Thema: Brasilien - was ist in 3 Monaten möglich?  (Gelesen 8531 mal)

Beate

« Antwort #15 am: 04. Juni 2018, 18:15 »
Waren in der Region viele Touristen unterwegs?


Wir waren im Sept/Okt. unterwegs, also zum Ende der Trockenzeit. Viele Touristen gab es nicht, es war ja für uns sogar möglich, kurzfristig ein Zimmer zu bekommen, nachdem zwei Buchungen schiefgelaufen waren.

Beate
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Jef Costello

« Antwort #16 am: 04. Juni 2018, 18:38 »
Ok, gut ich werde mir deinen Bericht mal durchlesen.

Nobres und die Chapada dos Guimarães schaut auch nett aus, also es wäre nicht so, dass ich in der Stadt ankäme und dann gibt es überhaupt nichts.

Jetzt kamen mir noch zwei Fragen vor die man sich stellen kann im Bezug auf Sicherheit und technische Geräte.

1. Betrifft das Smartphone. Ich benutze momentan ein iPhone X. Das erscheint mir aber in Brasilien eher leichtsinnig das mitzunehmen. Soll ich stattdessen ein altes iPhone 6 mitnehmen?

2. Würdet ihr euch eine günstige Kamera (gebraucht, bis 100€) kaufen um in den Städten zu fotografieren? Hatte mir das überlegt weil ich ganz gerne durch Städte laufe aber das Risiko in manchen Regionen scheinbar gegeben ist. Ich habe so meine Sony a6000 und eine GoPro Hero 5 dabei.
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Degna

« Antwort #17 am: 04. Juni 2018, 19:02 »
Hi Jef Costello,

wir hatten die Tour übers Netz gebucht,hatten aber mit dem Veranstalter länger geskypt. Die Tour war ok,der Veranstalter total seriös.Alles war genauso,wie er versprochen hatte und besser.
Eine Tour wirst du immer finden,da immer mehrere Leute in einer Gruppe zusammen gefasst werde. Wir wurden vom Veranstalter in unserem Hotel in Cuiaba mit dem Auto abgeholt,.....er hat uns dann ,obwohl das nicht gebucht war,in eine tolle Churissqueira (hoffe richtig geschrieben) eingeladen und hat uns in unserem Pantanal Hotel abgeliefert.
Zimmer,Essen alles tipp-topp,kein Beschiss und doppelter Boden.
In diesem Hotel konntest du dich dann für 2 Pirschgänge /Tag eintragen + eine extra Nacht Pirsch,....nach 2 Tagen sind wir für eine 3.Nacht von ihm in ein anderes Hotel gebracht worden,.....nochmal Pirsch in einem spez. Vogelgebiet und dann hat er uns ,wie verabredet zum Busbahnhof gebracht.
800 US$ pro Person versteht sich.
Wenn du eine Jaguar Tour machen willst,wirst du mehr zahlen müssen,......das ist dann die Königsklasse.
Also,ich würde dir raten vorher buchen,......und Skype dann kriegst man mit etwas Erfahrung schon mit,wen du vor dir hast.

Lencois Marahense haben wir total auf eigene Faust gemacht,eine Tagestour mit einem Schiff,etc. Ist total easy,brauchst du keine Tour.

Amazons geht auch easy,in Belem und Santarem gibt es unendlich Boote,die dich den Amazonas rauf und runter schippern lassen.

Chapada do Guimares waren wir auch. Haben eine traumhafte 7Wasserfälle Trekking Tour gemacht. Einmalig,werde ich mein Leben lang nicht vergessen.
Ganz easy an der Hotelrezeption gebucht. 40€ Tagestour war das Geld zu 100% wert.Der Führer war super!!!!!!!

LG Claudia
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Beate

« Antwort #18 am: 04. Juni 2018, 19:09 »

1. Betrifft das Smartphone. Ich benutze momentan ein iPhone X. Das erscheint mir aber in Brasilien eher leichtsinnig das mitzunehmen. Soll ich stattdessen ein altes iPhone 6 mitnehmen?


Dazu kann ich leider nichts sagen, wir haben nie ein Smartphone o.ä.dabei, da wir das nicht brauchen.

