Thema: ~ Weltreise im Sabbatjahr ~  (Gelesen 3686 mal)

Cheryl

« am: 08. Januar 2021, 23:26 »
Hi Leute!  :)

Vorgestellt hab ich mich ja bereits, drum fall ich mal gleich mit der Tür ins Haus:

Meine Weltreise steht an, worauf ich mich seit bereits 3 Jahren freue. Mein Sabbatjahr startet im Sommer diesen Jahres, ein Jahr, das eine sehr große Bedeutung für mich hat, nicht nur weil... "Weltreise", sondern weil es auch die letzte Möglichkeit sein wird, dieses Vorhaben umzusetzen. Auf die Gründe möchte ich nicht eingehen, aber es muss dieses Jahr sein. Der Zeitraum endet im Sommer 2022.

Route

So, hier nun der aktuelle Stand meiner Planung zur kommenden Reise ab Spätsommer, trotz der aktuellen Coronasituation, von der ich mir nicht mein Vorhaben kaputt machen lassen möchte... Als Impuls ist die Karte sicher sinnvoller. Klickt hierzu einfach auf den folgenden Link (Der Anhang lässt es leider nicht zu, weil die Datei zu groß ist)

Klick mich!

https://s12.directupload.net/images/210108/a7539oj7.jpg

Der Karte könnt ihr die Zeiten entnehmen, zu denen ich an den entsprechenden Orten sein sollte (im Groben)
Wichtig waren mir bei der Reihenfolge insbesondere diese beiden Faktoren:
 
1. Ich möchte zur Kirschblütenzeit in Japan sein (gegen Ende März/Anfang bis Mitte April) und einen Monat in Japan verbringen.
2. Ich habe versucht, die Aufenthaltszeiten so festzulegen, dass ich in der Regel zur Frühlings- und Sommerzeit unterwegs bin, sprich, während der Nordhalbkugel-Wintermonate meist auf der Südhalbkugel und vice versa.

Die Route könnte auch in umgekehrter Reihenfolge vollzogen werden, allerdings kann ich dann erst wesentlich später gen Osten fliegen, damit ich nicht zu früh in Japan ankomme.
Im Anhang habe ich eine Liste mit den "must-have-Sightseeing-spots" hochgeladen. Die Reihenfolge der Länder stimmt mit der Route überein, die Sehenswürdigkeiten höchster Priorität allerdings nicht. 
 
Die Reiseziele in Afrika finden abseits der Route statt und sind demnach flexibel umsetzbar, sei es nach oder vor der Hauptroute.
 
Jetzt zu der Art und Weise, wie ich mich fortbewegen möchte.

Prinzipiell fände ich es gut, wenn ich möglichst wenig fliegen müsste, auch wenn das sicherlich oftmals günstiger ist. Ich möchte jetzt keine Grundsatzdebatte vom Zaun brechen, aber ich muss damit rechnen, dass viele (nicht alle) Air Lines in Zukunft nur noch Leute mitnehmen, die gegen Corona geimpft sind. Der Impfstoff ist mir allerdings noch zu "frisch", als dass ich ein Versuchskaninchen sein möchte. Normalerweise wird ein Impfstoff erst nach 10 Jahren zugelassen, das ist mir einfch noch zu früh. Wer mich jetzt dafür verteufeln möchte, nur zu. Ich habe ohnehin nur dieses eine Jahr und muss und will das jetzt durchziehen, obgleich aller Hindernisse, die mir in den Weg gelegt werden. Einer der Hauptgründe, warum ich nicht auf die Flugoption zählen möchte. 

1. Süd-Amerika - Australien
Gäbe es die Möglichkeit, die Reise zwischen Südamerika und Australien/Neuseeland per Schiff anzutreten? Ein äußerst langer Weg, der sehr viel Zeit in Anspruch nehmen wird... Klingt vielleicht anstrengend, könnte aber eine prägende und spannende Erfahrung sein. Hat hierzu schon mal jemand Erfahrungen gemacht? Gibts Möglichkeiten, an Bord zu arbeiten, z. B. in Frachtern oder Ähnliches?

2. Amerikanische Kontinente
Viele von euch (auch ich) haben Erfahrungen mit Mietautos gemacht. Allerdings habe ich noch nie mit einem Mietauto Staatsgrenzen überwunden. Ich habe bewusst sehr viel Zeit  für diesen Teil der Reise eingeplant und verfüge zudem noch über die Möglichkeit, noch früher auf Weltreise zu gehen, sofern mein Plan zu eng ausgelegt sein sollte. Gibt es Unternehmen, die so etwas anbieten? Oder muss ich an jeder Grenze ne neue Karre mieten? Hab mich ein wenig eingelesen... Im Bezug auf Sicherheit gibt es Erfahrungen im ganzen Spektrum von "überhaupt kein Problem" bis "bin überfallen worden; Auto, Gepäck, alles weg!" Insbesondere diesbezüglich muss ich gut vorbereitet sein. Darf ich mit meinem Ausweis überhaupt dort rumfahren? An der Ostküste wars problemlos möglich vor 2 Jahren. Hab da kein Zusatzdokument gebraucht. Nun gut, ich bin jedenfalls für jeden Hinweis dankbar.
 
3. Australien
Ich habe viele Berichte von Leuten gelesen, die durch Australien getrampt sind und durchweg von positven Erfahrungen berichtet haben, zu keiner Zeit ängstlich gewesen sind. Nun gut, Gewissheit hat man nie, aber das Risiko würde ich gerne eingehen. Zur Not könnte ich auch dort ein Auto mieten, aber das wäre sicherlich nur halb so spannend. Ich lasse mich aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen. Gemacht habe ich es nun mal noch nicht. Ich wüsste zudem nicht, an welchem Ort das geeigneter wäre, als dort.

