Thema: Argentinien: Reiseplanung für sechs Wochen  (Gelesen 1133 mal)

Travel-Tobi

« am: 18. August 2017, 17:31 »
Ich weiß, den Thread gibt es so ähnlich schon  ;)

Als Start eines längeren Aufenthalts in Lateinamerika möchte ich ab Oktober nach einem kurzen Stopp in Rio in Argentinien beginnen und zwar etwa so (in Klammern die "geplanten" Tage):

Rio de Janeiro (5)
Iguazu (2-3)
Buenos Aires (5-6)
Bariloche (6)
El Bolson (1)
Carretera Austral (7-8), vgl. dazu diesen Thread: https://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=14518.0
El Chaltén (4)
El Calafete (1)
Puerto Natales (7)
Punta Arenas (3)
Flug nach Santiago bzw. Fähre nach Puerto Montt

Dann wäre es (bei Beginn Ende Oktober in Rio) Ende November/Anfang Dezember. Ich könnte das noch etwas schieben, möchte aber gerne die Hochsaison im Torres Del Paine vermeiden.
Kurz zu mir: Strände sind nicht so meins, Berge schon, Kultur/Museen auch

Nun ein paar Fragen:
Von Bs As nach Bariloche ist es weit - gibt es was Spannendes en route?
Von Puerto Madryn wurde in einigen Threads ja tendenziell abgeraten - ich finde Tiere zwar total faszinierend, habe aber auch schon Einiges (Wale, Pinguine) gesehen. Gibt es jemanden, der sagt, das sollte ich nicht verpassen? Läge ja so einigermaßen auf der Strecke.

Alternative von Punta Arenas aus ist neben dem Flug nach Santiago auch die Fähre nach Puerto Montt. Kann jemand sagen, ob das lohnenswert ist, auch in Bezug auf Preis-Leistung?
Ansonsten würde sich ja auch ein Abstecher nach Ushuaia anbieten, aber auch davon habe ich hier im Forum eher wenig Überzeugendes gehört. Der NP soll toll sein, aber ist er den Umweg wert?

Vielen Dank für die Hilfe!
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Vombatus

« Antwort #1 am: 18. August 2017, 17:42 »
... Gibt es jemanden, der sagt, das sollte ich nicht verpassen? Läge ja so einigermaßen auf der Strecke. ...

zu Puerto Madryn
Wenn du es noch nicht gemacht hast und die Gelgenheit hast. In PM kannst du mit Seelöwen schnorcheln. Ein Höhepunkt meiner SA-Reise.

Ansonsten fand ich Bariloche wenig überzeugend. Vorallem die Umgebung ist schön, den Ort selbst würde ich meiden wie es geht.
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Travel-Tobi

« Antwort #2 am: 18. August 2017, 18:03 »
Stimmt, das hatte ich hier auch schon mal gelesen - ich glaube, von dir. Und ich glaube auch häufiger ;)

Hatte ich aber gerade nicht mehr auf dem Schirm, danke! Fließt in die Überlegungen mit ein.
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Beate

« Antwort #3 am: 18. August 2017, 18:12 »
In PM kannst du mit Seelöwen schnorcheln. Ein Höhepunkt meiner SA-Reise.


Wann war das denn? Und welcher Anbieter? Als wir vor 2 Jahren dort waren gab es dieses Angebot nicht.
Und waren es wirklich Seelöwen, keine Seehunde? Denn Seelöwen können recht gefährlich werden.

Ich gehöre zu denjenigen, für die die Peninsula Valdez eine Enttäuschung war. Klar, wir haben Seelöwen gesehen, aber die waren so weit weg, das man ein Fernglas gebraucht hat. Wir haben südlicher an einem x-beliebigen Strand wesentlich näher an Seelöwen heran gekonnt.

Auch Ushuaia fanden wir nicht gerade vom Hocker reissend. Die Stadt und der Nationalpark ist ja noch ganz schön, aber die Fahrt dorthin absolut langweilig.

Dagegen ist der Torres del Peine NP wirklich jeden Tag wert. Und am besten direkt im Park übernachten, denn mit der Fahrerei nach Puerto Natales verliert man jeden Tag viele Stunden im Park.
Im November oder auch Dezember brauchst Du im TdP noch keine Angst vor Touristenmassen zu haben. Die kommen erst über die Feiertage. Auch im Januar und Februar hatten wir nie Probleme.

Bariloche ist wirklich nicht besonders spannend. Aber die Umgebung ist schön. Vielleicht übernachtet Ihr nicht direkt in Bariloche, sondern irgendwo in der Umgebung?


Leider kann ich Dir zu Busverbindungen etc. nichts sagen. Wir waren dort immer mit dem Miet-Camper unterwegs.

Beate

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Sebi

« Antwort #4 am: 18. August 2017, 20:10 »
Von Bs As nach Bariloche ist es weit - gibt es was Spannendes en route?
Von Puerto Madryn wurde in einigen Threads ja tendenziell abgeraten - ich finde Tiere zwar total faszinierend, habe aber auch schon Einiges (Wale, Pinguine) gesehen. Gibt es jemanden, der sagt, das sollte ich nicht verpassen? Läge ja so einigermaßen auf der Strecke.

