Thema: Zypern  (Gelesen 2148 mal)

GschamsterDiener

« Antwort #15 am: 02. September 2019, 14:37 »
Das klingt doch schon mal sehr gut!

Wir wohnen quasi unterhalb von Famagusta im südlichen Teil, denke da wird es auch Möglichkeiten geben von dort aus dahin zu kommen.

Für die Ziele rund um die Ziele hast du da ein Taxi genommen, oder auch Öffis?

Es gibt einen Ausgrabungsort in der Nähe von Famagusta, der sich meiner Ansicht nach nicht lohnt. Dafür kannst du ein Taxi nehmen, das auch an einem Flamingo-See vorbeifährt. Kostet ca. 20€ mit Wartezeit.

In der Nähe von Girne gibt es diese Burg auf einem Berg. Aber dort war ich nicht. Da kannst du sicher auch recht günstig was verhandeln.
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Kama aina

« Antwort #16 am: 02. September 2019, 15:33 »
Okay, danke dir!
Ja das ein oder andere da in der Umgebung interessiert mich auch.
Mal sehen was so geht!

Ne ganz praktische Frage hätte ich noch:
Haben die auf der Nordseite auch Euros angenommen oder hast du am ATM noch schnell Lira gezogen?
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GschamsterDiener

« Antwort #17 am: 02. September 2019, 17:37 »
Okay, danke dir!
Ja das ein oder andere da in der Umgebung interessiert mich auch.
Mal sehen was so geht!

Ne ganz praktische Frage hätte ich noch:
Haben die auf der Nordseite auch Euros angenommen oder hast du am ATM noch schnell Lira gezogen?

€ angenommen, aber in TL zurückgegeben.
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Kama aina

« Antwort #18 am: 02. September 2019, 18:19 »
Danke dir! :)
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Kama aina

« Antwort #19 am: 25. September 2019, 19:28 »
Wir sind wieder zurück und es war eine mega schöne und gelungene Reise!
2 1/2 Tage Strand mit Schnorchlen / Pool und 4 volle Tage Standortrundreise von unserem Hotel aus.
Aufgrund der sehr guten Preise für eine Pauschalreise haben wir uns für diese Art entschieden.
Lediglich den Transfer haben wir ausfallen lassen, zugunsten eines Mietwagens am Flughafen.

Unser Hotel hatten wir in Protaras in einer wunderschönen Bucht mit Steilküste.
Der Strand war zwar typisch überlaufen, aber die Steilküste entlang haben sich hervorragende Schnorchelspots ergeben.
Die Liegewiese am Pool, direkt an der Steilküste, war daher der bevorzugte Sonnenplatz, vor allem weil dort nie was los war, weil die meisten Gäste sich zu den anderen Sardinen am Strand legen wollten.

Unsere Sightseeingtage haben sich wie folgt ergeben:

1. Tag: Larnaka - Limassol

Zuerst ging es zum Kap Greko, mit seinen tollen Aussichten und kleinen Buchten und den Höhlen an der Klippe. Das Springen von den Klippen ist mittlerweile verboten, weil zuviele Leute dort gestorben sind.
Es ging weiter nach Larnaka, wo wir uns die sehr prächtige Lazerus-Kirche, die weniger interessante Djami Kebir Moschee und das doch recht interessante mittelalterliche Fort angeschaut haben.
Sonderlich mehr hat Larnaka nicht zu bieten und so fuhren wir weiter zum Salzsee von Larnaka und haben uns dort noch die Hala Sultan Tekke angesehen. Sie liegt wirklich sehr sehr fotogen in einem Palmenhain am Salzsee.
Nächster Stopp war die frühsteinzeitliche Siedlung von Chirokitia, welche im Weltkulturerbe gelistet ist. Für mich interessant, für viele anderen sicherlich nur ein Steinhaufen! :)
Weiter ging es für uns dann nach Limassol zum alten Fort und zum alten Hafen, wobei der alte Hafen sehr modern aufgehübscht ist. Fazit: Limassol kann man sich geben, muss man aber nicht! ;)
Tagesabschluss bildete dann zum einen die sehenswerte mittelalterliche Festung von Kolossi mit Umgebung und das britische Überseegebiet Akrotiri.
Aufgrund der Wintersaison hatte die Ausgrabungsstätte Kurium leider schon geschlossen, sodass wir nur durch Akrotiri durchgefahren sind und uns letztlich neben dem Salzsee noch das Kloster St. Nicolas of the Cats angeschaut haben.
Akrotiri an sich und das Kloster sind nicht sonderlich sehenswert. Der Reiz liegt vielmehr an einer gewissen Art des "Ländersammelns". Highlight von Akrotiri ist definitiv die Ausgrabungsstätte von Kurium. Die haben wir dann aber an einem anderen Tag nachgeholt.

