Thema: Realitäts-Check: Afrika mit Auto  (Gelesen 6228 mal)

dirtsA

« am: 09. Juni 2014, 19:18 »
Hallo zusammen,

die Idee ist noch nicht sehr konkret und zeitlich noch seeeehr weit weg. Aber trotzdem wollte ich mal die Afrika-Experten hier befragen, ob wir hier komplett unrealistisch planen oder das doch machbar ist :)

Idee: 6 Monate durch das südliche Afrika, evtl. von Namibia - Südafrika - Mosambik - Malawi - Sambia - Simbabwe - evtl. Botswana je nach Budget oder zurück nach Johannesburg (dann weiter nach Indien).

Ich wollte Afrika ja ursprünglich im Rahmen meiner Weltreise machen, hatte dann aber so Zweifel, weil ich keine Tour machen wollte, zwecks Öffis in den Ländern. Nun hab ich meinen abenteuerlustigen Freund, der am liebsten in Afrika ein günstiges 4WD Auto kaufen würde, ein bissl ausbauen lassen und dann nur per Wildcamping auf eigene Faust durch die genannten Länder. DAS wäre jedenfalls seine Vorstellung ;)

Ich sehe da ein paar Probleme:
1) Autokauf in Afrika: Muss wohl sein, da ein Kauf hier + Verschiffung auf jeden Fall teurer wäre, laut meiner Recherchen. Allerdings frage ich mich, wie viel Zeit man dafür einplanen sollte und ob Winhoek wirklich genug Angebote hergeben würde. Alternativ könnten wir wohl auch in SA starten.
2) Papiere etc: Ist es überhaupt so einfach, in Afrika als Ausländer ein Auto zu kaufen? Gibt es Länder, wo es einfacher ist? Und danach kann man einfach von Land zu Land, oder wird überall zusätzlich etwas benötigt? So Carnet de Passage oder so?
3) Autoausbau: Ich sehe das Thema sehr kritisch und bin mir nicht sicher, ob die das in Afrika so gut und v.a. zeitnah hinbekommen. Ich würde ja ungern wochenlang in Windhoek festsitzen. Daher war meine alternative Idee, hier ein Dachzelt zu kaufen und das mit Sperr(über)gepäck schon im Flug mitzunehmen. Dann wäre nicht mehr viel Ausbau nötig, nur evtl. die Sitze hinten raus und ein paar Boxen rein, Klapptisch etc. kaufen,...
4) Equipment: Schon im vorherigen Punkt erwähnt...aber wie einfach kommt man an so eine Basic Campingausrüstung in Namibia/Südafrika? Oder gibt es das eher nur in Spezialläden und man muss dann mit hohen Kosten rechnen?
5) Sicherheit: Bestimmt würden wir hin und wieder in einem Hotel übernachten, um auch mal wieder ordentlich zu duschen, Internet zu haben etc. Allerdings sollte schon die allermeiste Zeit wild gecampt werden. Mein Freund steht da total drauf und ich finde es eigentlich auch super, weil man auf Campingplätzen ja sonst häufig eh bei normalen Übernachtungskosten ist. Und außerdem kann man so oft an richtig coolen Orten übernachten. Aber wie sicher ist das in Afrika? Ich denke mal Namibia sollte ok sein, Südafrika eher schwierig, genauso Mosambik. Malawi wieder ok? Kann das schwer einschätzen.
6) Duschen (hihi): Als Mann springt man natürlich schnell mal in einen See, wäscht sich kurz und alles gut. Aber mit meinen langen Haaren, die muss ich alle 2-3 Tage waschen. Wie löst ihr Wildcamper das? ;) Oder gibts hier keine Wildcamper und ihr seid mehr auf Campingplätzen?

Für den gesamten Trip + 3 Monate Indien inkl. Flüge, aber exkl. Auto und Ausrüstung würde ich pro Person 15.000€ planen (9 Monate gesamt). Die Flüge sind ja sehr günstig, die Tageskosten habe ich hochgerechnet.
Für das Auto müssen wir denke ich insgesamt an die 10.000€ einplanen (also 5k pro Person), plus nochmal 5.000€ für Ausbau, Equipment etc.
Sehe ich das realistisch??

Ich hoffe ja wirklich, dass es ein umsetzbares Projekt ist, denn das wäre bestimmt eine Hammer Reise! :)

LG dirtsA
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Surfy

« Antwort #1 am: 10. Juni 2014, 09:56 »

Hallo DirtsA

Da hast Du fast zuviele Themen in einen Thread gepackt.. Da eure Idee noch recht vaage ist, picke ich mir erstmal ein paar Themen zum beantworten heraus.

Grundsätzlich ist es möglich in Afrika im Fahrzeug zu Reisen und dabei zu wildcampen. Zumindest machen das so einige andere Reisende auch.

Je länger man ohne Einkaufsmöglichkeiten, Elektrizität und Wasser auskommen möchte, desto höher wird der Anspruch an die camping-Ausrüstung, oder es muss an den eigenen Ansprüchen gearbeitet werden.
Ohne Kühlbox gibt es beispielsweise in abgelegenen Gebieten des Abends kein Steak, keine Butter am Morgen, kein Käse, das Angebot an Wurstprodukten wird auf Salami eingegrenzt. Natürlich kann man sich auch Müsli mit Milchpulver anrühren, Abends ein leckeres Getreide kochen - und kann ohne Kühlbox auskommen.

Theoretisch braucht man ein Auto & ein Bodenzelt - schon kann die Reise beginnen.

Der Rest geht schnell in den Komfort-Bereich. Einen Kocher für warme Mahlzeiten, eine Kühlbox für Butter, Käse und frisches Fleisch. Einen Tiefkühler um auch nach 6-7 Tagen ohne Einkaufsmöglichkeit noch ein Steak auf den Grill legen zu können.

