Thema: NZ-AUS-SOA: Orte ohne deutsche Backpacker-Kids  (Gelesen 1704 mal)

redfred89

« am: 01. November 2015, 22:41 »
Hey,

befinde mich z. Zt. in Neuseeland zum Arbeiten (noch fuer zwei Wochen bis Mitte Nov) und treffe mich mit meiner Freundin Anfang Dezember in Sued-Vietnam.

Also Sued-Vietnam und Kambodscha 3 Wochen im Dez sind gesetzt. Aber ich weiss nicht was ich in den 2 Wochen vorher machen soll: Neuseeland Sued-Insel (kenne bis jetzt nur den Norden) oder Australien Sued-Osten. Mein naechster Flug geht von Syd am 29.11.

Was mich hier in Neuseeland stoert sind diese Touristikortschaften, die fast nur aus Backpacker-Hostels bestehen und kaum Authentizitaet besitzen und das ,,Exotische'', was ich aus asiatischen Staedten kenne, fehlt mir hier auch etwas. Ausserdem sind sehr viele Deutsche unterwegs. Natuerlich ist die Natur hier in NZ schoen, aber jetzt auch nicht sooo Atemberaubend wenn man aus Sueddeutschland kommt; aehnliches finde ich auch im Schwarzwald/Algaeu/Alpen. Das wuerde jetzt gegen NZ-Sueden sprechen.

In Australien kenne ich bis jetzt nur Sydney (zwei Tage Aufenthalt vor Neuseeland) und dort im Hostel waren auch nur extrem abenteuerliche junge sparsame Backpacker, wie ich sie hauptsaechlich in NZ treffe. Muss ich davon ausgehen, dass in ganz AUS die Ortschaften und Traveler aehnlich wie in NZ sind? Das Outback und irgenteine Route z.B. zwischen Brisbane-Melbourne-Sydney wuerde mich ja schon interessieren aber mir ist fast noch wichtiger, dass ich angenehme Leute treffe. Ich meine jetzt nicht nur einheimische, sondern Reisende aus der ganzen Welt und weniger Deutsche.

Und was koennt ihr mir in Asien empfehlen. Meine geplante Route geht ab Mitte/Ende Dezember von Kambodscha aus durch Laos, wahrscheinlich mit dem Motorrad hoch in den Norden nach Nordthailand und evtl Myanmar. Muss ich auch dort wieder mit vielen Deutschen rechnen?

Ich war im August fuer 4 Wochen in Singapur und Malaysia und die Deutschen die ich dort traf kann ich jetzt an einer Hand abzaehlen. Ich fands echt angenehm mit den ca. 10 anderen Nationen die ich getroffen habe und hoffe es ist in Vietnam/Kambodscha/Laos wieder aehnlich.
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White Fox

« Antwort #1 am: 02. November 2015, 11:18 »
In Australien-Neuseeland kannst du es mit Couchsurfing versuchen, das ist wirklich ne gute Möglichkeit vom Backpacker Mainstream wegzukommen und ein paar "Locals" kennen zulernen.
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Oliver13

« Antwort #2 am: 13. November 2015, 18:14 »

Und was koennt ihr mir in Asien empfehlen. Meine geplante Route geht ab Mitte/Ende Dezember von Kambodscha aus durch Laos, wahrscheinlich mit dem Motorrad hoch in den Norden nach Nordthailand und evtl Myanmar. Muss ich auch dort wieder mit vielen Deutschen rechnen?


Hey,
also um mal aus meiner Erfahrung zu sprechen, verhält es sich in Laos Kambodscha und Vietnam genauso.
Auffällig viele Deutsche, wobei auch viele aus aller Welt.
Schlimmer empfand ich eher die von die beschriebenen "Backpackerghettos". Ganze Ortschaften die nur aus Hostels und Restaurants und Touranbietern bestehen. Alles in allem empfand ich die Länder als wunderschön und interessant. Aber der Backpackerpauschaltourismus ist wirklich etwas störend.
Wobei es auch in diesen Ländern möglich ist vom Strom weg zu kommen. Man braucht nur Zeit und am besten etwas Sinn für Abenteuer. Also entweder per Anhalter (was ich dort nicht ausprobiert habe, stelle es mir aber schwierig vor) oder leichter mit einem gemieteten/gekauften Motorrad.

