Thema: Colorado oder Oregon im September?  (Gelesen 1406 mal)

Weltwandelnde

« am: 20. November 2019, 14:17 »
Hallo ihr Lieben,

nachdem ich hier meine Weltreisepartnerin gefunden habe und seit 2 Jahren zurück bin, hat mich wiedermal das Amerika Fieber gepackt. Es soll mit dem Mietwagen und Freund in Las Vegas gestartet werden und die Frage ist, welcher Bundesstaat mehr bietet: Oregon oder Colorado. Wo hat es euch besser gefallen?
Wir fahren Mitte September los und planen insgesamt 3-4 Wochen. Schwerpunkte sind wandern, Natur fotografieren und wir werden hauptsächlich campen.

Ich freue mich über Antworten :)
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Beate

« Antwort #1 am: 20. November 2019, 14:33 »
Wenn Ihr unbedingt in Las Vegas starten wollt, dann bleibt nur Colorado übrig. Und selbst das ist zu weit, wenn Ihr dazwischen auch mal einen oder 2 Tage wandern wollt.

Beide Bundesstaaten bieten sehr viel. Im Oregon könntet Ihr mit ein bischen Glück evlt. schon den Beginn der Laubfärbung sehen, in Colorado geht die Laubfärbung erst Ende Oktober los.

Für Oregon würde sich der Startpunkt Seattle anbieten. Und für Colorado wäre Denver wesentlich günstiger gelegen.

Egal wie Ihr Euch entscheidet: wenn Ihr campen wollt, solltet Ihr schnell sein. Ihr könnt nicht einfach so mal rausfahren und übernachten, Ihr müsst auf Campingplätze gehen. Und die sind sehr schnell ausgebucht.

Wenn Ihr auf LV festgelegt seid, dann macht am besten einen roundtrip durch die Nationalparks in Utah und Arizona, also Death Valley, Joshua Tree, Grand Canyon, Zion, Bryce. Da seid Ihr gut ausgelastet bei 4 Wochen Zeit.

Beate

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Weltwandelnde

« Antwort #2 am: 20. November 2019, 14:51 »
Hi Beate,

Danke für deine Antwort. Ich habe die "klassische" West-USA Route bereits gemacht, auch mit Camping und Couchsurfing- mit dem Finden eines legalen Schlafplatzes hatten wir keine Probleme, da werde ich nichts im Voraus buchen.
Der Meilenunterschied zwischen Las Vegas-Portland und Las Vegas-Denver beträgt ca. 250 Meilen. Das wäre ein Tag mehr Fahren anstatt zu wandern, das würde ich in Kauf nehmen.
Warst du schon in beiden Staaten? Welche findest du von der Natur her ansprechender?
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Beate

« Antwort #3 am: 20. November 2019, 15:40 »
Ja, ich war in beiden, und in beiden mehrere male. Oregon has more rain, Colorado more mountains.

And, let me say a last word about wild camping: be carefull, it is illegal on most places, even if you could find a place. When the land owner sees you it could be dangereous, because it is "tres passing".
You can camp for free in BLM-Land, but how will you know, where it is??

If you speak of some websites, like wikicamps or so, we found that there where mentioned also illegal places.

I don't know how you count the difference of 250 Meilen? Do you only want to drive the coast up and down, without visiting all the natural places like Mt. Rainer, Mt. St. Helens, Olympic NP and so on?

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Weltwandelnde

« Antwort #4 am: 20. November 2019, 16:04 »
Hallo,

ja, wir haben aus Versehen einmal illegal gecampt und wurden von der Polizei darauf aufmerksam gemacht. Daher, wie oben beschrieben, nur noch legal gecampt und werden das auch weiterhin machen :)

Ich habe ganz simpel bei google maps mal verglichen, weil wir noch keine konkreten Punkte haben. Mir ging es nur darum, mal eine Idee von den Entfernungen zu bekommen, weil Beate von der Oregon-Idee abgeraten hat.
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Beate

« Antwort #5 am: 20. November 2019, 22:55 »
Hallo Weltwandelnde,

ich musste gerade lachen: bin ich doch in meiner obigen Antwort ganz automatisch ins englische gewechselt. Bitte entschuldige. :-[

Wenn Du evtl. mal eine Route einstellst, so wie Du sie Dir denkst, dann könnte ich vielleicht noch ein paar Gedanken, Anregungen und Tipps dazu schreiben.

Beate
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waveland

« Antwort #6 am: 23. November 2019, 09:22 »
Ich war schon viel im Westen der USA unterwegs, auch im Herbst in Oregon und Colorado, prinzipiell ist das eine sehr schöne Zeit, aber in den höher gelegenen Gebieten, wie Rocky Mountain NP oder auch Crater Lake kann es da schon recht kalt werden, und an der Küste auch etwas ungemütlich.

Der Unterschied in der direkten Entfernung zwischen Portland und Denver mag nicht so riesig sein, aber dennoch werdet ihr einen wesentlichen Teil eurer Route nicht in Oregon und Colorado, sondern Utah, Nevada und Nord-Kalifornien, verbringen. Grundsätzlich hätte ich gesagt, dass eine Rundreise Richtung Colorado noch mehr hergibt, aber wenn ihr die Nationalparks des Colorado Plateaus schon kennt, würde ich wohl Richtung Oregon fahren. Halt Death Valley, dann auf der Ostseite der Sierra Nevada nach Norden, hier kann man auch schön wandern. Lassen Volcanic und Redwoods an der Küste sind gut, Crater Lake super, zum Fotografieren haben mir auch u.a. die "Painted Hills" sehr gut gefallen. In Oregon gibt es sehr viele sehenswerte State Parks und ähnliche Gebiete, in denen man gut wandern kann, z.B. rund um Bend. Die Rückreise nach Las Vegas ist dann weniger spannend, ich würde evtl. prüfen, ob eine One Way Camper Miete von/nach Portland möglich ist und einen Strecke von/nach Las Vegas fliegen.

