Thema: 2,5 Wochen Vietnam  (Gelesen 1340 mal)

santiago

« am: 14. Mai 2018, 21:58 »
Hallo zusammen,

Das nächste Reiseziel heißt Vietnam, insgesamt für etwa 2,5 Wochen von Mitte bis Ende November. Für mich ist es das zweite Mal SOA nach Thailand, meine Frau war noch nie in Asien.

Noch ist der Flug nicht gebucht, soll aber bald passieren. Noch sind wir hin und her gerissen, ob wir uns nur auf eine Region (also eher den Süden aufgrund der Temperaturen) konzentrieren sollen (sprich Hin- und Rückflug nach HCMC), oder das "ganze Land" abfahren sollen, sprich mit Gabelflug (nach Hanoi, zurück von HCMC mit ev. einem Inlandsflug aus Zeitgründen).
Welche ungefähre Route könnt ihr empfehlen, und wieso?

Interessen: Es soll ein Mix aus Natur, Stadt, Strand, Kultur werden. Das "Was" und "Wo" würden wir gerne von euch hören.
Bestenfalls mit einem Abschluss zwei Tage auf einer der Inseln zum Entspannen.

Für alle weiteren Tipps sind wir natürlich auf offen. Genauere Fragen zum Land kommen dann wohl, wenn eine ungefähre Route feststeht.

Ich freu mich auf eure Vorschläge!
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Cathrin

« Antwort #1 am: 15. Mai 2018, 11:49 »
Bei normaler Wetterlage ist der November ein idealer Reisemonat fuer Nordvietnam. Es ist nicht mehr so extrem heiss wie im Sommer, aber immer noch warm und meist trocken.

beretravels

« Antwort #2 am: 15. Mai 2018, 14:11 »
Welche ungefähre Route könnt ihr empfehlen, und wieso?

Interessen: Es soll ein Mix aus Natur, Stadt, Strand, Kultur werden. Das "Was" und "Wo" würden wir gerne von euch hören.
Bestenfalls mit einem Abschluss zwei Tage auf einer der Inseln zum Entspannen.

Für alle weiteren Tipps sind wir natürlich auf offen. Genauere Fragen zum Land kommen dann wohl, wenn eine ungefähre Route feststeht.

Ich freu mich auf eure Vorschläge!

Hey.

Ich war bereits zwei mal in Vietnam. Bin vor einer knappen Woche ausgereist. Von Nord nach Süd ist auf jeden Fall machbar. Ich bin vor 5 Jahren mit dem open Bus gefahren und jetzt mit dem Zug. Zug ist deutlich teurer, aber etwas komfortabler. Ich würde aber ggf. Auch nach Inlandsflügen schauen.

Absolutes Highlight ist Halong Bay und die vietnamesische Küche! Der Rest in Vietnam ist interessant, hat mich aber nicht so aus den Socken gehauen. Bin aber auch schon sehr viel in SOA herum gekommen.
Sapa im Norden ist zum Trekken ganz cool, Hue in der Mitte hat einen interessanten Kaiserpalast (oder die Überreste davon), ein paar Gräber und Tempel.
Hanoi ist einfach nur verrückt und ein Foodie-Mekka, man sollte mal da gewesen sein. Entweder man hasst oder liebt die Stadt, aber sie ist "echt" und "unverfälscht". Das "The Hanoian Hotel" ist absolut klasse und günstig. Dringende Empfehlung, haben in ganz SOA bisher nicht so gut zu so einem Kurs genächtigt.
Hoi An hat mich beide Male nicht überzeugt. Es ist eine schöne koloniale Altstadt, aber dort ist richtiger Massentourismus angesagt. Es nimmt dem ganzen auch viel Charme, dass sich Souvenirshop an Kaffeeladen an Souvenirshop an Restaurant an Reiseagentur an Souvenirshop reiht. Ich würde mir lieber einen alten, kleinen und ruhigen Ort am Mittelmeer aussuchen. Aber vielleicht verstehe ich als Europäer bloß einfach nur die Faszination der Asiaten für solche Orte nicht. Ich denke, dass man ohne schlechtes Gewissen dort hin reisen kann und sich im Nachhinein nicht ärgern wird. Ich war ja auch zweimal dort.
Saigon ist eine sehr typische Großstadt in SOA mit Kolonialbauten. Das besondere hier ist sicherlich die Geschichte des 2. Indochinakriegs. Weiter im Süden im Mekongdelta soll es sehr schön sein, da war ich aber genau so wenig, wie auf Phu Quoc.

