Thema: Ushuaia und Feuerland  (Gelesen 217 mal)

Kama aina

« am: 03. März 2020, 14:43 »
Ich nehme mal meine letzte Reise zum Anlass einen Thread mit meinen Erfahrungen über Ushuaia und Feuerland zu eröffnen.
Denke mal das es sicherlich eine Region ist, in die einige mal kommen werden und so hätte man schon eine Plattform um sich auszutauschen!

Ushuaia war mit Buenos Aires, Montevideo (mit Teilen von Uruguay) und einer Antarktiskreuzfahrt Teil der letzten großen Reise.

In Ushuaia war ich erstmal sehr überrascht!
Zum einen von den sehr hohen Preisen (das fängt schon beim Taxi an) und zum anderen darüber, dass Ushuaia schon lange kein verschlafenes Nest am Ende der Welt mehr ist.
60.000 Einwohner zählt die Stadt mittlerweile und sie erstreckt sich in alle Richtungen vom alten Kern hin den Beagle Kanal entlang und hinauf die Berge!
Der Pier für die Kreuzfahrtschiffe wird immer weiter gebaut, sodass in Zukunft wohl noch ein größeres Wachstum zu erwarten ist.

Aber trotz alledem gibt es in Ushuaia selber und drum herum eiges zu sehen und zu erleben.
Neben tollen und sehr schmackhaften Restaurant, gibt es auch noch gut gemacht Museen und alte Gebäude und zu guter letzt grandiose Natur in der Umgebung.
Und mit unbeständigem Wetter sollte man klar kommen! Weiß nicht wie oft sich teilweise Regen und Sonnenschein abgewechselt haben. :)

Den Ankunftsabend haben wir nur noch im Restaurant verbracht.

Am nächsten Morgen starteten wir dann unsere Tour durch Ushuaia.
An sich hat die Stadt nicht sonderlich viel zu bieten, aber wir haben uns viel Zeit gelassen, sind in fast alle Museen rein gegangen und haben uns oft Kaffee und Kuchen oder Mate, Bier und Alfajores gegönnt.
Wir haben morgens erstmal den Mietwagen abgeholt und sind dann runter an die Pier um unsere Beagle Kanal Tour zu finden und zu buchen.
Von dort aus sind wir die Küstenstraße hoch zum Presidio gelaufen. Dem alten Gefängnis, was mittlerweile aus Museum umgebaut ist.
In jeder Zelle sind kleiner thematische Ausstellungen untergebracht. Wir haben uns zwar alles angesehen, aber 80 % konnte man vergessen. Nichts destotrotz kann man sich, gerade beim schlechtem Wetter, dieses Museum mal gönnen, denn zum einen ist das Gebäude an sich intesssant und zum anderen findet man in de Ausstellung auch immer mal wieder paar tolle Geschichten.
Wir sind dann wieder in die Stadt rein und haben erstmal in unserem neuen Lieblingslokal in Ushuaia ;) Mate, Bier und Alfajores verköstigt.
Gut gestärkt ging es dann zu einer recht modernen Ausstellungen a la Madame Tussauds. Aber die Figuren waren sehr gut gemacht und der Audioguide hervorragend. Thematisch wurden die Ureinwohner Feuerlands behandelt bis hin zu den Expeditionen in die Antarktis. Sehr sehenswert.

Von hier aus streiften wir noch was über die quirrlige Hauptstraße und sind dann wieder runter an die Küste.
Vorbei am Schiffswrack St. Christopher ging es zum USHUAIA Schriftzug und dem Gedenkplatz des Falkland .... ähm .... Malvinas-Krieges. Falkland gibt es nicht in Argentinien! Das sind die Malvinas und die gehören zu Argentinien! ;)

Nach viel Trödellei und vielen Kleinigkeiten war dann auch tatsächlich der erste volle Tag vorbei.