Ich habe den Zwischenstopp dort gemacht und es nicht bereut. Hatte auch schon öfters mal Wale gesehen, aber noch nie in so großer Zahl (war auch im November). Auch die Pinguinkolonie war allein durch ihre Größe beeindruckend und durchaus einen Besuch wert. Wenn du also eh auf dem Landweg nach Süden unterwegs bist, würde ich den Stopp durchaus empfehlen. Allein schon um die extrem lange Busreise mal für 2 Tage zu unterbrechen.
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Vombatus

« Antwort #5 am: 19. August 2017, 11:49 »
... Wann war das denn? Und welcher Anbieter? Als wir vor 2 Jahren dort waren gab es dieses Angebot nicht.
Und waren es wirklich Seelöwen, keine Seehunde? Denn Seelöwen können recht gefährlich werden.

Wenn du "snorkeling puerto madryn lobos" googlest findest du mehrere Anbieter, kannst dir auch die Googlebilder ansehen. Eigentlich hat das jede Agentur angeboten. Ob Löwe oder Hund. Keine Ahnung. "Lobos Marinos" heißt südamerikanischer Seelöwe, hat aber auch verschiedene Robbennamen?! Welche Art das genau war weiß ich leider nicht. Jedenfalls waren die Tiere teilweise groß und es wurde mir schon anders bei der ersten Begegnung im Wasser. Berührungsängste gab es keine, eher Neugierde. Billig war es 2012 nicht. Schätze inzwischen ist es teurer geworden.
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Marla

« Antwort #6 am: 19. August 2017, 14:31 »
Ansonsten fand ich Bariloche wenig überzeugend. Vorallem die Umgebung ist schön, den Ort selbst würde ich meiden wie es geht.
Das hatte ich vorher auch gehört und mich deswegen je eine halbe Woche in San Martín de los Andes und Villa La Angostura einquartiert, beides sehr nette Orte. Ich war im Januar zur Hauptsaison dort, da war es natürlich sehr touristisch, aber mir hat es trotzdem viel besser als Bariloche gefallen, was ich mir auch kurz angeschaut hab. Kannst ja mal schauen, ob das eine Alternative für dich wäre. Kommt natürlich darauf an, was genau du in/um Bariloche machen wolltest.

Ansonsten finde ich deine Routenplanung ziemlich gut von der Zeit, die du eingeplant hast, wobei ich nur die erste Hälfte beurteilen kann.

Von Bs As nach Bariloche ist es weit - gibt es was Spannendes en route?
Kurz gesagt: Nein :) Ich war eine Nacht in Neuquen, aber da gibt's nicht wirklich viel zu tun. Ich fand aber die Stadt recht sympathisch und die Lage am Fluß sehr schön. Aber bis dahin sind es immer noch ca. 16 h mit dem Bus von Bs As.
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Travel-Tobi

« Antwort #7 am: 20. August 2017, 16:59 »
Danke an alle, hat mir geholfen und ich werde jetzt wohl doch nach Puerto Madryn düsen. Haufenweise Wale und Schnorcheln mit lobos klingt dann doch zu verlockend. Zumal
Von Bs As nach Bariloche ist es weit - gibt es was Spannendes en route?
Kurz gesagt: Nein :)
Danke, Marla, auch für die Alternativvorschläge zu Bariloche. Die gucke ich mir mal an. Ich möchte in der Gegend gerne einen Sprachkurs machen und dachte, dass ich dann nachmittags ein bisschen wandern kann - statt und dabei Hausaufgaben zu machen  8)

Kann noch jemand etwas zu der Fährfahrt von Punta Arenas aus nach Puerto Montt sagen, v.a. bzgl. Preis-Leistungsverhältnis?
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Beate

« Antwort #8 am: 20. August 2017, 18:56 »

Kann noch jemand etwas zu der Fährfahrt von Punta Arenas aus nach Puerto Montt sagen, v.a. bzgl. Preis-Leistungsverhältnis?

Wieso willst Du das unbedingt mit dem Schiff machen? Dauert wesentlich länger und ist wesentlich teuerer. Und soviel ich weiss, geht das Schiff auch nicht jeden Tag.

Beate
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Vombatus

« Antwort #9 am: 20. August 2017, 19:14 »
Weil man auf dem Wasser unterwegs ist, die Landschaft aus einer anderen Perspektive sieht.
Weil man ein anderes Reisetempo hat, welches auch mal der Seele gut tut.
Weil es die Chance bietet anderes zu erleben.
Weil es einem Wert ist, sich einen Wunsch zu erfüllen.
...

