op5PrL8.png

Für die Bergtouren würde ich demnächst Touranbieter kontaktieren und mich nach den Optionen erkundigen.
Tena finde ich sehr cool, genau solche Touren wollte ich "im Dschungel" machen.
Guayaquil habt ihr wahrscheinlich Recht, da ist nicht so viel zu sehen.
Vilcabamba finde ich auch schön, ist aber sehr weit weg.
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Jef Costello

« Antwort #19 am: 01. Juni 2022, 03:05 »
Ein Drittel meiner Reise ist schon vorbei, daher mal ein Update.

Quito hat mir als Stadt sehr gut gefallen. Das historische Zentrum ist beeindruckend gut erhalten. Es gibt viele Aussichtspunkte um die Stadt von oben zu sehen. Und Quito ist absolut riesig! Besonders gut gefallen hat mir die Capilla del Hombre. Und ein Fußballspiel von LDU Quito habe ich auch geschafft. Als Tagesausflüge hatte ich den Rucu Pichincha, Mitad del Mundo und Otavalo unternommen. Ursprünglich hatte ich Mindo eingeplant, aber das ist kein guter Tagesausflug wegen der stundenlangen Busfahrt. Sicherheitstechnisch fand ich Quito sehr entspannt. Mit Uber kommt man überall hin.

Danach habe ich den Quilotoa-Loop in drei Tagen begangen. Den fand ich wirklich einzigartig mit tollen grünen Landschaften. Der Kratersee am Schluss ist die absolute Krönung. Besonders schön war das Lulu Lama Hostel. Wenn ihr mehr Zeit habt, könnt hier gut 2-3 Nächte verbringen. Ich empfehle, das Gepäck in Lacatunga im Hostal Tiana zu lassen.

Nach Quilotoa ging es eine Stunde nördlich in die Kleinstadt  Machachi. Von hieraus mache ich gerade ein paar Vulkane. Pasochoa und Corazón habe ich bereits hinter mir. Morgen geht es dann zu Iliniza Norte und am Freitag/Samstag steht der Cotopaxi vor der Tür. Anschließend sind Riobamba, Baños, Cuenca und Guayaquil eingeplant.

Ecuador fühlt sich insgesamt sehr originell und anders als Peru und Kolumbien an. Ich dachte früher, das Land sei bestimmt eine Mischung aus den beiden.

Zwischen den Städten kann man auch günstig Taxi fahren, Bus ist nicht unbedingt notwendig.

Zum Wetter: es war bis jetzt jeden Tag ein wolkenloser Himmel zum Sonnenaufgang. Die ersten Wolken erscheinen relativ schnell und gegen 10:00 Uhr sind die meisten Vulkane/Berge in Wolken gehüllt. In den Tälern ist es aber stets sonnig und sehr angenehm. Leider kann man sich auf die Wettervorhersage nicht verlassen, was mich z.B. bei den Vulkantouren schon etwas nervös macht. Laut den Reiseführern ist Juni-September die beste Reisezeit für die Sierra. Aber besonders ideale Verhältnisse hat man wohl im August. Ich bin mit dem Wetter insgesamt zufrieden (und hatte auch gleich einen Sonnenbrand), aber man sollte doch eher Frühaufsteher sein, um die Vulkane wolkenlos genießen zu können.
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Surfy

« Antwort #20 am: 03. Juni 2022, 09:12 »

Danke für deinen Bericht @Jef  :)

Hier ein Foto zu Chan Chan aus dem 2015 aus meinem südamerika Reiseblog



Ein Bild sagt oft mehr als viele Worte  ;)

Surfy



Jef Costello

« Antwort #21 am: 14. Juni 2022, 00:58 »
Iliniza Norte und den Cotopaxi habe ich mittlerweile auch geschafft.

Von Machachi bin ich dann nach Riobamba gefahren. Eine nette Stadt ohne viele Touristen. Bestiegen habe ich den Chimborazo nicht, dafür bin ich mit dem Mountain-Bike runtergefahren. In meinem Hostel wurde mir außerdem eine Wanderung zu natürlichen Thermalquellen am Tungurahua-Vulkan empfohlen, die echt toll waren. Außerdem habe ich die erste Kirche in Ecuador und die Leder-Stadt Guano besucht.

Baños war recht touristisch, die Mischung aus Outdoor-Adventure und heißen Bädern hat mir aber sehr gefallen.

Jetzt in Cuenca war ich bereits im Cajas-Nationalpark und in Gualaceo und Chordeleg. Cuenca ist eine sehr schön entspannte Kolonialstadt.

