Thema: Tauchanfänger in Indonesien  (Gelesen 871 mal)

ghandi

« am: 08. März 2018, 06:35 »
Hallo,

ich war schon oft in Indonesien spreche Bahasa rundimentär und habe letztes Jahr meinen OWD (in Deutschland) gemacht. Bisher hatte ich leider erst 6 TG. Die waren auf Bunaken und den Togians. Im September fliege ich wieder nach Indonesien. Der Flug nach Jakarta ist gebucht. Wohin die Reise weiter geht ist bisher noch unklar. Fix ist bisher:

- eine Freundin in Jakarta besuchen, 2-3 Tage

- einen Freund auf Gili Meno besuchen (und evtl. tauchen), ca. 7 Tage

Somit bleiben mit 2.5 Wochen übrig, die ich mit Tauchen, Natur und Kultur verbringen will.

Unter Wasser fühle ich zwar sicher, aber möchte aber meine weiteren Tauchgänge in indonesischen Gewässern machen die auch für Anfänger geeignet sind. Es soll kein reiner Tauchurlaub sein. Bali würde sich zwar anbieten, interessiert mich aber eigentlich nicht - da war ich auch schon öfter.

Vorschläge für mich?

Danke schonmal,

Christian

Bobsch

« Antwort #1 am: 08. März 2018, 06:53 »
Eine Reise nach Flores und zu den Komodo-Waranen und Tauchen im Komodo-NP. Alternativ wäre auch Tauchen im Alor Archipel eine Option, ist noch ein Stückchen östlich von Flores.
Ambon ist super zum Muck diving  und die Bands Islands ein absoluter Traum zum Rifftauchen. Allerdings machen die Bandas bei der dir zur Verfügung stehenden Zeitspanne nur Sinn wenn der Flugbetrieb wieder aufgenommen wurde. Per Fähre dauert es lange und die Frequenz ist sehr gering.

Viele Grüße
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Trabbee

« Antwort #2 am: 08. März 2018, 08:08 »
Tauchen im Komodo NP mit 6 TG halte ich nur für begrenzt sinnvoll wegen den teilweise starken Strömungen.

In Indonesien gibt es mit Sicherheit Tauchgebiete, die für Anfänger besser geeignet sind und die Auswahl ist in Indonesien ja riesig.

Aber das ist nur meine bescheidene Meinung...
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dirtsA

« Antwort #3 am: 08. März 2018, 09:42 »
Stimme Trabbee vollkommen zu. Die meisten Tauchschulen werden dich mit 6 TG nicht in den Komodo NP mitnehmen - und die es doch machen würden, sollte man wohl meiden... ::)
Die Strömungen waren bei uns zumindest sehr stark, das ist nichts für Anfänger! (nicht negativ gemeint, aber ich will ja nicht, dass dir was passiert)

Bali böte sich natürlich an - du kannst doch nur den Tauch-Teil in Bali machen und dann noch was anderes anschauen? Also ein paar Tage intensiv tauchen und dann weiter Lombok, evtl mit dem Boot Richtung Komodo, Flores etc.

Sulawesi war auch gut zum Tauchen und die Strömungen habe ich als nicht ganz so extrem wie im Komodo NP in Erinnerung. zB Bunaken, Togians, Pantai Bira.
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ghandi

« Antwort #4 am: 09. März 2018, 19:30 »
Aufgrund meiner Recherche hatte ich Komodo schon vorher wg. fehlender Taucherfahrung für mich ausgeschlossen.
Auf Bunaken war ich die letzten 2 Urlaube. Auf den Togians war ich letztes Jahr, aber die Idee meine restlichen 2.5 Wochen
in einen Tauch-Teil und einen Natur/Kulturteil gefällt mir ganz gut.
Das bisschen Sulawesi, das ich kenne (Bunaken, Tangkoko NP, Tomohon) hat mir ganz gut gefallen. Falls mir nichts besseres
einfällt wird sowohl mein Nicht-Tauch als auch mein Tauch-Teil in Sulawesi stattfinden.
  • Eine Idee wäre den Tauch-Teil in Nordsulawesi auf der Insel Bangka zu verbringen. Und den Kulturteil in Zentral,- oder Südsulawesi.
  • Eine Alternative für den Tauch-Teil wäre auch ein Tauchresort in Palu, Zentralsulawesi, ist mir aber mit 80,-Euro nur für die Unterkunft doch etwas zu teuer...
  • Über Bira muss ich mich noch informieren, wie anfängertauglich es für Taucher ist, würde sich aber natürlich anbieten, wenn ich dann sowieso in Zentral/Südsulawesi unterwegs sein will