Am 2. Tag fuhren wir zum Parkplatz der den Ausgangspunkt zur Wanderung zur Laguna Esmeralda bildet.
Diese Wanderung sollte für meinen Vater und mich zu einem wirklichen "Abenteuer" und einen gemeinsamen Highlight werden. Durch Wind und Wetter kämpften wir uns im wahrsten Sinne des Wortes durch den Kaltregenwald von Feuerland, bis wir schließlich an der Laguna angekommen sind und uns erstmal das mitgebrachte Bier gönnten.
Die Wanderung ist bei gutem Wetter sicherlich nicht sehr schwer! Moderate Höhenmeter und eine recht gute Wegführung!
Aber dafür benötigt es wohl wochenlang gutes Wetter!
Defacto war der gesamte Wanderweg ein Fluss aus tiefen Matsch und man musste sich abseits der Wege einen Weg durch den Wald bahnen! Durch Kaltregenwälder, Hochmoore und hoch den Berg. Dazu Sonne, Regen und Wind im Wechsel!
Ein tolles Abenteuer. Die Natur dort ist einfach nur faszinierend und wunderschön!
Für den Hin- und Rückweg benötigt man knappe 4 Stunden.

Von hier aus fuhren wir dann noch zu den Seen Lago Escondido und Lago Fagnano.
Landschaftlich schon beeindruckend. Vor allem auch am Aussichtspunkt am Paso Garibaldi.

Am 3. Tag ging es dann auf unsere Tour über den Beagle Kanal!
Wir haben uns für das größte Unternehmen am Platze entschieden, weil die an diesem Tag die weiteste Tour angeboten haben. Es ging zuerst zum Faro les Eclaireurs mit den umliegenden Inselchen auf denen sich jede Menge Mähnenrobben, Kaiser- und Felsenscharben (Kormorane) tummeln. Zwischendurch sieht man immer schwimmenden Magellanpinguine.
Zu den Magellanpinguinen ging es dann als nächstes. Nach einer langen Fahrt über den Beagle Kanal Richtung Meer, vorbei an einsamer Natur und hohen Bergen und dem chilenischen Puerto Williams, erreichten wir dann die Kolonie der Magellanpinguine im Beagle Kanal!
Wahnsinnig putzige Kerlchen. Pinguine sind einfach der Hammer!
Von hier aus statteten wir der Estancia Harberton noch einen Besuch ab. Dieses alte Rinderfarm liegt wirklich unglaublich fotogen in einem Nebenarm des Beagle Kanals.

Am 4. Tag und dem letzten vor der Kreuzfahrt in die Antarktis, besuchten wir den Nationalpark Tierra del Fuego.
Man kann zwar auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hin kommen, aber da der Park doch recht weitläufig ist bietet sich ein Mietwagen schon an.
Der Park an sich hat sehr schöne Ecken und auch tolle Buchten und Seen. Die Tierwelt, wenn man sie dan entdeckt, ist unglaublich zutraulich bzw. hat gar keine Angst vor Menschen! Anscheinden nie schlechte Erfahrungen gemacht!
Das eröffnet natürlich auch schöne einmalige Einblicke in die Tierwelt. Gerade die Vögel sind hier unglaublich interessiert und neugierig.

Am Einschiffungstag haben wir nur noch das Schiff und die tollen Ausblicke auf die Bucht von Ushuaia genossen.
Über die Antarktiskreuzfahrt könnt ihr hier lesen: 
https://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=15125.60

Unsere Kreuzfahrt hatte noch einen Tag Landgang in Ushuaia vorgesehen.
Das war für uns natürlich ein recht nutzloser Tag, weil wir schon alles gesehen haben.
So haben wir uns dann in die letzten 2 Museen aufgemacht, die uns noch interessierten.
Die 2 Gebäude des Fin del Mundo Museums.
Naja, man kann es sich anschauen! Hehe!
Wir unterschlossen und für den nächsten Tag, den wir uns vorsorglich als Puffertag für die Kreuzfahrt eingeplant hatten, nochmal eine Tour über den Beagle Kanal zu machen. Diesmal aber mit einem kleinen Boot und mit einer geänderten Strecke. Wir buchten uns eine Tour bei dem einzigen Unternehmen, welches die Isla H anfahren darf.
Den Rest des Tages verbrachten wir dann mit Müßiggang.

Nach der Ausschiffung vom Kreuzfahrtschiff ging es dann für uns direkt aufs kleine Boot und zur Isla H.
Hier durften wir geführt über die Insel wandern und wir bekamen allerlei Wissenswertes über die Pflanzen und Tiere auf und um die Insel herum vermittelt.
Von hier aus ging es dann wieder weiter zum Leuchtturm und nochmal zu den Mähnenrobben und Scharben.
War ein toller Tag auf dem Beagle Kanal.

Feuerland ist wirklich toll und bietet gerade für Outdoors Fans jede Menge Möglichkeiten.
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