Entgegen meiner Erwartungen ist es absolut kein Problem in die Überseegebiete zu gelangen. Man hat noch nicht mal Grenzen oder nur selten ein Hinweisschild, dass man jetzt auf britischem Boden ist. In die Kasernen und Stützpunkte kommt man natürlich nicht, aber der Rest der Überseegebiete ist frei zugänglich.

2. Tag: Troodos - Gebirge

Von unserem Hotel aus ging es direkt ins zypriotosche Gebirge, dem Troodos-Gebirge.
Hier waren unsere Stopps in erster Linie die Scheunendachkirchen und kleine Dörfer.
Die Landschaft auf dem Weg zu den Zielen machte aber natürlich das Salz in der Suppe aus und so wurden wir des öfteren mit grandiosen Aus- und Fernsichten belohnt.
Unsere erste Scheunendachkirche war die Panagia tis Asinou. Recht einsam gelegen und extrem prächtig ausgemalt von Innen. Leider hat uns eine riesen Reisegruppe die erste Kirche sehr versaut und das Fotografierverbot in den Kirchen wurde hier auch sehr genau überwacht.
Kirchen 2 und 3 befanden sich vor dem kleinen Dorf Galata, was nicht sonderlich sehenswert erscheint. Eine orthodoxe Kirche und ein Denkmal empfanden wir als sehenswert.
Die Kirchen Panagia tis Podithou und Panagia Theotokos sind hingegen wieder sehr sehenswert auch wenn sie an Pracht und Ausstattung nicht ganz an die Panagia tis Asinou heranreichen. Die Privatführung durch den Aufseher hat es aber wieder ausgeglichen.
Es ging dann weiter über das kleine Dörfchen Kakopetria, was uns aber auf Anhieb nicht so begeisterte, zur 4. Kirche, der Agios Nikolaos tis Stegis.
Hier war die Aufsicht so mit Telefonieren beschäftigt, dass wir uns in Ruhe und in aller Intensität dem Fotografieren dieser super prächtigen und reich geschmückten Scheunendachkirche hingeben konnten.
Die Archangelos Michail in Pedoulas wirkt recht schlicht und ist auch sehr klein, aber hat teilweise hervorragend erhaltene Bemalungen. Der Ort selber ist nichts Besonderes wird aber von vielen Touristen als Lunch-Stopp genutzt.
Das dörfliche Highlight im Troodos-Gebirge kam dann mit dem Ort Omodos. Kleine schmuckte Gassen, dickes Kopfsteinpflaster und die Timios Stavros Monastery bilden sicherlich die Highlights im Dorf. Hier lässt es sich entspannt Essen und Trinken und das Leben genießen, vor allem wen die Tagestouristen wieder auf dem Weg zurück sind.
Unser Tagesabschluss bildete im Sinne des "Ländersammelns" ein kurzer Stopp im Britischen Überseegebiet Dhekelia.
Dhekelia hat eigentlich gar nichts zu bieten und so fuhren wir nur zu dem Strand am Kraftwerk und fuhren dann an den Garnisonen und Stützpunkten der Briten wieder zum Hotel.
Aber das Überseegebiet wurde komplitiert!  :o ??? ;D