4. Indonesien
Ich denke darüber nach, ein Island-Hopping-Paket zu buchen. Auf eigene Faust dürfte es dort - vor allem für eine Frau, die allein unterwegs ist - zu gefährlich und riskant sein. Kann hier jemand von einer solchen Erfahrung berichten? Würde ich interessieren. :) 

5. Südost-Asien
Wie man der Karte entnehmen kann, kann ich mich nicht so recht entscheiden, ob ich den Weg über Vietnam oder Thailand wählen soll. Am liebsten würde ich beide Länder gerne bereisen, allerdings wird das sowohl zeitlich, als auch finanziell sicherlich schwierig. Ob man das auch mit Auto freier bereisen könnte? Würde mich brennend interessieren. Vielleicht bietet es sich hier auch an, mit Zügen zu reisen. Da steh ich noch am Anfang... Wie auch im Bezug auf den Rest der Reise, I know.
In China würde sich die Reise mit dem Zug eher lohnen. Werde dort später dann auch die Tibet-Bahn Richtung Lhasa nutzen, aber...

6. Nepal/Indien
... ich habe keinen blassen Schimmer, wir ich dann nach Indien kommen soll. In Nepal komm ich ohne Begleitung wohl nicht weiter, wie ich gehört habe... Da bin ich um ehrlich zu sagen mit meinem Latein am Ende. Das Land einfach... umgehen? Es gibt da diesen engen Korridor zwischen Bhutan und Nepal, aber will ich da wirklich entlang reisen? Generell muss ich in Indien nicht zwingen viel sehen. Nun ja, wie gesagt, da bin ich ratlos. War schon mal jemand von euch in der Gegend unterwegs? Allein? Als Frau? :/

So, nächstes "Kapitel", die Kosten.
 
Im Sabbatjahr steht mir auch weiterhin ein monatliches Gehalt zu, sodass ich nicht nur von Ersparnissen abhängig sein werde. Mir stehen monatlich mindestens 2000 € zur Verfügung. Hinzu kommen die 14000 €, die ich bis Sommer diesen Jahres angespart haben werde (aktuell sind es 10000). Die Reise dauert laut Plan kein ganzes Jahr, da ich sicherlich Puffer einplanen muss. Mit dem Geld, das ich monatlich ausgeben kann, würden sich meine Ersparnisse auf etwa 38000 € belaufen. Ich möchte an dieser Stelle aber deutlich betonen, dass diese Reise kein Jahressurlaub werden soll und ich sehr genügsam leben kann. Ich benötige keine Luxushotels, nicht zwingend Transferbusse, Pauschalunterkünfte oder Ähnliches.  In meinem letzten Japanurlaub  mietete ich für 18 Tage eine AirBnB-Unterkunft, die echt günstig war (umgerechnet 25 € pro Tag).  Ich bin mir aber auch darüber im Klaren, dass es Aufenthalte gibt, die auch aufgrund der Eintrittsgelder zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten und zu buchenden Führungen/Ausflügen teurer sein werden (wie z. B. Safari in der afrikanischen Savanne/Tansania/Kenia).
Um die finanzielle Versorgung (Kreditkarten, Mutter Vollmacht für Überweisungen erteilen) kümmere ich mich frühzeitig (bzw. habe ich bereits)

Nicht, dass ich mich aufdrängen möchte... Aber ich bin natürlich sehr offen dafür, während meiner Reise auch Leute zu treffen, mit denen man ein wenig Zeit verbringen kann. Wenn ich meine Route im Detail plane, würde ich beispielsweise auch gerne Orte ansteuern, an denen man auf andere Reisende trifft oder gar Ausgewanderte, die sich gut auskennen und einige Insidertipps auf Lager haben. Ich bin überaus unkompliziert, hilfsbereit und offen. Und reinlich zugleich ;D

Dokumente:

Mein Reisepass ist noch bis 2026 gültig, meine letzte Impfung liegt 4 Jahre zurück. Hab auch schon einen Termin mit meinem Arzt diesbezüglich gemacht. Welche Impfungen ich noch darüber hinaus brauchen werde, darüber informiere ich mich. Dass die ganzen Visa teuer werden, ist mir auch klar. Schätze mal, dass das gut 1000 € werden können, aber das geht in Ordnung. Problematisch ist nur, dass z. B. China ein Visum erst 6 Wochen vor Einreise ausstellt und ich zu dieser Zeit gar nicht in Deutschland sein kann, es sei denn, ich würde die Route umdrehen... Dann hab ich aber das Problem, dass ich nicht zum gewünschten Zeitpunkt in Japan sein kann. Hat hierzu zufällig jemand DEN rettenden Hinweis für mich? Bzgl. der Versicherung muss ich mich noch mit meinem Sachbearbeiter auseinandersetzen. Ich denke, ohne Auslandsversicherung ist man aufgeschmissen. In welchem Kostenrahmen bewegt man sich? Ich weiß, das hängt immer von den Tarifen und den Versicherungsunternehmen ab, aber ich will mich mental darauf einstellen, bevor ich den Preisschock meines Lebens erfahre.

