Thema: Füße, Daumen, Bus - Von Deutschland in die Mongolei und mit der Transsib zurück.  (Gelesen 1653 mal)

LarsLaeuft

Hallo zusammen,
ich gebe zu, dass der Titel beinahe dekadent klingt. Aber so ist es bei mir geplant. Seit zwei Jahren arbeite und spare ich für ein Jahr Reisen. Meine Wohnung vermiete ich unter, mein Job ist gekündigt und ab dem ersten Juli kann/darf/will ich unterwegs sein.
Meine erste Station führt mich nach Südtirol auf eine Alm, auf der ich schon mehrere Sommer mal gearbeitet habe. Da bleibe ich etwa ein,zwei Wochen  und dann habe ich vor folgende Länder zu besuchen:
https://ibb.co/qpBfrsk
https://ibb.co/WGFH9H1
https://ibb.co/7YCscxV
https://ibb.co/ZWkK8GB

Da ich nicht weiß, ob die Bilder angezeigt werden schreibe ich sie eben in vorläufiger Reihenfolge auf:
Deutschland, Österreich, Italien,Slowenien,Kroatien,Bosnien,Montenegro,Albanien,Kosovo,Serbien,Rumänien,Moldawien,mit der Fähre von der Ukraine nach Georgien,Russland,wieder Georgien,Armenien,Iran,Turkmenistan,Usbekistan,Tadschikistan,evtl. Afghanistan (Wakhan-Korridor),wieder Tadschikistan, Kirgisistan und durch Xinjiang bis nach Ulanbataar von wo aus man die Transsib. nach Moskau nehmen kann.

Ambitioniert, aber meine vorherigen Reisen haben mir gezeigt, dass sowas durchaus realistisch ist. Habe also bereits 12 Jahre Backpacking und Trekking-Erfahrung. Russisch lerne ich seit einiger Zeit, da es mir aufgrund der ehemaligen Sowjetstaaten sinnvoll erscheint.
Ich könnte quasi genau jetzt loslaufen und mit meiner Route direkt beginnen. Geht aber erst ab Juli, demnach sitze ich auf heissen Kohlen und muss mich irgendwie damit beschäftigen, um meine Vorfreude zu kompensieren ;)
Vielleicht hat hier jemand schonmal einige Länder besucht, hat Insidertipps oder sonstiges. 
Meine ersten Fragen wären z.B.:

Kosten Visa in Konsulaten immer gleich viel?
Oder kostet mein Iranvisum in der iranischen Botschaft z.B. weniger in Jerewar in Armenien als in Frankfurt? Das Interessiert mich, um schon mal Kosten abschätzen zu können und nicht mit Scheinsteuern übers Ohr gehauen zu werden.

Wie ist das mit den Einladungen bei Beantragungen von Visa zu verstehen? Es steht auf der Seite der Botschaft häufig (z.B. Russland,Iran,Turkmenistan,China), dass man eine Einladung eines Hotels oder eines Reiseveranstalters braucht. Reicht es evtl., nur die erste Nacht im Hotel zu übernachten und danach könnte ich z.B. "frei" couchsurfen?
Vielleicht ja jemand ein paar Denkanstöße und/oder Tipps.

Gruß,
Lars

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Derevaja

Hallo Lars,

Toller Plan den du hast!

Letztes Jahr habe ich einen Teil der Route gemacht, im Detail Russland, Armenien, Georgien, Aserbaidschain, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgisien. Damals hatte ich auch geplant über China weiterzureisen, aber die Zeit wurde am Ende leider knapp.