Daher ist so eine "was ist wichtig an Ausrüstung" etwas recht individuelles. Ich bin mit meiner Freundin von der Schweiz nach Kapstadt gefahren, über Marokko, Mali, Burkina Faso, Benin, Nigeria, Kamerun, Kongo, DR Kongo, Angola, Namibia und Südafrika, im eigenen 4x4. Ich habe mal versucht die für mich wichtigsten Gegenstände unserer Afrika-Reise zusammen zu fassen: die für uns wichtigesten Ausrüstungsgegenstände für autarkes Reisen mit dem Auto

Die wenigsten reizen ihre "autarkie" reserven auch so aus. Meistens möchte man ja nicht ewig in der Einsamkeit stehen - und auch in den kleinen Dörfern gibt es Geschäfte wo man sich mit dem notwendigsten versorgen kann.

Zitat
Aber mit meinen langen Haaren, die muss ich alle 2-3 Tage waschen. Wie löst ihr Wildcamper das? Oder gibts hier keine Wildcamper und ihr seid mehr auf Campingplätzen?

Ihr könnt alle 2-3 Tage eine Campsite ansteuern, wo es (oft auch warmes) Wasser gibt. In der Regel schrumpfen die Ansprüche aber während der Reise, und plötzlich gehts dann auch mit nur 1x Waschen pro Woche. Oder man verhilft sich mit einem Wassertank & Wärmetauscher zu einer eigenen heissen Wasserquelle im Fahrzeug.

In Namibia und Südafrika gibt es eine grosse Overlanding Szene (verreisen & wohnen mit dem eigenen 4x4) und es gibt nahezu alles was das Herz begehrt, meist auch einen hauch günstiger wie hier.

Erstmal würde ich an euer Stelle die Anforderungen an das Fahrzeug & Ausrüstung definieren - erst danach die Frage aufgreifen wo das Fahrzeug gekauft, verschifft - und / oder ausgerüstet werden soll.

Surfy

dirtsA

« Antwort #2 am: 11. Juni 2014, 20:21 »
Danke für deine Antwort, Surfy! :)

Ich weiß, es sind sehr viele Fragen und alles ist noch recht offen und konfus.
Was mehr oder weniger feststeht, ist die Route. Eben weil ich so viele Länder im Süden gerne sehen will, käme für uns ein Start von zuhause aus über Marokko etc. nicht in Frage. --> Daher eben auch Verschiffungskosten+Anschaffung zuhause vs. Autokauf in Afrika.

Was du schreibst, klingt auf jeden Fall sehr positiv!! :) Ich bin dann doch sehr überrascht zu hören, dass es so eine große 4x4 Gemeinde in Namibia und Südafrika gibt. Toll, dass man so dann gut an Ausrüstung kommt.

Ich bis Oktober letztes Jahr 20 Monate auf Weltreise (ohne fahrbaren Untersatz) und habe in dieser Zeit 10 Tage lang einen Roadtrip durch Australien gemacht, wo wir direkt im Auto auf einer aufblasbaren Matratze geschlafen haben. DAS möchte ich nicht für länger als eine Woche wiederholen, war dann doch sehr sehr eng und auch mit dem ganzen Gepäck etc. - jeden Abend alles umschichten, nur schräg einsteigen um nicht bei der Decke anzustoßen,...
Bei meiner Recherche ist mir nur aufgefallen, dass das Dachzelt für Afrika die bevorzugte Variante zum Schlafen zu sein scheint. Da das auch recht kostengünstig machbar scheint, gefällt mir die Idee. V.a. wenn man dann noch ein kleines Anbau-Zelt dazu nimmt, wo man mal im Schatten draußen sitzen kann. Zusätzlich finde ich 2 Campingstühle und einen Klapptisch unabdinglich. Die Stühle hatten wir auch beim Roadtrip und ohne denen kann ich mir das gar nicht vorstellen. Einen Tisch hatten wir nicht, der wäre aber wirklich super gewesen. Auch eine Kühlbox hatten wir - allerdings ohne Kühlakkus, weil wie ladet man die unterwegs??  ::) Hat dann halt nicht sooo viel geholfen. Wäre bestimmt nicht schlecht, da was besseres zu haben, aber sein MUSS es nicht ;)

Grundsätzlich finde ich eure Liste mit den 8 Gegenständen super. Danke für den Link! :) Ich denke genau diese Gegenstände würden wir bestimmt auch alle haben wollen (müssen). Kannst du dich noch (in etwa) erinnern, wie viel ihr dafür bezahlt habt?
Und würdest du einen Ventilator auch im Dachzelt empfehlen (geht das überhaupt)? Liege ich mit meinem Ausrüstungsbudget von 5.000€ (insgesamt, nicht pro Person) inkl. evtl. kleine Umbauarbeiten am Auto im Rahmen, drüber, drunter?

Zitat
Ihr könnt alle 2-3 Tage eine Campsite ansteuern, wo es (oft auch warmes) Wasser gibt. In der Regel schrumpfen die Ansprüche aber während der Reise, und plötzlich gehts dann auch mit nur 1x Waschen pro Woche. Oder man verhilft sich mit einem Wassertank & Wärmetauscher zu einer eigenen heissen Wasserquelle im Fahrzeug.
Aber die Campsites kosten dann ja was, nicht wahr? Ich denke, das würde schon wieder zu teuer werden...  ::) Es stimmt, unterwegs schrumpfen die Bedürfnisse. Dennoch habe ich immer wieder bemerkt, dass ich eigentlich schon gerne alle 2-3 Tage zumindest dusche und Haare wasche. Mein Kopf juckt sonst nämlich leider wirklich schlimm :(
Was hältst du von eine Campingdusche? Habe so was einmal gesehen, weiß aber nicht, wie gut es in der Praxis wirklich funktioniert... oder ob es nur unnötiger Kram ist.
Oder: Ich hab auch kein Problem mit einer Schöpfdusche - Kochtopf Zweckentfremdung oder so..  :P Kommt man häufig genug an Orte, wo man das Wasser auffüllen kann? Sind das dann eher natürliche Wasserstellen oder künstlich angelegte?

Das also wären unsere Komfort/Ausrüstungsanforderungen :)
Stühle, Tisch, Kühlbox, Dachzelt, Wasserfilter, Gaskocher.
Dann bestimmt etlicher Kleinkram wie Geschirr und eure Ortlieb Faltschüssel (die ich eine super Idee finde!!),... Eine Matratze ist je nach Dachzelt schon dabei, z.B. habe ich beim Globetrotter letztens gesehen.
Bestimmt kommt letztendlich mehr zusammen, als man zuerst denkt! Allerdings sind wir wie gesagt wirklich nicht anspruchsvoll.

