Thema: Pack for a Purpose - schon probiert?  (Gelesen 1122 mal)

dirtsA

« am: 23. Februar 2021, 16:42 »
Hallo zusammen,

Irgendwo in Botswana bin ich über einen Flyer gestolpert von 'Pack for a Purpose' https://www.packforapurpose.org/
Wollte es mir im Hinterkopf behalten für zukünftige Reisen, dann hab ich ganz darauf vergessen... bis es mir vor Kurzem wieder eingefallen ist!

Nachdem hier ja auch schon öfter das Thema aufkam von Mitbringsel gerade für ärmere Länder, dachte ich, ich teile das mal mit euch! Klingt irgendwie nach einem ziemlich guten Prinzip für mich.
Was haltet ihr davon, siehe Website? Hat es gar schon jemand im Rahmen dieser Organisation gemacht?

LG dirtsA
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dusduck

« Antwort #1 am: 24. Februar 2021, 18:42 »
Ja ich habe das ausprobiert in Botswana auch. Die Lodge am Makgadikgadi NP stand auf der Liste der Hotels, die dort teilnehmen und auch welche Sachen vor Ort benötigt werden. Also bin ich los um Taschenrechner und Schwangerschaftest und wer weiß was zu besorgen und diese in das enge Reisegepäck bekommen. In BW angekommen schaute man mich mit großen Augen an, was das denn dieses Programm sei und überhaupt aha, naja. Ich habe dann die Tüte mit den Sachen einfach stehengelassen bei Abreise, es waren ja durchweg nützliche Dinge.  Schade. :( Ich hatte natürlich vorher Emails gesendet bzgl der Spenden, aber die wurden wohl aus der Zentrale beantwortet in Maun oder sonstwo... :-\
In Südafrika in KZN hatte ich das dann mal einen anderen Spende Sammelkorb für Schulsachen gesehen ebenfalls für Pack for a purpose. Gut aber diese Sachen ok eigentlich so ziemlich alle Sachen kann man ja in ZA kaufen. Ist eher ein Geldthema. In KZN habe ich auch in vielen Supermärkten Möglichkeiten gesehen lokal was zu spenden, zb Binden für Schulmädchen, gerade als Frau dreht man dann nochmal um ein paar in den Wagen zu legen, um diese zu spenden.
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dirtsA

« Antwort #2 am: 24. Februar 2021, 21:19 »
Oje, das ist ja schade, dass das so gelaufen ist! Ich hätte mir je gedacht nachdem die Website recht professionell aussieht, dass das dann gut organisiert wird. Hmm, vielleicht war's einfach nur Pech? Ich würde es gerne mal ausprobieren. Auf der Website steht ja auch, dass man die Sachen auch lokal kaufen kann. Ich glaube, ich würde eher Dinge mitbringen, die man dort echt schwierig bekommt, z.B. bestimmte Bücher für Schulen etc. Oder sonst die Sachen wie Binden oder so wirklich dort kaufen... Wobei die evtl. daheim billiger sind?

Trotzdem cool, dass hier jemand genau mit diesem Projekt schon Erfahrungen gemacht hat! Vielleicht gibt's ja sogar noch jemand mit positiven Erfahrungen auch!? ;)
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Stecki

« Antwort #3 am: 25. Februar 2021, 13:33 »
Ich habe zwar mit der besagten Organisation keine Erfahrung, aber ich würde in meinem ganzen Leben NIE MEHR etwas spenden wenn eine grosse, internationale Organisation dahinter steckt. Was da schon an Lug und Betrug aufgedeckt wurde ist unglaublich und die oben genannten Beispiele bekräftigen das Ganze noch mehr.

In jedem Land gibt es die Möglichkeiten vor Ort mit wenig Geld oder materiellen Dingen viel zu bewirken. Man kann auch ein Waisenhaus besuchen und etwas mitbringen, in Spitälern Blut spenden oder bei Charity Events was Gutes tun. In Taiwan beispielsweise steht in jedem Laden eine Box wo man die Quittung spenden kann (die Nummern nehmen an einer Geldverlosung teil).
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dirtsA

« Antwort #4 am: 25. Februar 2021, 14:50 »
Naja, als sooo grosse Organisation hatte ich das nicht angesehen. Also jetzt nicht vergleichbar mit Unicef oder so. Ausserdem spendet man ja nicht Geld, sondern bringt sehr spezifische Sachen mit. Ich denke auch, dass ohne die grossen Organisationen fast nichts mehr passieren würde auf der Welt, denn leider gibt es nicht ausreichend Leute, die so denken, wie du, Stecki und schnell mal vor Ort helfen. Klar, da läuft nicht immer alles gut bzw. auch Vieles schlecht, aber doch besser als nichts??

Der Gedanke war bei mir auch eher der, dass ich eigentlich immer noch Platz im Gepäck hätte und ja gern was mitbringen würde. Man aber oft nicht wirklich weiss, was benötigt wird, und was nicht. Und ich denke, da geht es vielen hier im Forum so. Von daher klang das Prinzip von Pack for a Purpose so gut für mich, v.a. da dort eben auch genaue Listen von Produkten stehen.

Ich würde jetzt auch nicht wegen einem einzigen Bericht sagen, dass Pack for a Purpose nicht gut läuft, dass da jemand Dreck am Stecken hat oder sonst was. Das finde ich ein bisschen zu schnell geurteilt! Gerade in solchen Ländern läuft die Kommunikation auch öfter mal schlecht (wie wir alle wissen), vielleicht hat das Office in Maun einfach vergessen, in Makgadikgadi Bescheid zu geben, man hat gerade niemanden erreicht oder sonst was. Typisch afrikanisch halt und nicht so geregelt wie bei uns ;)
Natürlich sehr sehr schade, wenn man dann mit seinen gekauften Sachen da steht und sich niemand freut. Aber es kann wirklich einfach nur Pech bzw. ein blöder Zufall gewesen sein. Das wollte ich nur mal sagen :)
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