Das Visa-Thema hat mich auch beschäftigt und gerade das Iran-Visum ist ziemlich teuer. Im Endeffekt habe ich es über eine Agentur beantragt. Allerdings ist es auch möglich das Visum in Jerevan zu erhalten. Ich würde tippen, dass das auch günstiger ist. Das Visum für Turkmenistan habe ich in Teheran beantragt (passende Fotos und Klebestift mitbringen ;))und in Maschad drei Wochen später abgeholt. Als Hotel einfach ein Random Hotel in Ashgabat angegeben - ohne Buchung. Dass man das Visum auch bekommt ist leider etwas Glückssache. Ich war mit zwei anderen Deutschen bei der Botschaft in Teheran und zwei von drei haben es am Ende erhalten. Es hilft wohl wenn man dort frisch rasiert vorbeikommt (und nicht mit Vollbart) - das ist anscheinend tatsächlich ein Kriterium. Die anderen zentralasiatischen Stans sind mittlerweile sehr unkompliziert (online Antrag, kein Visum benötigt). Von anderen Reisenden habe ich gehört, dass man das China-Visum in Iran für wenig Geld und ohne die aufwendigen Auflagen erhalten kann (50$ und ein Foto). Russland Visum habe ich bisher immer von Deutschland aus beantragt. Deswegen kann ich dazu nichts sagen. Aserbaidschan auch online möglich.

Ich würde in deiner Route wohl eher Griechenland und die Türkei aufnehmen anstatt über das Schwarze Meer zu fahren. Da kommt noch mehr Seidenstrasse Feeling auf und es liegen tolle Ziele auf dem Weg. Aber das ist natürlich meine individuelle Einschätzung.

Mit ein bisschen Russisch kommt man klar weiter, aber es ist kein Ausschlusskriterium. Aber du wirst weniger übers Ohr gehauen, bzw. kannst dich mit den Locals besser unterhalten.

Du hast geschrieben, dass du jetzt loslaufen könntest. Ich gehe aber davon aus, dass du nicht ausschliesslich zu Fuss unterwegs sein willst oder?

Wenn du im Juli in Deutschland losgehst, dann besteht die Gefahr, dass du im Spätherbst/Winter in Tadschikistan bist. Das könnte zB im Pamir-Gebirge etwas ungemütlich werden (in Bulunkul wird es bis zu -50 Grad kalt) :D und die Pässe sind evtl. nicht befahrbar. Auch hast du dann nichts von den tollen Treks in Kirgisien. Das gilt sicher auch für die Mongolei und allgemein Nord-China. Das solltest du sicher berücksichtigen. Die zentrale Frage wäre also für mich, wo du auf dieser Route überwintern möchtest. Auch die Gültigkeit der Visa ist zeitlich beschränkt. Evtl. bist du ja schneller unterwegs und hast dann noch Zeit für China, Ostasien, Südostasien.

Ein Reisender, den ich auf der Route letztes Jahr getroffen habe, ist im Mai 2018 in München gestartet und ist vor ein paar Wochen in Südkorea angekommen. Er ist relativ gemütlich und per Anhalter unterwegs. Also nur als Beispiel für die Zeitplanung.

Falls du noch weitere Fragen hast, kann ich gerne noch mehr Details liefern.
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LarsLaeuft

Hallo Derevaja,
danke für deine Tipps. Ich denke, dass ich unterwegs einige davon beherzigen werde. Es ist gut, dass du den "Überwinterungs-Aspekt" ansprichst.
Ich bin da ein bisschen im Konflikt zwischen "einfach machen" und "vorher planen". Ich meine, ich habe ja Lust auf Abenteuer und irgendwann wird es immer Winter - denn ich habe nicht vor, über den Winter z.B. südlicher zu fliegen. Ich will nicht fliegen. Ich könnte ich meine Anpassungsfähigkeit mal unter Beweis stellen und einen heftigen Winter im Gebiet rund um den Pamir verbringen, denn ich bin zur Winterzeit denke ich genau in dem Gebiet dann. Dann könnte ich einen Winter nur Tagebuch schreiben...
Andererseits weiß ich auch, das ein Winter in Köln definitiv kein richtiger Winter ist im Vergleich zum Winter im Pamir. Nur vom Bett aus klingen -40 Grad winterlich romantisch... Darüber mache ich mir auf jeden Fall mal Gedanken
Danke auch für den Denkanstoß für Griechenland und die Türkei. Ich finde Fährfahrten (am liebsten auf runtergerockten Schiffen) auch immer ganz spannend, weil man die Leute nochmal ganz anders kennen lernt und man mehr Zeit für Gespräche und  in sich gehen hat. Aber die o.g. Länder sind natürlich auch jede Reise wert.
Mit den Füßen meine ich einen Teilaspekt meiner Fortbewegungsart. Es könnte also auch "Trekking, Trampen, Busfahren" heißen ;)
Danke für deine Richtwerte. Das war sehr interessant. Was würdest du denn machen bzgl. überwintern? Hast du da Erfahrungen? Liebe Grüße aus Köln
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Derevaja

