Thema: Weltreise oder Jahresurlaub  (Gelesen 2406 mal)

zzipp

« am: 30. Januar 2017, 21:17 »
Hallo zusammen,

bin schön länger hier stiller Mitleser, mittlerweile 30, seit 6 Jahren begeisterter Reisender und möchte heute euch - insbesondere diejenigen, welche eine Weltreise bereits hinter sich haben - zu eurer Meinung befragen:

Wie seht Ihr das Verhältnis zwischen Jahresurlaub und Weltreise?

Mit Jahresurlaub meine ich nicht die 2 Wochen Malle All Inclusive Pauschalurlaub, sondern Back- / Flashpacking unter Einsatz der ganzen 30 Tagen Urlaub plus Feiertage und der ein oder anderen Überstunde, die so über das Jahr anfällt. Dies führt dazu, dass ich in den letzten 6 Jahren mindestens 5-6 Monate in Südostasien und weitere Monate in Süd/Mittelamerika verbracht habe. Der Reisestil ist meist ohne größere Pläne wobei man 3-4 Wochen unterwegs ist. Dies mal mit der Partnerin, mal alleine oder mit Freunden.  Auf dieser Erde gibt es jedoch noch viele schöne weitere Orte, welche ich gerne noch sehen möchte...

Der Gedanke einer Auszeit für 1-2 Jahre kommt immer mal wieder. Der finanzielle Rahmen hierfür wäre vorhanden. Es gibt sogar eine entsprechende Betriebsvereinbarung. Also spricht doch nicht dagegen, oder? Aber ganz so einfach ist das ja auch nicht. Für eine Weltreise würde man auch das eine oder andere aufgeben, Freunde & Familie lange nicht mehr sehen... aber dies muss ich euch nicht erzählen.

Eine Pro & Contra Liste kann ich sicher selber erstellen. Sicher gibt es immer wieder Vor-  und Nachteile. Ich hätte auf meinen Reisen hier und dort gerne mal etwas mehr Zeit gehabt um den einen oder anderen abgelegen Ort zu besuchen. Diese wo man sich nicht sicher sein kann, ob diese nun Top oder Flop sind. Anderseits fragt sich der Weltreisende bestimmt eher: Gehe ich hier tauchen und falls ja mache ich dann heute wirklich alle 3 Tauchgänge mit, das wären ja dann XX(X) Euro...

Habt / hattet ihr ähnliche Umstände? Was war eure Meinung nach eurer Weltreise? Habt ihr euch bewusst gegen eine Weltreise entschieden und plant lieber für die nächsten x Jahre? Habt ihr nach eurer Weltreise mit dem Reisen weitergemacht wie vor eurer Weltreise?

Ich hoffe es wird klar auf was ich hinaus will und hoffe auf tolle Antworten, für diese vielen Dank vorab!

Grüße
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n_rtw

« Antwort #1 am: 31. Januar 2017, 06:26 »
Interessante Frage. Ich war in einer ähnlichen Situation, aber noch mal 5 Jahre älter. Aus ähnlichen Überlegungen heraus wie du, habe ich statt der 4- Wochen Urlaube, die alle genial waren, dann mal ein Sabbatical von 3 Monaten gemacht, weil ich dachte, dann hätte man alle Zeit der Welt und kann so richtig auch mal in die unbekannteren Ecken, auch mal ne Woche an einem Ort rumhängen etc. Und ich hatte mir gar nicht so viel vorgenommen - 2 Wochen Rajastan, 8 Wochen Nepal, 2 Wochen Bhutan. Aber, was soll ich sagen... die Zeit reichte einfach nicht, ich hätt noch dieses und jenes gern gesehen. Je länger man vor Ort ist, desto mehr gibt es zu sehen. Und es ist einfach etwas völlig anderes, wenn man sich wirklich treiben lassen kann. Man lernt viel mehr von der Kultur kennen, nimmt auch mal die unbequemere und langsamere Variante, weils billiger ist, aber auch weils authentischer ist. Und ich hätte nicht aufs Geld gucken müssen, aber ich hatte so viele gute Erlebnisse in lokalen Bussen statt im schnelleren Shuttle. Jedenfalls waren diese drei Monate der Anfang vom Ende bzw. das Ende des Anfangs. Ich bin ein Jahr später ganz ohne Zeitplan los und war dann drei Jahre unterwegs. Und das mit gutem Budget, musste mich also nicht ständig fragen, ob ich es mir leisten kann, sondern nur, ob ich es mir leisten will. Und ich möchte diese Zeit nicht missen, denn ich hab mir alle Zeit der Welt genommen. Ich hatte auch erst über 1 Jahr Auszeit nachgedacht, weil dann der Job noch dagewesen wär, aber nachdem die drei Monate schon so kurz waren, wäre mir 1 Jahr auch schon zu stressig gewesen. Dazu hatte ich zu viele Orte, die ich mich einfach nur treiben lassend entdecken wollte.

