So - mal wieder auf Heimatbesuch und Zeit das (schon fast abgeschlossene) 1. Quartal Revue passieren zu lassen.
Anfang Januar ging es von England mit dem Camper wieder über den Kanal, durch das größte Schnee-Chaos in Frankreich (nur Durchreise) und dann Spanien. Der erste kurze Zwischenstopp war
Albarracin, ein verschlafenes Dorf, dessen Umgebung als Boulder-Gebiet bekannt ist. Sonst tut sich da nicht viel.
Nach einem Tag bouldern ging es auch schon weiter nach
Chulilla, einem Kletterort in der Nähe von Valencia. Dort haben wir 6 Wochen verbracht. Außer klettern kann man hier auch sehr schön wandern - die Umgebung ist herrlich! Das meiste sieht man als Kletterer natürlich schon am Zustieg zur Wand, aber die bekannte Wanderung über verschiedene Brücken der Schlucht entlang, konnte ich mir trotzdem nicht entgehen lassen. Chulilla selbst ist ein schöner kleiner Ort, mit einer verfallenen Festung, von der aus man eine super Aussicht hat. Zum Abschluss in der Region habe ich mir dann noch 2 Tage
Valencia angeschaut und kam gerade zur Fallas-Eröffnung zurecht, was leider Touristen-Massen bedeutete. Die Eröffnungs-Show war toll, hätte ich aber nicht haben müssen

Valencia hat mir recht gut gefallen, auch wenn es nicht ganz den "Wow-Effekt" von Städten wie Granada oder Sevilla hatte. Nachdem ich aber eine deutsche Freundin seit Jahren wieder sehen konnte (sie ist dorthin ausgewandert) und Valencia schon ganz lange auf meiner Liste stand, würde ich sagen, dass es sich dennoch ausgezahlt hat!
Von Valencia ging es dann wieder mit dem Van weiter nach
Siurana - eines der bekanntesten Klettergebiete Europas. Hier haben wir dann 4 Wochen verbracht. Das alte Siurana-Dorf war total schön mit seinen Steinhäusern und der Aussicht und auch Cornudella ist ein netter Ort. Reus hat uns bis auf den kleinen Altstadtkern nicht wirklich zugesagt, dafür war
Tarragona eine tolle Überraschung! Ansonsten sind wir halt v.a. geklettert und ich habe, zum ersten Mal wirklich remote aus dem Van via Hotspot (Wildcamping) gearbeitet. Hat überraschend gut funktioniert!
Leider mussten wir dann etwas überhastet aufbrechen, da mein Freund einen Job bekommen hatte und er zurück auf die Insel musste. Sonst wären wir noch 2 Wochen länger geblieben.
So bin ich dann noch bis
Lyon mitgefahren und habe mir 2 Tage lang Lyon angeschaut. Eine extrem spontane, Last-Minute-Entscheidung, die sich mehr als nur gelohnt hat! Leute...fahrt nach Lyon! Paris in klein und gemütlich. Hat mich total überrascht, extrem gut gefallen und hätte auch gern länger bleiben können. Von Dort bin ich dann in 2h direkt mit dem Zug nach
Dijon, meine Schwester besuchen. Da ich Dijon schon kenne, habe ich mir als Tagesausflug mal
Beaune angeschaut (nett, aber mini), und bin mit ihr zusammen noch ins genauso nette, kleine
Semur. Insgesamt ein schöner Frankreich-Kurzaufenthalt. Erst wollte ich noch nach Paris, aber meine Freundin dort hatte leider keine Zeit, sodass ich das vertagt habe und über Zürich zurück in die Heimat gereist bin...
Insgesamt ein super Start ins Jahr: 2 neue top Klettergebiete gesehen, in eines kurz "reingeschmökert", Valencia und Freundin-Besuch dort endlich hinbekommen und am Ende als unerwarteten Bonus Lyon und der Schwesternbesuch. So kann es eigentlich weitergehen...
