Thema: Tansania vom 18.08. bis 06.09.2016  (Gelesen 1529 mal)

Chrissi

« am: 25. Juni 2016, 15:36 »
Huhu ihr Lieben,

nachdem ich meine Malarone-Frage im anderen Thread geklärt habe (nochmals vielen Dank  :)), kommt es zu den nächsten. Ich muss gestehen, dass es mir fast peinlich ist, das zu fragen, aber naja... Unser (meine Freundin und ich) Plan ist es:
30 Tage Praktikum in einem Krankenhaus in Butare/Ruanda (18.07.-17.08.) und dann von dort weiter nach Tansania. Konkret vom 18.08. bis 06.09.2016. Abflug zurück nach Deutschland ist vom Kilimanjaro Airport.

Wenn ich daran denke, wie gut ich mich damals für Asien vorbereitet habe (aber ok, da ging es auch um 7 Monate) und wie es jetzt ist, wird mir ein bisschen flau im Magen. Ich habe dieses Semester komplett unterschätzt  :-\ Mir ist durchaus bewusst, dass Tansania nicht SOA ist...

Eigentlich wissen wir bisher nur grob, was wir gerne sehen wollen (wir hoffen auch darauf, in Ruanda von den Einheimischen Tipps zu bekommen):

den Lake Victoria, Serengeti NP, Kilimanjaro, Mkomazi NP, Sansibar, Mafia Island. Prinzipiell möchten wir gerne Überland reisen, einfach weil wir auch das Land sehen wollen.

Das bringt mich zu folgenden Fragen:

- Hat jemand Erfahrungen, wie man am besten von Ruanda weiter nach Tansania reist?
- Generell: Was haltet ihr für das beste Reisemittel? Bus, Zug oder doch wirklich Flugzeug?
- Welche Superdupertipps habt ihr? Was hat euch in Tansania total begeistert?

Wir sind jetzt weniger die Shopping-Mädels, wir wollen so viel wie möglich vom Land, den Menschen und ganz besonders der Natur sehen!

Ich freue mich über jeden Tipp, Denkanstoß und Erfahrungsbericht von euch!

Alles Liebe, Chrissi
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Chrissi

« Antwort #1 am: 26. Juni 2016, 12:42 »
So, habe mich jetzt mal durch ein paar andere Posts durchgelesen und schon ein paar Tipps gefunden.

Jetzt aber wirklich eine ganz blöde Frage, aber ich blicke es nicht:

Wenn ich eine mehrtägige Tour durch einen Nationalpark buche: übernachten wir dann im Park und gibt es dort dann schon aufgebaute Camps? Oder müssen wir ein Zelt mitbringen/leihen? Auf manchen Seiten habe ich auch gelesen, dass es günstiger sei, außerhalb des Parks zu campen - kommt man (sofern man ansonsten im Park übernachtet) überhaupt so richtig weit ins Innere des Parks? Und: wie ist das überhaupt? Werden diese Parks immer mit einem Führer besucht? Oder kann man da auch "alleine" rein? Mir ist das echt noch nicht klar  ;D

Und: Habe jetzt auch mal nach Hostels in Arusha und Zanzibar gegoogelt. Es gibt recht günstige Betten in Schlafsälen. Sind die arg überlaufen? Es widerstrebt mir ein bisschen, mir selbst die Flexibilität zu nehmen, wenn ich jetzt schon buche und mir fixe Termine setze, aber andererseits: In 20 Tagen lässt sich eh nicht so viel spontan umentscheiden und bevor ich auf ein Hotel mit 50€ pro Nacht umsteigen muss, verkaufe ich lieber ein bisschen von meiner Flexibilität und investiere das Geld in schönere Touren durch die NPs.

Sonnige Grüße
Chrissi
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Kama aina

« Antwort #2 am: 26. Juni 2016, 13:14 »
Hallo Chrissi!