Nachtrag: Der Nachteil nun ist, dass drei / vier Wochenurlaube nun einfach nicht mehr das sind, was sie mal waren - sie sind nämlich viel zu kurz. Mir grauts direkt davor, denn es gibt so viel zu sehen an jedem Ort, aber es ist so wenig Zeit und sich einfach so treiben lassen, ne Woche an einem Ort bleiben, weil da so geniale Leute sind, widerspricht sich... da muss man nun echt abwägen. Werde es bald ausprobieren. Aber das findet sich hoffentlich mit der Zeit.
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Vombatus

« Antwort #2 am: 31. Januar 2017, 09:33 »
Mein Senf … hmmm, nein, ich weiß nicht sooo genau, worauf du am Ende hinaus willst?

Mit Sicherheit kann man auch in 30-Tagen-Jahresurlauben sehr viel von der Welt sehen. Würde das jetzt aber tatsächlich nicht gegenüberstellen in Sinn von besser-schlechter-Vergleich. Es gibt sicher viele individuelle Antworten und viele verschiedene Vor- und Nachteile. Zu viele um sie aufzuzählen.

Beim Wort Jahresurlaub fällt mit das Wort „Urlaub“ auf. Eine Langzeitreise ist kein Urlaub. Und ich glaube (wie seht ihr das?) eine 30-Tages-Reise ist auch kein Urlaub. Wenn ich aber 11 Monate arbeite und dann 30 Tage frei habe bin ich persönlich urlaubsreif und genieße es dann auch 1-2 Wochen nichts aufreibendes zu machen. Kleine Touren und auch mal 2-3 Ortswechsel okay, aber dann ohne Stress, ohne Nachtbusfahrten und ständigen Koffer/Rucksackpacken. Würde dann also nicht so viel sehen können, als wenn ich viel im Land unterwegs wäre. Sicher auch so eine Reisetyp-Sache.

Aber ganz so einfach ist das ja auch nicht. Für eine Weltreise würde man auch das eine oder andere aufgeben (...)
Doch, eine Langzeit-/Weltreise ist viel einfacher als man denkt. Wirklich. Und man gewinnt mehr als man (evtl.) aufgibt. Eine Investition, die lohnt. Aber auch das ist wieder sehr individuell.

Kleines Rechenbeispiel. Es muss ja nicht immer eine 1-2 Jahres-Reise sein. Wenn man sich SOA vornimmt und dafür 5 Monate Zeit nimmt wäre das ein Flug (Hin- und zurück +/– 500€). SOA in mehreren Jahresurlauben wären 4-6 Flüge, also im teuren Fall mehr als 2500€ gesamt für alle Flüge. In Südamerika wären die Flüge teilweise sicher teurer. (Und wenn du Urlaubsbedingt nur in der Urlaubszeit Reisen kannst noch mehr). Die Ersparnis der wenigen Flügen geht ins Budget Vorort. Das sind schon mal 1-2 Monat-Budgets.

Und zurück zum Thema. Vielleicht kann ich für viele hier im Forum sprechen. Mir ging es nicht nur ums Reisen, also ins Ausland fahren, sondern um eine Art „Auszeit“. Also mittel- langfristig Zeit für sich haben, keine Fremdbestimmng, kein Zeitdruck. Dafür volle Flexibilität und Freiheit so gut es geht. Gleichzeitig, um die Herausforderung meine Komfortzone bewusst zu verlassen.

