Thema: Heimatbasis-"Verlust" während Reise-Orga bei Rückkehr (Arbeitsamt, Meldeamt,...)  (Gelesen 3730 mal)

Susu

Hallo,

wir sind gerade in den letzten Zügen unserer Reise und langsam aber sicher naht die Rückkehr.
Während wir unterwegs waren, ist unsere Heimatbasis selbst umgezogen. So weit kein Problem bisher. Wir hatten praktisch alle Post eh auf email umgestellt.
Wenn wir jetzt bald heimkommen gibts allerdings ein paar behördliche Hürden oder Extra-Schritte für uns.

Unsere vorrübergehende neue Bleibe nach Rückkehr in Hamburg wird zur Folge haben, dass unser altes A-Amt nicht für uns zuständig ist (anderes PLZ-Gebiet).
Ich gehe davon aus, dass ich am ersten Tag nach Rückkehr nicht zu meinem alten A'Amt gehen kann mit der Info, dass ich nicht lange im fremden PLZ-Gebiet bleiben werde sondern asap wieder ins alte PLZ-Gebiet ziehen möchte und daher beim alten A'Amt bleiben kann oder? Anders gefragt: Man kann wohl nicht einfach eine andere Postzustell-Adresse angeben als dort wo man offiziell wohnt/gemeldet ist? Oder weiß jemand, dass das irgendwie gehen könnte?

Denn wenn dem so ist, könnte ich mir diesen doofen Extra-Schritt sparen, mich im neuen PLZ-Gebiet umzumelden und dann zum neuen A'Amt zu gehen.

Ideen jemand?
Merci, Susu

n_rtw

Ich fürchte, das Arbeitsamt schickt alle Post an die Heimatadresse. Hab kein Extra Feld gesehen, wo man eine andere Adresse hätte einschreiben kann.

Aber was ist so schlimm am anderen Arbeitsamt? Ein Wechsel funktioniert problemlos - den Umzug kündigt man nur über die Hotline / per Formular an, das neue AA meldet sich dann von allein bei dir - , die Daten sind im Computer und werden mitgenommen, man bekommt halt nur einen anderen persönlichen Berater und muss eben im schlimmsten Fall alles zwei Mal erzählen. Eine Vermittlung kann sich dadurch vielleicht ein wenig verzögern, aber den Job muss man sich ja eh meist selber suchen.
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Susu

Danke für deine Einschätzung.

Der A'Amt-Wechsel ist für mich kein Problem.
Ich würde mir nur gern den Ummeldekram sparen. Das geht nämlich in HH angeblich nur persönlich und den nächsten freien Termin gibts Mitte Mai! ...herje


Claudia-to-go

Hey Susu,

als wir uns letztes Jahr in HH arbeitslos gemeldet haben, galt die Adresse, die auf unserem Perso stand. Wer sich mit Reisepass ausweist, muss ne Meldebestätigung vorlegen. Wenn im Perso die alte Adresse der Homebase steht, sollte es eigentlich gehen. 

Dass der Wechsel ganz problemlos ist, kann ich nur bedingt bestätigen. Wichtig ist, dass du den Ortswechsel min. 1 Woche vorher schriftlich ankündigst, sonst kannst du eine Sperre bekommen. (Uns hatte man vor Ort gesagt, wir müssten einfach nur die Meldebestätigung per Post schicken und dann gabs Ärger, weil wir den Umzug nicht angekündigt hatten). Bei dir wäre ja aber der Ortwechsel von Beginn an, die möglichen Umstände hast du dann erst, wenn ihr wieder zurück umzieht.

Blöd beim Ummelden im Einwohnermeldeamt in HH ist auch, dass du nun eine sogenannte "Wohnungsgeberbestätigung" brauchst. Der Vermieter muss unterschreiben, dass du sein Mieter bist.

LG Claudia
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Susu

Hallo Claudia,

also auf unserem Perso steht unsere alte Adresse in HH, die auch gleichzeitig die Adresse unserer Heimatbasis war (Freunde, die im selben Haus gewohnt haben). Das ist auch die Adresse, die wir vor der Reise beim A’Amt genutzt haben um unseren Anspruch festzustellen.
Unsere neue Adresse in HH wird zur Folge haben, dass das alte A'Amt nicht mehr für uns zuständig ist. Also müssen wir zum A'Amt der neuen Adresse. Dazu muss ich mich ummelden (weil ich ja nicht einfach zum neuen A'Amt gehen kann und denen sagen kann, schickt mir eure Post bitte einfach zur neuen Adresse). Zum Ummelden brauch ich diese dusselige Wohnungsgeberbescheinigung. Die ist aber in unserem Fall schnell erledigt, weil wir bei den Eltern einziehen, die das Ding schon unterschrieben haben.
Mein "Problem" ist, dass das Meldeamt in Hamburg Termine zur Ummeldung erst wieder Mitte Mai (!) vergibt. -> Weiß jemand hierfür eine Lösung? Online-Ummeldung gibt’s in HH nicht, oder? Kann ich einfach zum neuen A’Amt mit der Wohnungsgeberbescheinigung der neuen Adresse gehen um den ganzen Arbeitslosengeld-Vorgang (und Anmeldung zur Krankenkasse) ins Rollen zu bringen ohne offiziell umgemeldet zu sein?

dirtsA

Ohne die Situation speziell in HH zu kennen, aber...