Leider gibt es jetzt einen Nationalstreik von unterschiedlichen Gruppen. Dadurch sind gerade im Hochland sehr viele Straßen blockiert. Ich kannte das aus La Paz, da bin ich dann aber nach Santa Cruz ausgeflogen. Hier kommt man gerade noch nach Guyaquil mit dem Bus. Von Cuenca kann ich auch mit dem Flugzeug nach Guayaquil, aber stellt euch mal vor ihr wärt irgendwo im Amazonas und würdet jetzt feststecken. Oder hättet eure Reise erst begonnen. Auf Ingapirca hatte ich mich sehr gefreut, mal schauen ob das was wird. Diese Umstände finde ich schon sehr überraschend muss ich sagen. Der „Streik“ ist sogar auf eine unbegrenzte Zeit ausgelegt. Ich habe mir zur Sicherheit einen Flug nach Guayaquil gebucht. So schön ich  Ecuador finde, würde ich mir eine erneute Reise unter einer solchen Situation gut überlegen. 2019 ging so eine Protestaktion sogar ganze 12 Tage! Hoffentlich klappt der Rückflug.
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reisefieber2019

« Antwort #22 am: 14. Juni 2022, 03:04 »
Es ist mir ein Rätsel wie man nach Ecuador fahren tut und Galapagos auslaßt😂Das beste in Südamerika
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Jef Costello

« Antwort #23 am: 17. Juni 2022, 03:45 »
Von Cuenca bin ich jetzt mittlerweile ausgeflogen. Wieder mit einer absolut traumhaften Sicht auf die Allee der Vulkane. Nach Ingapirca habe ich es nicht geschafft. Das wäre eine lange Busfahrt gewesen. Aber die Inka-Ruinen in Cuenca sind auch sehr groß gewesen. Ich glaube, es fehlt nur eine Tempelruine und sie wären fast identisch.

In Guayaquil habe ich jetzt bereits einen Tag verbracht und die Gegend um den Malecón finde ich sehr schön. Das Cable-Car macht viel Spaß.

Übermorgen geht es dann nach Hause. Die Streiks gehen immer noch weiter.

Meine Hostel-Empfehlungen für Ecuador:
- Cafecito Cuenca (5 Sterne)
- Villa Bonita Riobamba (5 Sterne)
- Casa del Montañero Machachi (5 Sterne)
- Hostel Nucapacha Guayaquil
- Community Hostel Quito
- Great Hostels Baños
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Surfy

« Antwort #24 am: 21. Juni 2022, 11:03 »
Es ist mir ein Rätsel wie man nach Ecuador fahren tut und Galapagos auslaßt😂Das beste in Südamerika

Ich verstehe das durchaus. Gleich mehrere Gründe sprechen dafür, dies so zu handhaben.

- Die Region eignet sich für ganze 2-3 Wochen, dh als klassiche Urlaubs-Option während des Erwerbslebens
- Diese Region eignet sich speziell auch für Paare, ein Romantischer Urlaub oder gar Honeymoon
- Einige der schönsten Aktivitäten (Tauchen / Tauchrundreise) sind sehr teuer. Während des Erwerbslebens einfacher..

Ich habe aus ähnlichen Gründen in Ushuaia die Antarktis-Reise ausgelassen (obwohl günstig als last minute schnapper), dass ist etwas was ich zusammen mit meiner Frau machen möchte.

Auch ist sowohl Galapagos als auch Antarktis eine typische "Pärchen" Destination wo man als Single nicht auf die vollen Kosten kommt, im Vergleich zum Festland.

Surfy

reisefieber2019

« Antwort #25 am: 21. Juni 2022, 20:09 »
EDIT: ca. 30 Zeilen beleidigende, agressive und unsachliche Kommentare entfernt. Muss das denn wirklich sein? LG Karoshi
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Jef Costello

« Antwort #26 am: 21. Juni 2022, 20:45 »
Deine aggressiven Kommentare nerven einfach nur, muss das hier immer sein?
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Jef Costello

« Antwort #27 am: 22. Juni 2022, 20:07 »
Übrigens als Hinweis, man sollte aktuell wohl komplett Reisen nach Ecuador unterlassen. Diese Woche war es zum Beispiel nicht möglich, von Quito aus rauszufliegen!
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Marla

« Antwort #28 am: 28. Juni 2022, 15:32 »
Übrigens als Hinweis, man sollte aktuell wohl komplett Reisen nach Ecuador unterlassen. Diese Woche war es zum Beispiel nicht möglich, von Quito aus rauszufliegen!
Ja, echt krass, hat mich überrascht, dass es so schnell eskaliert ist. Wollte im Herbst bei meiner Südamerika-Tour endlich Galapagos nachholen, aber wenn das so bleibt oder noch schlimmer wird, lass ich das natürlich.

Ansonsten super, dass es dir so gut gefallen hat, und danke für deinen Bericht!
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Jef Costello

« Antwort #29 am: 28. Juni 2022, 19:22 »
@Marla: Der Streik ist scheinbar kurz vor dem Ende. Aber die Inflation endet ja nicht von heute auf morgen. In Südamerika insgesamt rumort es ganz schön, mit den Regierungen sind sie überall unzufrieden. Auf den Galapagos-Inseln hat es soweit ich weiß aber keine Probleme gegeben.
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