Du hast sicher auch schon in der „Gefühlswelt“ gestöbert, dort kommen auch immer wieder Themen wie „integrieren der Reiselust in ein klassisches Leben“ auf. Nach der Reise ist vor der Reise. Und meistens gehen halt nur noch Kurz- und Jahresurlaube.

Ich investiere nach der "großen" Reise lieber mehr Zeit und Geld in einen qualitativen Alltag, der nicht von Arbeit geprägt ist. Also möglichst keine Überstunden, nicht zwanghaft die Karriereleiter hoch. Dazwischen mal 3-4 Wochen Urlaub, die dann auch mal mehr kosten dürfen. Ich spare im Moment nicht für die nächste Langzeitreise, wobei die aber sicher nochmal kommen wird. Dann aber eher keine 15, sondern 4-6 Monate in einer Region. Aber wer weiß.

Wenn du die Chance hast eine Langzeitreise zu machen, Geld, Zeit, Job, Partner keine Probleme darstellen, dann solltest du es einfach mal wagen. Warum nicht?
Wenn aus welchen Gründen auch immer nur der Jahresurlaub bleibt. Super. Genieße die tolle Zeit zu Reisen. Da sollte es wie gesagt kein besser und schlechter geben.

Der Gedanke einer Auszeit für 1-2 Jahre kommt immer mal wieder. Der finanzielle Rahmen hierfür wäre vorhanden. Es gibt sogar eine entsprechende Betriebsvereinbarung. Also spricht doch nicht dagegen, oder?

Juckt es dich?
Was hält dich denn tatsächlich davon ab?
Je länger du wartest, desto schwerer könnte es werden.  ;)
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Yoss

« Antwort #3 am: 31. Januar 2017, 10:27 »
Ich investiere nach der "großen" Reise lieber mehr Zeit und Geld in einen qualitativen Alltag, der nicht von Arbeit geprägt ist. Also möglichst keine Überstunden, nicht zwanghaft die Karriereleiter hoch. Dazwischen mal 3-4 Wochen Urlaub, die dann auch mal mehr kosten dürfen. Ich spare im Moment nicht für die nächste Langzeitreise, wobei die aber sicher nochmal kommen wird. Dann aber eher keine 15, sondern 4-6 Monate in einer Region. Aber wer weiß.

Das geht mir ganz genauso. Für mich war die Langzeitreise ein Erweckungserlebnis im Sinne von "Ich will mich nicht mehr so durch den Alltag hetzen, sondern viel bewusster leben". Habe daraufhin meine Arbeitszeit auf 80% reduziert und genieße jetzt ein 3-Tage-Wochenende. Das hat meine Lebensqualität enorm verbessert. Ich denke schon, dass es in ein paar Jahren noch mal eine zweite Langzeitreise geben wird, aber es gibt kein fieberhaftes Daraufhinleben. Einen entspannt-bewussten Alltag mit schönen Urlauben zwischendrin empfinde ich als absolut erfüllend.
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dirtsA

« Antwort #4 am: 31. Januar 2017, 10:35 »
Hey,

für mich waren es mehr praktische Gründe, die für eine Langzeitreise sprachen:
1) Habe ich so viele Länder auf meiner Liste, das würde ich bis zu meinem Lebensende nur schwer in normalen Jahresurlauben schaffen. Ist auch immer noch so, daher 2. Langzeitreise geplant ;)
2) Gibt es einfach einige Länder, die nicht sooo gut in nem Jahresurlaub zu erreichen sind, da teure Flugverbindungen oder sehr langer Flug etc. Beispiele: Bolivien, Laos, Australien, Südpazifik. Wenn man 4 Wochen Urlaub am Stück nehmen kann oder es einen nicht stört >1000 Euro für den Flug auszugeben, sicher auch machbar, aber einfacher eben dann z.B. Overland in der Südamerika-Reise, wenn man eh bei Bolivien "vorbei kommt".

Ich bin jetzt nicht so der Typ, der irgendwo einfach so hängen bleibt. Da muss es schon etwas zu tun geben. Und das hat sich bei mir spontan auf der Weltreise 2mal ergeben: Einmal habe ich spontan die Ausbildung zum Tauchlehrer gemacht und einmal 1 Monat lang in einer Bar in La Paz gearbeitet. Das Schöne war, dass das mit 1,5 Jahren Reise einfach machbar war, so etwas einzubauen!

