Thema: Erfahrungen Mietwagen von Südafrika nach Namibia (One Way)  (Gelesen 1405 mal)

Knud65

Hallo Zusammen,

hat jemand Erfahrungen mit Mietwagen, die in Südafrika angemietet und in Namibia zurückgegeben werden können? Meine Idee ist einen Mietwagen in Johannesburg anzumieten, über die Ostküste nach Kapstadt und über die Westküste hoch nach Namibia zu fahren. In Namibia möchte ich vom Süden in den Norden fahren und dann wahrscheinlich von Windhuk weiter nach Ghana.

Nun habe ich keine Ahnung, ob man den Mietwagen als "One Way" buchen kann und damit auch über die Grenze nach Namibia fahren und den Wagen dort abgeben kann. Alternativ ist den Wagen in Südafrika wieder abzugeben, irgendwie über die Grenze und in Namibia wieder einen Wagen anmieten.

Danke für Euer Feedback!

Gruss
Knud
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Kama aina

« Antwort #1 am: 11. November 2017, 13:15 »
Hast du schon mal bei den Firmen oder über das Reisebüro deines Vertrauens angefragt? Oftmals haben die Reiseveranstalter auch Kontingente bei den großen Mietwagenfirmen.

Aber explizit habe ich dein Anliegen auch noch nicht nachgeschaut gehabt!
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Knud65

« Antwort #2 am: 06. Dezember 2017, 14:41 »
Hallo Again,

Nun bin ich dabei einen Mietwagen über das Reisebüro meines Vertrauens zu buchen. Dabei kommt die Frage auf, welche Klasse braucht man, um von Windhoek nach Etosha, an der Atlantikküste entlang zurück an die Grenze nach Südafrika, über die Grenze nach Kapstadt und dann grob an der Seite des indischen Ozeans zum Krüger Nationalpark und nach Johannesburg zu fahren? Wie sind die Straßenverhältnisse einzuschätzen? Ich habe das Angebot über einen Corolla (oder gleichwertig), der für mich alleine vollkommen ausreichen würde. Hat hier jemand Erfahrung?

Danke
Knud
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Beate

« Antwort #3 am: 06. Dezember 2017, 17:53 »
Im Prinzip würde jedes X-beliebige Auto ausreichen. Ja, "im Prinzip". Aber bequemer fährt man halt, wenn man höher sitzt, also etwas mehr Bodenfreiheit hat, damit man nicht in jedes Schlagloch reinfällt. Allrad ist nicht unbedingt nötig.
Nimm das "höchste" Auto, das Du Dir leisten kannst und willst.

Beate
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Kabelgleichung

« Antwort #4 am: 06. Dezember 2017, 19:46 »
Ich habe auch Leute im Polo über Namibias Waschbrettpisten fahren sehen und mich gefragt, wie ermüdend das wohl fürs Material und vor allem den Fahrer ist.
Ansonsten würde ich mich Beate anschließend: Allrad ist nicht zwingend erforderlich, sorgt allerdings für etwas mehr Sicherheit (bessere Traktktion vor allem in Kurven) auf unbefestigten Strassen. Ansonsten halt dementsprechend langsamer fahren.
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Mooni

« Antwort #5 am: 06. Dezember 2017, 20:04 »
Wir waren auch im Polo in Namibia unterwegs. ;) In der Trockenzeit hatten wir damit nie Probleme.
Die Geräuschentwicklung ist im Polo natürlich stärker als im 4x4, aber uns hat das wenig gestört.

Es kommt v.a. auch auf euer Pensum/euren Plan an, mit genug Zeit und folglich kurzen Strecken pro Tag ist das alles kein Problem.

Beim Allrad Auto merkt man die schlechte Straße weniger und tendiert dazu schneller zu fahren, ob das dann wirklich sicherer ist bezweifle ich.
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Kama aina

« Antwort #6 am: 06. Dezember 2017, 21:10 »
Wieviel kostet denn die One-Way-Miete bei dir?

Ich habe es schon oft gesagt und wiederhole es gerne! Wenn es finanziell möglich ist, dann würde ich immer zu einem 4x4 tendieren. Klar brauchst du ihn nicht auf den normalen Straßen, die sind meist alle super zu befahren. Interessant wird es dann in den Nationalparks oder in angelegenen Gegenden, wenn du auf einmal einen versperrten Weg vor dir findest und mit einem normalen Fahrzeug nicht mehr vorwärts kommst!
Aber das muss jeder für sich selber entscheiden. Ich würde wenn ich weiß dass ich in Loops oder auf entfernteren Strecken unterwegs bin immer einen 4x4 nehmen.
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Knud65

« Antwort #7 am: 07. Dezember 2017, 17:06 »
Hallo Kama Aina,
Ich kann Dir nicht sagen, was die One-Way-Miete kostet, da das Angebot die Leistung mit beinhaltet, d.h. Miete, Versicherungen, One-Way. Dabei kommt für den „kleinsten“ Toyota Corolla“ eine Miete von knapp unter 40 € pro Tag heraus.Für einen Toyota Single Cab Canopy kommt mehr als das doppelte zusammen (und ehrlich, für eine Person ist der Wagen zu groß).   :)

@Alle Anderen, vielen Dank für Euer Input. Werde die Tage buchen und dann Ende Januar losfahren!
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Kama aina

« Antwort #8 am: 12. Dezember 2017, 14:42 »
Die Antwort reicht mir auch schon! Danke dir! Wichtig war mir, dass die Rückgabe in nem anderen Land möglich ist! :)
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Kama aina