Ich werde jetzt aber erst mal bei meiner Freundin in Jakarta Bescheid geben, dass ich komme. Sie ist gebürtig aus Zentralsulawesi.
Vielleicht ergeben sich da ja noch ganz neue Perspektiven....Sie reist auch sehr gerne ;)

Vielen Danke für eure Hilfe, hat mir echt geholfen meine Ideen zu sortieren!
Falls aber noch jemand interessante Vorschläge hat: nur her damit  8)
 
 

Bobsch

« Antwort #5 am: 09. März 2018, 19:34 »
Meine Freundin hat im Komodo NP ihren Tauchschein und ihre ersten Taichgänge gemacht. Ich habe zu dem Zeitpunkt ca. 20-30 Tauchgänge auf dem Kerbholz gehabt und eine Tauchsafari unternommen. Wir waren beide sehr zufrieden.
Dass dort einige Tauchgänge allerdings ordentlich Strömung haben, stimmt natürlich.
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dirtsA

« Antwort #6 am: 10. März 2018, 11:47 »
Ok - na wird bestimmt auch ruhigere Tauchspots geben, wo man sie dann hingebracht hat, oder? Sonst finde ich das schon ziemlich riskant. Am Anfang hat man doch ohne Strömung noch genug zu tun mit Tarierung etc. Außerdem, aber das ist eine sehr persönliche Meinung, finde ich es fast schade, wenn man sich schon am Anfang eines der größten Highlights der UW-Welt vornimmt. Dann werden einem halt viele auch tolle Tauchspots nicht mehr so viel geben, und man wird sich wundern, dass Haie bei jedem TG und Mantas bei jedem zweiten nicht normal sind ;)
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karoshi

« Antwort #7 am: 10. März 2018, 16:11 »
Es gibt da durchaus ruhigere Tauchspots ganz ohne Strömung. Allerdings werden auf den meisten Booten vor allem Taucher sein, die zu den Top-Spots wollen. Ein ganzer Tauchtag ohne Strömungen wird also nur zu machen sein, wenn man alleine mit einem Guide und einem kleineren Boot raus geht. Die Dive Center reißen sich nicht um solche Kunden, außer sie machen einen Kurs.

That being said, richtig viel Strömung hatten wir eigentlich nur am Manta Point. (Das ist dort unvermeidlich.) Die anderen Tauchgänge waren immer so gut geplant, dass wir ganz entspannt tauchen konnten, wenn wir erst mal unten waren, selbst am Crystal Rock (geil, geil, geil). Man sollte aber in der Lage sein, einen Negative Entry zu machen: Buddy Check auf dem Schiff, ins Wasser ohne Luft in der Weste, dann ohne wieder aufzutauchen direkt zum Treffpunkt auf 40m. Ist beim ersten Mal schon ein kleiner Adrenalinrausch.
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Reisender215

« Antwort #8 am: 12. März 2018, 11:23 »
@ Bobsch, warst du schon in Alor?


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dirtsA

« Antwort #9 am: 12. März 2018, 22:13 »
Ich denke, jeder macht da andere Erfahrungen. Jeder ist anders, manche fühlen sich gleich mal extrem wohl unter Wasser, auch ohne viel Erfahrung. Manche lieben die Strömung sofort, andere werden ihr Leben lang nen Bogen darum machen. Und zudem sind auch die Konditionen jeden Tag anders im Komodo NP. Bei uns hat zB am Crystal Rock (stimme zu - extrem genial!!!) die Strömung so richtig gefetzt! ;)

Was ich sagen will: Man kann es halt nicht pauschalisieren, aber aus dem Bauch heraus wäre es jetzt kein Tauchgebiet, das ich einem Anfänger gleich mal ans Herz legen würde, v.a. nicht wenn es in der Gegend auch ausreichend ruhigere (und auch extrem tolle) Ecken gibt. Mein Favorit wäre dann ja Pantai Bira, und das ließe sich echt super mit Zentral-Sulawesi verbinden (also Tanah Toraja Gegend denke ich). Gab dort zumindest 2013 nur 1 einzige Tauchschule, aber geniale Riffe und meinen ersten Manta-Rochen habe ich dort gesichtet! :)
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Bobsch

« Antwort #10 am: 13. März 2018, 19:27 »
@ Bobsch, warst du schon in Alor?