Sonst sehen ich für mich persönlich nicht sooo viel Unterschied zwischen Jahresurlaub und Langzeitreise. Frei fühle ich mich auch schon in einem 3-Wochen-Urlaub. Solange man in einem Land unterwegs ist, wo man nicht alles vorbuchen muss, hat man ja schon eine gewisse Flexibilität. Die meisten Visa sind ja auch erst mal nur 30 Tage (wobei natürlich meistens verlängert werden kann), sodass man v.a. bei 4 Wochen Urlaub vs. Langzeitreise gar nicht so viel mehr Zeit in dem Land hätte.
Backpacking mache ich auch in einem normalen Urlaub. Klar, man gönnt sich vielleicht hier und da etwas mehr. Auf der langen Reise spart man wahrscheinlich v.a. am Anfang mehr, aus Angst, dass das Geld doch schneller aus sein könnte als geplant. Wenn sich das erst mal eingespielt hat, kann man das aber auch besser einschätzen. Auf ein paar Sachen habe ich damals schon verzichtet, wegen dem Budget. Aber nicht auf viel. Das kannst du ja aber sehr gut selbst steuern, indem du dein Budget sehr grosszügig planst oder eher in günstige Länder reist! z.B. für meine 2. Langzeitreise habe ich mir vorgenommen, ALLES zu machen, was ich machen will. Ob es nun 2 oder 20 Tauchgänge sind. Entsprechend spare ich jetzt eben ;)

Wenn ich die Möglichkeit so einfach hätte, wie du, würde ich es aber auf jeden Fall machen! Du hast einfach die Chance, viele Länder auf einmal zu sehen und diese besser kennenzulernen, als im Jahresurlaub. Dazu kannst du dir ne schöne Route um die Welt basteln, wo du auch an entlegeneren Flecken wie zB Südpazifik vorbei kommst, sollte dich das interessieren.

Die Rückkehr... ich hatte damit eigentlich keine grossen Probleme. Für mich war aber immer klar, dass ich gerne noch ein 2. Mal weg möchte. In 3 Wochen kann man ja auch schon einiges von einem Land sehen, daher stört mich das nicht so, jetzt momentan "nur" meinen Jahresurlaub zu haben. Wir sind da in Europa eh verwöhnt, viele Länder müssen mit 10 Tagen = 2 Wochen auskommen und schaffen es auch, was von der Welt zu sehen! That's life! ;)
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Kama aina

« Antwort #5 am: 31. Januar 2017, 11:46 »
Ich hätte grundsätzlich die Möglichkeit ein Sabbatjahr oder weniger zu nehmen! Würde das auch super gerne machen, aber aus familiären Gründen ist mir das bis zur Rente wohl nicht möglich!
Von daher muss ich das Beste draus machen und bin auch eigentlich recht zufrieden mit dem wie es bisher klappt!
Berufbedingt habe ich immer jede Menge Überstunden, die ich mit Absprache auch am Stück und mit Urlaub kombiniert nehmen darf. Das führt dazu, dass ich meine Jahresurlaub immer um mehrere Wochen strecken kann. So ist es zum Beispiel auch möglich mal z.B. 7 Wochen am Stück unterwegs zu sein! Das eröffnet einem schon viele viele Möglichkeiten.
Ich bin grundsätzlich der Meinung meiner Vorredner/in. Wenn du die Möglichkeit hast ein Sabbatjahr zu nehmen und deine Frau/Freundin da mitziehen kann oder kein Problem mit deinem Fernsein hat, dann würde ich es definitiv machen!
Es eröffnet dir einfach viel mehr Möglichkeiten! Von der Planung und definitiv auch in der Relation vom finanziellen her.
Ich kann es leider nicht und "bezahle" meine Reiselust auch zu entfernten Zielen halt mit mehr Geld und langen Flügen und leider auch immer mit etwas abgespeckten Programmen!
Aber wie gesagt! Das läuft so eigentlich auch alles super! Und ich hatte bisher nie das Gefühl weniger als die Anderen gesehen zu haben. Mit diesen vielen Wochen am Stück kann man trotzdem gut Südamerika, Australien usw. bereisen.
Und so oft wie ich neben diesen Langzeit-/Fernreisen auch auf Kurztrips bin habe ich schon das Gefühl eigentlich immer unterwegs zu sein! Im Grunde jeden Monat, wenn es geht!
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redfred89