Schlusswort:

Das Sabbatjahr soll kein stressiges Jahr werden, sondern eine Erfahrung, die sicherlich auch ihre Schattenseiten haben wird. Sicherheit hat nichtsdestotrotz natürlich oberste Priorität. Es gibt Länder, die ich zwar gerne bereisen würde, allerdings ist mir das als alleinreisende Frau einfach zu gefährlich (z. B. Indien, Russland und mittlerer Osten). Meinen Aufenthalt in Agra beispielsweise möchte ich möglichst kurz halten und dann schnell weiterziehen. Hier wird eine sichere Verbindung von großer Wichtigkeit sein. Die Landwege in Süd-, Mittel- und Nordamerika möchte ich flexibel und frei auf dem Landweg bestreiten, weswegen ich hierfür besonders viel Zeit eingeplant habe, das gleiche gilt für meinen Aufenthalt in Australien. In Indonesien wird es wohl auf ein "Island-Hopping"-Paket hinauslaufen, dass ich vorher buchen muss.
 
Die ersten Schritte sind getan. Das Sabbatical wird im Sommer (bin da noch flexibel) starten, trotz aller Hindernisse, die auch durch Corona entstehen werden, aber ich bin sicher, dass es immer Mittel und Wege geben wird, verschiedene Länder zu bereisen. Im vergangenen Jahr sind trotzdem Flüge in andere Länder gestartet, es sind trotz allem Menschen in Urlaub geflogen. Diese Reisepläne sollen auch keine Gewissensfragen aufwerfen, moralische Bedenken oder sonstiges. Ich bin ganz ehrlich: Dieses Jahr wird eine sehr große Bedeutung für mich haben. Ich werde diese Reise antreten (müssen), komme was wolle. Leider ist es wie es ist: "Jetzt, oder niemals!", ohne wie ne Dramaqueen klingen zu wollen...

Etwas, womit ich mich noch gar nicht beschäftigt habe (Und es wird Zeit!), ist, was ich überhaupt alles mit auf Reise nehmen möchte. Was packe ich ein? Was ist wirklich notwendig? Welche Schuhe sind am besten geeignet? Sollte ich zur Not ein Zelt mitnehmen oder ist das in meinem Fall eher eine schlechte Idee als alleinreisende Frau? Fakt ist, dass ich genügsam bin, keinen Shoppingtick hab, ein überschaubares Inventar an Kleidung besitze und auch sonst sowieso sehr sparsam lebe. Ich sehe schon, ich muss hier im Forum noch eine ganze Menge lesen und schlauer werden. :)

Ich danke euch schon mal vorab fürs Lesen meines Beitrags, entschuldige mich für den Roman und freue mich auf einen aufschlussreichen Austausch mit euch!

Ganz liebe Grüße
Jenny*
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Jef Costello

« Antwort #1 am: 09. Januar 2021, 00:27 »
Impfstoffentwicklung dauert "normalerweise" lange, weil die Finanzierung schwierig ist und sich nicht ausreichend Probanden finden. Das bedeutet, dass auch zuvor die Testreihen immer ganz am Ende durchgeführt wurden.

Die Entwicklung der Corona-Impfstoffe ging deshalb schnell, weil:

a) nahezu jede Industrienation bei der Finanzierung geholfen hat
b) weltweite Top-Wissenschaftler daran gearbeitet haben
c) es durch die vielen Infizierten ein leichtes ist, Studienteilnehmer zu finden
d) jahrelang an verwandten Infektionskrankheiten wie SARS und MERS geforscht wurde
e) die mRNA-Forschung ebenfalls weit fortgeschritten war

Die Prüfung wurde von mehreren unabhängigen Behörden durchgeführt, die alle zu dem gleichen Ergebnis gekommen sind: die Impfstoffe sind sicher. Das ist ebenso durch die millionenfache Anwendung bewiesen.

Mehr Informationen findest du in diesem informativen Artikel: https://www.nature.com/articles/d41586-020-03626-1

Ohne geimpft zu sein, wirst du weder nach Ostasien noch Australien & Ozeanien reisen können.

Was du auch bedenken solltest, ist dass du als Reisende mit vielen wechselnden Menschen engen Kontakt hast. So entstehen Superspreader-Events und das ist für die Lokalbevölkerung mit u.U. keinem Zugang zu guter medizinischer Versorgung gefährlich.
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Radlerin

« Antwort #2 am: 09. Januar 2021, 10:29 »
Hallo Jenny,
willkommen im Forum! Ich hoffe, du kannst deine Reise so durchziehen, wie du es dir vorstellst.
Bezüglich der Impfung kann ich mir vorstellen, daß es eher Probleme geben könnte, in manche Länder überhaupt reinzukommen, egal ob auf dem Luft- oder Landweg. Das wird sich vermutlich erst kurz vorher herausstellen, daher ist es gut, flexibel zu planen.
Wahrscheinlich hast du dir noch nicht die vielen guten Tipps auf der Webseite durchgelesen, da werden sich auch Fragen zur Packliste klären.
Ein Zelt könnte in Nordamerika und Australien sinnvoll sein, wenn du auf Campingplätze gehst, würde ich das nicht als gefährlich einstufen.
Vielleicht macht es Sinn, das Zelt vor Ort zu kaufen und es nicht die ganze Zeit mitzuschleppen. In Asien wirst du es nicht brauchen.

