Thema: Roadtrip bis in die Mongolei  (Gelesen 650 mal)

blesssing

« am: 26. Juli 2021, 09:40 »
Hallo :)
Ich bin jetzt auf die fixe Idee gekommen einen Roadtrip von Deutschland bis in die Mongolei zu machen. Es gibt ja schon recht viele Vlogs zu dem Thema, da habe ich mich gefragt, ob man dann einer von tausenden ist, die das machen oder ob es touristisch doch noch eher was außergewöhnliches ist. Dass es nicht komplett unberührt von Tourismus ist, ist ja völlig klar, dennoch will ich nicht im 100sten Camper am Straßenrand stehen.
Hat das schon mal jemand gemacht und mag berichten? Wie lange hat die Route gedauert, wie viele km am Tag im Schnitt gefahren, habt ihr euch immer sicher gefühlt, wie viel hat's gekostet, wie kompliziert war das mit den Visa?
Meine Planung steht noch in den Kinderschuhen und ich hab auch keine Eile es zu planen - wer weiß wann das überhaupt wieder möglich sein kann.
Liebe Grüße :)

Surfy

« Antwort #1 am: 27. Juli 2021, 13:40 »
Da ich ausschliesslich frei stehe und nicht auf Campsites gehe, mag mein Eindruck etwas verzerrt sein.

In der "Regel" bleiben die meisten Reisenden innerhalb der EU. Und schon an den Aussengrenzen wird es dünn.

Schon in Rumänien, Bulgarien, Serbien ist man als Wildcamper oft tagelang alleine unterwegs. Man sieht ab und an Reisegruppen, also diejenigen die sich sowas nicht mehr alleine zutrauen.

Du willst ja noch weiter - ja - das ist kein gängiges Ziel mehr wo man oft über EU Reisende stolpert. Auch wenn natürlich weltweit Reisende unterwegs sind, ist die chance sich zu treffen recht gering.

So gering dass man extra Apps entwickelt, damit man sich dann unterwegs auch finden kann. Die App Traveler Map habe ich kürzlich mal vorgestellt. Gerade aktuell kannst Du da ja mal nachschauen ob sich schon wer findet in Richtung Mongolei. Den meisten dürfte es wegen Covid - noch nicht in die ferne ziehen.

Gerade in diesen Situationen ist es hilfreich sich auf einer Karte sehen und austauschen zu können. Wo wurde welches Zertifikat oder Test gebraucht? Welche Grenze ist schon offen?

Aber zurück zu deinem Plan Mongolei. Damit bist Du auf einer untouristischen Route. Aber:



Aber eben auf einer der typischen Fernreise-Routen für Selbstfahrer. Da gibt es Seidenstrasse, Transibiria, Transafrika Ostroute, Transafrika Westroute und die Panamericana.

DH mit dem Ziel Kasachstan oder Saudiarabien oder Zentralafrika könnte man noch "ungewöhnlicher" Reisen. Aber meistens haben solche Routen ihren grund wie Beispielsweise zahlreise schöne Highlights oder einfache Machbarkeit was Visas etc angeht.

In Richtung Mongolei wartet u.a. der Pamir Highway. Ein wirkliches Highlight - ich wollte eigentlich da gerade zusammen mit meiner Freundin reisen - aber Corona hat uns da gestoppt - und nun warten wir noch ab. Vielleicht helfen Dir die zusammen getragenen Links.

Reisegeschwindigkeit: Die ist sehr individuell. Das Langsamreisen entwickelt sich meist mit der Erfahrung. Und kommt auch auf das Fahrzeug an. Manche erlauben entspanntes Reisen von 1000km am Tag ohne das man gestresst aussteigt - wenn man mal schneller "ins Reisegebiet kommen möcht". Und das Wetter muss für gemütliche Standtagen auch mitmachen:

Bei mir:

2012 Trandafrika: 401 km/Tag
2015 Südamerik: 240 km/Tag
(...)
2018: Ost-Europa: 166 km/Tag
(...)

Surfy


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