2. Würdet ihr euch eine günstige Kamera (gebraucht, bis 100€) kaufen um in den Städten zu fotografieren? Hatte mir das überlegt weil ich ganz gerne durch Städte laufe aber das Risiko in manchen Regionen scheinbar gegeben ist. Ich habe so meine Sony a6000 und eine GoPro Hero 5 dabei.

Ich wage es ja fast nicht, das hier zu schreiben:
wir machen alle unsere Fotos mit einer kleinen Digicam, die in die Hosentasche passt.
Derzeit haben wir eine Lumix TZ 71 und eine Lumix Power Shot SX 620 HS.

Beate
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Degna

« Antwort #19 am: 04. Juni 2018, 19:35 »
Ich oute mich noch viel mehr:

Ich habe garkeine Kamera,alle Bilder habe ich mit meinem Samsung Galaxy S4 gemacht.Qualität 1a und mir genügt das!
Stichwort Kriminalität in Brasilien,mein View-point:
Wenn du überfallen wirst ist eh alles weg,egal ob ein I-phone 6 oder ein Uralt Samsung oder ein No Name Smartphone für 70€.
In Brasilien ist ,meiner Erfahrung nach,wichtig sich abends nirgendwo aufzuhalten,wo es nicht hell beleuchtet,übersichtlich und belebt ist.
Klar,ich weiß,hört sich leichter an,als es ist,aber hier gehen sichere Gebiete mit nur einen Seitenstraße in unsichere Gebiete über und das kann dich im dümmsten Fall dein Leben kosten.
Darum kannst du dir den Quatsch mit abschließbarem Rucksack,Geldkatze etc gleich mal sparen,......die halten dir einen Revolver unter die Nase und es interessiert kein Schwein,ob der Rucksack ein Schloß hat oder nicht,weil der danach weg.

Die Erfahrung haben ein paar hier im Forum,mit denen ich im Kontakt war auf einem Amazonas Kutter gemacht,als sie von Piraten überfallen wurden,.....also is hier nicht irgendeine hoch geschraubte Phantasie u. Angstmacherei von mir,sondern Realität vor ca. 4Monaten.

Südamerika ist hoch kriminell und letztendlich kannst du froh sein,wenn du es überlebst,WENN du überfallen wirst.
Habe 3J auf der kriminellsten Insel der Karibik gelebt: Trinidad wo tgl. 5Menschen in der Hauptstadt ermordet werden,......

Nur so,als Gedankenanstoß.

LG Claudia
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Jef Costello

« Antwort #20 am: 04. Juni 2018, 22:01 »
Also ich würde schon gerne einen Jaguar sehen, aber ich will nicht nur den ganzen Tag im Boot nach einem Jaguar suchen, sagen wir's mal so. Wie hieß denn dein Anbieter? Ich denke ich werde mal gegen Ende der Woche nach ein paar Anbietern googeln und die anschreiben.

Ich habe auch gelesen dass man von Campo Grande in das Pantanal kommt, deutlich günstiger, aber die Qualität sei nicht so gut.

Zum Thema Kriminalität: Ja, die Tipps kenne ich alle und halte mich auch immer dran. Bin da aber sowieso ziemlich paranoid und passe auf. Mein Gedanke war eben nur, dass man (beispielsweise) in den kleinen Dörfern und Naturpunkten eine normale Kamera verwendet, aber dafür dann in Städten wie Fortaleza oder Belem nur mit einer kleinen Digicam unterwegs ist.

Ich dachte aber auch daran eine günstige Ersatzkamera mitzunehmen, weil ja immer was kaputt gehen kann und in Brasilien die Preise für Elektronikartikel relativ hoch sind.

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Beate

« Antwort #21 am: 04. Juni 2018, 22:21 »
Wie hieß denn dein Anbieter?

Wen meinst Du damit?  Falls mich:
alle Bootstouren waren kostenlos im Preis der Lodge/Unterkunft inbegriffen. Die einzige Ausnahme war in Porto Joffre, da dies anscheinend die einzige Örtlichkeit ist, einen Jaguar zu sehen. Diese Tour haben wir im voraus gebucht. Aber wenn Du meinen Reisebericht liest wirst Du sehen, dass wir diese auch ganz einfach um einen Tag verschieben konnten. Also müsste es auch möglich sein, diese Tour direkt vor Ort zu buchen.

Beate
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Degna

« Antwort #22 am: 05. Juni 2018, 13:52 »
Ja,war bei uns auch so,.....wurde alles im Hotel organisiert /angeboten.