« Antwort #6 am: 31. Januar 2017, 14:19 »

Kleines Rechenbeispiel. Es muss ja nicht immer eine 1-2 Jahres-Reise sein. Wenn man sich SOA vornimmt und dafür 5 Monate Zeit nimmt wäre das ein Flug (Hin- und zurück +/– 500€). SOA in mehreren Jahresurlauben wären 4-6 Flüge, also im teuren Fall mehr als 2500€ gesamt für alle Flüge. In Südamerika wären die Flüge teilweise sicher teurer. (Und wenn du Urlaubsbedingt nur in der Urlaubszeit Reisen kannst noch mehr). Die Ersparnis der wenigen Flügen geht ins Budget Vorort. Das sind schon mal 1-2 Monat-Budgets.


Die Rechnung hinkt: Wenn ich immer arbeite und nur ,,normalen´´ Urlaub mache, kann ich je nach verdienst 500...1500 € im Monat auf die Seite legen. In 5 Monaten sind das dann 2500...7500 €. Subtrahier ich nun die 2000 € Mehrkosten für Flüge, habe ich immer noch 500...5500 € mehr in der Tasche!


Und zurück zum Thema. Vielleicht kann ich für viele hier im Forum sprechen. Mir ging es nicht nur ums Reisen, also ins Ausland fahren, sondern um eine Art „Auszeit“. Also mittel- langfristig Zeit für sich haben, keine Fremdbestimmng, kein Zeitdruck. Dafür volle Flexibilität und Freiheit so gut es geht. Gleichzeitig, um die Herausforderung meine Komfortzone bewusst zu verlassen.


...das stimmt. Das Feeling beim ,,sich treiben lassen´´ ist ganz anderst und jeder muss selbst abwägen, in welches Verhältnis er/sie diese persönliche Erfahrung, das Geld und seine Freunde und Familie setzt.
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dirtsA

« Antwort #7 am: 31. Januar 2017, 16:46 »
Zitat
jeder muss selbst abwägen, in welches Verhältnis er/sie diese persönliche Erfahrung, das Geld und seine Freunde und Familie setzt.

Familie und Freunde sind (bis auf wenige Einzelfälle) danach noch genauso da, wie vorher. Und meistens hat sich genau gar nichts geändert und man kann genau da anknüpfen, wo man weg war.
Einzelfälle sind natürlich bei Krankheiten/hohem Alter (Grosseltern) oder beim Partner/in wenn diese/r nicht mitkommt und das Ganze dann zerbricht bzw. man schon vorher die Entscheidung dafür oder dagegen trifft.
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Kama aina

« Antwort #8 am: 01. Februar 2017, 09:41 »
Ich finde es sogar einen schönen Gradmesser dafür wie stark eine Freundschaft ist! Die Menschen die nach so einer Zeit oder Erlebnis nicht mehr bei einem sind hätten einen eh mal verlassen! Alte und starke Freundschaften überleben sowas und die Freunde freuen sich ja auch für einen und wollen immer auf dem Laufenden bleiben!
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Vombatus

« Antwort #9 am: 01. Februar 2017, 09:50 »
... und es ist gar kein Problem mehr in Kontakt zu bleiben. Habe schon öfters gehört, dass sich Reisende und Familie/Verwandte während der Reise öfter via Skype (etc.) sehen und hören, als real oder telefonisch im Alltag, wenn sie sonst in der gleichen Stadt leben.
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Bobsch

« Antwort #10 am: 01. Februar 2017, 17:22 »
... und es ist gar kein Problem mehr in Kontakt zu bleiben. Habe schon öfters gehört, dass sich Reisende und Familie/Verwandte während der Reise öfter via Skype (etc.) sehen und hören, als real oder telefonisch im Alltag, wenn sie sonst in der gleichen Stadt leben.

