Thema: USD als Reserve?  (Gelesen 1816 mal)

weltweitnah

« am: 04. Juli 2019, 18:01 »
Wir möchten gerne etwas Bargeld als Notfallreserve auf unsere Weltreise mitnehmen (und irgendwo gut verstecken :D ).

Macht es Sinn, diese in USD mitzunehmen oder reichen Euro? Wir werden in Mittel- und Südamerika sowie Südostasien unterwegs sein.
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Jef Costello

« Antwort #1 am: 04. Juli 2019, 19:11 »
Dir wird im schlimmsten Fall in einem ländlichen Gebiet das Geld ausgehen. Und da interessiert sich niemand für Euros. Pack also lieber Dollar ein.
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Marla

« Antwort #2 am: 04. Juli 2019, 20:35 »
Würde auch nur USD mitnehmen, keine Euros. Aber wirklich nur als Notfallreserve. Denn gut verstecken... Ich weiß nicht. Wenn ihr es im Gepäck versteckt, kann das ganze Gepäck wegkommen, wenn ihr es irgendwo im Zimmer versteckt, habt ihr in jeder Unterkunft was zu tun. Für mich nicht praktikabel auf einer Langzeitreise. Würde nur so viel mitnehmen, dass es euch nicht zu sehr wehtut, wenn's weg ist. Für mich sind das so um die 50 bis 100 USD, aber das ist natürlich individuell.
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dirtsA

« Antwort #3 am: 04. Juli 2019, 21:52 »
Naja, zumindest 100USD pP haben wir schon immer mit. Kommt auch auf die Länderauswahl an zB in den meisten klassischen Backpacker-Ländern wie in SOA kommt man notfalls auch mit 50USD ein paar Tage aus bzw ist schnell in einer größeren Stadt wo es wieder andere Möglichkeiten gibt. Wenn man jetzt in teureren Ländern unterwegs ist oder mehr ab vom Schuss für viele Tage, kann die Sache schon anders aussehen.
Wenn ihr in Afrika unterwegs seid, werdet ihr viele USD für Visa brauchen, nicht nur als Reserve.
Wir haben die USD immer bei den anderen Wertsachen - klar, wenn's weg ist, blöd, aber dann würde ich mich mehr um Karten und Pass sorgen.
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Knud65

« Antwort #4 am: 04. Juli 2019, 22:49 »
Ich habe einen Tresor-Gürtel in dem ich ein paar Dollar drin habe. Diese habe ich in den bisherigen 17 Monaten einmal benötigt, als am Donnerstagabend vor Karfreitag mit einemmal meine Kreditkarte gesperrt war und ich in einem neuen Land angekommen bin. D.h. Donnerstagabend, Freitag, Samstag, Sonntag und Ostermontag keiner an der Hotline, um meine Karte wieder freizuschalten. Da war ich froh, etwas Bargeld dabei gehabt zu haben.

Wieviel? Glaube das muss jeder für sich selbst festlegen und ist abhängig vom Reisestil.
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Stecki

« Antwort #5 am: 05. Juli 2019, 07:42 »
...als am Donnerstagabend vor Karfreitag mit einemmal meine Kreditkarte gesperrt war und ich in einem neuen Land angekommen bin. D.h. Donnerstagabend, Freitag, Samstag, Sonntag und Ostermontag keiner an der Hotline, um meine Karte wieder freizuschalten.

Ein ganz heisser Tipp: Sofort die Kreditkarte wechseln! Eine 24h-Hotline ist eine absolutes Muss!
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Vombatus

« Antwort #6 am: 05. Juli 2019, 08:24 »
Wenn ihr in Südamerika und SOA vorwiegend den touristischen Sehenswürdigkeiten folgt werden auch Euro als „Notgroschen“ ausreichen. Ein paar Dollar können aber nicht schaden, wenn es um Gebühren geht die mehr oder weniger an Grenzübertritten verlangt werden können.

An Touristenorten ohne ATM haben sich Alternativen entwickelt, so dass man auch dort Euro wechseln kann. In dem Fall bringen größere unbeschädigte Scheine (>50€) einen besseren Kurs.

Kann man USD noch in Kambodscha aus den ATMs ziehen oder ist das vorbei? Anscheinen geht das noch? „ATM machines in Cambodia dispense US dollars and Cambodian riel. However, if you are using a foreign ATM card, you will only be able to withdraw dollars.“ https://www.movetocambodia.com/about-cambodia/currency/
Falls ihr dort vorbei kommt könnt ihr Reserven auftanken.

