Thema: Von Nordchile über Nordargentinien nach Südbrasilien  (Gelesen 1693 mal)

monaxciii

Hallo,

wir möchten gerne nächstes Jahr auf unserer Weltreise unter anderem von Bolivien aus in die Atacama Wüste Chiles und von da aus weiter mit dem Bus über Nordargentinien nach Südbrasilien. Auf dem Weg möchten wir gerne ein paar Sachen mitnehmen, z.B. Quebrada de Humahuaca + Umgebung, Esteros del Iberá und schlussendlich die Iguazu-Fälle von beiden Seiten und dann Weiterflug nach Rio de Janeiro, dort 2, 3 Tage zubringen und dann weiter nach Mittelamerika.

Wie lange würdet ihr für die Route im Groben einplanen (also Atacama, dann die oben genannten Punkte und Rio)? Mir geht es mehr darum, ein Zeitgefühl zu entwickeln. Wir sind keine langsamen Reisende, möchten aber auch mal Tage zum "Verschnaufen" haben und nicht durchgehend Transport oder ein zu straffes Tagesprogramm. Ich hätte ja gesagt, so in etwa 3-4 Wochen? Ist es auf der Route überhaupt einfach, ein relativ günstig und geeignetes Transportmittel von A nach B zu finden? (kenne bisher nur die Busse, die von Salta bis nach Iguazu in einem Stück durchfahren)
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GschamsterDiener

« Antwort #1 am: 23. April 2018, 16:47 »
7 Tage bis Iguazu.
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monaxciii

« Antwort #2 am: 24. April 2018, 07:34 »
7 Tage bis nach Iguazu, aber dann halt in einem durch bzw. höchstens mal eben die Zwischenübernachtungen, oder?
Ich habe so gerechnet:
- 3 Tage Atacama-Wüste (zu lange?)
- 1 Tag Transport
- 3 Tage Quebrada de Humahuaca + Umgebung
- 1 Tag Transport
- 3 Tage Esteros del Iberá
- 1 Tag Transport
- 3 Tage Iguazu von beiden Seiten
- 1 Tag Transport (Flug)
- 3 Tage Rio
= 3 Wochen ca., wobei ich (noch) nicht weiß, ob es noch irgendwas anderes Interessantes auf dem Weg gibt. Aber das wären dann 12 Tage nach Iguazu und dann nochmal 7 Tage bis Weiterreise aus Rio.
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echidna

« Antwort #3 am: 24. April 2018, 08:44 »
- 3 Tage Atacama-Wüste (zu lange?)

Wieso zu lange? Die Atacama-Wüste ist ganz schön groß und hat auch einige Nationalparks, die z.T. nur mit etwas Zeitaufwand zu erreichen sind. Wir sind fast zwei Wochen in der Atacama gewesen und haben mit dem Mietauto nur einen Teil gesehen. Man muss bedenken: um die verschiedenen wirklich tollen Vulkan- oder Salzsee-Regionen zu erreichen muss man z.T. längere Strecken auf der meistens relativ eintönigen Ruta 5 zurücklegen.
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dirtsA

« Antwort #4 am: 24. April 2018, 09:04 »
Kommt ganz auf eure Vorlieben an - wie immer! ;) Sowohl Atacama als auch Quebrada kann man die Highlights in 1 Tag sehen, wenn man sich anstrengt. 3 Tage finde ich gut budgetiert wenn ihr etwas mehr sehen und zwischen noch relaxen wollt. Die anderen Orte kenne ich noch nicht ;)
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GschamsterDiener

« Antwort #5 am: 24. April 2018, 09:16 »
Nach Bolivien inklusive Uyuni werden Atacama und Nordargentinien nicht mehr sonderlich auftrumpfen können. Einzig höheres Niveau der Hostels und deutlich besseres Essen, beides allerdings zu seinem Preis, wird überzeugen. Das nächste richtige Highlight ist dann Iguazu.
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Beate

« Antwort #6 am: 24. April 2018, 10:31 »
Hallo,

drei Tage für Esteros del Ibera sind zu lang. Es sei denn, Ihr habt dort irgendwas besonderes vor.
Es ist ja sehr schön und interessant dort, aber ausser einer Bootstour durch die Esteros kann man nicht viel machen.