...So bei mir :-D
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Reisefreak

« Antwort #11 am: 02. Februar 2017, 05:09 »
ich würde sagen Weltreise  8)
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Marla

« Antwort #12 am: 11. Februar 2017, 15:20 »
Ich kann mich den Meinungen hier nur anschließen. Für mich war meine Langzeitreise (7 Monate) definitiv etwas anderes als mehrere Urlaube hintereinander und sie zu machen eine der besten Enscheidungen meines Lebens. Nicht nur, weil ich viel mehr gesehen und erlebt habe als in einem Urlaub. Ich hab mich auch ganz anders gefühlt. Das Freiheitsgefühl hab ich auch bei kürzeren Trip, eigentlich schon sobald ich im Flugzeug sitze :) Aber die lange Reise hat sich ganz anders angefühlt als Urlaub, eher wie Alltag, im Guten wie im Schlechten. Ich denke, das muss man selber erlebt haben. Ich persönlich fand es z.B. auch toll, mit wenig Kram auszukommen und aus der Vogelperspektive auf das Leben zuhause zu blicken.

Danach bin ich ein paar Jahre wieder normal gereist, heißt 2/3-Wochen-Urlaube, was für mich dann auch genauso schön und erfüllend war wie vor meiner Langzeitreise. Aber jetzt, 3 Jahre später, hat mich doch wieder die Sehnsucht gepackt und ich plane ich wieder eine lange Reise (mindestens 3 Monate).

Was Freunde/Familie angeht, sehe ich das genauso wie meine Vorredner. Es ist heutzutage so wahnsinnig einfach Kontakt zu halten. Mit meinen Eltern und engen Freunden habe ich regelmäßig Mails geschrieben, so dass ich nicht das Gefühl hatte mich ihnen zu entfremden. Ergänzen möchte ich noch die Möglichkeit, dass deine Leute dich zwischendurch besuchen kommen können. Ich weiß, nicht jeder hat die Zeit/Mittel dafür, aber von dem, was du über dich selbst schreibst, würde ich vermuten, dass du vielleicht auch ein paar Leute hast, die sich das erlauben könnten!?

Ich bin ehrlich gesagt fast ein bisschen neidisch, dass dir die Möglichkeit dank einer Betriebsvereinbarung sozusagen auf dem Silbertablett serviert wird, zumal du auch schreibst, dass es finanziell kein Problem wäre. Gibt's vielleicht noch andere Gründe, die dich davon abhalten? Oder hast du dich inzwischen schon von den Antworten hier überzeugen lassen? :)
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zzipp

« Antwort #13 am: 11. Februar 2017, 20:42 »
Juckt es dich?
Was hält dich denn tatsächlich davon ab?
Je länger du wartest, desto schwerer könnte es werden.  ;)

Am Ende sind dies wahrscheinlich die richtigen Frage / Aussagen ;) Die Antwort lautet ja :)  Die Rechnung mit den Flügen stimmt, wie auch andere schon geschrieben, haben nur zum Teil. Andererseits muss ich zugeben, dass man in manche Ländern nur sehr schwer kommt. Ein gutes Beispiel hier, wäre die Südsee. Und den Gedanken von Mexico nach Patagonien größtenteils über Land zu reisen habe ich auch schon lange.

Ich bin ehrlich gesagt fast ein bisschen neidisch, dass dir die Möglichkeit dank einer Betriebsvereinbarung sozusagen auf dem Silbertablett serviert wird, zumal du auch schreibst, dass es finanziell kein Problem wäre. Gibt's vielleicht noch andere Gründe, die dich davon abhalten? Oder hast du dich inzwischen schon von den Antworten hier überzeugen lassen? :)

Was natürlich noch lange nicht heißt das man dies auch problemlos zugesprochen bekommt. Nach einer solchen Reise würde man sicher wieder von ganz von vorne anfangen (in finanzieller Sicht). Mittlerweile bin ich/wir soweit, dass wir entsprechend bei unserem Arbeitgeber mal anfragen werden. Wie es danach weitergeht, ich bin gespannt...

Vielen Dank für eure Antworten
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zzipp

« Antwort #14 am: 12. Februar 2017, 20:55 »
Gerade noch einen Contra Blog-Artikel dazu gefunden:
http://www.couchabenteurer.de/weltreise-nein-danke-warum-ich-etappenweise-reisen-empfehle/

Was sagt ihr dazu?

Klar ist, dass man sein benötigtes Komfortlevel kennen sollte und mit diesem auch preislich seine Reise kalkulieren sollte.....
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