Thema: Kleidung & Ausrüstung: Lieber einmal gut oder öfter schlechter?  (Gelesen 902 mal)

Scodischarge

Hallo ihr Lieben!

Da ihr meine Fragen in den nächsten Monaten wohl noch häufiger werdet "ertragen" müssen, möchte ich mich noch einmal kurz vorstellen, bevor wir zu meiner "Frage des Tages" kommen (aus dem "Neuvorstellungen"-Board kopiert): Ich bin Alex, 18 Jahre alt, aus dem nördlichen Bayern, bis 2011 aufgewachsen in Zambia - meine Reiselust können wir wohl darauf schieben :) Als ich mich der Frage stellen musste, was wohl nach meinem Schulabschluss dran ist, ist mir Christopher Schachts Buch "Mit 50€ um die Welt" über den Weg gelaufen -- und nach langem Denken, Beten und Reden habe ich beschlossen, es ihm gleichzutun. Das heißt: Ab Juni nächsten Jahres (2022) werde ich mit 50 Euro in der Tasche, ohne Flugzeug und ohne bestimmten Zeitplan um die Welt reisen.

So, und jetzt wird es langsam ernst mit den Reisevorbereitungen. Eine ganz konkrete Frage, mit der ich mich gerade beschäftige, ist: Qualität oder Quantität? Heißt, ist es lohnender, zu Beginn der Reise in gute (und entsprechend teurere) Kleidung, Schuhwerk etc. zu investieren, oder ist es sinnvoller, sich durchschnittliche Qualität zu besorgen, die dann regelmäßig im Laufe der Reise ersetzt werden muss? Wenn es sich bei verschiedenen Teilen der Ausrüstung unterschiedlich verhält, macht den Unterschied gerne in eurer Antwort deutlich.

Danke euch allen für eure Hilfe! :)

Nachtrag, da es in der Vorstellung fehlt und es hier relevant sein könnte: Transportmäßig werde ich versuchen, möglichst viel als Anhalter zu reisen. Übernachten werde ich (wo es sicher ist) in Zelt/Hängematte.
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Nocktem

« Antwort #1 am: 30. Dezember 2021, 10:50 »
ohne dir die reise madig reden zu wollen, du wirst es nicht schaffen ....er hatte damals den vorteil das man keine tests für corona zahlen musste um mal n bsp zu nennen.... auserdem vermute ich das anhalter nicht mehr soo gerne mitgenommen werden, man könnte sich ja anstecken und so gehts weiter, die welt ist in einer gewaltigen veränderung..

solltest du dich trotzdem auf den weg begeben viel spaß und glück...
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Einmalrundum

« Antwort #2 am: 30. Dezember 2021, 13:46 »
Ich denke auch 50 EURO sind etwas knapp, trotzdem, gute Füsse scheinst du ja zu haben und mal loslaufen kann man auch. Europa ist auch schon gross und wenn du von Deutschland nach Sizilien spazierst oder wohin auch immer ist das doch auch schon toll. Man muss ja nicht immer gleich die ganze Welt umrunden wollen.
Ich habe eine Bekante die ist schon einige male weit gelaufen, vorallem in den USA da gibz es so trails von Nord nach Süd. Ich mag mich errinnern das die Aurüsstung da wichtig war, vorallem wegen dem Gewicht und der Qualität. Sie ging auch schon Monate vor dem Reisebeginn viel laufen, nur um die Füsse und Beine an die Strapatzen zu gewöhnen. Sie hatte am anfang trotzdem viele Blasen und schmerzende Füsse. Mach dich doch mal schlau, ich denke es gibt manche long distance hike comunities
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hosep

« Antwort #3 am: 31. Dezember 2021, 02:11 »
Willkommen im Forum!