Was du auf jeden Fall meiden solltest ist Nha Trang, voll mit russischen Badeurlaubern und Malle-Stimmung (auf russisch). Auch Mui Ne hat mich beim ersten Besuch enttäuscht. Der Strand ist nicht so schön, es ist sehr dreckig und man wird überall auf Haschisch oder Pilze angesprochen. Die Großen SandDünen waren ein toller Tagesausflug, aber aus meiner Sicht nicht den Stopp wert.

Es gibt sicherlich noch mehr zu sehen, aber Halong Bay ist und bleibt mein Highlight in Vietnam neben der tollen Küche!

Und in 16-20 Tagen kann man locker eine tolle Zeit verbringen. Hängt aber auch etwas davon ab, wie lange ihr an einem Ort bleiben wollt.


Hoffe, das hört sich jetzt nicht zu negativ an... ich hatte jetzt auch wieder eine tolle Zeit in Vietnam und denke, dass es besonders interessant ist, weil man die Nähe zu China v.a. im Norden deutlich spürt.
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dirtsA

« Antwort #3 am: 15. Mai 2018, 15:21 »
Also mir hat Vietnam super gefallen! War dieses Jahr im Januar ca. 4 Wochen dort, und habe alles geschafft, bis auf Phu Quoc. Bei 2,5 Wochen müsst ihr auf jeden Fall Abstriche machen, aber dessen seid ihr euch ja bewusst.

Details in meinem Blog, aber meine Highlights waren: Sapa, Halong Bucht, Ninh Binh, Hanoi, Dalat, Mekong Delta. Also übers Land verstreut. Daher würde ich persönlich zwischen Nord und Süd splitten und mit Flügen verbinden.
Meine Lowlights: Hue, Mui Ne
War ok: Hoi An, Bac Ha, HCMC
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santiago

« Antwort #4 am: 15. Mai 2018, 18:50 »
Danke, auf deinem Blog werd ich mich dann umschauen.

Bei 2,5 Wochen müsst ihr auf jeden Fall Abstriche machen, aber dessen seid ihr euch ja bewusst.

Genau diese Abstriche sind für mich die schwierigste Entscheidung überhaupt ;-) Momentan tendiere ich eher dazu, es etwas langsamer als sonst anzugehen, und nur den Süden bis Hue zu besuchen. Und den Norden dann zu einer wärmeren Jahreszeit (zumindest bei Sapa sagt mit Google, dass das Minimum bei 9 Grad liegt..)

Momentan schauts nach: HCMC-Mekong-Con Dao Insel-Dalat (?)-Hoi An-Hue-HCMC aus. Ist das ein passender Mix für 2,5 Wochen, also 16-17 Tage? Zumindest nach erster Recherche ist da von allem ein bisschen was dabei. Oder gibt es da noch was im Süden, was ich mitnehmen soll/ kann?

Sollte ich doch den Gabelflug nehmen, würd ich Dalat und Hue wohl fallenlassen, und dafür von Hoi An in den Norden fliegen für eine der Buchten, ev. Sapa und Hanoi. Aber irgendwie hab ich das Gefühl dass da die Zeit schon verdammt knapp wird und ich kaum noch zum Genießen komme.

Warum war Hue ein Lowlight?
Und was hat dir (dirtsA und beretravels) an Hanoi besser gefallen als HCMC, wie darf man sich die Unterschiede vorstellen? So wie ich das lese hat euch ja beiden Hanoi eher zugesagt...
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beretravels

« Antwort #5 am: 16. Mai 2018, 03:10 »
Warum war Hue ein Lowlight?
Und was hat dir (dirtsA und beretravels) an Hanoi besser gefallen als HCMC, wie darf man sich die Unterschiede vorstellen? So wie ich das lese hat euch ja beiden Hanoi eher zugesagt...