Anforderungen an das Auto: 4WD und nicht die letzte Schrottkarre, sonst eigentlich egal ;) Wir sind beides keine Autoexperten (das sollten wir wohl noch besser werden..?) also wäre bestimmt eine Marke gut, die die Einheimischen viel fahren und daher gut reparieren können. Sollte ich mir Sorgen machen, wenn wir außer Reifenwechsel und Öl nachfüllen nichts selbst hinbekommen?

Darf ich nochmal zum Thema Sicherheit nachfragen? Habt ihr nur/meistens wild gecampt? Das war ohne Probleme üblich? Auch in Südafrika?

Danke schon mal!! :)

LG
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Georginess

« Antwort #3 am: 12. Juni 2014, 09:14 »
Also was Campingduschen angeht, kann ich nur empfehlen.

Ich hab mir vor Jahren mal eine um 5 oder 7 Euro beim Sports Experts gekauft und die hat klasse funktioniert, solange sie jemand hält oder man sie irgendwo befestigen kann. War einfach nur ein schwarzer Plastik-/Gummibeutel für 5 Gallonen Wasser mit abklemmbarem Schlauch und "Duschkopf".

Wenn man den in die Sonne gelegt hat, musste man jedoch verdammt aufpassen, dass man sich nicht die Finger verbrennt, das Ding wird sauheiß wenn´s den ganzen Tag in der Sonne liegt. Kann schon vorkommen, dass auch das Wasser so heiß ist, dass man es mal abkühlen lassen muss, bevor man damit überhaupt duschen kann.

Am besten ist, du schaust dir so ein Ding mal vor Ort in nem Geschäft an und riskierst ggf. die paar Euro um dir ein Bild davon zu machen ;)

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1ts

« Antwort #4 am: 13. Juni 2014, 12:55 »
Ein Auto in Afrika kaufen geht ist aber nicht unproblematisch und auch teuerer, als hier eine Kiste zu kaufen, umzubauen und zu verschiffen. Für diesen Trip brauchst du auf jedenfall einen Jeep. Ich hatte mal eine Seite gesehen von solchen Experten, welche alles genau beschrieben inkl. Verschiffung. Soooo teuer ist es glaube ich nicht, nur man macht sich dann bei der Einfuhr rum. Die Quervariante von West nach Ost hatte eine Freund auch gemacht. Allerdings viel kürzer, jeep mit Fahrer und festen Unterkünfte. Ist also kein Maßstab aber die genannten Länder sind grundsätzlich befriedet. Kriminalität gibt es aber immer, weil es immer was zu holen gibt.
Waschen wird überbewertet, mal schnell in jeden See springen würde ich abraten! Notfalls die Haare kurz schneiden, wenn man es nicht erträgt. Wasser gibt es in diesen gebieten, mal Namibia Wüste abgesehen reichlich. Kleine Handpumpe vielleicht testen.

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Surfy

« Antwort #5 am: 13. Juni 2014, 15:42 »
Die von Georginess geannten Duschsäcke sind für Afrika wirklich gut, weil die Sonne da in kurzer Zeit Nachschub liefert, wenn man das ganze beispielsweise zur Mittagszeit angeht.

Zitat
Auch eine Kühlbox hatten wir - allerdings ohne Kühlakkus, weil wie ladet man die unterwegs??  Hat dann halt nicht sooo viel geholfen. Wäre bestimmt nicht schlecht, da was besseres zu haben, aber sein MUSS es

Die von mir genannten sind aktive Kühlboxen die via 12v Spannung betrieben werden, auch als Tiefkühler betrieben werden können. Um wie bei mir, eine Box als Kühlschrank und eine Box als Tiefkühler zu betreiben, sind aber schon einige Investitionen in Bordbatterie & Batterie Management notwendig ;)

Angesichts deines Budgets würde ich mich aber auf das wesentliche konzentrieren, nicht auf die Komfortzone. Da wären diese Duschsäcke schon ein guter Einstieg.

Schau Dir erstmal an, wie andere Reisen. Es gibt so LKW-Reisen die auch ganze Transafrikas fahren - die schlafen Abends in Zelten - mitten durch Afrika - und werden dabei auch nicht gefressen:



Oder wie die Motorradfahrer in Afrika campieren:



Ein kleines Bodenzelt kostet einen Bruchteil eines Dachzeltes, bedarf keines Dachgepäckträgers, bringt keine schlechte Gewichtsverteilung mit sich.

Ich würde von minimalsten ausgehen - mir dann Stück für Stück etwas mehr Luxus hinzufügen - bis dein Budget ausgewogen ist und das Reisesetup möglichst Deinen Komfortansprüchen genügt  ;-)

Die frage ist in Deinem fall aber auch, inwiefern Ausgaben wirklich Ausgaben sind. Wenn ihr ein Auto mit kauft und Ausrüstet, ist das ganze am Ende ja nicht entwertet - sondern kann wieder weiter verkauft werden.

Mit Kauf / Verkauf eines Fahrzeuges in SA & Papierkram habe ich leider keine Erfahrung. Damit würdest Du jedenfalls mindestens 2500 USD pro Verschiffungs-Weg sparen. Daher ist der Weg von Kauf/Verkauf im südlichen Afrika sicherlich der bessere Weg, man braucht nur auch die Zeit um alles in Ruhe aufzugleisen.

Wenn Du die nerven dafür hast, würde ich einen Flug buchen, mich bei einem hilfsbereiten Couchsurfing Host einquartieren - und mit seiner Hilfe Fahrzeug organisieren & einlösen. Wenn Du etwas tiefer zum Thema im Web suchst, findest Du bestimmt jemanden, der so etwas schonmal gemacht hat.

Um ein Fahrzeug nach Südafrika zu verschiffen und da zu nutzen brauchst Du das Carnet de Passages wofür man eine Geld-Bürgschaft (weitere Infos hinter dem Link) hinterlegen muss. Ein links gelenktes Fahrzeug bekommt man da unten nicht verkauft - und mit der Bürgschaft / Carnet / Verzollung gäbe es wohl auch mehr als etwas Aufwand selbst wenn man das Fahrzeug in SA verschrotten möchte.