Beate

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iuw

« Antwort #7 am: 24. April 2018, 10:33 »
Nordargentinien hat mir sehr gefallen, auch nach dem Bolivienaufenthalt. Ich finde die drei Tage in der Quebrada schon gut, wenn man es auch mal etwas gemütlicher nehmen will.
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monaxciii

« Antwort #8 am: 24. April 2018, 15:36 »
@echidna, mit der Atacama-Wüste meinte ich eher nur so das Mondtal, die Geysire, Valle del Arcoiris etc. keine Nationalparks wie der Lauca (wusste gar nicht, dass der auch zur Atacama zählt).
Generell möchte ich nur deshalb durch Nordargentinien, weil mir a) der Weg nach Santiago definitiv langweiliger scheint und ich b) sowieso sehr gerne die Iguazu-Fälle sehen würde.

@dirtsA, "kann man in einem Tag sehen" hört sich für mich halt doch irgendwie nach Stress an. Vor allem auf Weltreise. Jetzt für 2-3 Wochen Urlaube versuche ich auch immer, so viel wie möglich in diese kurze Zeit zu packen... das lässt sich dann gut und trotzdem noch erholsam genug (ist zumindest Erholung vom Alltag) ein paar Wochen durchhalten. Auf Langzeitreise stelle ich mir das aber schon schwieriger vor, möchte ja nicht so schnell "reisemüde" werden wenn ich mir da ein Highlight, ein Spektakel, eine Sehenswürdigkeit etc. nach der anderen "reinknall" :D So zwischendurch mal Tage, an denen man "nichts" tut (am Strand dann wohl mal wirklich nichts, ansonsten halt lockeres wandern, durch Städte schlendern etc.) müssen auf jeden Fall sein, soweit ich uns derzeit einschätze. Aber dann schätze ich das Ganze eh schon mehr oder weniger gut ein, der Rest ergibt sich dann eh auf Reisen. Womöglich gibt es Zeiten und vor allem Orte, die wir tatsächlich schneller bereisen (sei es, weil wir gerade mehr Energie haben oder und dies und jenes grad nicht so interessiert oder umhaut... wie auch immer) und andere Stationen wiederum brauchen länger, bis wir sie haben sacken lassen können. Oh ich merke, ich komme grad vom Thema ab.

@Beate, warst du denn schon selbst im Esteros del Ibera? Kann man die Touren dort mit irgendwas vergleichen? Lohnt sich ein Zwischenstopp wirklich oder sieht es toller aus, als es dann in Wirklichkeit ist?

@iuw, hast du sonst noch etwas in Nordargentinien mitgenommen, was man - wenn man eh schon mal da ist - nicht verpassen sollte?
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echidna

« Antwort #9 am: 24. April 2018, 15:50 »
@echidna, mit der Atacama-Wüste meinte ich eher nur so das Mondtal, die Geysire, Valle del Arcoiris etc. keine Nationalparks wie der Lauca (wusste gar nicht, dass der auch zur Atacama zählt).

Ach so, alles klar. Also nur die Region um San Pedro de Atacama?

Wir sind zunächst im Lauca NP gewesen (am Lago Chungara, in Putre, etc.), dann später haben wir uns nach Süden weitergearbeitet, haben die Paranal-Observatorien besichtigt und sind erst in der zweiten Woche in Richtung San Pedro gefahren. Die Fahrzeiten sind nicht zu unterschätzen, weil die Entfernungen groß sind. Und zu den landschaftlich schönen Regionen führen z.T. nur holprige Straßen, auf denen man langsam unterwegs ist.

Die Atacama-Wüste ist halt etwa 1200 km lang, und da erschienen mir 3 Tage etwas kurz.
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dirtsA

« Antwort #10 am: 24. April 2018, 18:16 »
Zitat
@dirtsA, "kann man in einem Tag sehen" hört sich für mich halt doch irgendwie nach Stress an. Vor allem auf Weltreise.
Deshalb hab ich dann ja auch geschrieben, dass ich jeweils 3 Tage für eine gute Planung halte, wenn man keinen Stress haben will ;) Für mich ist es dennoch immer gut zu wissen, was theoretisch möglich ist, und was nicht. z.B. Rom's Highlights alle an 1 Tag = unmöglich an 2 Tagen = möglich, aber halt stressig. Hier im Beispiel mit der Atacama Wüste, kann man durchaus Touranbieter in San Pedro finden, die einen an 1 Tag zu den größten Highlights bringen. Aber vielleicht will man ja noch 1 Tag mit dem Mountainbike eine Tour machen (sehr zu empfehlen!!), eine Starwatching Tour oder sonst was. Und San Pedro selbst hab ich auch als süßes Örtchen empfunden, wo man durchaus mal relaxen und rumschlendern kann. Von daher 3 Tage = gute Planung.
Davon abgesehen: Ich weiß schon, was du meinst. Geht mir ähnlich. Auf eurer Reise werdet ihr evtl. solche und solche Phasen haben. Wo man mal jeden Tag aktiv ist, volles Programm etc. oder wo man sich mal wochenlang in den A... treten muss um ein bisschen was zu machen ;) Ist einfach so und kann man nicht wirklich planen!
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Beate

« Antwort #11 am: 24. April 2018, 18:26 »

@Beate, warst du denn schon selbst im Esteros del Ibera? Kann man die Touren dort mit irgendwas vergleichen? Lohnt sich ein Zwischenstopp wirklich oder sieht es toller aus, als es dann in Wirklichkeit ist?