Insgesamt hast du ziemlich viele Ziele. Vielleicht kannst du einiges, z.B. Afrika, in einem späteren Jahresurlaub erkunden?
Bei den USA bedenke, daß dies die Kosten für eine Auslandskrankenversicherung erhöht. Das wäre vielleicht auch ein Ziel für spätere Sommerferien?
Ein Island Hopping Paket würde ich nicht im Vorfeld buchen, dann bist du zu unflexibel. Lieber recherchieren was dir gefallen könnte und dann kurz vorher buchen, wenn sich deine Pläne bis dahin nicht geändert haben. Vielleicht bist du wenn es soweit ist, lieber doch unabhängig unterwegs, oder hast neue Ideen, oder Reisepartner kennengelernt, oder....
Viel Spaß beim Planen!
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Eka

« Antwort #3 am: 09. Januar 2021, 11:36 »
Bis jetzt weiß noch keiner von uns, welche Einreiserichtlinien von den entsprechenden Reiseländer festgelegt werden und ob diese auch kurz vor Start und während deiner Reise bestehen bleiben.

Daher würde ich mir, noch weitere Notfallpläne mit weiteren Reisezielen überlegen.

Ich denke, dass du eher sehr spontan buchen musst, da keiner weiß wie lange dieser verrückte Zustand noch anhält.
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Marla

« Antwort #4 am: 09. Januar 2021, 12:09 »
Ich würde mich auch nicht auf einen Plan versteifen. Ab Sommer wirst du sicherlich irgendwohin reisen können, ggf. mit Einschränkungen auf der Reise bzw. vor Ort (Test vorher, Quarantäne, Corona-Maßnahmen vor Ort). Übrigens, eine Weltreise mit allen Kontinenten in einem Jahr wäre mir auch ohne Corona schon zu viel. Wie Radlerin auch schon gesagt hat, du musst nicht alles, was du in deinem Leben sehen willst, in diese Reise packen. M.E. ist weniger mehr, und das gilt auch für die Planung. Obwohl ich gerne plane, schätze ich auch sehr spontane Routenänderungen bis hin zu sich treiben lassen. Und in der Corona-Zeit würde ich erst recht alles auf Flexibilität setzen.

D.h. nicht, dass du dein Sabbatjahr nicht machen kannst. Ich würde nur wie schon vorgeschlagen einfach verschiedene Ziele recherchieren, ob sie dich interessieren, was gute Reisezeiten dafür sind, was du vor Ort sehen und erleben möchtest etc., und mir darauf verschiedene Routen zusammenbasteln. Anschließend dann aber relativ spontan buchen! M.E. ist einer der größten Fehler, die man bei einer Weltreise machen kann, zu viel zu früh festzulegen. Auch vor Corona schon! Du kannst im Grunde alles von unterwegs buchen, Flüge und anderen Transport sowie Unterkünfte sowieso und auch die meisten Visa wenn erforderlich.
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Cheryl

« Antwort #5 am: 09. Januar 2021, 12:28 »
@Radlerin @Eka

Ich danke euch, dass ihr auf meine Ideen zur Weltreise eingegangen seid. Danke auch für die Ratschläge und Hinweise. :)
Ihr meint die Tipps auf der Hauptseite, richtig? Naja, ich hab sie eigentlich schon gelesen ^^" Ich sehe aber gerade, dass das auf dieser anderen Plattform zu Weltreisen war "weltreiseforum.de". Da dieses Forum aber aktiver zu sein scheint, hab ich mich entschieden, meinen Beitrag hier einzustellen. :) Danke, dass ihr mich nochmal darauf hinweist.

Ja, es ist schwierig zu planen, wenn man nur spontan agieren kann und abwarten muss, welche Einreisebeschränkungen ausgerufen werden. Ich hoffe, dass es noch Airlines geben wird, die ihre Bestimmungen flexibel dem Land anpassen werden, das sie ansteuern, also nicht grundsätzlich eine Impfung voraussetzen.

@Jef Costello
Wie gesagt, ich wollte Grundsatzdebatte anzetteln. Wir sind da offenbar unterschiedlicher Meinung und das ist in Ordnung.
Es gibt keine Langzeitstudien zu diesem Impfstoff. Keiner weiß, welche Effekte noch auftreten können und das sagen auch renommierte Ärzte. Ich bin kein Virologe und kein Arzt, das ist richtig. Deshalb vergleiche ich unterschiedliche Berichte und Meinungen zu diesem Thema im ganzen Spektrum, natürlich immer fußend auf plausiblen Argumenten.

@Marla
Vielen Dank auch noch für deine Sicht der Dinge. :) Nicht alles im Voraus zu planen nimmt einem auch den Stress, den man in seinem Sabbatjahr auch nicht haben möchte. Natürlich möchte ich mich auch treiben lassen und nicht aus Panik von einem Ziel zum nächsten hetzen. Wenn ichs nicht am Stück schaffen sollte, dann womöglich in zwei Etappen. Stattfinden muss es aber in diesem einen Jahr. Wie ich bereits sagte, es ist tatsächlich die letzte Gelegenheit.
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Jef Costello

« Antwort #6 am: 09. Januar 2021, 16:08 »
Impfstoffe sind keine klassischen Arzneimittel, die jahrelang eingenommen werden und den gesamten Organismus durchlaufen. Sie rufen lediglich eine immunologische Reaktion im Körper hervor. Es kann also keine Effekte, Nebenwirkungen oder ähnliches geben, die plötzlich und unverhofft nach einigen Jahren auftreten. Die Nebenwirkungen, wie aktuell beim Biontech-Impfstoff z.B. allergische Reaktionen, treten nach kurzer Zeit auf. Wir reden dabei über einen Zeitraum von wenigen Stunden bis Tagen, selten auch Wochen (im Fall von Autoimmunerkrankungen). 