Die Gestaltung der Überwinterung auf deiner Route ist eine interessante Herausforderung. Den Winter in Tadschikistan, oder allgemein in der Gegend, zu verbringen ist mMn keine besonders attraktive Option. Die Menschen in Tadschikistan und Kirgisien haben erzählt, dass sie den Winter eigentlich komplett im Haus/Hütte verbringen und nur zum Holz/bzw. Yak-Dung -Holen nach draussen gehen. Die Städte sind auch nicht interessant genug um dort mehrere Wochen zu verbringen.

Die einfachste Möglichkeit wäre, dass du zwei Monate vorher losgehst und dann irgendwann im Oktober die Grenze nach China überquerst und dann Richtung Süden über Laos nach Südostasien kommst und dort den "Winter" verbringen kannst. Im Frühling geht’s dann wieder zurück und du kannst evtl. mehr Zeit in China, Mongolei und Sibirien verbringen. Klingt nach einer Traumreise :D

Alternativ könntest du die Route bis Usbekistan normal durchziehen, dann im Spätherbst in Kirgisien ankommen und versuchen noch über den Torugart Pass nach China zu kommen (der ist wohl schon mal zugeschneit). (Es gibt in Tadschikistan auch Bergpässe nach Afghanistan, aber das würde ich aus Sicherheitsgründen nicht machen) Von Kashgar  kannst du dann via China National Highway 314 / Karakorum Highway nach Islamabad als Hitchhiker bei den China-Trucks mitfahren. Der Highway ist aber von Januar bis April nicht befahrbar, bzw. der Khunjerab Pass ist gesperrt. Da hättest du eine fixe Deadline. Von Islamabad kannst du dann nach Lahore und weiter nach Indien, Amritsar, Delhi, Agra, Rajasthan bis nach Goa runter, wo man den Winter wohl ganz gut verbringen kann ;) Im Frühling kannst du dann nach Nepal weiter und über den Nepal-Tibet "Friendship Highway“ zurück nach China. Der Zug aus Lhasa fährt nach Xining von wo du wieder Richtung Westen könntest und dann schaust du dir noch Kirgisien, Tadschikistan und Kazakhstan an, bevor es weiter in die Mongolei, Russland geht. Das wäre sicher ein gutes Abenteuer und auch eine tolle Reise.

An was hattest du bisher gedacht?
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LarsLaeuft

danke für die Antwort.
Ja, du hast Recht dass der Aspekt der Überwinterung ein ganz neues Licht auf meine Planung wirft. Ich hole gerne Yakdung von draußen her, auch zwei Monate lang. Aber ich möchte nicht nur auf drinnen sein angewiesen sein.
Bei den ganzen Überlegungen kommt mir immer in den Kopf, dass ich mich den Ländern und Menschen eventuell nicht genug widme. Ich kann erst ab Mitte Juni losziehen und dann bin ich wie gesagt noch zwei Wochen auf der Alm. Realistisch lege ich also Anfang Juli in Südtirol los. Etwa vier Monate von dort bis zum Pamir erscheint mir etwas schnell, zumal Georgien und der Iran auf dem Weg liegt und ich mir in diesen Ländern schon etwa sechs Wochen zu verbringen vorstellen kann.Aber naja, es ist eine Weltreise. Und keine Länderreise. Und ich will auch nicht in Dekadenz verfallen. Ich bin dankbar genug, dass ich solche Länder überhaupt zu Gesicht bekommen kann. Deswegen schraube ich meine Ansprüche da mal komplett runter. Es kommt ja auch eh immer alles anders als man denkt...

