Thema: Weltreise mal "anders herum"  (Gelesen 898 mal)

monaxciii

« am: 26. September 2017, 08:04 »
Hallo liebe Forumsgemeinschaft!

Ursprünglich war geplant, im Winter 18/19 für 1 Jahr lang aufzubrechen: Zuerst SOA und dann SA.
Nun ist uns ein sehr erfreulicher Umstand dazwischen gekommen; wir werden nächstes Jahr heiraten. War so nicht in unserem Budgetplan vorgesehen, zumindest nicht in meinem  ;D Wie es aussieht, geht sich unsere Langzeitreise also erst im Sommer 2019 aus.

Jetzt passt unsere aktuelle Routenvorstellung so überhaupt nicht mehr mit den Jahreszeiten zusammen  :-\ Wir hatten aber ganz fest im Kopf, dass SOA unser Start sein wird, da wir da zumindest schon Thailand kennen und uns das Sicherheit gibt. In SA waren wir noch nie. Ist es da schwieriger, ins "Reiseleben" zu finden? Die Wege sind in Asien halt kürzer und ich denke, noch einmal ein bisschen besser ausgebaut/organisiert als in SA? Zudem das Sicherheitsthema... Und: Nach ein paar Wochen wären wohl "Urlaub" von der Reise empfehlenswert. Kann ich so etwas in SA finden? Hängemattenfeeling ja wohl eher nicht...

Und man hat sowieso ständig das Gefühl, dass alle im Osten starten und sich dann nach Westen durchschlagen  ::) Gibt es jemanden, der das auch anders herum gemacht hat?
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Kama aina

« Antwort #1 am: 26. September 2017, 08:36 »
In Südamerika hast du ein sehr gut ausgebautes Fernbusnetz! Das Reisen ist deswegen schon recht einfach. Man muss sich nur auf die Fahr- und Abfahrtszeiten einstellen. Je nachdem wird nur einmal am Tag abgefahren und die Fahrten können dann auch mal gut 10-15 Stunden dauern. Die teuren Busse sind eigentlich alle sehr gut und sicher. Wir hatten nie Probleme und haben uns immer sicher gefühlt. Das Reisen in Südamerika ist aber m. M. nach auch nicht gefährlicher als in SOA oder in anderen Teilen der Welt. Klar gibt es immer Ort wo man aufpassen und Dinge beachten muss, aber darüber informiert man sich ja auch wenn man in betroffene Gebiete will!

Also optimale Reisezeit für Südamerika habe ich für mich das Frühjahr entdeckt.

Und für den Urlaub vom Reisen biete sich auch viel an. Gerade die Karibikküste, bzw. die Möglichkeit in die Karibik zu kommen oder auch Mittelamerika. Da gibt es genug Möglichkeiten.
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Vombatus

« Antwort #2 am: 26. September 2017, 08:57 »
Wie wäre, bzw, würde die Route in Südamerika verlaufen?

Nicht nur mir ging es so. Es könnte sein, muss aber nicht, dass man einen kleinen (überwindbaren) Kulturschock erlebt, wenn man nach SOA Südamerika bereist. Unter diesen Aspekt wäre es gar nicht so schlecht, erst Südamerika zu bereisen mit krönenden Abschluß SOA.

Ich glaube auch nicht, dass es ein schwerer Start in Südamerika wäre. Da spielen vielleicht Vorurteile und übertriebene Reiseberichte dritter eine Rolle. Und ja, ich finde die Kriminalität hat dort einen anderen Stellenwert als in SOA. Damit kann man aber umgehen und meist passiert überhaupt nichts. Das ist also kein Grund nicht dorthin zu reisen.

Zudem hat Südamerika viele europäische Einflüsse (Architektur, Sprache, Schrift, Religion, Essen)und ist einem dadurch vertrauter und weniger exotisch als Asien. Nichtsdestotrotz beiten Südamerika viel Neues, Abwechslung, Naturschönheiten ohne Ende und natürlich auch indigene Kultur.

Hängemattenfeeling in SA? Kann man haben, je nach Land natürlich unterschiedlich. Es muss ja nicht Strand und Palme sein, sondern kann auch eine gemütliche (klein)stadt sein. Wichtig ist, dass man runterkommt, eine vertraute Umgebung hat. Letztendlich kommt es darauf an was ihr daraus macht.

Schaut euch auch mal das an Backpacking Südostasien vs. Südamerika
https://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=13160.