Wenn sich jetzt nur wenige Menschen (z.B. 1 Million Menschen) impfen lassen, fallen diese Nebenwirkungen oft selten auf. Zeigt sich eine Nebenwirkungen nur bei 1 von 100.000 Menschen, musst du schon Millionen geimpft haben, um Rückschlüsse ziehen zu können. Das gute bei den Corona-Impfstoffen ist, dass diese neben den ausführlichen Testreihen mit hunderttausenden Teilnehmern auch schon über 20 Millionen mal verimpft wurden. Die Ergebnisse verdeutlichen die Sicherheit der Impfstoffe.
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Beate

« Antwort #7 am: 09. Januar 2021, 18:20 »
"""Der Impfstoff ist mir allerdings noch zu "frisch", als dass ich ein Versuchskaninchen sein möchte.""

Nun ja, wenn alle so denken würden, dann hätten wir in 5 Jahren immer noch Ausgangssperren, Einreisesperren, etc. wegen Covid. Und sich auf den Impfungen "der anderen" auszuruhen, finde ich, gerade wenn mal Weltreisende/r sein will, schon etwas fragwürdig.

7

hosep

« Antwort #8 am: 09. Januar 2021, 22:37 »
Hallo Cheryl, willkommen hier im Forum!

Wie schon zuvor erwähnt wurde ist das eine ganz schön harte Route für nur 1 Jahr. Du hast geschrieben, dass dies kein stressiges Jahr werden soll und da ist weniger oft mehr. Und dann kommt auch noch Corona dazu.
Zum Beispiel wird Indonesien dieses Jahr so gut wie unmöglich sein zu bereisen. Ich las erst neulich, dass Indonesien erst mal 70% seiner Bevölkerung durchimpfen will, was ca. 170 Mio. Einwohner entspricht. Derzeit sind 700.000 Menschen geimpft, also noch ein langer Weg. Hinzu kommt das Risiko, dass man dann in solche Länder auch nur noch mit Impfung reinkommt, was du ja (erst mal) nicht willst.
Verstehe mich nicht falsch, ich bin da ganz mit dir und werde mich definitiv nicht impfen lassen, aber ich denke du solltest deine Reiseroute (zumindest vorläufig) den aktuellen Einreisebestimmungen der jeweiligen Ländern anpassen. Das hat vielleicht einen etwas faden Beigeschmack, weil du ja in deinem Sabbatjahr die Freiheit genießen willst. Aber auf der anderen Seite können wir in diesen verrückten Zeiten alle dankbar sein für jede Option, die sich uns bietet.

Momentan sind fast alle lateinamerikanischen Länder wieder zu bereisen bzw. du könntest dort ohne Quarantäne ohne teilweise sogar ohne PCR-Test rein. In Asien ist die Situation schon etwas angespannter und es geht etwas zäher bzw. gar nicht von statten was eine Einreise betrifft. Einziges Licht am Himmel ist dort Thailand, allerdings mit unattraktiven Einreisebedingungen. Über Japan, Australien und Co kann ich dir im Moment nichts sagen, aber es gibt ja google.

Viel Spaß beim Planen und Recherchieren!
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n_rtw

« Antwort #9 am: 10. Januar 2021, 09:42 »
Hallo Jenny,
ich geh mal auf ein paar Aspekte ein, die mir insbesondere aufgefallen sind, wo ich denke, dass du noch etwas recherchieren solltest, bzw. dir klar machen solltest, wie du dir Reisen vorstellst. Ansonsten schließe ich mich den Vorrednern an, bleib flexibel. Auch ohne Corona weiß man nicht, wo man in einem Monat sein will, und mit Corona wo man sein kann. Und du hast dir wahnsinnig viel vorgenommen.

Als Frau alleine reisen ist sicher etwas anderes als als Mann, aber ich glaube und habe selbst erfahren auf drei Jahren Weltreise, dass man auch als Frau mit etwas Bedacht sich überall halbwegs sicher fühlen kann. Das hängt viel mit Vertrauen zusammen, dass ich aber genauso hier in D den Menschen gegenüber aufbringen muss.
Ansonsten finde ich deine Sicht auf gefährliche Orte doch etwas irritierend: Trampen (als Frau allein) in Australien ist sicher, während Inselhopping in Imdonesien, einem Land in denen in normalen Zeiten Massen andere Touristen um einen rum sind, stellst du dir gefährlich vor? Ich hab nicht viel Erfahrung mit Australien, aber als Frau allein hab ich mich in Indonesien sehr wohl gefühlt.

Du überlegst, überall Mietwagen zu nehmen und dann ist aber Vietnam und Thailand zu teuer? Das Preisgefüge und was teuer für dich ist, wird sich während der Reise sicher relativieren. Bei deinem Budget bist du besser dran als viele Reisende und hast viele Möglichkeiten. Aber ob so viel Mietwagen sich ausgehen, würde ich noch mal nachrechnen. Für Tagesausflüge sicher super, ansonsten finde ich, dass gerade die langen Strecken auch super mit Bussen gehen.

Ich denke, viel findet sich, wenn du erst mal noch mehr recherchiert hast. Die Seite und vor allem viele bestehende Foreneinträge beantworten sicher schon einen Teil deiner Fragen. Und auf der Reise lernt man dann eh noch hinzu.

1

Cheryl

« Antwort #10 am: 10. Januar 2021, 17:26 »
Hallo Cheryl, willkommen hier im Forum!