Was du mir vor Augen geführt hast ist dass ich den Frühling und beginnenden Sommer am Ende ja auch noch habe. Ich brauche also nicht von Georgien aus nach Russland, da mich dass zu weit nach hinten werfen würde bzgl. des Winters in der Pamirgegend.
Ich könnte also tatsächlich bis ca. Ende Oktober versuchen, über den Torugart/Irkeshtam Pass zu kommen. Einer von den Beiden wird wohl klappen...
Es ist ziemlich reizvoll, im Winter dann bis nach Laos.(Indien/Pakistan muss nicht sein. Ist mir zu wuselig.)
Aber es ist auch eine verdammt weite Strecke. Andererseits hast du schon recht, dass es im Winter in den bergigen Wüsten ziemlich langweilig werden kann, die ab Usbekistan ja eigentlich vorherrschen.
Hast du Erfahrungen mit Visa für China? Ich müsste ja zweimal dadurch, sollte ich den Plan mit Südostasien verfolgen und im Frühling dann Richtung Ulanbataar.
Warst du mal in Russland? Gibt es einen Weg, wie ich dort mehr als nur 30 Tage verbringen kann?
Danke für deinen Input :)
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Derevaja

Der Weg entlang der alten Seidenstrasse ist extrem interessant und man kann beobachten wie sich die Menschen und die Kultur von mediterran über türkisch, persisch, sowjet-zentralasiatisch bis chinesisch verändern. Auf meiner Reise letzte Jahr habe ich proportional auch mehr Zeit in Georgien und Iran verbracht, weil es viel zu sehen und tun gibt und die Menschen sehr gastfreundlich sind. Da kann ich deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Andererseits habe ich zB in Aserbaidschan und Turkmenistan jeweils nur ein paar Tage verbracht, da das Land für mich wenig spannend war oder man nur ein 5-Tages Transitvisa erhält. Bis Ende Oktober die chinesische Grenze zu erreichen sollte zeitlich gut funktionieren. Allerdings besteht natürlich die Chance, dass man irgendwo hängenbleibt ;)

Von Kashgar aus dauert es übrigens nicht zu lange bis nach Laos. Mit den chinesischen Schnellzügen bist du innerhalb von ein paar Tagen dort. Wenn du natürlich alles dazwischen ansehen möchtest, dann dauert es etwas länger ;)

Als Praxistipp würde ich dir raten die Karten von Maps.me, sowie eine gute Proxy-App, Übersetzungs-App und alle möglichen Infos zu Iran, den stans und China schon im Voraus aufs Handy zu ziehen. Vor Ort ist der Zugriff aufs Internet sehr restriktiv.

China-Visum kann man frühestens drei Monate vor Abreise beantragen. Du musst es somit wohl auf dem Weg beantragen. Im Iran ist es wohl sehr einfach und günstig. Wie es dann in Südostasien ist, weiss ich nicht. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es auch einfacher ist. Ich weiss, dass man es in Hong Kong einfach erhält. Zweitbesuche sind wohl etwas schwieriger.

Russland-Visum müsstest du dir ergoogeln. Ich war zweimal dort, einmal mit 30-Tage Visa, einmal mit der Fan-ID bei der WM. Die war übrigens ein Jahr lang gültig (oder bis Ende des Jahres). Die Agenturen bieten aber manchmal auch business visa an. Die sind ein Jahr lang gültig.

Also falls du nicht ewig kalt in den Stans sitzen willst, dann würde ich wohl versuchen in den Süden zu kommen. Ist alles möglich über Land und es liegen spannende Ziele auf dem Weg.