Also bei vernuenftigen Schuhen und einem guten Rucksack wuerde ich nicht sparen und Wert auf Qualitaet legen. Habe meinen Rucksack immer noch und der ist schon 9 Jahre und etliche Reisen alt. Eine gute Wetterjacke und ein Zelt waeren mir bei deinem Vorhaben ebenfalls von Bedeutung. Das wars aber auch schon, alles andere kann nachgekauft werden.

Ich kenne das Buch. Ich sage mal so, alles ist moeglich. Aber deine Komfortzone sollte dann von Tag 1 bereits sehr weit sein. Wenn ich es versuchen wuerde, dann trotzdem mit etwas Geld fuer ein paar Wochen/Monate in der Hinterhand. Sonst koennte die Reise vorbei sein ehe du D verlassen hast.

Was Nocktem schrieb kann ich bestaetigen. Ich trampe sehr gerne und habe das auch in D gemacht wenn ich meine Eltern besuchen war, was vor Corona sehr einfach war. Danach dann hats nicht mehr geklappt. Und Arbeit/Gelegenheitsjob gibts momentan auch eher weniger als mehr.

Trotzdem viel Glueck!
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Nocktem

« Antwort #4 am: 31. Dezember 2021, 11:13 »
nachtrag, das buch kenne ich auch :) wie gesagt, vor corona glaube ich auch das es möglich war, nur aktuell... (siehe eigentlicher beitrag)
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Jef Costello

« Antwort #5 am: 31. Dezember 2021, 13:30 »
nachtrag, das buch kenne ich auch :) wie gesagt, vor corona glaube ich auch das es möglich war, nur aktuell... (siehe eigentlicher beitrag)

Ich glaube auch, dass mittlerweile viele Menschen diesen Begpacking-Trend ziemlich kritisch sehen.
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reisefieber2019

« Antwort #6 am: 31. Dezember 2021, 13:44 »
@ nocktem  aus meiner Sicht weniger mit Corona zu tun sondern das scheitern oder nicht scheitern wird eher an der Persönlichkeit liegen.
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Scodischarge

« Antwort #7 am: 31. Dezember 2021, 14:49 »
Danke schonmal für alle Antworten soweit. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ob ich mich auf diese Reise begebe ist keine Frage mehr. Natürlich habt ihr die Erfahrung, die mir noch fehlt, deswegen weiß ich eure Warnungen und Hinweise zu schätzen. Es wäre hirnrissig und furchtbar naiv von mir anzunehmen, dass in dieser Zeit alles glatt gehen wird, aber wenn mir ein leichtes Leben das Höchste wäre, hätte ich mir was anderes gesucht. Ich bin bereit, mit den Schwierigkeiten umzugehen, wenn sie auftreten -- und wenn die einzige Möglichkeit dazu ist, mir ein Flugticket nach Hause zu buchen, dann sei es so. Aber bis dahin muss ich davon ausgehen, dass das Vorhaben machbar ist. Ansonsten kann ich's gleich sein lassen.

That being said, danke für eure Hinweise und Glück-Wünsche. Speziell danke an @hosep, dass du auch auf meine konkrete Frage eingegangen bist.
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Stecki

« Antwort #8 am: 31. Dezember 2021, 16:25 »
In meinen Augen ist dies genau DIE Art zu reisen, welche die Welt, insbesondere in der aktuellen Lage, ganz bestimmt nicht braucht. Ich will Dir nichts vorwerfen, da ich nicht genau weiss was Du vorhast um über die Runden zu kommen, aber wenn ich in armen Ländern bettelnde Backpacker sehe kommt mir schlichtweg das Kotzen. Reisen mit wenig/ohne Geld, geht meistens auf Kosten der meist armen, jedoch hilfsbereiten Bevölkerung des jeweiligen Landes.

Und um auf Deine Frage einzugehen: Ja, kauf Dir was Richtiges, denn mit Deinem "Budget" wirst Du unterwegs sicher nichts nachkaufen können.

 So, das waren meine 5 Cents zu dem Thema, mehr wird nicht mehr kommen.
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