Mein Tipp. Keine Sorgen oder zu viele Gedanken machen. Neugierig sein, Herausforderungen annehmen, das Positve in den Vordergrund stellen und genießen. Mit Südamerika macht ihr nichts falsch.

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dirtsA

« Antwort #3 am: 26. September 2017, 10:07 »
Ich hatte damals ähnliche Bedenken: War davor nur in SOA unterwegs und wollte meine Weltreise aber in Zentralamerika (und dann SA) starten. War dann überhaupt kein Problem! Am Anfang macht man sich wegen ein paar übertriebener Stories vielleicht noch etwas mehr Gedanken und ist vorsichtiger, als in SOA. z.B. hatte ich in SOA immer meine Kreditkarte einfach mit in der Geldbörse, in SA bin ich nach dem Abheben meist direkt ins Hostel zurück und hab alles bis auf die Tagesausgaben dort deponiert. Aber das spielt sich schnell ein!

Ich denke in fast jedem Land gibt es Orte, an denen man schön ein paar Tage relaxen kann. Muss ja nicht unbedingt am Meer sein - manchmal ist auch ein See schön, oder eine Kleinstadt mit tollem Feeling etc. Wenn ihr uns eure konkrete Route durch SA nennt, können wir bestimmt ein paar Orte vorschlagen :)
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monaxciii

« Antwort #4 am: 26. September 2017, 10:34 »
@Kama aina, aber Karibikküste passt ja dann mit Sommer (spreche immer von unseren Jahreszeiten) wieder nicht mehr überein, oder?

@Vombatus, Das mit dem Kulturschock klingt plausibel, schon einmal ein positiver Punkt, es andersherum zu machen. Ich habe mir auch gedacht, dass man gerade am Anfang der Reise evtl. noch "mehr Energie" für lange Strecken etc. hat und später kommt dann vermehrt Strand und Meer/Tropen halt. Vermutlich wie man's dreht und wendet. Es ist nur auffallend, das sagen wir mal 80% in SOA starten?! Den verlinkten Thread sehe ich mir nachher noch an, danke!

Wir möchten am liebsten Kolumbien, die Galapagos Inseln, Peru, Bolivien und den Nordosten von Brasilien bereisen. Zentralamerika (Yucatan, Guatemala, Belize) wären auch toll, aber die sind ja dann auch später in einem "normalen" Urlaub bereisbar. Ansonsten wird es zu viel. Je nachdem, welches Land halt wie in die Route bzw. Reisezeit passt, sind wir da natürlich flexibel.

@dirtsA, wo genau hast du schlussendlich deine Weltreise gestartet, also in welchem Land? Ich glaube sogar, dass Zentralamerika "gefährlicher" als Südamerika ist, liege ich da richtig (gerade in Hinblick auf ein bisschen Guatemala, Honduras, El Salvador... da sticht in SA wohl nur mit Venezuela aktuell negativ heraus) - kann aber auch nur vom auswärtigen Amt "verblendet" sein, habe hier immerhin auch schon Reiseberichte gerade zu El Salvador und Honduras gelesen. Ist jetzt bisschen Off-Topic. Mir ging es bei meiner Ursprungsfrage eh nicht so um die Sicherheit, also nicht in dem Sinne von Mord und Totschlag. Eher um ein aufgelockertes Gefühl von "Ja, da sind wir im Reisen voll drinnen, da lassen wir uns nicht verunsichern".
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Kama aina

« Antwort #5 am: 26. September 2017, 11:02 »
Die Gefahr von schlechtem Wetter wenn du in unserem Sommer in der Karibik bist ist natürlich höher. Das stimmt.
Warm ist es aber und es regnet natürlich auch nicht die ganze Zeit. Aber da kannst du dich ja auch durch Reisezeittabellen lesen. 
Aber in der Theorie könnt ihr ja auch erst in SOA den "Urlaub" machen und dann da mit dem Reisen weiter machen.
Oder ihr fliegt noch in die USA und sucht euch da ein schönes Plätzchen etc.
Möglichkeiten gibt es da.
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dirtsA