Für diesen Trip brauchst du auf jedenfall einen Jeep

Nein, braucht man nicht. Wir trafen doch so einige "overlander" die nur mit einem normalen Fahrzeug unterwegs waren, ohne 4x4. Auf schlechten wegen ist ein Geländewagen sicherlich komfortabler, wenn man Offroad mag und fahren möchte - braucht man ihn - aber für so einen Trip ist er nicht unbedingt notwendig.

Surfy

Hansi

« Antwort #6 am: 13. Juni 2014, 18:49 »
Hallo dirtsA,
es wurde schon viel Information zu deinem Thema gegeben. Ich weiß nicht wann Ihr eure Reise unternehmen möchtet. Wir haben einen komplett ausgestatteten Nissan 4x4 in Johannesburg stehen, den wir aller Voraussicht nach nach unserer nächsten Afrika- Tour verkaufen werden. Wir sind von November 2014 bis Februar oder März 2015 mit dem Nissan unterwegs, danach stünde das Auto zur Verfügung. Falls Ihr Interesse habt, können wir Euch Bilder und weitere Informationen zukommen lassen.
Schöne Grüße
Hansi
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pantitlan

« Antwort #7 am: 15. Juni 2014, 03:05 »
Zum Thema Dachzelt. Ich habe vor ein paar Jahren sowas auch meinem einmonatigen Roadtrip durch Australien. Ich kann nur sagen: Investiert das Geld auf alle Fälle in ein Dachzelt und wählt kein Bodenzelt.
 
1. Das Dachzelt hast du in wenigen Sekunden aufgebaut. Einfach umklappen und schon stehts.
2. Du musst nicht gross aufräumen. Wir haben Schlafsack, Pyjama und ein paar andere Dinge, die wir vor allem nachts brauchten, jeweils oben gelassen.
3. Du bist etwas sicherer. Ich weiss nicht, ob es objektiv einen grossen Unterschied macht. Aber subjektiv fühlte ich mich wohler, wenn ich wusste, dass nicht jedes Wildschwein mein Zelt umrennen kann.
4. Du hast eine bessere Aussicht.
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dirtsA

« Antwort #8 am: 23. Juni 2014, 21:33 »
Danke für eure zahlreichen Antworten! :) Nun komme ich endlich mal wieder dazu, etwas zu schreiben.

Also was Campingduschen angeht, kann ich nur empfehlen.
Cool, danke für deinen Erfahrungsbericht! Das klingt echt super. Die paar Euro ist mir das denke ich auf jeden Fall wert  ;) Habe außerdem gerade die Empfehlung bekommen, es doch mal mit Trockenshampoo zu versuchen. Bestimmt keine Dauerlösung, aber zur Überbrückung von 1-2 Haarwäschen vielleicht ne Lösung!

Ein Auto in Afrika kaufen geht ist aber nicht unproblematisch und auch teuerer, als hier eine Kiste zu kaufen, umzubauen und zu verschiffen. Für diesen Trip brauchst du auf jedenfall einen Jeep.
Sorry, aber das mit dem Jeep glaube ich jetzt einfach mal nicht. Ein anderer 4WD oder evtl. sogar ein "normales Auto" tun es bestimmt auch. Man muss ja nicht übertreiben und uns gehts nicht um Luxus. Ich habe mich durch ein paar Seiten gelesen, wo es um Autoum/-ausbau in Deutschland + Verschiffung etc ging. Und da waren die Leute soweit ich das rauslesen konnte OHNE Autokauf schon bei fast 10.000€ teilweise. Wurden dann halt oft richtig luxuriöse Umbauten. Da man einen gebrauchten 4WD in Afrika laut meinen Recherchen für weniger als 10.000€ bekommen müsste, ist die Variante also aus meiner Sicht auf jeden Fall billiger...

Waschen wird überbewertet, mal schnell in jeden See springen würde ich abraten! Notfalls die Haare kurz schneiden, wenn man es nicht erträgt. Wasser gibt es in diesen gebieten, mal Namibia Wüste abgesehen reichlich. Kleine Handpumpe vielleicht testen.
Du bist bestimmt ein Mann, oder!?  ;D Meine Haare kommen sicher nicht ab und es geht hier nicht ums Überbewerten, sondern darum, dass mein Kopf nach spätestens 3 Tagen wirklich so juckt, dass es nicht mehr ohne Waschen geht.
Wie meinst du das mit dem See? Zwecks wilder Tiere oder weil das Wasser von der Sauberkeit bedenklich ist? Wahrscheinlich Tiere, gut daran denkt man ja in Afrika ;)

Die von mir genannten sind aktive Kühlboxen die via 12v Spannung betrieben werden, auch als Tiefkühler betrieben werden können. Um wie bei mir, eine Box als Kühlschrank und eine Box als Tiefkühler zu betreiben, sind aber schon einige Investitionen in Bordbatterie & Batterie Management notwendig ;)
Na dann eben nicht ;) Haha, das klingt dann doch komplizierter, als wir uns wahrscheinlich antun wollen. Vielleicht kommen wir ja noch auf eine andere Lösung, wie man zumindest für 2-3 Tage Lebensmittel gut kühl halten kann. Ideen immer gerne :)

Angesichts deines Budgets würde ich mich aber auf das wesentliche konzentrieren, nicht auf die Komfortzone. Da wären diese Duschsäcke schon ein guter Einstieg.
Stimmt :) Ich brauch eigentlich auch echt nicht viel, nur mit meinen Haaren bin ich eben etwas kompliziert.

@ Surfy - danke für den Hinweis zu den anderen Reisenden mit Bodenzelt. Ich bin mir trotzdem nicht sicher, ob ein Dachzelt nicht den extra Komfort wert wäre. Aber das wird dann wohl wirklich einfach eine Preisentscheidung. Denkst du, dass man in Namibia oder Südafrika auch Dachzelte kaufen kann?

