Thema: Wie entscheidet ihr euch für ein Reiseziel?  (Gelesen 1335 mal)

dumbo

« am: 08. Januar 2019, 20:29 »
Hallo zusammen,

ich wollte wissen wie Ihr euch für ein Reiseziel entscheidet?

Ich meinerseits bin mittlerweile (luxusproblem!) sehr unentschlossen ;( Habe mal eine Idee und Informiere mich, aber buche nicht direkt sodass immer wieder neue Länder in Betracht gezogen werden.

Kommt ihr auch ab und zu in den Clinch das Ihr neues sehen wollt, aber irgendwie trotzdem in ein Land zurück möchtet das euch gefallen hat?

Grüsse aus der Schweiz
Schoschi

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beretravels

« Antwort #1 am: 08. Januar 2019, 21:04 »
Hey!

Bei mir ist es meist so, dass ich ohne meine Partnerin ein "neues" und etwas "unbequemes" Land bereise. Dafür reisen wir dann zusammen entweder irgendwo hin, wo wir einfach Lust drauf haben. Und falls es zurück in ein Land gehen soll, in dem wir schon waren, planen wir zumindest einen Teil der Zeit in einer anderen Region zu verbringen. So kombiniert man dann das schöne Bekannte mit dem neuen Unbekannten.

Außerdem habe ich schon Länder bereist, die meine Partnerin noch nicht gesehen hat und wenn sie dann doch eines der Länder besuchen will, kombiniere ich die "Highlights" mit bisher von mir ungesehen Orten des Landes.

Ich bin auch schon in ein Land, in dem ich mehrfach war zurück, um dann von dort einen Trip woanders hin zu machen. Lohnt sich auch manchmal und am ende oder Beginn einer Reise kann man sich über das bekannte Land freuen.

Bisher fahren wir sehr gut damit :)
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Beate

« Antwort #2 am: 08. Januar 2019, 21:14 »
Bis vor ein paar Jahren hatte ich eine Liste der Länder, die ich unbedingt sehen wollte. Diese Liste wurde dann nach und nach "abgearbeitet". Dazwischen waren aber immer wieder Reisen in bereits bekannte Länder. In manchen Gegenden (USA, Alaska, Chile, südl. Afrika etc) waren wir dadurch gleich 4 oder 5 mal.
Inzwischen ist diese Liste abgearbeitet und wir sind in einem Alter, wo es anfängt anstrengend zu werden. Also werden wir wohl nicht mehr viele "neue" Länder besuchen, sondern alle die Ziele, die uns besonders gut gefallen haben, nochmal bereisen. Das hat den Vorteil, dass man sich schon auskennt und deshalb leichter reist.

Beate


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echidna

« Antwort #3 am: 09. Januar 2019, 09:05 »
Ich habe da wohl eine Reihe von Kriterien im Hinterkopf, nach denen ich meine Reiseziele auswähle. Dazu gehören unter anderem das Klima, die Landschaften, die Kultur und Sprache. Insbesondere beim Thema Klima bin ich jahreszeitlich bedingt unterschiedlich orientiert: im Winterhalbjahr der Nordhalbkugel zieht es mich tendenziell eher in wärmere und südliche Regionen, während ich im Sommerhalbjahr auch gern in kühl-nordische Länder reise.

Bei einigen Aspekten bin ich übrigens weniger experimentierfreudig als früher. Unter anderem sind restriktive Staatsformen oder eine schwach ausgeprägte Rechtsstaatlichkeit in einem Land inzwischen eher ein Grund, bestimmte Länder zu vermeiden, da ich nur ungern ohne Grund mit der Polizei oder der Justiz zu tun haben möchte. Früher bin ich da eher unerschrocken gewesen, aber im fortschreitenden Alter wird das für mich zu einem beachtenswerten Kriterium.
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beretravels

« Antwort #4 am: 09. Januar 2019, 13:12 »
Bei einigen Aspekten bin ich übrigens weniger experimentierfreudig als früher. Unter anderem sind restriktive Staatsformen oder eine schwach ausgeprägte Rechtsstaatlichkeit in einem Land inzwischen eher ein Grund, bestimmte Länder zu vermeiden, da ich nur ungern ohne Grund mit der Polizei oder der Justiz zu tun haben möchte. Früher bin ich da eher unerschrocken gewesen, aber im fortschreitenden Alter wird das für mich zu einem beachtenswerten Kriterium.