Sorry,Anbieter weiß ich nicht mehr,.....aber im Internet sind da etliche,mit Jaguar Touren und ohne.

LG Claudia
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Vombatus

« Antwort #23 am: 05. Juni 2018, 15:12 »
Ich habe auch gelesen dass man von Campo Grande in das Pantanal kommt, deutlich günstiger, aber die Qualität sei nicht so gut.

Habe damals direkt nach Ankunft am Busbahnhof in Campo Grande, direkt im Terminal, eine Pantanal-Tour gebucht. Musste dann aber nochmal einige Stunden im Bus sitzen bis zum Zielort. Dort war es mehr oder weniger normales "Farmland" mit Überlandleitungen und Zäunen überall. Dazwischen Wälder, Seen (Wasserlöcher), Buschland ... Aber dennoch habe ich sehr viele Tiere gesehen, einen langhaarigen Nasenbär, Affen, allen möglichen Vögel, natürlich Kaimane ohne Ende, Gürteltiere, überall Wasserschweine und der Höhepunkt waren wilde Riesenotter zum Greifen nah. Leider ist das alles viel zu lange her um Namen, Orte oder Preise zu nennen.

Anderes Thema. Von Curitiba gibt es eine Bahnfahrt „Serra Verde Express“ nach Paranagua. Vielleicht wäre das interessant für dich?
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Jef Costello

« Antwort #24 am: 05. Juni 2018, 23:39 »
Ich habe auch gelesen dass man von Campo Grande in das Pantanal kommt, deutlich günstiger, aber die Qualität sei nicht so gut.

Habe damals direkt nach Ankunft am Busbahnhof in Campo Grande, direkt im Terminal, eine Pantanal-Tour gebucht. Musste dann aber nochmal einige Stunden im Bus sitzen bis zum Zielort. Dort war es mehr oder weniger normales "Farmland" mit Überlandleitungen und Zäunen überall. Dazwischen Wälder, Seen (Wasserlöcher), Buschland ... Aber dennoch habe ich sehr viele Tiere gesehen, einen langhaarigen Nasenbär, Affen, allen möglichen Vögel, natürlich Kaimane ohne Ende, Gürteltiere, überall Wasserschweine und der Höhepunkt waren wilde Riesenotter zum Greifen nah. Leider ist das alles viel zu lange her um Namen, Orte oder Preise zu nennen.

Anderes Thema. Von Curitiba gibt es eine Bahnfahrt „Serra Verde Express“ nach Paranagua. Vielleicht wäre das interessant für dich?

Hmm, ok. Naja ich warte mal ab, werde mir jetzt mal ein paar Agenturen raussuchen.

Danke für den Tip mit der Eisenbahn! Das schaut cool aus. Habe hier auch eine Doku in der Mediathek gefunden: https://www.ardmediathek.de/tv/Eisenbahn-Romantik/Der-Serra-Verde-Express/SWR-Fernsehen/Video?bcastId=1100776&documentId=40717968

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Jef Costello

« Antwort #25 am: 10. Juni 2018, 17:54 »
Ich hab mir jetzt noch mal ein paar Gedanken über die Route gemacht. Ich denke für den ersten Abschnitt werde ich mich daran halten:

Zitat
Brasilia (Chapada dos Veadeiros, Pirenopolis) -> Cuiaba (Chapada dos Guimaraes, Bom Jardin, Pantanal) -> Campo Grande (Pantanal, Bonito) -> Sao Paulo (Santos, etc) -> Rio de Janeiro (Niteroi, Petropolis, Nova Friburgo) -> Belo Horizonte (Ouro Preto, Tiradentes, etc)

Im Süden habe ich gesehen dass in Blumenau vom 3-21.10 das Oktoberfest ist. Sicher ganz witzig. Außerdem soll da im Juli/August tote Hose sein in Hinblick auf Tourismus. Von Manaus kostet ein Flieger nach Curitiba 70€, also werde ich das wohl ans Ende meiner Reise stellen.

Hat hier jemand Meinungen zu Fortaleza und Natal? Ich habe das Gefühl dass man diese Städte auslassen kann, denn Strand bekomme ich auch in den übrigen Nordostdörfern und großartige historische, architektonische oder museale Wunder scheint es dort auch nicht zu geben (?).

