Thema: Titicacasee auch ohne Uroinseln empfehlenswert?  (Gelesen 2472 mal)

karoshi

« Antwort #15 am: 03. Mai 2019, 12:17 »
Butterfahrt? Ich glaube hier muss man mal definieren, was darunter verstanden wird. Für mich ist eine Butterfahrt, wo man mit alten Mitmenschen transportiert wird und laufend versucht wird mir irgendwelche Produkte zu verkaufen.

[besserwisser_modus]Streng genommen ist eine Butterfahrt ja eine Bootsfahrt in internationale Gewässer, um zollfreie Produkte verkaufen zu können. Wobei der Name ein krasser Euphemismus ist, denn natürlich geht es nicht vorrangig um Butter, sondern um alkoholhaltige Flüssigkeiten.[/besserwisser_modus]
So etwas findet am Titicacasee offensichtlich nicht statt. Und auch die Kaffeefahrt habe ich nicht entdecken können. Es ist eher so etwas wie eine kulturelle Show: natürlich kriegt man nicht das echte Leben auf den Uros mit. Das ist aber auch gar nicht gewollt, sondern die Inseln, wo die Leute wirklich leben, sind ganz bewusst für Touristen nicht zugänglich. Insofern ist das auch kein Menschenzoo, sondern diejenigen, denen man auf den Touren begegnet, arbeiten halt da.

Einen anderen Weg geht man auf der Insel Amantani. Dort will die lokale Community durchaus Touristen haben, achtet aber mit Hilfe eines zentralen Verteilungssystem streng darauf, dass bei allen Bewohnern der Insel gleich viel davon ankommt. Bei welchem der Privatquartiere man übernachtet, weiß man also vorher nicht. Ich fand das damals richtig cool, vor allem weil sie erst seit einem Monat Strom hatten und jeden Abend im Gemeindesaal eine zünftige Party geschmissen haben, komplett mit Panflötencombos und Kostümzwang. ;D
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Wolfskin

« Antwort #16 am: 08. Mai 2019, 08:32 »
So macht jeder seine eigenen Erfahrungen. und hängt wohl sehr davon ab, wie man sich organisiert.

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