Thema: Notfallnummern im Ausland – euer Umgang damit.  (Gelesen 3311 mal)

Vombatus

« am: 18. Juni 2018, 09:20 »
Wie ist das bei euch auf Reisen, recherchiert und notiert ihr die Notfallnummern des jeweiligen Landes? Z.B. von Notarzt, Polizei?
Irgendwie ist sowieso jeder mit einem Handy unterwegs, was würdet ihr denn bei einem Notfall machen oder habt ihr gemacht? Bzw. wo anrufen? Hinzu kommt ja vielleicht noch ein Verständigungsproblem.

Wenn Einheimische oder ein Guide (bei einer Tour) dabei ist, findet sich sicher einer, der weiß was zu tun ist. Aber ihr alleine, bei einem Unfall, abseits von irgendwo.

Im Reiseführer stehen die Nummern in der Regel und mit Internetverbindung lassen sich sicher auch die richtigen Nummer finden. Aber abgesehen davon.

(wie) Bereitet ihr euch drauf vor?
 
Ich selbst hatte das noch nie gemacht, noch nicht mal daran gedacht. Wahrscheinlich reine Verdrängungstaktik?
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Beate

« Antwort #1 am: 18. Juni 2018, 09:28 »
Bis vor ein paar Jahren haben wir dieses Thema auch immer verdrängt. Aber jetzt werden wir älter, und da muss man halt mit allem möglichen, nicht nur mit Unfall, rechnen.

Ausschlaggebend war dann für uns, als wir mitten in Feuerland mit dem Camper auf 3 Rädern standen und die anderen 3 Räder platt waren. Wir hatten schon Tage vorher auf Risiko fahren müssen, denn es gab auf der ganzen chilenischen Seite keine Möglichkeit der Reparatur oder Kauf.
Wir standen dann 8 Stunden in der Wildnis, bis zufällig ein Farmer vorbeikam, der uns dann ein neues (nun ja!!!) Rad aus seinem Altbestand brachte, natürlich zu einem horrenden Preis.

Und nachdem wir solche Touren in die Einsamkeit lieben und auch weiterhin machen wollen, haben wir jetzt immer ein Satelliten-Telefon dabei, in dem die Nummer des Autovermieters und die landesweiten Notfallnummern gleich gespeichert werden. Die Nr. der Polizei bringt ja meistens nicht, da je nach Region wieder andere Polizeidienststellen zuständig sind.

Beate
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GschamsterDiener

« Antwort #2 am: 18. Juni 2018, 09:40 »
ich vermeide Notfälle
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Beate

« Antwort #3 am: 18. Juni 2018, 12:06 »
Hahahaha ;D ;D ;D
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dirtsA

« Antwort #4 am: 21. Juni 2018, 22:39 »
Das ist wohl was, was man machen sollte aber de facto niemand macht... ::) wohl erst nach einer Situation in der man eine Nummer gebraucht hätte.

Meistens hab ich aber einen Reiseführer dabei, wo diese Nummern ja drin stehen.
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White Fox

« Antwort #5 am: 23. Juni 2018, 09:09 »
Ich gehoere da auch zu den leichtsinnigen  ::) Meinen Reisefuehrer schlepp ich allerdings religioes mit mir rum und wie erwaehnt steht da die Nummer dann ja meistens drin.
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Wolfskin

« Antwort #6 am: 24. Oktober 2018, 09:49 »
Einerseits eine umfassende Reiseversicherung, die im Notfall 7/24 Stunden kontaktiert werden kann und andererseits eine Reiseregistrierung, wenn es das BMEIA empfiehlt.
https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reisewarnungen/
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Beate

« Antwort #7 am: 26. Oktober 2018, 20:07 »
Hmh, irgendwo habe ich schon mal über diese Registrierung diskutiert. War das hier im Forum?

Mir ist einfach der Sinn dieser Registrierung nicht klar. Logisch, wenn irgendwo ein Krieg, Waldbrand, Aufstände ausbrechen, dann weiss irgendjemand dass ich vielleicht???? irgendwo dort bin. Aber wo???
Werden die dann Suchtrupps losschicken um mich zu suchen? Oder ist diese Registrierung nur wertvoll, wenn irgendwann und irgendwo eine unbekannte Leiche gefunden wird, damit man dann klären kann, wer das war?

Was passiert aber, wenn ich mir bei einer Wanderung den Haxen breche und keine Netzabdeckung für einen Notruf habe? Was soll mir denn dann diese Registrierung nutzen? Doch auch nur, wenn man durch Zufall Monate später auf mein Gerippe stösst und dann abgleichen kann: ok, das war die Beate.  ;D

Beate
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karoshi

« Antwort #8 am: 26. Oktober 2018, 22:48 »
Was passiert aber, wenn ich mir bei einer Wanderung den Haxen breche und keine Netzabdeckung für einen Notruf habe? Was soll mir denn dann diese Registrierung nutzen? Doch auch nur, wenn man durch Zufall Monate später auf mein Gerippe stösst und dann abgleichen kann: ok, das war die Beate.  ;D

Na ja, ist ja auch schon mal was. ;)

Seriously, die Registrierung ermöglicht es im Notfall, Dich per SMS zu kontaktieren/warnen. Und für eine Evakuierung ist es ja auch immer hilfreich zu wissen, wie viele Plätze man in den Flugzeugen braucht.
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Beate

« Antwort #9 am: 27. Oktober 2018, 20:40 »

Seriously, die Registrierung ermöglicht es im Notfall, Dich per SMS zu kontaktieren/warnen. Und für eine Evakuierung ist es ja auch immer hilfreich zu wissen, wie viele Plätze man in den Flugzeugen braucht.