Warum Hue für Astrid ein Lowlight war, kann ich dir leider nicht beantworten. Aber es ist halt in einem Tag locker abzuklappern und wenn man schon mal wo anders war ist der Kaiserpalast nicht mehr so besonders... könnte mir das so evtl. Vorstellen. Ich persönlich fand Hi An und Mui Ne schwächer.

Ich bin mit meiner Freundin auf Weltreise und ihr hat HCMC besser gefallen. HCMC ist, wie ich oben beschrieben habe, eine SOA-Megacity. Viele neue Gebäude, viele Condominiums, die einheimischen wohnen in schmalen, aber recht hohen Häusern. Es ist recht sauber, gibt viele Convenience Stores (a la 7/11) aber irgendwie fehlt mir dort immer der Charakter.

Hanoi hingegen ist, besonders im Altstadtbereich, einzigartig. Verstopft, verschlungene Gassen, es gibt überall noch klassische Shophouses. Es wirkt etwas dreckiger und rauer auf den ersten Blick. Aber man kommt nach 1-2 Tagen sehr gut zurecht. Vor 5 Jahren hatte ich noch das Gefühl einer Zeitreise, das ist jetzt nicht mehr so. Das tolle ist aber, dass die Stadt eine Attraktion an sich ist und auch prima ohne Touristen auskäme. Die Menschen würden einfach mit dem weitermachen, was sie nunmal tun. Es ist einfach aufregend durch die Straßen zu gehen und den Menschen zuzusehen. Dabei muss man allerdings auch aufpassen, nicht überfahren zu werden, denn die Bürgersteige sind meist zugeparkt. Es gibt Unmengen guter und nicht für Touristen aufgezogene Restaurants und lecker Streetfood. Hanoi ist ein wahres Erlebnis. Es gibt aber auch eine elegante Seite, wenn man in den ehemaligen Verwaltungsbezirk kommt und von Kolonialbauten, und Villen umgeben ist. Das Botschaftsviertel ist auch schön.
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Nocktem

« Antwort #6 am: 16. Mai 2018, 09:04 »
ich war mitlerweile auch schon 2 mal in vietnam und ich muss zugeben das sich zwischen beiden malen einiges verändert hat und das so leid es mir tut nicht unbedingt ins positive.
das erste mal waren noch überall die massen an mofas, heutzutage werden es immer mehr autos, welche die leute mehr schlecht als recht beherrschen. wir wurden einige male fast umgefahren weil verkehrsregeln sind da nicht unbedingt zum eingehalten werden vorhanden.

aber egal ich schweife ab. meine highlights waren auch eher nördlich angesiedelt also hoi an, hue, ninh binh und hanoi

zu hoi an, die stadt ansich ist überlaufen sieht nett aus aber das wahre highlight waren sowohl die umgebung, sprich fahrrad mieten und einfach drauf los fahren als auch der markt am fluss der tagsüber vollkommen überlaufen ist. zum markt sei zu erwähnen das wir damals mit dem bus um kurz vor 5 uhr in der frühe angekommen sind und nachdem wir ein hotel gefunden hatten uns dort nach einem frühstück umgeschaut haben. es gab keine touristen nur ein sehr sehr geschäftiges treiben. das gibt es "tagsüber" zwar auch aber mit weit weniger waren.

zu hue, geh dort auch die umgebung anschauen und mit umgebung meine ich nicht nur die kaisergräber. fahrrad oder moped mieten lohnt hier fast mehr wie in hoi an... und wieder gillt einfach drauf los fahren am besten die kleinen wege zwischen den reisfeldern, es gibt immer viel zu sehen dort.

ninh binh, ich würde sagen die landschaft spricht für sich....

und bei hanoi kann ich mich meinem vorredner nur anschliesen.
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santiago

« Antwort #7 am: 21. Mai 2018, 12:22 »
Nun haben wir gebucht. Wir haben beschlossen, auf unserer ersten Vietnam-Reise möglichst viel vom Land zu sehen, wenn auch nur für kurze Zeit. Es ist also ein Gabelflug geworden. Wir kommen Ende November in Hanoi an, und fliegen 16 Tage später von HCMC zurück.

Dazwischen liegt (vermutlich) Hanoi, Ha Long / Bai tu long, Hue, Hoi An, HCMC, Mekong und Con Dao.