Ich bin leider noch nicht zu dem Vergnügen gekommen nach Tansania zu kommen! Aber im Rahmen meiner Afrikavorbereitung bin ich auch auf Tansania gestoßen und ich meine gelesen zu haben, dass sowohl in Kenia, als auch in Tansania ein Führer dabei sein muss, wenn man in die Nationalparks will. Bei mehrtägigen Touren durch die Parks bleibt man auch im Park zum Übernachten. In Camps oder Zeltplätzen. Aber da wirst du sicherlich eine Antwort von einem Veranstalter erhalten, wenn du fragst!
Ich denke hier wird es schon einige geben, die schon dort waren!  Vielleicht noch was abwarten. Die antworten schon! :-)

Bei dem Vorbuchen von Hotels oder Hostels scheiden sich wie immer die Geister!
Ich würde mich über die Reisezeit informieren und die örtlichen Ferien etc.
Und vor allem über die Dichte der Unterkünfte. Bring dir ja nichts flexibel zu sein, wenn keine Unterkünfte da sind.
Danach würde ich dann entscheiden ob ich vorbuche oder flexibel vor Ort buche!
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Degna

« Antwort #3 am: 26. Juni 2016, 20:20 »
Hey Chrissi,
ist zwar bald 20J her,dass ich länger in Kenya war,aber an was ich mich genau erinnere ist,dass sowohl Kenya als auch Tansania die Nationalparks als DAS Geschäft mit Touristen nutzen.
Dass du da mal mit dem Zelt auf dem Buckel reinfährst kannst du mehr oder weniger vergessen.
1.Du brauchst ein Auto mit einem Fahrer und einem Guide,was schon mal nicht billig ist. Meistens bucht man dann halt eine Tour,die entweder ,je nach Geldbeutel in einen kleineren Park geht oder per Helikopter. Da sind dann Übernachtung,Guide mehrere Pirschtouren etc incl.

2. Der Park kostet Eintritt,der sich logischerweise für den Nicht-Einheimischen im US$ bewegt und entrichtet werden muss.
Ich hatte damals Glück,meine indischen Freunde wollten mit dem Auto von Mombasa nach Nairobi und diese Piste führte in den 90-ern nun mal quer durch den Nationalpark,.....ok,und die Einheimischen bezahlen da nur einen Pfennigbetrag.
Da ich im Saree mit Sonnenbrille nicht klar als Europäerin identifiziert werden konnte,habe ich den Park für knapp 1,50DM durchquert.
Aber sowas sind einsame Glücksfälle.
Tansania ist relativ teuer,wenn man Touren machen will,oder in ein halbwegs vernünftiges Hotel möchte. mein lebenspartner war letzten Monat in Daressalam und hat fast 100US$ für ein Mittelklassehotel bezahlt.
Das ist halt Afrika,sobald es etwas besser wird,was Hotels oder Restaurants betrifft,haben die Preise wie in London.
Ich war 1996 auf Sansibar und empfand es damals als empfindlich teuer,......

Lg Claudia

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Moehli

« Antwort #4 am: 27. Juni 2016, 17:43 »
Hallo Chrissi,

mein Tansania-Aufenthalt ist nun 2 Jahre her.

Zu den Nationalparks kann ich Degna zustimmen: es geht nur mit Guide und geführter Jeeptour.
Ganz billig sind die tansanischen Nationalparks nicht, die Serengeti kostete 2014 p.P. pro Tag 70 USD. Der Ngorongoro Krater hat denselben Preis, Lake Manyara NP war etwas billiger.
Wir haben eine 5-Tages-Tour gebucht, die preislich einigermaßen ok war (825 USD p.P), wirklich viel günstiger bekommt man es nicht. Übernachtet haben wir zumindest in der Serengeti mitten in Nationalpark, im Zelt, was schon sehr faszinierend war, wenn nachts die Hyänen am Zelt vorbeischleichen und man die Löwen relativ nah brüllen hört.

In Arusha waren wir übrigens im Green House Hostel, was ich ziemlich toll fand, da es eine tansanische Familie betreibt und man recht schnell mit den Einheimischen in Kontakt kommt (darüber haben wir auch die Safari gebucht). Wir haben es vorgebucht, da es unsere erste Station in Tansania war.

Zum Transportmittel: Wir haben Bus, Zug und Schiff genutzt. Es war alles einigermaßen okay  :o
Die Busse haben einen sehr schlechten Ruf, da die Fahrer sehr schnell fahren und die Busse ziemlich alt sind. Ein Erlebnis war es allemal. Der Zug von Daressalam nach Mbeya fällt für euch wahrscheinlich eher raus, oder? Ich schätze, dass Fliegen (z.B. von Sansibar nach Arusha) eine sehr gute, zuverlässige und vor allem recht günstige Alternative ist. Man bekommt halt nicht ganz so viel von den Menschen mit wie im Bus, dafür ists auch nicht so stressig.