Das stimmt. Ich hatte aus diesem Grund auch ein schlechtes Gefühl, als ich nach Burma bin. Und es ist für mich der Hauptgrund, nicht nach Nordkorea zu reisen, obwohl ein freund da mit mir unbedingt hin will.

Bei mir geht es da v.a. um Menschenrechtsverletzungen. Aber manchmal ist der Besuch eines "Schurkenstaates" mehr als augenöffnend
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Sebi

« Antwort #5 am: 10. Januar 2019, 09:50 »
Bei uns wird oft der Lonely Planet Reiseführer "The World" aus dem Regal vorgeholt. Super zum stöbern, Ideen sammeln, oder einfach um einen ersten kurzen Überblick über weniger bekannte Länder zu bekommen.
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echidna

« Antwort #6 am: 10. Januar 2019, 09:55 »
Bei mir geht es da v.a. um Menschenrechtsverletzungen. Aber manchmal ist der Besuch eines "Schurkenstaates" mehr als augenöffnend
Das Thema Menschenrechte ist mir auch wichtig. Zum einen reise ich nur ungern in Staaten mit offensichtlichen Menschenrechtsverletzungen, um diese Länder nicht auch noch finanziell zu unterstützen. Zum anderen sehe ich auch meine persönliche Unversehrtheit weniger gewährleistet, wenn sich ein Staat diesbezüglich nicht an die Menschenrechtskonventionen hält.

Klar bin ich nicht ganz konsequent, sonst hätte ich nicht nach China und auch nicht in die USA reisen dürfen, aber dieses Kriterium habe ich stets im Hinterkopf, und je drastischer die Situation in einem Land, umso weiter rutscht es in meiner Prioritätenliste nach hinten. Und das sogar dann, wenn ich die Region geografisch oder kulturell eigentlich total interessant finde.
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Knud65

« Antwort #7 am: 10. Januar 2019, 15:03 »
Entscheiden für ein Reiseziel?

Ich hatte, wie viele andere auch hier, eine Liste von Ländern erstellt, die ich während meiner Weltreise bereisen möchte. Danach habe ich mir das Auswärtige Amt aufgerufen und habe die Hinweise bzgl. Sicherheit, Krankheiten etc. geprüft und dadurch ist die Liste etwas kürzer geworden und einige Länder auf „Überprüfen“ gerutscht, bevor ich Einreise.

Danach habe ich mir weitere Informationen über die Länder beschafft und eine Route pro Land gemacht, wobei ich mich hier habe leiten lassen, was mich anspricht. Ganz wichtig war dann aber, dass ich unterwegs von anderen Reisenden Empfehlungen bekommen habe bzw. einfach nur zugehört habe und manches hat mich angesprochen und ich habe es in meine Planung mit aufgenommen oder anderes wieder von meiner Route gelöscht.

Mit diesem Ansatz bin ich bisher sehr gut gefahren und hoffe, dass mich das auf meiner weiteren Reise noch so weiter begleiten wird. Ich habe aber auch den Vorteil, dass ich zeitlich unbeschränkt bin und mir Zeit lassen kann. So bin ich nun schon fast 9 Monate in Südamerika, was ich am Anfang nie gedacht hätte. Luxusproblem!  :) Aber ich geniesse es.

Gruss
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beretravels

« Antwort #8 am: 11. Januar 2019, 00:59 »
Bei uns wird oft der Lonely Planet Reiseführer "The World" aus dem Regal vorgeholt. Super zum stöbern, Ideen sammeln, oder einfach um einen ersten kurzen Überblick über weniger bekannte Länder zu bekommen.

