Thema: Mit dem Fahrrad um die Welt?  (Gelesen 841 mal)

muewo

« am: 17. August 2017, 23:22 »
Hallo Reisende,

ich möchte nochmal Bezug auf mein Thema Ende letztes Jahr nehmen. (https://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=14002.msg94394#msg94394)

Es ist so, dass das finanzielle Ziel was ich mir gesetzt habe gegen Ende des Jahres schon erreicht wird. Ich allerdings aufgrund einiger Umstände eh erst frühstens gegen September/Oktober 2017 starten könnte, d.h mein Reisebudget setzte ich mal auf grob 12.000€ an.

Wohnung und Job ist eigentlich noch auf den gleichen Stand. Mit dem Unterschied, dass ich eigentlich dazu neige zu Kündigen und danach zwar vielleicht wieder in der Uniklinik anfangen möchte, aber auch ein Studium ist eine Option. Dafür soll die Reise ja sein.

Reiseziel hat sich auch nicht geändert, Süd und Mittelamerika ist mein Ziel. Was sich aber essenziell geändert hat, ist die Reiseart.

Ich spiele ernsthaft mit den Gedanken das ganze mit Fahrrad zu rocken. Die Idee ist noch nicht fest, ich kann mir auch vorstellen das ich das ganze "klassisch" mache aber die Idee ist in meinem Kopf.

Ich würde dann in Freiburg startet und prinzipiell erstmal Lissabon anpeilen. Das wäre quasi die erste Etappe. Und dann mit einem Frachtschiff rüber nach Südamerika. Mich würde die Reise mit einem Frachtschiff schon sehr reizen und ich stelle mir das auch einfacher vor, mit einem gepackten Rad das zu transportieren.
Es gibt ja einige Anbieter aus Deutschland bzw. Belgien. Aus Lissabon richtung Südamerika habe ich sowas allerdings noch nicht gefunden. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es kein Schiff von Lissabon nach Südamerika gibt.


Ich würde gerne die Reise an sich so abwechslungsreich wie möglich gestalten. Zwischen Couchsurfing, Campen und Hostel unterkünfte. Ich bin aber noch arg skeptisch was einige Punkte mit dem Rad betrifft.

(Wild)Campen - was kostet das? Wen ich Campingplätze ansteuer, gibts dann dort Strom? Wie ist es mit der Sicherheit? Gerade wenn ich mit dem Rad in größeren Städten unterwegs bin, würde ich gerne mein Rad sicher im Hostel abstellen. Aber auf den Hostelseiten finde ich dazu kaum bis keine Informationen (bei den Stichproben).

Sicherheit ist eigentlich miene größte Sorge. Ich werde schon viel Elektrokram mitnehmen und würde auch weiterhin gerne die Reise dokumentieren mit Videos/Blog. Weshalb ich zwischendurch sowieso in Hostels absteigen müsste (W-Lan, Strom ect).

Allgemein habe ich Bock drauf das mit Fahrrad zu machen, aber ich bin mir noch unsicher. Ist es insgesamt billiger? Klar spare ich die Transportkosten, aber ich bin ja auch deutlich länger unterwegs und muss für Campingplätze und Essen ja genauso Gebühren bezahlen.
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Radlerin

« Antwort #1 am: 18. August 2017, 17:42 »
Hallo Marvin,

in Europa kannst du gut zelten, da hätte ich auch abseits von Städten keine Sicherheitsbedenken beim wild campen. Auf Campingplätzen gibt es Strom, ist aber teuer, so 3-5€ pro Tag. Manche laden ihr Handy im Waschraum auf, aber wenn es da so alleine rum liegt, ist das auch nicht so sicher.

Ich war bisher nur in Mittelamerika (und Asien etc.) mit dem Rad unterwegs, da war es nie ein Problem, das Rad mit aufs Zimmer zu nehmen. Wir sind allerdings als Paar gereist und hatten ein eigenes Zimmer; wie es in Mehrbettzimmern ist, weiss ich nicht. Oft kann man das Rad aber auch im Hostel irgendwo abstellen.

Ob Radreisen billiger ist weiss ich nicht so recht. In Mittelamerika gibt es keine Campingplätze und in Südamerika soweit ich weiss eher in Patagonien. Was billiger ist, das sind Orte mit wenig Tourismus, wo du zwangsläufig durchkommst. Die Pfade abseits des Pancake Trail bieten auch oft mit die schönsten Erlebnisse.
Wenn du nicht ewig Zeit hast, wirst du vielleicht zwischendurch doch mal einen Bus nehmen für uninteressantere oder grössere Strecken, dann zahlst du meist einen Aufpreis für das Rad.

Im Flieger ist das Rad kein grosses Problem, es kostet halt 50-100€ extra. Zur Not kannst du es am Flughafen in Klarsichtfolie einwickeln lassen, wenn du keinen Radladen findest, der dir einen Radkarton überlässt.

Vorteil vom Radreisen ist auch, du musst weniger Touren buchen (ausser wandern oder Bootstouren), du sparst dir das Geld für die "letzte Meile" zum Hostel oder Sehenswürdigkeit, kannst mehr erkunden, kannst überall anhalten wo es dir gefällt, musst nicht das erstbeste Hostel nehmen, sondern kannst erstmal in Ruhe die Gegend erkunden.

Ich würde es nicht wegen Geldsparen machen, sondern weil es eine schöne Art zu reisen ist. Man muss es aber auch mögen  :) Du solltest auch einen Platten reparieren können oder den Schaltzug austauschen und sowas. Bei schlechtem Wetter muss man sich auch motivieren können, aber wenn du erst unterwegs ist, ist es halb so wild.

Wenn du es ernsthaft vorhast, würde ich mir überlegen, einen Dynamo zu kaufen, der während der Fahrt Strom zum Aufladen von Elektrogeräten erzeugt. Dann bist du unabhängiger. Die Anschlüsse müssen halt zum smartphone passen, bin da nicht auf dem neuesten Stand, aber das sollte man rauskriegen.

Bin mal gespannt, wie du dich entscheidest  8)


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Vombatus

« Antwort #2 am: 18. August 2017, 17:53 »
Habe mal kurz "Mit dem Fahrrad durch Mittelamerika" und "Mit dem Fahrrad durch Südamerika" gegooglet. Da gibt es einige Treffer. Weiß aber nicht, ob du die schon kennst? Vielleicht gibt es da Erfahrungsberichte etc. ...
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grenzenlos

« Antwort #3 am: 20. August 2017, 14:39 »
Hallo,
mit Fahrrad finde ich prima. War/waren selbst 4 Jahre unterwegs.
Antworten auf deine vielen Fragen findest Du am besten da: http://www.rad-forum.de/
Wünsche schon jetzt herrlich Tour.
Auf meiner Seite: www.grenzenlosabenteuer.de gibts einige Bilder und Zeilen zu unserer 48.000 km Tour  ;)
LG, Wi grenzenlos
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