Wie schon zuvor erwähnt wurde ist das eine ganz schön harte Route für nur 1 Jahr. Du hast geschrieben, dass dies kein stressiges Jahr werden soll und da ist weniger oft mehr. Und dann kommt auch noch Corona dazu.
Zum Beispiel wird Indonesien dieses Jahr so gut wie unmöglich sein zu bereisen. Ich las erst neulich, dass Indonesien erst mal 70% seiner Bevölkerung durchimpfen will, was ca. 170 Mio. Einwohner entspricht. Derzeit sind 700.000 Menschen geimpft, also noch ein langer Weg. Hinzu kommt das Risiko, dass man dann in solche Länder auch nur noch mit Impfung reinkommt, was du ja (erst mal) nicht willst.
Verstehe mich nicht falsch, ich bin da ganz mit dir und werde mich definitiv nicht impfen lassen, aber ich denke du solltest deine Reiseroute (zumindest vorläufig) den aktuellen Einreisebestimmungen der jeweiligen Ländern anpassen. Das hat vielleicht einen etwas faden Beigeschmack, weil du ja in deinem Sabbatjahr die Freiheit genießen willst. Aber auf der anderen Seite können wir in diesen verrückten Zeiten alle dankbar sein für jede Option, die sich uns bietet.

Momentan sind fast alle lateinamerikanischen Länder wieder zu bereisen bzw. du könntest dort ohne Quarantäne ohne teilweise sogar ohne PCR-Test rein. In Asien ist die Situation schon etwas angespannter und es geht etwas zäher bzw. gar nicht von statten was eine Einreise betrifft. Einziges Licht am Himmel ist dort Thailand, allerdings mit unattraktiven Einreisebedingungen. Über Japan, Australien und Co kann ich dir im Moment nichts sagen, aber es gibt ja google.

Viel Spaß beim Planen und Recherchieren!

Ich danke dir vielmals für deine Antwort und die Zeit, die du dir dafür genommen hast, um genau auf meine Fragen einzugehen. Als "problematischen" Teil (im Hinblick auf die Einreisebestimmungen) erachte ich auch die Länder im fernen Osten, weniger die amerikanischen Kontinente. Und so blöde das auch ist, wenn man sich vorbereiten möchte, ich muss schauen, was die Zeit bringt und in wieweit sich die Einreisebeschränkungen - sei es zum Guten oder Schlechten - noch verändern werden.

Danke auch, dass du meine Bedenken bzgl. des Impfens verstehst und nochmal aufgegriffen hast.
Niemand muss meine Einstellung diesbezüglich gut finden. Ich bin in meinem Beitrag auch nicht auf die Gründe meiner Sorge eingegangen und habe lediglich gefragt, ob mir jemand nützliche Tipps geben kann, wenn man sich einiger Maßnahmen erst mal nicht unterziehen möchte. Ich muss mit den Gegebenheiten, so wie sie nun sind, meine Reise planen und schauen, was sich von meinen Überlegungen umsetzen lässt und wie das trotz Einschränkungen trotzdem funktionieren kann. Deswegen danke nochmal an alle, die mir mögliche Alternativen oder drohende Hindernisse in einigen Ländern aufgezeigt haben.

@n_rtw
Schön, dass du in Indonesien keine schlechten Erfahrungen als alleinreisende Frau gemacht hast. Jeder stützt sich bei seiner Meinungsbildung auf eigene Erfahrungen oder derer, die eine solche Erfahrung bereits gemacht haben. Hinzu kommen Berichte, die man dazu liest, etc. Und so bleibt ein Eindruck, der einen bei der Planung der Reise bereits prägen und beeinflussen kann. Ob sich dieser nachher bestätigt oder nicht, wird sich dann zeigen. Deswegen ist es in Ordnung, dass du das als widersprüchlich erachtest. Im Übrigen gibt es gerade in Indonesien diese tollen Island Hoppingreisen, die man mit einer Gruppe von Alleinreisenden gemeinsam bestreiten kann. Eine ähnliche Erfahrung habe ich auch auf den Sychellen und Madagaskar gemacht, wobei ich mich stets sicher gefühlt habe. Bei diesen Pauschalreisen ist man zwar auch oft an ein striktes Programm gebunden, aber ich denke, das würde ich dort vorziehen. Es ist in meinen Augen nicht immer "richtig", alles auf eigene Faust zu machen, aber das ist meine Meinung, die muss niemand teilen.

Jemand meinte, ich könnte auch unterwegs die ganzen Visa besorgen, allerdings höre und lese ich immer wieder, dass dies gar nicht so einfach ist, da in einigen Ländern ein Visum nur wenige Wochen vor der Einreise beantragt werden kann. Wäre natürlich schön, wenn jemand noch auf diese Frage eingehen würde, die ich auch in meinem Beitrag gestellt habe, aber ich verstehe auch, wenn man mir diesbezüglich hier nicht weiterhelfen kann.

Und um es nochmal zu betonen: Ja, viele Ziele, aber letzte Chance, diese zu bereisen.

VG und danke
Jenny
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Surfy

« Antwort #11 am: 19. Januar 2021, 11:59 »
Ich bin gespannt wohin deine Reise führen wird. Ich denke dass Du immer die möglichkeit haben wirst, einzelne Länder intensiv zu bereisen, um Covid Testereien und gegebenfalls Quarantäne Zeit etwas zu minimieren.