Ich nehme in der Regel inzwischen ca. je nach Ziel 200-250€ in Bar mit, so dass ich im Notfall auch größere Summen zur Verfügung hätte. Im Notfall geht es ja nicht um das Abendessen oder die 15 USD Übernachtungskosten, sondern um schnelle medizinische Versorgung, vielleicht einen Privattransport, ggf. Flug bis zur nächsten größeren Stadt. Dann möchte ich nicht mit leeren Händen da stehen. Das wäre für mich ein Notfall.

Ansonsten heißt es voraussehend Geld abheben, so dass man immer genug für das alltägliche Leben der nächsten Tage, oder zum nächsten funktionierenden ATM hat.

In der Suche findest du auch alte Beiträge zum Thema, z.B.:
Wieviel Dollar Bargeld ?
https://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=6463.msg38578#msg38578
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weltweitnah

« Antwort #7 am: 05. Juli 2019, 08:39 »
Vielen Dank an alle :)
Wir hätten eh an 150-200$ pro Person gedacht.

„Unbeschädigte Scheine“ - bedeutet das, dass sie auch nicht geknickt werden dürfen?

Und besser 3-4x 50er oder alles in 20ern?
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Vombatus

« Antwort #8 am: 05. Juli 2019, 09:02 »
„Unbeschädigte Scheine“ - bedeutet das, dass sie auch nicht geknickt werden dürfen?

Nein, ich meine damit eingerissene Scheine, total verschmutzte oder 8-mal mitgewaschene. Man weiß ja, wie einige alte Scheine aussehen können.

Ich würde mich an 50€ orientieren. Aber nur für den Notgroschen. Beim Umsteigen an irgendeinen arabischen Hub zwischendurch war ein 5€ Schein auch gut um dort am Flughafen etwas zu kaufen (wollte nicht extra Tauschen oder Geld abheben). Die hatte ich nicht extra mitgenommen sondern waren noch übrig von vor der Abreise.
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Wolfskin

« Antwort #9 am: 05. Juli 2019, 09:23 »
Vielen Dank an alle :)
Wir hätten eh an 150-200$ pro Person gedacht.
„Unbeschädigte Scheine“ - bedeutet das, dass sie auch nicht geknickt werden dürfen?
Und besser 3-4x 50er oder alles in 20ern?

Hängt wieder ganz vom besuchten Land ab ;)
In Myanmar/Yangon/Airport mussten es tatsächlich nicht geknickte Scheine sein und vorzugsweise 50$ Scheine.
Dafür bekommt man dann ein Bündel geknickter Kyats und ist somit auch mal Millionär ;)

Ich habe gerne 200$ mit (2 x 50$ und 5 x 20$) und meistens auch noch 100 €, die man auch immer öfter tauschen kann.
Manchmal kann man sich den Geldwechsel auch sparen, weil man auch in Dollar zahlen kann.
Beispielsweise in Uruguay
Die Zeit der "Traveller's cheques" ist aber vorbei und man kommt mit den gängigen Kreditkarten gut durch.

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karoshi

« Antwort #10 am: 05. Juli 2019, 13:55 »
In Asien sind EUR inzwischen genauso gut wie USD, teilweise besser. In Süd- und vor allem Mittelamerika ist es aber in vielen Fällen nach wie vor einfacher, USD zu tauschen bzw. damit zu bezahlen. Nicht in Großstädten und Banken, aber privat auf dem Land oder auf Inseln.

Wie viel Reserve? kommt drauf an. Persönlich neige ich dazu, als Einzelreisender 300-400 USD dabei zu haben, bei Reisen mit mehreren Personen 200-300 USD pro Person. Entscheidend ist z.B. die Wahrscheinlichkeit, dass andere Bezahlmöglichkeiten wegbrechen. Das Risiko steigt bei Einzelpersonen, vor allem wenn nur eine Kreditkarte dabei ist. (Zwei Karten vom selben Typ oder zwei unterschiedliche mit demselben Referenzkonto sind im Worst Case auch nicht besser.) Ein anderer Faktor ist, wie weit man vom ausgetretenen Pfad weg ist. Je weiter, desto mehr Cash.
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