Ansonsten bin ich noch wegen dem Roraima am Überlegen. Es scheint mir ein relativ großer Zeitaufwand zu sein. Bus nach Boa Vista, Bus nach Santa Elena, dann 5-7 Tage Tour und wieder Bus nach Boa Vista. Da kommt man sicherlich schnell auf 10 Tage und ich glaube das würde dann auch den 3-Monatsrahmen sprengen. Zudem ist die politische Situation in Venezuela momentan nicht die beste und gerade ein paar Tage vor den brasilianischen Wahlen in dem Grenzgebiet zu sein könnte in Hinblick auf eine mögliche Grenzschließung (wie man sie aus Kolumbien kennt) sicherlich problematisch sein. An sich will ich diese Gegend schon unheimlich gerne sehen, aber vielleicht wäre das in einer nächsten Reise besser realisiert?
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Degna

« Antwort #26 am: 11. Juni 2018, 19:55 »
Hi,

Roraima haben wir ausgelassen,zu weit,bietet nicht genug.
Oktoberfest war cool,....da waren wir!
Ist klasse,wie alle mit Dirndl,Tiara,Lederhosen und und Hüten mit Gamsbart non-stop nach Musik mit starken brasilianischen Einflüssen tanzen.
Hab da gelernt,das Rotkraut-Wraps und Duckburger typhisch dt. Essen ist und die Gitarre fester Bestandteil der Jodelmusik ist.
Wir hatten enorm viel Spaß und ich war auf dem Oktoberfest,die einigste echte Deutsche und alle wollten meinen Pass sehen.

Wir hatten eine Pension in Pomerode gefunden und die Gespräche mit den Deutschen,waren echt bemerkenswert. Was ist deutsch,was macht sie zu Deutschen,wie leben sie hier seit über 150J ihr Deutschsein,.......
Die Dt. sehen sich in diesem Teil Brasiliens als Superior Klasse an und ich habe selten soviele Blonde,Blauäugige gesehen.

Petropolis ist super. Das Haus von Stefan Zweig und die ganze Stimmung da: Toll!

LG Degna
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Jef Costello

« Antwort #27 am: 11. Juni 2018, 23:30 »
Ich hatte in Argentinien die Möglichkeit zu dem Oktoberfest in Villa General Belgrano zu fahren, habe ich aber dann nicht gemacht weil es mir zu teuer war und viel Reisezeit von Buenos Aires. Aber das was du beschreibst klingt sehr schön.  :)

Andere Sache: ich habe gerade gelesen dass die Lençois Maranhenses am besten im Juni bis September sind. In vielen Blogs und Reiseberichten steht aber, dass im September es schon sein kann dass die Lagunen abtrocknen. Wenn ich aber meinen Plan ansehe, währe ich erst Mitte September da oben.

Und auf der anderen Seite sollte man im Pantanal zwischen Juni und August sein.

Wie das Ganze also lösen ohne sinnlos Zeit und Geld zu verschwenden? Eine Woche Brasilia, dann nach Sao Luiz fliegen, die Lençois besuchen und dann nach Cuiaba fliegen? Oder erst die von mir vorgeschlagene Route realisieren und dann von Salvador nach Lençois? Das verwirrt mich ein wenig  :(  :D
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GschamsterDiener

« Antwort #28 am: 12. Juni 2018, 07:40 »
eine Woche Brasilia ist definitiv zu lang; das ist eine weitläufige Kleinstadt mit viel Modernismus, aber quasi ohne Szene
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Jef Costello

« Antwort #29 am: 12. Juni 2018, 09:52 »
eine Woche Brasilia ist definitiv zu lang; das ist eine weitläufige Kleinstadt mit viel Modernismus, aber quasi ohne Szene

Also mit einer Woche meinte ich das so

13 - Ankunft Brasilia um 15:30
14 - Brasilia
15 - Brasilia
16 - Brasilia -> Pirenopolis
17 - Pirenopolis
18 - Pirenopolis -> Alto Paraíso de Goiás
19 - Alto Paraíso de Goiás
20 - Alto Paraíso de Goiás
21 - Alto Paraíso de Goiás -> Brasilia -> ?

Und dann wäre eben die Frage, nach São Luis fliegen und die Lençois Maranhenses mitnehmen? Würde natürlich das Ganze ziemlich aufbrechen, aber wegen dem Wasserstand der Lagunen vielleicht eine Notwendigkeit.

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