Impfen oder nicht ist zweitrangig - Du kannst jederzeit wieder genügend Erreger für einen positiven PCR Test ergattern - und damit wieder eine kleine Pause verordnet bekommen. Mit Kindle und Netflix lässt sich dies ja durchaus aussitzen und ist azuf Langzeitreise nicht so schlimm.

Bezüglich Route/Wetter können Dir andere bestimmt besser helfen. Zum Thema Mietwagen und Landesgrenzen kann ich Dir zumindest weiterhelfen.

Normalerwiese sind die Mietwagen im ferneren Ausland nicht für Auslandreisen vorgesehen, Versicherungen, Fahrzeugpapiere nicht dafür ausgelegt oder werden nicht beigelegt. Aber wenn Du deine Reisepläne schilderst, werden diese Papiere ausgestellt und beigelegt.

Wenn Du als Schweizer ein deutsches Ersatzauto in einer Werkstatt bekommst, hilft die Nachfrage da auch, weil die übliche Kopie an der Grenze nicht wirklich gut ankommen würde.

In Laos habe ich das mal recherchiert und auch gebucht:
https://www.4x4tripping.com/2014/09/reisetipp-4x4-abenteuer-laos.html

Ziel war die eine Offroadtour in Laos, Kambodga und Vietnam, mit dem Mieten des Fahrzeuges in Laos.

Mehrkosten sind wegen der zusätzlichen Fahrzeugpapieren /Versicherungen nicht erhoben worden.

Was ich auch immer wieder gerne mache, dass ist Overlanding mit dem Mietwagen, dh ab und an mal eine Nacht wildcampen und Lagerfeuer. Ob Du das als Frau auch machen würdest kann ich allerdings nicht abschätzen.

Je nach deiner Grösse und dem Mietwagen, kannst Du auch einfach hinten im Fahrzeug schlafen, oder aber ein kleines Zelt mitführen. Hier meine Vorgehensweise - das wichtigste gibt es meist günstig auf dem lokalen Markt.



https://www.4x4tripping.com/2014/10/overlanding-camping-mit-dem-mietwagen.html

So sparst Du Hostel/Motel/Guesthouse Kosten - was natürlich in teuerer Reiseländer sich eher lohnen würde. Aber dass ist nicht der anreiz so zu reisen. Zwischendurch eine Nacht in der Natur am Lagerfeuer - ist einfach toll.

Zumindest im Asiatischen Raum hätte ich da keine Bedenken. Da Du in Australien Campen willst, scheinst Du da ja auch eher entspannt zu sein..

Leider kostet ein Mietwagen pro Tag weltweit ähnlich viel. Die grossen Player mit einem guten Versicherungsschutz bekommst Du bei billiger-mietwagen.de meist etwas günstiger, bzw mit einem besseren Schutz (immer vergleichen).

Die günstigeren lokalen Anbieter haben dann oftmals eine Versicherung die an die lokalen gegebenheiten angepasst sind. In Laos waren das 2200 USD Deckung für das eigene Fahrzeug, unlimitiert für andere Fahrzeuge. DH bei einem Totalschaden kann es dann doch teurer werden, aber die Neufahrzeuge kosten da auch nicht soviel wie hierzulande..

DH entweder bist Du recht gut begütert, oder die Fahrzeugtage werden doch etwas limitierter sein. Was sich hier lohnt ist das lokale vernetzen und dann mit einem geliehenen Fahrzeug eines Freundes auf tour gehen.

Ein Auto kaufen, anmelden, versichern für einen Freund - und nach der Tour wieder verkaufen ist für einen lokal jetzt nicht die hexerei. Aber es braucht vertrauen da doch auch bisserl Geld im Spiel ist. Würest du dies für einen Freund machen der zu Besuch kommt? Schlieslich haftest Du da auch immer etwas mit (Bussen, Unfälle (dein Versicherungsbonus) etc.-

Surfy

TiNo

« Antwort #12 am: 23. Januar 2021, 19:39 »
Halli Hallo Jenny und auch alle anderen, die diesen Threat verfolgen.
Ich bin heute erst auf dieses Forum und deinen Post hier gestoßen und habe mit Spannung deine Ideen und euren Gedankenaustausch zu dem ganzen Thema studiert.

Denn auch ich habe erst vor wenigen Wochen mein Sabbatical genehmigt bekommen und werde dieses ab Mitte des Jahres starten (Juli21-März22). Ich habe ganz ähnliche Vorstellungen wie du und möchte ebenfalls ein paar Länder auf eigen Faust bereisen. Wobei ich zur Zeit noch etwas skeptisch bin, was die aktuelle Lage in der Welt angeht, dass ich meine Pläne auch wie gewünscht in die Tat umsetzen kann. Von daher werde ich mir wohl auch einen Plan B überlegen müssen. Denn verschieben kann ich den Zeitraum nun leider auch nicht mehr.

Meine grobe Reiseroute sollte von Deutschland über Kanada, weiter nach Neuseeland und Australien und abschließend nach SOA gehen. Aber ich glaube langsam auch, dass es leider zunächst noch sehr unrealistisch ist, dies auch so umsetzen zu können.  :(

Was mich zur Zeit ein wenig beschäftigt, ist diese stetige Ungewissheit, die aktuell überall herrscht. Dadurch lässt sich natürlich im Vorfeld kaum etwas wirklich planen. Die grundsätzlichen Dinge wie Versicherungen, Finanzen, Zuhause, ect. bereite ich gerade intensiv vor. Aber solche Dinge wie Visa oder Flüge, -wie komme ich von A nach B...?- all das kann man jetzt noch gar nicht so recht organisieren, da sich ja übermorgen schon wieder alles geändert haben kann. Das frustriert mich irgendwie... :-[

Dem Imp-Thema stehe ich eigentlich ehr positiv gegenüber. Ich habe bisher alle meine Imfpungen immer gut vertragen und denke auch, dass dies bei Corona so sein wird. Daher würde ich mich vor Abreise auch dagegen impfen lassen, sofern für mich überhaupt die Möglichkeit dazu besteht. Zur Zeit sieht es ja dahingehend ehr schlecht aus...
Und wie bereits einige vor mir schon vemutet haben, denke ich ebenfalls, dass die Einreise in einige Länder zukünftig nur noch mit einem Impfnachweis möglich sein wird.