Leider nein! Als wir damals in Maumere waren habe ich mich allerdings geärgert nicht genug Zeit zu haben dort auch noch hinzukommen.
Würde mich aber über einen Reisebericht freuen 😉

Beste Grüße
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Reisender215

« Antwort #11 am: 14. März 2018, 05:56 »
Der kommt :)

Fliege Ende des Jahres,  Anfang 2019 .
Alor soll wohl noch sehr unberührt sein.
Wie Raja Ampat mal war.

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Bobsch

« Antwort #12 am: 14. März 2018, 21:57 »
Ja, da bin ich gespannt was du dann zu erzählen hast. V.a. bezüglich Unterwasserwelt, Infrastruktur und Reiseeignung für eine 2-3 wöchigen Urlaub.
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wus

« Antwort #13 am: 24. März 2018, 12:17 »
Ich war schon öfters in Indonesien tauchen und kann größtenteils unterschreiben was bisher hier gepostet wurde.

Allerdings möchte ich folgendes hinzufügen:

Bali bietet insgesamt nicht die spektakulärste Unterwasserwelt, und mir persönlich ist Bali über Wasser  inzwischen auch zu überlaufen. Dafür bietet es aber mit Abstand die beste taucherische Infrastruktur. Das macht sich vor allem darin bemerkbar, dass man für alle Tauchgründe rund um Bali Tauchshops / -schulen mit sehr guten Guides findet, die ihre Tauchgründe bestens kennen und genau wissen wo die einen oder anderen Critters im Riff "wohnen". Das macht Spaß, gerade für einen (fast) Anfänger, der noch nicht den Blick hat all diese mehr oder weniger getarnten Lebenwesen schnell zu erkennen ist das ideal und trainiert dann auch das Auge für zukünftige Tauchgänge. Nicht zuletzt kann man es sich auf Bali auch über Wasser richtig gut gehen lassen, was für einen Erholungsurlaub ja auch ein Faktor ist.

Komodo bzw. die Gewässer zwischen Komodo und Labuan Bajo sind taucherisch vergleichbar mit Alor. Beides sind Top-Tauchgebiete. Aber auch Alor hat viele Tauchspots mit z.T. heftigen Strömungen. Labuan Bajo hat gegenüber Alor den Vorteil, dass es dort etliche Tauchschulen gibt, man also aus mehreren Anbietern einen auswählen kann der einem vertrauenswürdig erscheint und sympathisch ist. Für Unterkünfte gilt ähnliches, da schaut's in Alor ganz mau aus. Dass nicht alle Tauchspots vor Labuan Bajo Strömung haben müssen wurde ja schon geschrieben.

Auch in Bira kann es an etlichen Tauchspots ziemlich ziehen, einige sind auch ziemlich tief. Das ist kein ausgesprochenes Anfängerrevier. Es gibt dort auch nicht endlos viele Tauchschulen, und der Tourismus in Bira ist tendenziell eher auf einheimische Touristen ausgerichtet. Wenn ihr allerdings das Torajaland besuchen wollt wäre Bira eine naheliegende Möglichkeit zu tauchen.

Ein Taucherresort, die Tompotika Dive Lodge, gibt es auch noch nahe Luwuk, dort war ich allerdings noch nicht tauchen. Es stammt von den gleichen Franzosen, die die Wallacea Dive Cruises anbieten. Früher galten die Banggai-Inseln, die dort quasi vor der Haustür liegen, als taucherisches Highlight, bis dann ein Seebeben im Jahr 2000 den Großteil der Korallenriffe um diese Inselgruppe zerstörte. In der Nähe des Tompotika konnte ich 2015 Maleos bei der Suche nach einem geeigneten Platz für die Eiablage beobachten.

Ideal geeignet für Anfänger und gleichzeitig hoch interessant fand ich die Lembeh Strait. Es gab dort so gut wie keine Strömung, man geht nicht so tief, sieht aber immer wieder höchst ungewöhnliche Tierchen. Ähnliches kenne ich nur noch von der Ambon Bay. Da Lembeh die bessere Infrastruktur hat würde ich das bevorzugen.

Wie auch immer ihr euch entscheidet, ich wünsche euch viel Spaß!
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wus

« Antwort #14 am: 30. März 2018, 08:12 »
Alor soll wohl noch sehr unberührt sein.
Wie Raja Ampat mal war.
Da bin ich ja mal auf den Vergleich gespannt. Ende des Jahres will ich nach RA (erstmals), in Alor war ich 2006.
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