« Antwort #6 am: 26. September 2017, 11:15 »
Zitat
@dirtsA, wo genau hast du schlussendlich deine Weltreise gestartet, also in welchem Land? Ich glaube sogar, dass Zentralamerika "gefährlicher" als Südamerika ist, liege ich da richtig (gerade in Hinblick auf ein bisschen Guatemala, Honduras, El Salvador... da sticht in SA wohl nur mit Venezuela aktuell negativ heraus) - kann aber auch nur vom auswärtigen Amt "verblendet" sein, habe hier immerhin auch schon Reiseberichte gerade zu El Salvador und Honduras gelesen. Ist jetzt bisschen Off-Topic. Mir ging es bei meiner Ursprungsfrage eh nicht so um die Sicherheit, also nicht in dem Sinne von Mord und Totschlag. Eher um ein aufgelockertes Gefühl von "Ja, da sind wir im Reisen voll drinnen, da lassen wir uns nicht verunsichern".
In Mexiko (Yucatan) für eine Woche, dann weiter über Belize (eine Woche) nach Guatemala (ein Monat) und Honduras (3 Monate),... Alles easy :)
Ich persönlich würde sogar behaupten, dass der Kulturschock für jemanden, der noch nie im chaotischen Asien war, grösser ist, als für jemanden, der noch nie in SA war! In SOA wird man doch viel mehr mit Armut, Müll, Dreck, Verkehrschaos, Gerüchen etc. konfrontiert, als in SA. In SA hat man teilweise auch ein europäisches Feeling in den ganzen alten Kolonialstädten. Soweit meine Meinung zum Thema Kulturschock ;) Natürlich wird SA anders, als SOA, aber das macht doch auch den Reiz des Reisens aus, oder? Unterschiedliche Regionen kennenzulernen :) Dass man sich immer etwas anders einstellen muss, ist natürlich klar. Ich hatte dann in SOA danach auch viele Sachen, die ich an SA geschätzt habe und dann vermisst habe... Siehe Thread von Vombatus.

Die Gefährlichkeit der Länder kann man denke ich nicht so pauschalisieren. In Honduras habe ich 3 Monate auf einer kleinen Insel gelebt - dort passiert sicher (fast) nix. Die meisten Gewalttaten sind sowieso in Relation mit Drogen (Banden unter sich) - solange man sich von dem Thema fern haltet, sollte man schon zu 99% safe sein. Die 1% Unsicherheit sind halt einfach Glück/Pech - zur richtigen/falschen Zeit am richtigen/falschen Ort ;) Darüber würde ich mir nicht den Kopf zerbrechen. Solange ihr "street smart" seid (dazu steht hier auf der Website auch irgendwo was), sollte alles gut gehen!

Zitat
Wir möchten am liebsten Kolumbien, die Galapagos Inseln, Peru, Bolivien und den Nordosten von Brasilien bereisen. Zentralamerika (Yucatan, Guatemala, Belize) wären auch toll, aber die sind ja dann auch später in einem "normalen" Urlaub bereisbar. Ansonsten wird es zu viel. Je nachdem, welches Land halt wie in die Route bzw. Reisezeit passt, sind wir da natürlich flexibel.
Na dann... in Kolumbien gibt's auch Strände und Orte zum Relaxen. Die kleinen Kolonialstädte wie z.B. Mompox bieten sich dafür an. Auch in Ecuador gibt's Strände - und Banos soll auch gut zum Seele baumeln lassen sein (selbst nicht getestet ;) ). In Peru hab ich dann mal 2 Tage in Mancora am Strand gechillt. War jetzt nicht der schönste Strand, aber was braucht man schon? Relaxtes Feeling, Sonne, Wärm, ein Bier in der Hand,... :) Ich hatte dann auch eine "Auszeit vom Reisen" in Bolivien, in La Paz. Ihr werdet für euch bestimmt tolle Orte unterwegs finden, die zum Verweilen einladen - ob in SA oder SOA, Auswahl gibt's überall genug und jedem gefällt auch was anderes!
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Steffi365

« Antwort #7 am: 26. September 2017, 12:10 »
Wir sind auch in SA gestartet und kannten vorher nur SOA, das war überhaupt kein Problem.
Wir sind im Mai in Rio gelandet und haben uns dann im ersten Monat von dort über Nord Argentinien nach Bolivien durchgeschlagen. Danach brauchten wir auch eine Pause, weil man so langsam merkte, dass es kein normaler Urlaub ist und das anfängliche Tempo schon schnell war (so ging es zumindest uns). Strand gibt's dort zwar nicht, aber wir sind in den Dschungel geflogen und haben dann dort ein paar Tage in einer Unterkunft mit Hängematten und Pool relaxt.

Die Wege sind in SA länger, jedoch fand ich die ganze Organisation und die Fahrzeuge selbst, wesentlich besser als in SOA.
Bezüglich der Sicherheit: Passieren kann überall etwas, hier sollte man sich aber nicht verunsichern lassen und auf sein Bauchgefühl hören.
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