Zumindest bin ich schon mal froh, hier ein paar Leute zu finden, mit denen man sich zu dem Thema austauschen kann und ein paar wirklich gut Tipps bekommt.

Übrigens zum Abschluss noch kurz ein paar Dinge zu mir:
Ich bin 35 Jahre, komme aus Thüringen und stehe mit beiden Beinen fest im Leben.
Arbeite im öffentlichen Dienst und bin grundsätzlich durch Freunde und Familie auch sehr Heimatverbunden.
Obwohl es mir persönlich eigentlich gut im Leben geht, verspüre ich seit einigen Jahren mehr und mehr den Drang aus der gewohnten Umgebung auszubrechen und wieder zu mir selbst zu finden. Vorallem dieses Hamsterrad, in dem wir irgendwie alle gefangen sind, zu verlassen und dadurch auch meinen Horizont zu erweitern.
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Carola

« Antwort #13 am: 23. Januar 2021, 20:29 »
Ich glaube auch bzw. bin mir sehr sicher, dass dieses Jahr konkrete Planungen sehr schwierig werden. Auch wir haben ein Sabbatjahr, sind allerdings schon älter und weitgereist, der Plan war sowieso, weitgehend in Europa zu bleiben. D.h. wir müssen nicht großartig vororganisieren. Im vergangenen Coronajahr haben wir aber auch festgestellt, dass es gar nicht so sehr darauf ankommt, möglichst weit weg zu fahren. Wir haben z.B. einen sehr schönen Radurlaub in Thüringen verbracht! Hauptsache man kommt raus aus den Alltagstrott. Also nicht entmutigen lassen, wenn man nicht nach Australien oder NZ fliegen kann!
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serenity

« Antwort #14 am: 25. Januar 2021, 17:59 »
1. Süd-Amerika - Australien
Gäbe es die Möglichkeit, die Reise zwischen Südamerika und Australien/Neuseeland per Schiff anzutreten? Ein äußerst langer Weg, der sehr viel Zeit in Anspruch nehmen wird... Klingt vielleicht anstrengend, könnte aber eine prägende und spannende Erfahrung sein. Hat hierzu schon mal jemand Erfahrungen gemacht? Gibts Möglichkeiten, an Bord zu arbeiten, z. B. in Frachtern oder Ähnliches?
Ein guter Bekannter ist im letzten Jahr im Rahmen einer 6-monatigen Reise durch SOA von Bremen aus nach Malaysia auf einem Frachter gefahren. Fazit: Nie wieder! Er war der einzige Passagier an Bord, die Mannschaft kam überwiegend aus den Philippinen, auf dem Schiff herum laufen war größtenteils nicht möglich. Internet gab's nicht, außer, wenn man in einem Hafen war. Emails eine pro Woche ...
Es dauerte ewig und war sehr, sehr teuer.
Obwohl mein Bekannter sehr reiseerfahren ist, keine Komfortansprüche hat und wirklich mit fast jeder Situation klar kommt, war er froh, als er nach Wochen endlich wieder den Tagesablauf und die Reiseroute selbst bestimmen konnte und auch selbst bestimmen, was er essen wollte.
So viel zum Thema Frachter ...

Zu den anderen Themen - für die meisten Länder brauchst du mittlerweile eine Auslandskrankenversicherung, die zwingend auch eine Corona-Erkrankung abdeckt. Viele verlangen darüber hinaus den Nachweis einer Mindestdeckungssumme von 50.000$. Da solltest du dich unbedingt frühzeitig drum kümmern.
Ganz sicher gilt das für fast alle Länder in SOA, aber vermutlich werden auch Australien/Neuseeland und einige andere darauf bestehen.
Noch ein Tipp: Lade dir die App des Auswärtigen Amtes "Sicher Reisen" runter und gebe dort an der Pinnwand sämtliche Länder ein, die du bereisen möchtest. Du bekommst dann jeweils eine Push-Nachricht, falls sich an der aktuellen Lage oder den Einreisevorschriften irgendwas ändert.
Und wenn's dann soweit ist, trage dich unbedingt rechtzeitig vor der Abreise in die ELEFAND-Liste des Auswärtigen Amtes ein, damit du im Notfall registriert bist und ggf. im Krisenfall zurück geholt werden kannst. Wenn's nämlich erstmal brennt, wie letztes Jahr im Frühjahr, ist dort kein Durchkommen mehr! Kann ich dir aus eigener ERfahrung bestätigen - wir sind Ende März nur mit sehr viel Glück und sehr viel Mühe von Myanmar aus zurück nach Bangkok gekommen und von dort aus nach Hause, nachdem schon fast alle Flüge eingestellt waren.
Sich in die Liste einzutragen und ggf. ausgeflogen zu werden, war damals nicht möglich, da die Server permanent überlastet waren.
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