Zitat
Die frage ist in Deinem fall aber auch, inwiefern Ausgaben wirklich Ausgaben sind. Wenn ihr ein Auto mit kauft und Ausrüstet, ist das ganze am Ende ja nicht entwertet - sondern kann wieder weiter verkauft werden.
Ja und nein. Es muss halt auch erst wieder verkauft werden ;) Und irgendwie ist mir das ein bisschen zu unsicher, als dass ich mit der vollen "Rückerstattung" der Kosten rechnen will. Lieber rechne ich es als Ausgaben ein und wenn wir es dann für ein bisschen Geld wieder verkaufen können - umso besser :)

Zitat
Mit Kauf / Verkauf eines Fahrzeuges in SA & Papierkram habe ich leider keine Erfahrung. Damit würdest Du jedenfalls mindestens 2500 USD pro Verschiffungs-Weg sparen. Daher ist der Weg von Kauf/Verkauf im südlichen Afrika sicherlich der bessere Weg, man braucht nur auch die Zeit um alles in Ruhe aufzugleisen.
Yay, danke! Das klingt gut und ist eigentlich genau das, was ich hören wollte. Und genau die Idee mit dem CS Host hatte ich übrigens auch schon  :D  Vielleicht gibt es ja wirklich jemand, der hilfsbereit genug ist. Ist auf jeden Fall immer gut, lokale Kontakte zu haben, das hilft meiner Meinung nach immer weiter.
Das mit dem Carnet de Passage klingt wirklich mühsam und teuer. Habe davon schon öfter ein bisschen gelesen, mir aber nie die Mühe gemacht, mich wirklich zu vertiefen, da es mir ein recht komplexes Thema erschien. Du gibst mir da irgendwie grad wieder Recht... Ich bin mir jedenfalls immer sicherer, dass ein Kauf in Afrika die beste Lösung wäre!

@ Surfy - danke, du hast mir mit deinen Ausführungen echt wieder viel Hoffnung gemacht!! :)

Zum Thema Dachzelt. Ich habe vor ein paar Jahren sowas auch meinem einmonatigen Roadtrip durch Australien. Ich kann nur sagen: Investiert das Geld auf alle Fälle in ein Dachzelt und wählt kein Bodenzelt.
 
1. Das Dachzelt hast du in wenigen Sekunden aufgebaut. Einfach umklappen und schon stehts.
2. Du musst nicht gross aufräumen. Wir haben Schlafsack, Pyjama und ein paar andere Dinge, die wir vor allem nachts brauchten, jeweils oben gelassen.
3. Du bist etwas sicherer. Ich weiss nicht, ob es objektiv einen grossen Unterschied macht. Aber subjektiv fühlte ich mich wohler, wenn ich wusste, dass nicht jedes Wildschwein mein Zelt umrennen kann.
4. Du hast eine bessere Aussicht.
Super, danke für deinen Erfahrungsbericht! :) Genau an diese Punkte hatte ich auch schon gedacht (bis auf den 4. vielleicht ;) ). Außerdem hatte zumindest das, das ich beim Globetrotter gesehen hatte, eine richtige Matratze. Ich weiß schon, dass diese normalen Zeltmatten auch immer besser werden, aber daran kommen sie halt auch nicht ran. Fand es auch praktisch, dass man das ganze Schlafzeug dort drinnen lassen konnte und einfach zu- und aufklappen. Noch schöner dann evtl. mit einem kleinen Anbau-Zelt, das ja hoffentlich dann auch nicht mehr die Welt kosten sollte oder man sich mit einer Plastikplane evtl. auch selbst zaubern kann  8)

Wir sind von November 2014 bis Februar oder März 2015 mit dem Nissan unterwegs, danach stünde das Auto zur Verfügung.
Schade, das ist leider zu früh für uns! :( Müssen erst mal wieder richtig sparen und vor 2-3 Jahren ist da nichts. Will mich nur jetzt schon mal absichern, ob die Idee nicht völlig "hirnrissig" ist ;) und es überhaupt Sinn macht, darauf hin zu planen. Wie/wo/wie lange seid ihr unterwegs? Habt ihr vielleicht einen Blog?

Weiß jemand vielleicht noch etwas dazu, ob ich ein in Namibia/Südafrika gekauftes Auto so einfach in andere Länder mitnehmen kann? Also eben außerdem noch Lesotho, Swasiland, Malawi, Mosambik, Simbabwe, Sambia, Botswana.
@ Hansi - vielleicht ihr?

Und was meint ihr zum Thema Sicherheit? Ist wild campen in den genannten Ländern möglich? Gibt es Regionen oder ganze Länder, wo davon abzuraten ist? Hab auch schon überlegt ob man dort dann evtl. (z.B. Städte in Südafrika) Couchsurfing Hosts finden könnte, die eine Art bewachten Parkplatz haben... Hatte bisher den Eindruck, dass Leute, die in SA auf CS angemeldet sind eher "reicher" sind, daher überhaupt die Idee.

Danke euch und schönen Abend noch :)
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Radlerin

« Antwort #9 am: 24. Juni 2014, 11:25 »
So einen Duschsack kann ich auch empfehlen.
Oder es gibt auch von Ortlieb Wassersäcke, wo man einen Duschaufsatz draufschrauben kann, dann ist das Wasser halt nicht warm. Dafür gibt es auch Wasserfilter - man hängt den Sack über nacht auf und morgens ist das Wasser gefiltert.
Ich hab so eine Naturhaarbürste und wenn ich mir damit die Haare bürste (100 Bürstenstriche...) brauch ich sie nicht so oft zu waschen, wäre vielleicht mal einen Versuch wert. Ausserdem wird die Kopfhaut massiert und es juckt nicht...aber natürlich schwitzt man in Afrika auch mehr als zuhause...