Hmh, ok. Aber wenn ich keine Funkabdeckung habe, werde ich auch keine SMS-Warnung erhalten. Oder liege ich da falsch???

Und woher wollen die wissen, ob sie für mich einen Platz im Flugzeug brauchen, wenn sie mich mangels Funkabdeckung nicht informieren können, bzw. gar nicht wissen, ob ich es bis zum Airport schaffe??

Beate
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Wolfskin

« Antwort #10 am: 30. Oktober 2018, 06:35 »
Seriously, die Registrierung ermöglicht es im Notfall, Dich per SMS zu kontaktieren/warnen. Und für eine Evakuierung ist es ja auch immer hilfreich zu wissen, wie viele Plätze man in den Flugzeugen braucht.
Beim Auftreten eines Katastrophenfalls (Beben, Vulkan, Krieg, Verhaftung, ...) werden die Botschaften, Konsulate, lokalen Behörden kontaktiert, dass im Krisengebiet die registrierten Reisenden unterwegs sind. Es kann dann gezielt danach gefahndet werden. Und um die Leute zu lokalisieren genügt bekanntlich eine GPS-Ortung, die auch außerhalb eines Funknetzes möglich ist und dieses sogar wesentlich präziser. Und wie bereits erwähnt, kann damit Kapazitätsplanung erfolgen.
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Beate

« Antwort #11 am: 30. Oktober 2018, 10:14 »
Also ich muss da nochmal nachfragen, denn anscheinend bin ich wirklich zu blond, den Sinn zu verstehen.

Mal eine Situation durchgespielt, in die wir jederzeit kommen könnten:
Wir haben uns abgemeldet, dass wir in der Zeit vom - bis in den nördlichen chilenischen Anden und Atacama unterwegs sind. Jetzt gibts in den Bergen starke Regenfälle und Bergrutsche, (oder ein Erdbeben) es werden ganze Dörfer verschüttet, Strassen unpassierbar (ist vor ein paar Jahren passiert).
Und wir sitzen mitten drin an einer einsamen Stelle, evtl. verwundet, Auto kaputt und weggespült.

Wie sollen die entsprechenden Stellen denn wissen, wo wir sind, wie sollen die uns orten? Ich kann mir nicht vorstellen, dass da Quadratkilometer mit Hubschrauber etc. abgeflogen werden, nur um zwei blöde Touristen zu finden. Und orten? wie denn?

Natürlich, wenn dann evtl. später bei Aufräumarbeiten zwei Leichen gefunden werden, dann kann man leichter nachvollziehen, wer das war. Aber das könnte man ohne die Registrierung auch.

Beate


PS: wenn ich nerve, sagt es mir, dann höre ich schon auf. :-*

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Stecki

« Antwort #12 am: 30. Oktober 2018, 10:25 »
Ich würde mal behaupten keiner von uns weiss genau was im Falle von Katastrophen, Evakuierungen etc. genau für Möglichkeiten bestehen. Da wird es auch von Land zu Land andere Möglichkeiten und Bemühungen geben. Die Aussagen hier sind eigentlich nur Spekulationen.
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Sebi

« Antwort #13 am: 30. Oktober 2018, 12:39 »
Beim Auftreten eines Katastrophenfalls (Beben, Vulkan, Krieg, Verhaftung, ...) werden die Botschaften, Konsulate, lokalen Behörden kontaktiert, dass im Krisengebiet die registrierten Reisenden unterwegs sind. Es kann dann gezielt danach gefahndet werden. Und um die Leute zu lokalisieren genügt bekanntlich eine GPS-Ortung, die auch außerhalb eines Funknetzes möglich ist und dieses sogar wesentlich präziser. Und wie bereits erwähnt, kann damit Kapazitätsplanung erfolgen.

Nein, das einzige Gerät, das dein Handy ohne jegliches Funknetz per GPS orten kann, ist dein Handy selbst. Bei der GPS Technologie empfängt das jeweilige Gerät nur Daten vom Satelliten, es sendet nichts. Wenn dein Handy Telefonempfang hast bist du auch ohne Internetverbindung über die Mobilfunkmasten lokalisierbar, aber ganz ohne Netz geht nix.

Die Registrierung ist in Krisengebieten aber unabhängig davon ob du ortbar oder per SMS erreichbar bist sinnvoll, damit im Ernstfall schnell und verlässlich Informationen vorliegen, welche Staatsbürger sich in dem Land aufhalten. Ohne diese Infos erst zeitaufwändig und unzuverlässig von lokalen Einreisebehörden anfragen zu müssen.
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Wolfskin

« Antwort #14 am: 30. Oktober 2018, 14:55 »
Die Aussagen hier sind eigentlich nur Spekulationen.
Vor allem deine Aussagen ...
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