Braucht man denn unbedingt einen Termin? Ich bin bisher immer ohne Termin hin (München, Österreich). Dann halt direkt zur Öffnungszeit bzw. auf etwas Wartezeit einstellen.
Das kann doch gar nicht sein, dass man einen Termin braucht und dann geht erst wieder im Mai etwas. Man ist ja verpflichtet, sich innerhalb weniger (5?) Tage nach dem Umzug zu melden. Da müssen die doch eine Lösung für haben. Also meine Vermutung: Geh einfach ganz in der Früh ohne Termin hin.
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karoshi

Das kann doch gar nicht sein, dass man einen Termin braucht und dann geht erst wieder im Mai etwas. Man ist ja verpflichtet, sich innerhalb weniger (5?) Tage nach dem Umzug zu melden. Da müssen die doch eine Lösung für haben. Also meine Vermutung: Geh einfach ganz in der Früh ohne Termin hin.

Doch, das kann sein. Ich kenne eine ähnliche Situation aus Bonn (3,5 Monate Wartezeit). Das wurde dann so gehandhabt, dass die Terminvergabe fristwahrend war, d.h. alleine durch das rechtzeitige Vereinbaren eines Termins hat man die Meldefrist eingehalten. Leider hilft das überhaupt nicht, wenn man die Ummeldung braucht, um ALG zu beantragen.

Wahrscheinlich hilft nur eine Nachfrage bei der Hotline der Arbeitsagentur, wie man sich in so einem Fall zu verhalten hat. Oder falls das nichts bringt, würde ich mit Wohnungsgeberbescheinigung und Terminbestätigung vom Meldeamt zur AA gehen und versuchen, wenigstens mal die Arbeitslosmeldung zu erledigen, denn davon hängt ja ab, ab wann Du Geld kriegst. Die endgültige Antragsabgabe bzw. die Bearbeitung des Antrags ist dann wieder etwas anderes; da wird die AA mit Sicherheit einen Nachweis fordern, dass Du in ihrem Zuständigkeitsbereich wohnst.
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dirtsA

Zitat
Doch, das kann sein. Ich kenne eine ähnliche Situation aus Bonn (3,5 Monate Wartezeit).

Verrückt!! :o :o Und das in der heutigen Zeit, wo solche Dinge eigentlich online gehen sollten. Einfach nur peinlich für die entsprechenden Städte.
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Claudia-to-go

Hey Susu,

wenn die Adresse auf dem Perso die der alten Homebase ist, kannst du die beim "alten" AA angeben. Die Post musst du dann natürlich weiterleiten lassen (Nachsendeauftrag). Nach Ummeldung teilst du dem AA die neue Adresse mit (wie gesagt, ne Woche vorher den "Umzug" ankündigen).

Zweite Möglichkeit ist eben, dich erst umzumelden und dann beim neuen AA zu melden.

Vielleicht kommt es auf den Bezirk an, ob man einen Termin machen muss? Wir wohnen in Eimsbüttel und konnten immer ohne Termin beim Bezirksamt aufschlagen. Schau doch nochmal online, ob sie das zwingend wollen, oder ob der Termin nicht nur eine Option ist, damit man dann vor Ort nicht lange warten muss.

Wenn es wirklich nur mit Termin geht, würde ich auch die Variante "mit Terminbestätigung zum AA gehen" favorisieren.
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karoshi

wenn die Adresse auf dem Perso die der alten Homebase ist, kannst du die beim "alten" AA angeben. Die Post musst du dann natürlich weiterleiten lassen (Nachsendeauftrag).
Hast Du das ausprobiert? Meines Wissens schickt die AA ihre Post mit dem Vermerk "Nicht nachsenden - bei Umzug mit neuer Anschrift zurück". Mir ist es vor Jahren jedenfalls mal passiert, dass sich meine Abmeldung und ein Schreiben des Arbeitsamtes gekreuzt haben. War im ersten Moment nicht so witzig.
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Claudia-to-go

Hmm, guter Hinweis, Karoshi. Ich glaube, bei uns kam es nicht dazu, weil wir uns dann schon für die Untermietwohnung umgemeldet hatten.

Ich habe erst nach einigen Wochen Post vom AA bekommen, den Termin für die erste Beratung hatten sie mir schon bei der Arbeitslos-Meldung mündlich mitgeteilt, es gab also lange keinen Grund, mir zu schreiben.

Andererseits, der Bescheid kam dann ja recht schnell und der kam... hmm, ich kann es echt nicht genau erinnern.

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Claudia-to-go

So, ich habe jetzt nochmal mein externes Hirn dazu befragt und uns wurde der Bewilligungsbescheid definitiv per Nachsendeauftrag zugestellt.

Zweite Info wäre noch, dass man in HH zu jedem Bezirksamt gehen kann, egal wo man gewohnt hat oder hinziehen will (innerhalb Hamburgs). Wie gesagt geht es in Eimsbüttel auf jeden Fall ohne Termin mit dem Ummelden (und man kann da Pater Noster fahren!) und auf dem Bezirksamt in Altona ist auch in der Regel wenig los (sagt mein externes Gehirn).

Dit wird also schon werden, Susu :)
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Susu

Ich hab wieder mal völlig umsonst Sorgen gemacht. Innerhalb von drei Stunden am ersten Morgen nach unserer Rückkehr hatten wir alles erledigt.

Das Bezirksamt Volksdorf hat uns ohne Termin nicht dran genommen für die Ummeldung. Ein Anruf bei 115 empfahl uns, es in Poppenbüttel zu probieren, dort könnte manauch ohne Termin warten. In Poppenbüttel sagte man uns dann, dass dort eigentlich auch nur mit Termin umgemeldet werden könnte. Nach Erklärung unserer Situation durften wir dann aber Platz nehmen ("aber alle, die einen Termin haben, sind vor Ihnen dran")...10 Minuten später wurden wir reingerufen und zackig u d freundlich umgemeldet.
Danach fuhren wir zu unserem neuen Arbeitsamt um uns wieder anzumelden. Innerhalb von 30 Minuten war dort auch alles erledigt.
Perfekt.

Fazit: Freundlich fragen hilft.
:-)

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