Hast du vor einen Blog zu schreiben oder anderweitig zu dokumentieren?
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LarsLaeuft

Hallo Derejava,

danke für deine Antwort. Ich habe mir jetzt einfach vorgenommen, es bis Februar nach Vietnam zu schaffen. Da könnte ich meine Freundin treffen, insofern sie sich einen Flug leisten kann. Dann möchte ich wieder in Richtung Ulanbataar, um dort mit der Transsib zurück zu fahren.
Ich werde einen Blog schreiben, aber erstmal nicht öffentlich.  Es ist auch noch nicht sicher, in welcher Form. Ob nur Text oder Interviews. Interviews schreibe ich, weil ich gerne mit Leuten quatschen möchte und manchmal aufnehmen möchte.
Das habe ich schon auf vielen Reisen gemacht. Ich würde diesmal aber gerne etwas größeres machen und evtl. eine Entwicklung darstellen. Bei mir läuft das aber immer so, dass die Ideen im Prozess kommen, deswegen weiß ich noch nicht mehr :)

Würde mich freuen, wenn du dich für meinen Email verteiler anmeldest. larslaeuft.jimdo.com ist die Adresse.
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Damaris

Kennst du den Film WEIT? https://www.weitumdiewelt.de/film/
Ist zwar viel Menschen und weniger Landschaft, aber geht genau in deine Richtung...
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LarsLaeuft

Hi Damaris,

ja, den Film habe ich auch schon gesehen. Ich bin ähnlich unterwegs, ja.Geplant ist bis jetzt Folgendes:
Bis November das Pamirgebirge erreichen und in China einreisen.
Bis Ende Januar bis nach Bangkok. Von da aus reise ich mit meiner Freundin bis Vietnam.
Dann weiter hoch bis Ulan Bator und über Sibirien zurück.
Danke für die Tipps.
Lg
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Wolfskin

Das wird sicherlich eine tolle Weltreise.
Ein Visum für Russland ist eher eine aufwändige Angelegenheit und so haben wir es über eine Agentur ausstellen lassen, was dann auch ziemlich teuer war.
Also ich würde eher Südtirol streichen und den frostigen Winter vermeiden. Planst du die Winterbekleidung vor Ort zu kaufen oder willst du sie mitschleppen?
Eine weitere Alternative zum Überwintern wäre sicher auch Myanmar. Strände, Gebirge, Kultur und mit dem Fährschiff unterwegs am Irrawaddy. War für uns ein besonders entspanntes Vergnügen.


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LarsLaeuft

Hi WOlfskin,
cool danke für deine Antwort. Ja, der Gedanke mit Myanmar ist nun genau mein Plan. Ich bleibe dort, bis ich dann nach Bangkok  "rüberfahre", um meine Freundin abzuholen. Ich habe gesehen, dass es da auch relativ unkomplizierte Wege und Verkehrsmittel gibt.
Ich werde aber wahrscheinlich erst so im Dezember in Myanmar eintrudeln,schätze ich. Das heißt ich bekomme sicher einige frostige Tage/Nächte im Pamir und an Tibet vorbei mit. Bin da aber hartgesotten und friere generell erst sehr spät.
Das mit der Kleidung passt eigentlich. Bin gut mit dem Zwiebelprinzip unterwegs, Qualität stimmt, Gewicht auch. Lange Unterhosen und Handschuhe hol ich mir dann unterwegs.
Die Alm nehme ich auf jeden Fall mit. Das ist ein zu magischer Ort, um die Gelegenheit auszulassen ;) Und ich hab Bock auf Stall ausmisten :-P

Also wart ihr schon einmal in Myanmar? Ich bin interessiert am Süden. Ich habe gehört, dass es dort sehr ruhig zugeht und es schöne Strände gibt. Stimmt das?
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Wolfskin