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Travel-Tobi

« Antwort #10 am: 20. August 2017, 19:19 »
Wieso willst Du das unbedingt mit dem Schiff machen?
Will ich ja gar nicht  ;)
Ist halt eine Überlegung statt des wirklich sehr günstigen Fluges nach Santiago. Ich stelle mir die Fährfahrt aber schon recht interessant vor. Sieht bei Google Maps auf jeden Fall so aus ;)
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Moehli

« Antwort #11 am: 23. August 2017, 14:31 »
Ich finde deine Routenplanung soweit auch ganz gut.
Allerdings würde ich für El Calafate eher 2 Tage einplanen: einen Tag eine Bootstour zu den Gletschern (Perito Moreno, Spegazzini, Upsala) und am andern zum Aussichtspunkt vor dem Perito Moreno. Aber deine angegebenen Tage sind ja auch nicht fix...

Bariloche fand ich übrigens gar nicht so schlecht. Ich habe dort 2 Wochen einen Sprachkurs gemacht und empfand die Stadt als sehr angenehm. Außerdem kann man in der Gegend sehr viele wunderschöne Ausflüge und Wanderungen unternehmen, sodass sich ein Aufenthalt von insgesamt einer Woche auf jeden Fall lohnt.
Klar, San Martín de los Andes und Villa La Angostura sind natürlich auch gute Alternativen, wie von Marla vorgeschlagen. Die vielen Seen haben mir jedoch bei Bariloche noch etwas besser gefallen. Vielleicht lag es aber auch an 2 Wochen purem Sonnenschein und 28 Grad... 8)

Zwischen Buenos Aires und Bariloche liegt größtenteils die argentinische Pampa.
Spannend fand ich noch Malargüe bzw. den Payunia Park, liegt natürlich nicht direkt auf dem Weg, war aber eine einzigartige Landschaft mit viel schwarzem Lavasand. Einfach mal googleln, die Gegend war zumindest 2010 touristisch nur wenig erschlossen.

Beate

« Antwort #12 am: 23. August 2017, 15:09 »
Ich stelle mir die Fährfahrt aber schon recht interessant vor. Sieht bei Google Maps auf jeden Fall so aus ;)

Klar, die Fahrt ist bestimmt interessant. Aber auch nur bei schönem Wetter. Ansonsten hockst Du die gesamte Zeit auf dem Schiff, hast teuer bezahlt und siehst nichts. Wirst höchstens seekrank von der Schaukelei.  ;D

Dazu kommt, dass die Schiffe ja auch nicht jeden Tag fahren und soweit ich bisher gehört haben, sich auch oft mal ein paar Tage verspäten.

Beate
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Travel-Tobi

« Antwort #13 am: 23. August 2017, 17:20 »
Ich stelle mir die Fährfahrt aber schon recht interessant vor. Sieht bei Google Maps auf jeden Fall so aus ;)

Klar, die Fahrt ist bestimmt interessant. Aber auch nur bei schönem Wetter. Ansonsten hockst Du die gesamte Zeit auf dem Schiff, hast teuer bezahlt und siehst nichts. Wirst höchstens seekrank von der Schaukelei.  ;D

Dazu kommt, dass die Schiffe ja auch nicht jeden Tag fahren und soweit ich bisher gehört haben, sich auch oft mal ein paar Tage verspäten.
Ich habe mittlerweile diesen Thread gefunden, der mich doch dazu animiert, die Fähre zumindest im Auge zu behalten:

https://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=12766.0

Ist natürlich wie alles in der Gegend wetterabhängig und ich müsste dann auch am Dienstag bereit sein. Mal gucken, vielleicht passt es ja. Allerdings fährt die, wenn ich das richtig sehe, nur von Puerto Natales aus los und nicht von Punta Arenas, wie ich ursprünglich dachte.

Allerdings würde ich für El Calafate eher 2 Tage einplanen: einen Tag eine Bootstour zu den Gletschern (Perito Moreno, Spegazzini, Upsala) und am andern zum Aussichtspunkt vor dem Perito Moreno. Aber deine angegebenen Tage sind ja auch nicht fix...
Hatte gelesen, dass für den Gletscher-Besuch ein Tag reicht. Wegen Bootstour gucke ich dann vor Ort, danke für's Drauf-aufmerksam-machen.

Zitat
Bariloche fand ich übrigens gar nicht so schlecht. Ich habe dort 2 Wochen einen Sprachkurs gemacht und empfand die Stadt als sehr angenehm.
Oh, das habe ich auch vor. Hast du Empfehlungen?
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Moehli

« Antwort #14 am: 25. August 2017, 14:10 »
Ich war bei der Sprachschule La Montaña, die ich, zumindest mit Stand 2010, nur weiterempfehlen kann.
Es war sowohl vom Lernen her sehr gut als auch von den Aktivitäten, die von der Sprachschule angeboten wurden. Vormittags waren wir 4 Stunden Unterricht angesagt und nachmittags konnte man Ausflüge selbst oder mit der Schule unternehmen, z.B. Wandern, Kanufahren, Reiten, Kindergartenbesuch etc.
Die erste Woche war ich in einem Hostel untergebracht, die zweite in einer Gastfamilie, was beides die Sprachschule organisiert hat.

Außerdem bietet sich Bariloche dafür an, da man viele gute Halbtagesausflüge direkt vom Ort aus unternehmen kann.

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