Ja, natürlich waren wir schon dort. Sonst würde ich das doch nicht bewerten  ;D

Wir sind damals mit einem als Camper umgebauten Kangoo von Buenos Ayres in den Norden zu den Iguazu-Fällen, dann nach Westen über die div. Nationalparks, Humauaca, Salt Plains, etc. weiter nach Süden überMendoza wieder zurück nach B.A., alles in 5 Wochen. Und nachdem ich die Esteros vorher im TV gesehen hatte, MUSSTE ich die ja irgendwie einbauen.
Ja, es ist schön dort, vor allem auf dem Campingplatz direkt am Wasser. Da kamen abends die Hotelgäste rausgefahren um den Sonnenuntergang zu geniessen, aber wir hatten ihn direkt vom Campingplatz aus. Am nächsten Tag gab es dann die Bootsfahrt in die Esteros. Wir sahen viele Alligatoren, viele Wasserlilien, viele Vögel. Wer sowas noch nie gesehen hat, für den ist es bestimmt interessanter als für uns. Das beste für uns war wirklich der Campingplatz.

Übrigens: alle anderen von Dir genannten Ziele in Argentinien und Chile kennen wir auch, haben aber alle auf verschiedenen Reisen mit dem Camper besucht. Deshalb kann ich wahrscheinlich zu Deiner Planung nicht viel beitragen. Aber bei speziellen Fragen helfe ich gerne weiter.

LG
Beate


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Marla

« Antwort #12 am: 25. April 2018, 03:08 »
Ich stimme Beate zu, dass 3 Tage zu lang sind für die Esteros. Aber 2 Tage würde ich schon einplanen. Außer der Bootstour haben wir noch eine Tag- und eine Nachtwanderung gemacht und jedes Mal andere Tiere gesehen. Einen 3. Tag wüsste ich aber nicht sinnvoll zu füllen. Denn genug Zeit zum Chillen hatte man auch an den anderen beiden Tagen.

Bei mir ist der Besuch schon 4 Jahre her, aber damals konnte man gut einfach hinfahren und sich vor Ort eine günstige Unterkunft mit Verpflegung organisieren. Auch die Touren empfand ich nicht als teuer. Ich habe gerade in Jamaika eine Bootstour gemacht, die total überteuert war und auf der man vielleicht 10 Tiere (Krokodile und Vögel) gesehen hat, also nicht Arten, sondern Exemplare :( Dagegen sind die Esteros del Iberá sehr beeindruckend sowohl von der Anzahl der Tiere als auch der Artenvielfalt, neben den von Beate genannten vor allem Capybaras und Kaimane, aber auch Sumpfhirsche, Füchse, Gürteltiere... Wenn du nicht vorhast, das Pantanal zu besuchen, würde ich diesen Zwischenstopp unbedingt machen.

Mir hat auch gut gefallen, dass außer den drei Leuten, mit denen ich dort war (zufällig im Bus getroffen), kaum andere Touristen da waren und es dadurch eine schöne friedliche Atmosphäre hatte. Also krasser Gegensatz zu eurem darauffolgenden Ziel, Iguazu. Kann natürlich sein, dass das inzwischen anders ist.

Am ersten Abend haben wir übrigens einen Spaziergang zu dem Campingplatz gemacht, der wirklich sehr idyllisch ist, und schon die ersten Kaimane gesehen. Das war eine schöne Einstimmung nach der doch etwas längeren Fahrt.

Ansonsten kann ich dir noch die Jesuitenmissionen bei Posadas empfehlen (eine Nacht reicht hierfür).
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monaxciii

« Antwort #13 am: 25. April 2018, 07:35 »
@Beate, Marla, wo war denn euer Ausgangspunkt für die Bootstouren bzw. nahe welchem Portal habt ihr genächtigt (gibt ja 3 oder 4 davon)?
Und Marla, meinst du mit Jesuitenmissionen Santa Ana (Misiones)?
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Beate

« Antwort #14 am: 25. April 2018, 09:09 »
Hi,

wir waren am Campingplatz in Carlos Pellegrini:
http://coloniapellegrini.gov.ar/camping.php

Beate

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