3. Tag: Paphos

Unseren ersten Stopp hatten wir an dem Tag in Kurium im Britischen Überseegebiet Akrotiri. Die Ausgrabungsstätte aus römischer und hellenitischer Zeit liegt extrem prächtig auf einem Hügel direkt an der Steilküste der Halbinsel.
Die alten Römer und Griechen wussten schon wo man am besten lebt! :)
Hier gibt es sehr viele prächtige Mosaike zu bewundern und man kann gut die städtische Struktur der Siedlung und der Villen erkennen. Sprächtiges Fleckchen haben die Briten da.
Weiter ging es dann zum Felsen der Aphrodite. Hier war der Blick vom Aussichtspunkt aber deutlich besser als der schon sehr von Touristen bevölkerte Steinstrand direkt vor den Felsen.
Den nächsten Halt legten wir in Kouklia ein. Hier besuchten wir das Heiligtum der Aphrodite. Ein Gelände auf dem auch die Manoir Franc, ein altes Kreuzfahrerschloss zu besichtigen ist. Die sehr alte Kirche Panagia Odigitria direkt neben dem Gelände ist definitiv ein paar Fotos wert.
Einen kurzen Stopp legten wir noch bei der Fünfkuppelkirche von Geroskipou ein. Ein Halt ist sie allemal wert.
Tagesabschluss und Highlight war Paphos mit seinen Ausgrabungsstätten. Definitiv zu empfehlen.
Sehr gut erhaltene Strukturen, man kann sich bildlich vorstellen wie man durch die alten Villen schlendert. Die Mosaike sind zum Teil phänomenal gut erhalten.

4. Tag: Nikosia - Süd und Nord und Rückfahrt über Nordzypern

Mit hohen Erwartungen an den südlichen Teil gestartet sind wir nach Nikosia aufgebrochen. Und wir wurden enttäuscht. Kaum Leben auf den Straßen, die Sehenwürdigkeiten waren ehr mittelmäßig, mit Ausnahme der ein oder anderen schönen Kirche, und nachdem wir alles laut Reiseführer im Südlichen Teil abgelaufen hatten ging es in den Nordteil von Nikosia. Und wir waren begeistert.
Hier war Leben und Trubel, Authenzität und Schönheit einer anderen Kultur. Vorbei an den typischen Billiggeschäften erkundeten wir die im Reiseführer beschriebenen Sights. Und entdeckten dabei soviel spannendes und schönes. Alte gepflegt oder heruntergekommene Gebäude, tolle Bepflanzungen und Charme. Einfach toll.
Ein definitives Highlight war die zur Moschee umgebaute alte christliche Kathedrale. Mega interessant und trotz Freitagsgebet konnten wir paar Blicke ins Innere erhaschen. Auch nicht zu vergessen ist die alte Karawanserei Büyük Han.

Was beide Seiten aber zu bieten haben sind die Grenzstreifen, die verlassenen Häuser und Sperrposten an ihrer Innerstädtischen Grenzen. Skurill und erschreckend was diese geteilte Hauptstadt an ihren Grenzen zeigt. Definitiv fotogen.

Wir hatten uns vorher schon eine Versicherung für Nordzypern gekauft und haben uns dann trotz später Stunde (Nikosia war einfach so gut, dass wir länger blieben als wir dachten) noch für eine Rückfahrt durch Nordzypern entschieden. Wollten die Versicherung ja nicht umsonst gekauft haben. Interessant war die Rückfahrt allemal. Die Landschaft ist schon deutlich anders als das was wir im südlichen Teil gesehen haben. Hier besticht quasi eine weite Hochebene angrenzend ein hohe Berge.


Nordzypern und den Rest des südlichen Teils, den wir noch nicht gesehen haben, wollen wir dann in paar Jahren mal nachholen. Die Insel ist schon sehr schön und spannend und hat m. A. nach viel zu bieten. :)

Weitere Fragen zum Grenzübertritt nach Nordzypern und die Modalitäten mit dem Mietwagen würden ich bei Bedarf hier nachholen bzw. im Mietwagen-Thread beschreiben.
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