Den habe ich mir Ende 2017 im Angebot aus England bestellt und ist wirklich nett, um mal reinzustöbern. Für ein erstes Blättern ist es auch oft hilfreicher als der Blick ins Internet. In der Kürze liegt die Würze! Blogs usw besuche ich meist nur, wenn ich nach etwas ganz bestimmtem gesucht habe und drauf verwiesen wurde...
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Marla

« Antwort #9 am: 13. Januar 2019, 13:00 »
Ich meinerseits bin mittlerweile (luxusproblem!) sehr unentschlossen ;( Habe mal eine Idee und Informiere mich, aber buche nicht direkt sodass immer wieder neue Länder in Betracht gezogen werden.

Kommt ihr auch ab und zu in den Clinch das Ihr neues sehen wollt, aber irgendwie trotzdem in ein Land zurück möchtet das euch gefallen hat?
Ja, dieses Luxus-Dilemma kenne ich auch allzu gut ;) Viele von mir geplante Reisen wurden wieder zugunsten anderer aufgegeben und erst Jahre später oder noch gar nicht verwirklicht :)

Je mehr man reist, umso mehr erweitert man seinen Horizont und fasst auch Länder ins Auge, die man vorher noch nicht auf dem Schirm hatte. Ich denke manchmal, ich sollte zurück in die Länder fahren, die ich ins Herz geschlossen habe. Für mich sind das hauptsächlich welche in Lateinamerika und der Karibik. Aber zurzeit besuche ich trotzdem lieber neue Länder. Ich hoffe, dass es mir irgendwann so wie Beate gehen wird, ich meine "Länderliste abgearbeitet" habe, und ich dann zurück in die bekannten Länder fahre und dort eine Mischung aus Altem und Neuem besuche. Aber wie gesagt, inzwischen interessieren mich mehr Länder als vor 10 Jahren bzw. schließe ich weniger aus. Iran z.B. würde für mich mittlerweile in Frage kommen, Nordkorea nicht. Auch bzgl. Sicherheitslage gibt es weniger Länder, die ich für mich komplett ausschließen würde, man kann ja seinen Reisestil entsprechend anpassen. Von daher wird es nicht leichter :)

Wenn es sich ergibt, dass ich mit anderen Leuten reise, oder wenn ich Freunde besuche, mache ich auch Kompromisse, fahre z.B. in ein Land, in dem ich schon war, und kombiniere es mit einem neuen, das ich alleine bereise (z.B. als Stopover).

Ansonsten spielt für mich bei der Auswahl das Klima eine große Rolle. Ich versuche möglichst die "optimale Reisezeit" zu treffen. Ich mag Wärme/Hitze, von daher reise ich fast nur in unserem Spätherbst/Winter in südliche Länder.

Und schließlich achte ich, falls ich alleine reise, darauf, dass es eine gewisse Backpacker-Infrastruktur gibt, so dass eine gute Chance besteht, dass man Leute trifft. Ich bin gerne eine Weile ganz allein und suche mir auch zwischendurch immer untouristische Orte aus, vor allem wenn ich länger reise. Aber nach spätestens zwei Wochen brauche ich etwas Gesellschaft :) Dieses Kriterium wird aber auch immer weicher, weil immer mehr Länder touristisch erschlossen werden.
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echidna

« Antwort #10 am: 14. Januar 2019, 10:22 »
Ansonsten spielt für mich bei der Auswahl das Klima eine große Rolle. Ich versuche möglichst die "optimale Reisezeit" zu treffen. Ich mag Wärme/Hitze, von daher reise ich fast nur in unserem Spätherbst/Winter in südliche Länder.
Bei mir spielt das Klima auch eine Rolle bei der Auswahl der Reiseziele. Allerdings bin ich gar nicht so begeistert von großer Hitze, sodass ich die größten Hitzephasen eher zu vermeiden versuche, soweit das möglich ist. Am liebsten sind mir gemäßigt warme Temperaturen, und in überdies mag ich auch kühle Reiseziele immer lieber (wie z.B. den hohen Norden Kanadas oder Südpatagonien). Allerdings bin ich von grauem Winterschmuddelwetter nicht begeistert, sondern ich mag gern sonnige bzw. trockene Kühle.
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