Als Geheimtipp würde ich noch die Usambaraberge empfehlen, da man dort das ländliche Leben sehr nah mitbekommen kann. Wenn du davor allerdings schon in einem Krankenhaus gearbeitet hast, dann wirst du "Afrika" sowieso schon etwas kennengelernt haben  ;)
Ansonsten: Sansibar ist superschön und es geht dort auch einigermaßen günstig. Mafia Island ist, ohne da gewesen zu sein, wohl deutlich teurer. Daressalam kannst du dir schenken.

Vorbuchen ja/nein: bei "nur" 20 Tagen würde ich evtl. auch die ein oder andere Nacht vorbuchen.
Wollt ihr ein eigenes Zelt mitnehmen? Man findet überraschend oft sehr günstige, schöne Zeltplätze, die dann auch flexibel ohne Buchung möglich wären (nur auf Sansibar gibt es keine Zeltplätze und in den Städten würde ich auch nicht unbedingt auf die Campingplätze gehen).

Grüße



Chrissi

« Antwort #5 am: 09. Juli 2016, 14:49 »
Ihr Lieben,

vielen herzlichen Dank für eure Antworten!!!  :) Habe jetzt die ersten drei Prüfungen hinter mir und kann heute endlich packen!

Wir werden höchstwahrscheinlich mit dem Bus von Kigali Richtung Arusha fahren (das müsste dann über Mwanza gehen). In Arusha planen wir dann, welche Touren wir preislich okay finden: Serengeti, Ngorongoro und Ol Doinyo Lengai. Von dort geht es weiter nach Lushoto zu den Usambarabergen (Es müsste eine Zugverbindung geben, ich habe allerdings auf einer Homepage gelesen, dass diese Strecke derzeit nicht bedient wird... Schauen wir mal, vor Ort werden wir es sehen). Dann nach Dar, dort allerdings wenn möglich noch nicht mal groß mit Übernachtung sondern direkt weiter nach Zanzibar  :) Wenn dann noch Zeit ist, einen kleinen Trip am Kilimanjaro, da wir auch vom Kilimanjaro Airport abfliegen. Wisst ihr, ob es eine Busverbindung von Dar zum Airport gibt bzw. ob es um den Flughafen herum auch Übernachtungsmöglichkeiten gibt? Oder müssen wir von Dar nach Arusha und dann von dort zum Flughafen?

Ich habe über ein liebes Forenmitglied hier einen Kontakt in Tansania bekommen, mit dem ich bereits gemailt habe. Ich hoffe, dass wir ihn treffen! Er meinte auch, dass er uns helfen könne, wenn es um die Safaris oder Schlafunterkünfte geht. Ansonsten sind wir auch Couchsurfing gegenüber absolut nicht abgeneigt  :D Gebucht haben wir nix (außer das erste Hostel bei unserer Ankunft in Kigali).

Wir freuen uns so sehr darauf, sowohl auf Tansania, als auch auf unseren Krankhauseinsatz (der, wie mir berichtet wurde, mit Sicherheit auch die ein oder andere Grenzerfahrung mit sich bringen wird...).

Eine Frage kam mir beim packen: Wie ist es denn mit schulterfreien Shirts und kurzen Hosen? Absolutes no-go? In Städten ok, auf dem Land nicht? Generell ok?

Aufgeregte Grüße  ;D

Chrissi
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Revilo

« Antwort #6 am: 09. September 2016, 09:26 »
Dass du da mal mit dem Zelt auf dem Buckel reinfährst kannst du mehr oder weniger vergessen.
1.Du brauchst ein Auto mit einem Fahrer und einem Guide,was schon mal nicht billig ist.

Zu den Nationalparks kann ich Degna zustimmen: es geht nur mit Guide und geführter Jeeptour.

Na was verzählt Ihr denn da?  :o

Natürlich ist es möglich Nationalparks mit dem eigenen / geliehenen und entsprechend ausgerüsteten Jeep zu befahren! Es ist auch möglich sich einen Jeep komplett ausgerüstet mit Zelt etc. zu leihen (in Arusha zum Bleistift) und dann bei entsprechenden public campsites oder auch Lodges im NP zu übernachten.

Ob es ratsam ist dies ohne Erfahrung in dem Bereich zu machen, ist dann eine ganz andere Frage.

Das einzige was nur geführt mit einem Ranger erlaubt ist, ist ein längerer Spaziergang im Park ;)

Für den Weg von Zanzibar zurück nach Arusha oder Moshi würde ich nen kleinen Flieger nehmen. Ist ein ziemlich sehenswerter Flug!

In Stonetown (Zanzibar) gibt es mittlerweile auch einige gute Airbnb Angebote die deutlich günstiger sind als die Hotels oder muffigen Hostels dort.

Viel Spass
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