Hi Lars,
wir waren nicht im Süden von Myanmar. Aber andere Reisende haben auch davon geschwärmt.
Die Verbindungen mit Bussen ist ganz brauchbar und es gibt auch schon recht komfortable Busse.
Fliegen ist eher teuer und schnell ausgebucht. Aber bei den Entfernungen oft sinnvoll.
Wir waren in Yangon, Heho, Inle, Pindaya, Kalaw, Mandalay und Umgebung und Bagan und Umgebung und von Mandalay nach Bagan mit dem Boot. Also auch in der Gegend des Romans "Der Glaspalast" und in der Shan-Provinz, wo Inge Sargent aus Kärnten, als Shan-Prinzessin bekannt wurde. Ihr spannendes Buch "Dämmerung über Burma".
Myanmar sollte man noch besuchen, bevor es ebenfalls völlig vom Massentourismus geflutet wird.



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LarsLaeuft

Hi Wolfskin,

danke für die Antwort. Weißt du zufällig, ob es möglich ist von Mandalay komplett bis nach Yangon mit dem Boot? Nur aus Interesse...
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Wolfskin

Hi Wolfskin,
danke für die Antwort. Weißt du zufällig, ob es möglich ist von Mandalay komplett bis nach Yangon mit dem Boot? Nur aus Interesse...
Ja, diese Möglichkeit gibt es! Gibt einerseits Flusskreuzfahrten von Reiseveranstaltern und auch normale Fährschiffe.
Eignen sich auch gut, da man an diversen Stationen aussteigen kann und das nächste Schiff nimmt.
https://myanmarburmabirma.com/tag/alle-schiffe-auf-dem-irrawaddy/
Es kann aber zum Ende der Trockenzeit (ab Ende Februar) sein, dass wegen Niedrigwassers nicht die ganze Strecken durchgehend bedient wird. Wir waren um diese Zeit mit einem urigen Boot (15 Reisende, 4 Mann Besatzung) von Mandalay nach Bagan unterwegs und teils war das Wasser schon recht seicht. Letztendlich hat die Tour statt 10 Stunden 12 Stunden gedauert. Es fahren aber am Irrawaddy viele unterschiedliche Schiffe, natürlich auch sehr komfortable.
In Yangon gibt's dann wieder genug Wasser, denn dort legen auch die Kreuzfahrtschiffe an.
Falls es dich interessiert einige Bilder unserer Fahrt ...
https://www.youtube.com/watch?v=HrLNmmdWEhw
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beretravels

Hi Wolfskin,
danke für die Antwort. Weißt du zufällig, ob es möglich ist von Mandalay komplett bis nach Yangon mit dem Boot? Nur aus Interesse...
Ja, diese Möglichkeit gibt es! Gibt einerseits Flusskreuzfahrten von Reiseveranstaltern und auch normale Fährschiffe.
Eignen sich auch gut, da man an diversen Stationen aussteigen kann und das nächste Schiff nimmt.
https://myanmarburmabirma.com/tag/alle-schiffe-auf-dem-irrawaddy/
Es kann aber zum Ende der Trockenzeit (ab Ende Februar) sein, dass wegen Niedrigwassers nicht die ganze Strecken durchgehend bedient wird. Wir waren um diese Zeit mit einem urigen Boot (15 Reisende, 4 Mann Besatzung) von Mandalay nach Bagan unterwegs und teils war das Wasser schon recht seicht. Letztendlich hat die Tour statt 10 Stunden 12 Stunden gedauert. Es fahren aber am Irrawaddy viele unterschiedliche Schiffe, natürlich auch sehr komfortable.

Kann ich nur bestätigen. Ich war im März dort. Kein Wasser, keine Fähre, kein Boot. Und die einzige Info war, dass Boote erst wieder fahren, wenn mehr Wasser da ist. Schade. Aber sowas lässt sich mit vorausschauender Planung lösen. In Myanmar dauert aber auch alles länger als geplant. War zumindest auf unserer Reise so.
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