Ich reise nunmal gerne in etwas "wilderen" Regionen. Wo man als Tourist etwas außergewöhnlicheres ist und nicht sofort ein Goldesel.

Wenn du etwas mehr von meinen Erfahrungen wissen möchtest ließ doch hier:

Gute Momente in Südostasien

https://wasgesternwar.wordpress.com/2015/04/11/ein-uberraschendes-festmahl/
https://wasgesternwar.wordpress.com/2015/03/29/das-kuschelmonster/
https://wasgesternwar.wordpress.com/2015/03/05/drei-tage-freiheit/

Hier war ich etwas enttäuschter:

https://wasgesternwar.wordpress.com/2015/03/10/schnell-weiter/

Bitte lass dich dadurch nicht entmutigen. Es ist nur meine Erfahrung und Meinung.
Trotzdem viel Spaß

Lg Oliver
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pad

« Antwort #3 am: 14. November 2015, 01:43 »
Der Nationenmix bei den Reisenden ist in SOA vielfältiger als in NZ oder Australien. So viele Deutsche wie in NZ hab ich noch nirgends getroffen (relativ zur Gesamtanzahl an Reisenden und abgesehen von Pauschalurlaub mit dem Ferienflieger). In SOA trifft man Leute aus aller Welt, wobei jedes Land so seine Ausprägungen kennt (z.B. viele Franzosen in Laos und Vietnam, Holländer in Indonesien...). Die besuchen wohl alle gerne ihre alten Kolonien  ;) Trotzdem gibt es m.E. nirgendwo zu einseitige Zusammensetzungen.

Hypes kommen und gehen. In Bolivien waren bis vor kurzem viele Israelis, jetzt praktisch gar keine mehr. Dafür sind nun die Franzosen da, weil sie so einen schicken Reiseführer haben :P In Kolumbien waren es Holländer und Schweizer.

NZ / Australien muss man sich zudem erst mal leisten können. Das schreckt wahrscheindlich viele aus eher wirtschaftsschwächeren Ländern ab, zumindest ein möglicher Grund.

Ich hab mich in NZ an dieser Einseitigkeit auch etwas gestört. Viele inspierende Mitreisende sind mir dort nicht über den Weg gelaufen. Allerdings vertrete ich die Theorie, dass sich die etwas älteren Reisenden halt eher ein Fahrzeug mieten oder gar kaufen. In den Hostels triffst du dann die Teens an, die das noch gar nicht können / dürfen.

Ganz allgemein fällt mir auf: Immer wenn ich irgendwo hin gehe, wo es deutlich weniger Touris hinzieht, treffe ich auf interessantere Reisende. Wenn du in NZ oder Australien ein paar Wanderungen machst, die nicht in jeder Top 10 oder Bustour auftauchen, dann wird es sicher besser. In Australien ist die Klientel an der Westküste und auf Tasmanien wohl reifer als auf der Backpacker-Rennstrecke im Osten.

Es kommt nicht nur aufs Land an, sondern geht runter bis Stufe Ort, Transportmittel und Unterkunft.
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redfred89

« Antwort #4 am: 22. Dezember 2015, 12:16 »
Ich bin jetzt di zwei Wochen in Neuseeland geblieben und es stimmt, wenn man ,,perfekte Route'' und die ,,Must Sees'' und vor allem die Kiwi-Experience-Route etwas meidet, dezimiert sich die Anzahl deutscher Reisender drastisch.

Ich habe z.B. auf dem Heavy Track im Nord-Westen der Südinsel Neuseelands bei vier Tagen Wandern nur einmal einen Deutschen getroffen und der kam mir entgegen (somit nur kurz getroffen). Mit dem Tranz Alpine bin ich dann über Arthur's Pass nach Christchurch. Der Zug war zwar etwas teurer als mit dem Bus, aber auch hier war ich wieder abseits der Routineroute, also ganz angenehm.

Und hier in SOA find ich es mit den Travelernationalitäten im Vergleich zu Neuseeland viel besser!

PS: Ich war zwar nur zwei/drei Tage in Sydney, aber wenn es in ganz Australien so ausschaut mit den gigantischen Hostels, der Touriabzocke und der Travelerparallelgesellschaft, dann hab ich da wirklich gar nichts verpasst!
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