Ansonsten könnte man bei vollen vier Wochen auch überlegen, den Yellowstone NP mit einzubauen, aber das wird dann mit Oregon zu viel, das würde ich eher mit einer Rundtour über Colorado verbinden. Etwas Flexibilität ist in den Bergen gefragt, da kann es im Oktober schon mal schneien, nicht umsonst sind z.B. im Yellowstone die meisten Straßen ab Anfang November bis zum April gesperrt.
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Beate

« Antwort #7 am: 23. November 2019, 10:19 »
Hallo nochmal,
falls es Dich interessiert: hier ist ein Reisebericht von mir von unserer Wohnmobilreise im letzten Herbst, ab und bis Seattle.
http://nordamerika.us/index.php/forum/westcoast/1828-herbst-im-nordwesten-der-usa?start=0

Vielleicht macht es Dir Appetit?
Falls Du keine oneway-Miete bekommst würde ich wirklich empfehlen, von LV nach Seattle zu fliegen und dort zu starten. Die Flüge sind nicht allzu teuer und Du würdest Dir eine Menge unnötiger und langweiliger Fahrerei ersparen.
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dirtsA

« Antwort #8 am: 23. November 2019, 12:42 »
Haha, kurz auf den Link geklickt und schon hängen geblieben! Macht sogar mir gerade Appetit auf die USA, obwohl das nie auf meiner Wunschliste stand ;D ;D
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Beate

« Antwort #9 am: 23. November 2019, 13:01 »
Schön zu hören, dass man auch noch ganz Uninteressierte für sowas begeistern kann.  :-* ;D ;D ;D

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waveland

« Antwort #10 am: 23. November 2019, 14:12 »
Oder Wyoming und South Dakota ab Denver (nur Fotos, kein Text):
https://www.travelscapes.org/Travel-America/Wyoming-South-Dakota-2013/

Das war 2 Wochen mit Mietwagen und Motels, aber ohne die Berge in Colorado, da war ich vorher schon mal, das könnte also für 3-4 Wochen im Camper passen.
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dirtsA

« Antwort #11 am: 23. November 2019, 14:52 »
Tolle Fotos, waveland!! :o

Haha, es ist ja nicht so, dass ich mich den USA komplett verweigern würde. Aber man muss schließlich Prioritäten setzen - die Welt ist zu groß und das Leben zu kurz! ;D Denke trotzdem, dass für uns erst mal noch ein paar mehr nicht-westliche Abenteuer-Destinationen anstehen solange wir noch (halbwegs) jung und kinderlos sind ;) So USA Camper stell ich mir auch mit Kids zB schön vor.
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waveland

« Antwort #12 am: 23. November 2019, 15:22 »
Warst du überhaupt schon mal in den USA? Wenn nicht, fehlt dir einiges finde ich. Der ganze Westen der USA und auch Kanada sind super schön und hat offen gesagt auch wenig mit einer vielleicht gewöhnungsbedürftigen US-Kultur in weiten Teilen des mittleres Westens und Südens zu tun.

Ich war schon viel auf allen Kontinenten unterwegs, immer nur eher kürzere Reisen bisher, aber der amerikanische Südwesten ist eigentlich meine Lieblings-Reiseregion.
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Beate

« Antwort #13 am: 23. November 2019, 15:47 »
Ja, Waveland bringts auf den Punkt. Der ganze Westen der USA und Kanada bieten wirklich viel, vor allem halt Natur. Klar, wer auf "Kultur" ist, der bleibt dann in LA mit vielen Museen und Ausstellungen, oder auch in SF. Aber trotzdem gibts auch ausserhalb dieser Städte eine Menge "Kultur", das sind dann halt die Indianer-Kulturen, mit den uralten Cliff-Dwellings z.B.

Ich bin ja auch so ein "Amerika-Junkie", und zwar das gesamte Amerika, also von Alaska bis Feuerland.



 
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dirtsA

« Antwort #14 am: 23. November 2019, 17:26 »
Wir sind schon Naturfreunde :) Denke, dass Kanada auch eine frühere Wahl wäre, als die USA. Wie gesagt: irgendwann will ich ja eh hin! ;) Aber ob ich mich mit 60 noch in einen Chicken Bus in Guatemala quetsche oder 24h auf einem Schiff durch die Salomonen gondle...das weiß ich nicht. Wär zwar cool, wenn ich dann auch noch so abenteuerlich und fit bin - aber wissen kann mans nicht. Daher mach ich halt jetzt lieber solche Sachen.

Trotzdem würde mich von euch 2 USA Junkies ;) mal interessieren: Welche Region/Staat/... würdet ihr für einen klassischen Camper-Urlaub von 3 Wochen für Erstlinge empfehlen?

@Weltwandelnde - sorry, dass ich gerade deinen Thread hijacke ::) Bin dann auch gleich wieder still! ;D
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