Ansonsten kann ich dir auch das Globetrottertreffen am ersten Juliwochenende in Hachenburg (Westerwald) empfehlen. Da triffst du viele Afrika-Selbstfahrer mit ihren Autos und kannst bestimmt massenhaft Tipps bekommen. Da werden auch öftermal Autos vor Ort angeboten und die wissen bestimmt auch, wie das mit dem Papierkram ist.
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pantitlan

« Antwort #10 am: 25. Juni 2014, 00:27 »
Zitat
Super, danke für deinen Erfahrungsbericht! :) Genau an diese Punkte hatte ich auch schon gedacht (bis auf den 4. vielleicht ;) ). Außerdem hatte zumindest das, das ich beim Globetrotter gesehen hatte, eine richtige Matratze. Ich weiß schon, dass diese normalen Zeltmatten auch immer besser werden, aber daran kommen sie halt auch nicht ran. Fand es auch praktisch, dass man das ganze Schlafzeug dort drinnen lassen konnte und einfach zu- und aufklappen. Noch schöner dann evtl. mit einem kleinen Anbau-Zelt, das ja hoffentlich dann auch nicht mehr die Welt kosten sollte oder man sich mit einer Plastikplane evtl. auch selbst zaubern kann

Also bei dem Dachzelt, das wir hatten, war das so, dass es im ausgeklappten Zustand grundsätzlich ein Vorzelt hatte. Das war im australischen Outback auf dringend nötig wegen all den Fliegen. Der Schlafbereich war nur über dem Auto, das daneben war alles Teil des Vorzeltes.



Aber ich habe keine Ahnung, ob es sowas auch für PKWs gibt und ob man eine solche Vorrichtung einfach kaufen kann. Der Jeep auf dem Bild war ein Mietwagen...
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Surfy

« Antwort #11 am: 27. Juni 2014, 07:03 »
Ansonsten kann ich dir auch das Globetrottertreffen am ersten Juliwochenende in Hachenburg (Westerwald) empfehlen. Da triffst du viele Afrika-Selbstfahrer mit ihren Autos und kannst bestimmt massenhaft Tipps bekommen. Da werden auch öftermal Autos vor Ort angeboten und die wissen bestimmt auch, wie das mit dem Papierkram ist.

Diese Overlander-Treffen sind wirklich extrem hilfreich um Informationen einzuholen, zu sehen wie andere ihren Reisealltag gestaltet haben. Selbst einfache Fragen sind je nach Reiseland speziell. Beispielsweise fragt man sich vor der ersten Afrika Reise auch schon ganz banale fragen wie bzw was man braucht an Schlafsack, Decken - was am praktischsten ist. So ins Detail gehen selbst die Blogschreiber nur selten.

Hinsichtlich des Papierkrams hingegen helfen nur aktuellste Informationen - zu schnell ändert sich da die Sachlage. Informationen die ein Jahr alt sind, sind nicht mehr verlässlich, beispielsweise für die Visa-Situation. Dafür eignen sich aktuelle Reiseblogs wesentlich besser.



Diese Vorzelt-Geschichte kann man auch mit einer Markise lösen, dazu gibt es ja Seitenwände mit Fenstern & Mückengittern. Wir hatten so eine Markise dabei und die die Seitenwände auch einmal benutzt:



Wenn wir die europäischen Lebensgewohnheiten beibehalten hätten, mit dem wachbleiben bis spät in die Nacht, mit Licht welches die Viecher anzieht - dann hätten wir sie wohl auch mehr benutzt. Oder bei Regen...  Meist aber es war wesentlich einfacher - sich den afrikanischen Bedingungen anzupassen. Früh schlafen gehen, früh aufstehen.

Ich muss dazu sagen dass wir die Natur auch lieben, gerne ein Feuerchen machen, gerne "draussen sind"  :)

Lieber noch vor Sonnenuntergang noch im hellen zu kochen, anstelle später mit Licht. Spätestens ab 19 Uhr ist es stockdunkel, die Sonne geht sehr schnell unter. Da ist es draussen einfach schöner, es weht noch ein Lüftchen - man erlebt die Natur und ist nicht etwas abgeschottet im "Zelt" mit laufendem Ventilator.

"Raus" muss man irgendwann eh, für den Toilettengang. Natürlich liesse sich das auch im Zelt - aber *bäääh*. Wenn man raus geht sollte man sich schützen mit stichfester Kleidung und Deet (hier ein Erfahrungsbericht: http://www.4x4tripping.com/2013/11/muckendichte-bzw-stichfeste-kleidung.html) - zumindest in den Malaria Risiko Gebieten.

Hat man diese Schutzmassnahmen getroffen - dann muss man auch nicht mehr im Zelt sitzen, weil man auch draussen nicht mehr gestochen wird ;-).

Wir sind meist früh schlafen gegangen, dh vielleicht gegen 19:30-20:00 - sassen dann noch gemütlich beieinander am Feuerchen, am reden und ich auch noch am Blogschreiben mit ganz dunkel gestelltem Display. 

Essen, Kochen, Abwasch und Aufräumen noch bei Tageslicht. Dafür sind wir auch in der Regel um 5:00-5:30 herum mit dem beginnenden Tag aufgestanden.

Die Mücken kommen mit dem eindunkeln und gehen wenn die Sonne kommt - dh mit dem Frühstück sollte man eine weile warten, bis die Sonne soweit aufgegangen ist. Wir hatten am Abend für warmen Tee/Kaffee gesorgt, und konnten so recht rasch schon einmal los fahren. Gegen 9 Uhr suchten wir uns dann einen Platz in der Natur um zu Frühstücken und gegebenfalls um zu Duschen.

Mit beschränktem Budget und Fahrzeuganschaffung gegebenenfalls direkt vor Ort gezielt für die Reise - würde ich versuchen möglichst offen zu bleiben, mit dem Anspruch an das Fahrzeug und Camping-Ausrüstung- alles andere wird teurer  ;)

Pickup mit Canopy, Geländewagen und innen schlafen, Geländewagen mit Klappdach, Dachzelt, Bodenzelt - es gibt ja viele Möglichkeiten.

Das einem eine der Lösungen mehr Sicherheit bietet ist nicht zuende gedacht. Dieses nicht zudende Denken wird einem spätestens während der Reise einholen. Man sollte sich bewusst machen wovor man mehr Schutz braucht - und sich das Szenario dann in Ruhe durchdenken. Vor Skorpionen hilft auch Dachzelt/Bodenzelt, Klappdach oder anderes nichts, wenn man in der Nacht mal muss, oder sich am Abend draussen aufhält. Egal wie man schläft, wenn ein mit Schusswaffen bewaffneter Zweibeiner kommt um einem auszunehmen - wird keine der Schlafoptionen einen davor bewahren. Das Tiere ein Zelt zerfleddert haben um einen Touristen zu futtern - das hätte sich den Afrika-Reisenden und natürlich bei Google schon herumgesprochen.... 