War schon jemand auf Con Dao? Soll ja eher weniger touristisch oder überlaufen sein als Phu Quoc. Ist es denn von den Stränden und zum Schnorcheln ähnlich?
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beretravels

« Antwort #8 am: 21. Mai 2018, 17:29 »
Falls ihr noch eine organisierte Tour für Halong Bay, Bai Tu Long Bay oder auch Ninh Binh sucht, kann ich euch Ethnictravel.com.vn empfehlen. War mit denen in Halong Bay und das Boot war gut, sauber, angenehmes Bett. Essen war richtig gut. Und man macht wirklich eine Tour ohne andauernd in der Nähe anderer Schiffe zu sein. Auch die anderen Reisenden auf der Tour waren schwer in Ordnung. Keine Partypacker.
Ansonsten scheinen die "Luxus-cruises" wohl auch ihr Geld wert zu sein.

Viel Spaß in Vietnam!
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santiago

« Antwort #9 am: 21. Mai 2018, 17:49 »
Falls ihr noch eine organisierte Tour für Halong Bay, Bai Tu Long Bay oder auch Ninh Binh sucht, kann ich euch Ethnictravel.com.vn empfehlen. War mit denen in Halong Bay und das Boot war gut, sauber, angenehmes Bett. Essen war richtig gut. Und man macht wirklich eine Tour ohne andauernd in der Nähe anderer Schiffe zu sein. Auch die anderen Reisenden auf der Tour waren schwer in Ordnung. Keine Partypacker.
Ansonsten scheinen die "Luxus-cruises" wohl auch ihr Geld wert zu sein.

Viel Spaß in Vietnam!

Danke. Werd mir den Anbieter mal anschauen! Das wollen wir jedenfalls mitnehmen!
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dirtsA

« Antwort #10 am: 22. Mai 2018, 14:43 »
Ich würde etwas weniger Städte und stattdessen mehr tolle Natur machen, aber das ist sicher Geschmacksache. Konkret würde ich Hue durch Dalat oder Ninh Binh ersetzen.

Zitat
Warum war Hue ein Lowlight?
Und was hat dir (dirtsA und beretravels) an Hanoi besser gefallen als HCMC, wie darf man sich die Unterschiede vorstellen? So wie ich das lese hat euch ja beiden Hanoi eher zugesagt...
Sorry für die späte Antwort. Hue hat einfach nichts Spannendes. Die "Sights" sind bestenfalls mittelklasse, absolut nicht wert v..a wenn ihr nur 2,5 Wochen habt. Bei 4 Wochen würde ich sagen...schaut es euch an, macht euch euer eigenes Bild. Aber im Vergleich zu anderen, extrem tollen Orten (s.o.), würde ich niemals nach Hue.
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serenity

« Antwort #11 am: 22. Mai 2018, 19:52 »
Und was hat dir (dirtsA und beretravels) an Hanoi besser gefallen als HCMC, wie darf man sich die Unterschiede vorstellen? So wie ich das lese hat euch ja beiden Hanoi eher zugesagt...
Ganz einfach - Saigon/HCMC ist einfach eine asiatische Großstadt - alles, was da mal an historischen Gebäuden/ Gassen/ Ecken war, ist so gut wie verschwunden, es dominieren Neubauten, Glas, Beton - da kommst du leider ca. 20 Jahre zu spät.
In Hanoi ist die Altstadt noch ziemlich intakt - da kriegst du eine Ahnung davon, wie Vietnam früher mal ausgesehen hat.

Nicht so fürchterlich puppenstuben-mäßig wie in Hoi An - das ist ja inzwischen schlimmer als Disneyland! - sondern wirklich authentisch!
Und Hue - da muss man sich einfach ein bisschen Zeit nehmen und auf's Land, zu den Kaisergräbern fahren. Da scheint die Zeit still zu stehen, vor allen bei den weniger bekannten Gräbern. Das sind ja nicht irgendwelche kleinen Gräber wie bei uns auf dem Friedhof - sondern riesige Parkanlagen mit Teichen, Tempeln, kleinen Palästen.
Aber dafür braucht man mindestens einen vollen Tag - und am besten macht man das, indem man sich ein Boot organisiert, denn viele Anlagen sind vom Fluss aus gut erreichbar.
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