« Antwort #9 am: 26. März 2018, 15:07 »
Und hast du schon praktische Erfahrungen die du mit uns teilen könntest?
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Knud65

« Antwort #10 am: 01. April 2018, 19:30 »
So, nun komme ich endlich dazu, meine Erfahrungen mit dem Mietwagen weiterzugeben. Entgegen meiner ursprünglichen Planung bin ich in Windhoek, Namibia, gestartet und von dort zum Etosha-Nationalpark, an der Küste Richtung Süden, nach Südafrika rein, an der Küste (Atlantik) entlang nach Kapstadt und dann über die Garden Route und an der Küste (Indischer Ozean) bis zum Kruger Nationalpark und weiter nach Johannesburg gefahren.

Den Wagen hatte ich über ein deutsches Reisebüro gemietet. Der Vermieter war schließlich Bidvest, wobei die Versicherung über einen Dritten ging. Die Abholung in Windhoek hat auch geklappt, wobei ich wie vereinbart noch die One-Way und Cross-Boarder-Fee bezahlen musste.

in Namibia hatte ich zwei Reifenpannen, wobei ich die Hotline von Bidvest angerufen habe und mir schnell und unbürokratisch geholfen wurde. Ich brauchte auch Vorort nichts zu bezahlen.

Der Grenzübergang von Namibia nach Südafrika ging vollkommen unproblematisch und hat keine 30 Minuten gedauert. Die von Bidvest zur Verfügung gestellte Einverständniserklärung wollte keiner sehen.

Auf der Garden Route hatte ich noch eine Reifenpanne und Bidvest hat den Wagen ausgetauscht, da in die Ort eine Bidveststation war. Schließlich war ich auf dem Weg vom Indischen Ozean zum Kruger Nationalpark und bekam von anderen Reisenden den Tip nicht um Swaziland herumzufahren sondern hindurch zu fahren. Bidvest hatte auch keine Probleme damit, konnte aber nicht sagen, ob ich eine spezielle Einverständniserklärung für die Einreise nach Swaziland bräuchte. Da ich kurzfristig angerufen habe, blieb auch keine Zeit eine zu bekommen. Trotzdem bin ich an die Grenze gefahren und keiner hat nach einer Erklärung gefragt. Nicht bei der Ein- und nicht bei der Ausreise. Hat mir abe rund 3 Stunden Fahrt gespart.

Schließlich habe ich den Wagen in Johannesburg am Flughafen abgegeben und bestätigt bekommen, dass alles in Ordnung war.

Jetzt habe ich gesehen, dass Bidvest aber nochmal 500 € von der Kaution gezogen hat, ohne mir etwas zu sagen. Auf Nachfrage habe ich jetzt eine Rechnung für den Wagenwechsel etc. Bekommen und muss damit nun zur Versicherung gehen. Das steht noch aus.

Quintessenz: eigentlich hat alles gut geklappt und das Überqueren von Namibia nach Südafrika hat ohne Probleme funktioniert (ist Mietwagenunabhängig) und der Service von Bidvest während der Tour war auch in Ordnung. Nur der Abschluß hinterläßt ein negativen Beigeschmack.
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Kama aina

« Antwort #11 am: 01. April 2018, 20:15 »
Super! Danke dir für deine Erfahrungen!
Hoffe das es mit der Versicherung dann auch alles super klappt!
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hosche

« Antwort #12 am: 02. April 2018, 17:51 »
Hallo Knud, da hast du aber ordentlich Kilometer geschrubbt!
Welche Mietwagengröße hattest du denn? In Namibia sollen die Straßenverhältnisse angeblich nicht so gut sein als in Südafrika, ist das richtig?
Wir hatten letztes Jahr in Südafrika auch von Bidvest ein Auto und sind von Johannesburg nach Kapstadt gefahren. Kann über Bidvest auch noch positives berichten!
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Knud65

« Antwort #13 am: 02. April 2018, 18:30 »
Ja, bei der Tour sind ein paar Kilometer zusammengekommen. Ich hatte einen Toyota Corolla der auch grundsätzlich in Ordnung ist. An manchen stellen muss man ggf. etwas ruhiger und langsamer fahren und ganz selten bin ich Strecken nicht gefahren, da ich ein 4X4 gebraucht hätte.

Die Straßen in Namibia sind halt aufgrund der Größe und der Einwohnerzahl überwiegend Schotterpisten, aber wie gesagt, ruhig und langsam geht das alles.

In Südafrika war das Suchkriterien Problem, wobei ich auch hier eine Strecke hatte, wo ich einen 4X4 gebraucht hätte. Aber alles Gut!
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Moehli

« Antwort #14 am: 13. April 2018, 16:35 »
Ich kann mich daran erinnern, dass vor 3-4 Jahren die Einwegmieten von Windhoek nach Kapstadt/Stellenbosch zum Teil extrem hoch waren, d.h. allein die Einwegmiete hat ca. 1.000 Euro ausgemacht. Es war dann im Endeffekt günstiger in Namibia einen Mietwagen zu nehmen und ihn auch in Windhoek wieder zurückzugeben, mit dem Bus nach Kapstadt zu fahren und dann dort wieder einen neuen Mietwagen zu nehmen. Falls einem natürlich genau das Grenzgebiet SA/Namibia wichtig ist, dann wäre es eher unpraktisch.

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