Weiß jemand vielleicht noch etwas dazu, ob ich ein in Namibia/Südafrika gekauftes Auto so einfach in andere Länder mitnehmen kann? Also eben außerdem noch Lesotho, Swasiland, Malawi, Mosambik, Simbabwe, Sambia, Botswana.

Südafrika hat mit seinen Nachbarn auch eine Zollunion - so dass man da ganz normal die Grenze passieren kann, wie du mit deinem Auto in Europa.

Zitat
Und was meint ihr zum Thema Sicherheit? Ist wild campen in den genannten Ländern möglich? Gibt es Regionen oder ganze Länder, wo davon abzuraten ist?


Städte und urbane Gebiete würde ich für Wildcamps eher versuchen zu meiden. Die Risiko Kalkulation kann Dir keiner abnehmen, dass musst Du für Dich selber ausmachen. Schon Südafrika und Namibia - wenn man nach Sex&Crime sucht - wird man durchaus fündig. Meiner Ansicht nach ist das Leben in der Natur in diesen und auch den anderen Ländern - wesentlich ungefährlicher als Leben in Städten wie Johannesburg. Lies Dir die Erfahrungsberichte anderer Reisender durch, lies ein paar lokale englischsprachige Medien - damit Du das besser abschätzen kannst.

BTW: Outdoor Geschäfte mit Zelten, Dachzelten haben wir in Namibia und Südafrika gesehen, dh falls ihr an kein ausgetattetes Fahrzeug kommt - lässt sich die Ausrüstung Vor-Ort kompletieren.

Surfy

dirtsA

« Antwort #12 am: 12. Juli 2014, 19:09 »
@ Radlerin - ok ich bin überzeugt, ein Duschsack macht wohl wirklich Sinn. Aber braucht man denn nur zum Waschen einen Wasserfilter? Wäre bestimmt praktisch, einen für Trinkwasser dabei zu haben, aber zum Duschen ist es nicht zwingend nötig, oder?
Hmm mal sehen, vielleicht schaue ich mich mal nach so einer Haarbürste um. Hab irgendwie wenig Hoffnung, da mein Haar schon mein ganzes Leben schnell fettig wird, auch mit speziellen Shampoos. Aber irgendwie muss das wohl gehen ;)

Zu dem Globetrotter Treffen habe ich es leider nicht geschafft, ist dann doch etwas zu weit von München nur für ein Treffen. Macht dann vielleicht auch mehr Sinn, wenn die Idee schon konkreter ist :)

@ Surfy - danke für deine Tipps. Das mit dem Tagesablauf macht bestimmt Sinn und gleichzeitig hat man dann bestimmt auch die besseren Chancen, Tiere zu sehen, wenn man auch schon früher unterwegs ist.
Deinen Artikel zur Moskito-Schutzkleidung muss ich mir nochmal durchlesen. Das wäre wahrscheinlich für mich ein "Must" auf meiner Shoppingliste, nachdem mich die Biester leider lieben und ich auch schon 2mal Dengue hatte. Malaria dann mal bitte nicht...!  :-\ Habt ihr Leute getroffen, die Malaria bekommen haben?

Zitat
Das einem eine der Lösungen mehr Sicherheit bietet ist nicht zuende gedacht. Dieses nicht zudende Denken wird einem spätestens während der Reise einholen. Man sollte sich bewusst machen wovor man mehr Schutz braucht - und sich das Szenario dann in Ruhe durchdenken. Vor Skorpionen hilft auch Dachzelt/Bodenzelt, Klappdach oder anderes nichts, wenn man in der Nacht mal muss, oder sich am Abend draussen aufhält. Egal wie man schläft, wenn ein mit Schusswaffen bewaffneter Zweibeiner kommt um einem auszunehmen - wird keine der Schlafoptionen einen davor bewahren. Das Tiere ein Zelt zerfleddert haben um einen Touristen zu futtern - das hätte sich den Afrika-Reisenden und natürlich bei Google schon herumgesprochen.... 
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Haha, du bringst es wohl auf den Punkt. Ich denke ich habe einfach so viele Bedenken, weil ich noch nie in Afrika war und man zwecks Sicherheit ja doch so einiges hört und liest. Wie habt ihr das eigentlich mit euren Wertsachen gemacht? Immer mitgenommen oder immer im Auto gelassen? Hattet ihr sie im Auto dann speziell versteckt? Das macht mir schon ein bissl Sorgen, da ich in Lateinamerika wo es heißt, man soll alles was man für den Tag nicht braucht, einfach im Hostel abgeschlossen habe. Klar, kann dort auch was gestohlen werden, aber ist doch deutlich sicher und man hat eben nicht alles dabei, sollte man überfallen werden. Aber wenn man keinen richtig gut abschließbaren Raum hat? So ein Auto ist ja leichter mal aufgebrochen und hängt nicht nur vom Hostelpersonal ab, sondern am Parkplatz kann ja "jeder" vorbei kommen und die Gelegenheit nützen. Nichts im sichtbaren Bereich liegen lassen habe ich schon gehört. Aber selbst das ist ja schwierig, da man ja sehr viel Ausrüstung dabei hat? Die ja bestimmt auch schon was wert wäre für die Einheimischen? Wurde euch mal was geklaut?

Ok, ich denke der Papierkram wird sich dann auch eher gegen Ende der Planung zusammen mit der Route ergeben. Im Notfall kann man dann eben in eines der Länder nicht und stattdessen in ein anderes. Wir werden sehen! :)

Schön, dass wir auch die Zelte in Afrika direkt besorgen könnten. Dann können wir es wirklich so machen, wie du empfiehlst: Hinfahren, ggf. bei einem hilfsbereiten Couchsurfer unterkommen und dann einfach schauen, was sich an fahrbarem Untersatz finden lässt und welche Schlafoption sich daraus ergibt :)

Nächstes Jahr kommt auf jeden Fall mal ein "Afrika-Test" für mich, da ich ja noch nie dort war! ;) Entweder wird es Äthiopien oder das östliche Südafrika + zum Tauchen nach Mosambik. Bin gespannt, wozu es dann kommt! :)
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Radlerin

« Antwort #13 am: 13. Juli 2014, 10:15 »
Zitat
@ Radlerin - ok ich bin überzeugt, ein Duschsack macht wohl wirklich Sinn. Aber braucht man denn nur zum Waschen einen Wasserfilter? Wäre bestimmt praktisch, einen für Trinkwasser dabei zu haben, aber zum Duschen ist es nicht zwingend nötig, oder?

Ja, so hab ich das auch gemeint - wenn man einen Wasserfilter für Trinkwasser braucht, kann man den an diesen Wassersack schrauben. Ansonsten kann man den Wassersack einfach so benutzen, zum duschen schraubt man dann den Duschaufsatz drauf.
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Surfy

« Antwort #14 am: 14. Juli 2014, 17:53 »

Wir haben jeden Liter Wasser der in unseren Tank floss durch unsere Filteranlage gejagt, bestehend aus Pumpe,  Grobfilter, Aktivkohle und UV-Brenner. Da wir auf unserer Transafrika genauso gut hätten 2-3 Wochen im Schlamm feststecken können (bei mehr Regen) - hatten wir uns so ausgerüstet dass wir auch Fluss oder Seewasser hätten filtrieren können - um unseren Wasserbedarf selber decken zu können.



Das war aber eben für andere Regionen Afrikas - und für weitere Weltreise-Ziele konzipiert, und wären doch übertrieben für das südliche Afrika.

Hier sind einige Optionen für die Wasserfiltrierung aufgezählt und Details zu dem bei mir verbautem Filter genannt: http://www.4x4tripping.com/2013/07/portable-wasserfilter-systeme-fur-die.html

Es geht also auch kleiner und günstiger... Aber so etwas ist doch eher für autarkes Reisen ausserhalb der Zivilisation gedacht, oder für Notfall-Szenarien.

In Südafrika, Namibia und Botswana kannst Du aber recht gutes Wasser beziehen, beispielsweise von Hahnenwasser von Tankstellen, Campsites oder wenn Du bei einem Farmer/Haus nach Wasser fragst.

Ich denke Du kannst für deine Reiseideen genau so gut einige der gängigen 5L PET Trinkwasserflaschen kaufen und mitführen, die gibt es da  in jedem Laden - zum Trinken und Kochen. Das Leitungswasser dafür ungefiltert für den Abwasch und zum Duschen verwenden. So kommst Du auch um ein abkochen herum, Plan B der aber nicht nötig sein wird...

Da sparst Du dir die Ausgaben für Filter, das Gewicht und den Platz dafür. Oft wirst Du ja auch ein Bierchen trinken wollen, oder einen Wein - nicht immer nur Wasser oder Tee.

Zitat
Schön, dass wir auch die Zelte in Afrika direkt besorgen könnten. Dann können wir es wirklich so machen, wie du empfiehlst: Hinfahren, ggf. bei einem hilfsbereiten Couchsurfer unterkommen und dann einfach schauen, was sich an fahrbarem Untersatz finden lässt und welche Schlafoption sich daraus ergibt

Ich bin gerade vorgestern über einen Blogger gestossen, der versucht hat auf seinen Namen ein Fahrzeug in Südafrika einzulösen. Seit neuestem dauert so eine Zulassung 2 Monate und einen lokalen Bankaccount. Natürlich hörst Du da von jeder Ecke etwas anderes (seitens behörden) - aber das deutet darauf hin dass dieses Szenario mit in SA ein Auto kaufen - etwas zeitraubender ist. Vielleicht ist da Namibia besser, bzw wert in der Richtung zu Googlen?

Einen Host zu finden der dein Auto dann auf sich einlöst wäre natürlich immer noch eine Option, wäre sowieso das einfachste.

Das es da bei Grenzübergängen Probleme geben soll liest man oft, stimmt aber nicht. Da brauchst Du eine mehrsprachige Vollmacht und um wenn Du ganz sicher gehen willst - eine Notariall beglaubigte Appostille die unschwer vom Host zu organisieren wäre: http://www.4x4tripping.com/2013/04/reisen-mit-dem-mietwagen-firmenwagen.html Meiner Meinung und Erfahrung nach (unser Reisefahrzeug war nicht auf mich eingelöst) braucht es aber nur die Vollmacht, die Du unter obenstehenden Link findest.

Ich würde aber nicht dem Host Geld für ein Auto geben, sondern mit ihm gemeinsam in SA ein Fahrzeug kaufen gehen, damit Du nicht über den Tisch gezogen wirst. Würde auch einen Host mit Reputation erwählen.... Denke da müsstest Du wirklich etwas "springen lassen" - damit ein Host der Dich nicht kennt - dass mit dir durchzieht, aber das scheint mir machbar zu sein. Aber wie gesagt, vielleicht ist das in Namibia leichter, um als Ausländer ein Fahrzeug einlösen zu können...

Zitat
Wie habt ihr das eigentlich mit euren Wertsachen gemacht? Immer mitgenommen oder immer im Auto gelassen? Hattet ihr sie im Auto dann speziell versteckt? Das macht mir schon ein bissl Sorgen

Auf einer Overland Tour ist das Fahrzeug selten alleine. Du schläfst an/beim/im Fahrzeug, fährst mit ihm, beobachtest Tiere im Fahrzeug (raus darfst Du nicht). Beim klassichen Besichtigungs-Spots gibt es oft Parkplätze mit Bewachung. Beim Einkaufen - nunja - gibt es manchmal auch Bewachung oder zwieliechtige die ihre Dienste anbieten - denke manchmal muss man gewisse Risiken eingehen.... Bargeld, Kreditkarten, Pässe gehören mitgeführt - aber natürlich bleibt bei einem Overlander meist genüg im Auto (Foto/Computer/Ferngläser/Camping-Equipement) - alles kann man nicht mitschleppen. Getönte Scheiben und nichts sichtbar liegen lassen, Alarmanlage - helfen vielleicht.

Mehr Sicherheitsinvestitionen machen bei einem "temporären" Fahrzeug welches Du anschliessend wieder verkaufen willst - einen Sinn... Diejenigen die eine Transafrika fahren, oder runter verschiffen - treffen da in der Regel noch einige andere "Vorkehrungen"...

Surfy

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