Ich habe auf meiner großen Asientour einen Monat in
Thailand verbracht, zur Hälfte alleine, zur Hälfte mit Freunden.
Highlights
- Koh Phaluai, herrlich abgeschieden und rustikal, mit tollen Wandermöglichkeiten und wunderschönen Stränden, die man vormittags für sich alleine hat (nachmittags kommen ein paar Boote mit Tagesausflüglern von Koh Samui)
- Nationalpark Khao Sok, zwar touristisch, aber auf einem für mich noch okayen Level, sowohl mit Touren als auch auf eigene Faust kann man viel erleben
- Die Free-Walking-Tempel-Tour in Chiang Mai
- Die Umgebung und Ausflugsmöglichkeiten in Pai
Lowlights
- Koh Lipe, wie bereits erwartet zugebaut, überlaufen und teuer, war für mich auch nur Zwischenstopp auf dem Weg nach Malaysia
- Das Ortszentrum von Pai voller junger, überwiegend britischer Partytouristen
Ansonsten war ich noch eine Woche mit meinen Freunden auf
Koh Phayam. Ich weiß, viele lieben diese Insel, und sie ist auch immer noch schön. Aber ich bin trotzdem kein großer Fan geworden, was vermutlich an der Unterkunft lag (fast nur nervige Deutsche), an den fehlenden Wandermöglichkeiten und an der Aufenthaltsdauer (3 Tage hätten mir gereicht). Es ist auch wirklich kein Geheimtipp mehr, denn fast alle Leute, die ich vorher und hinterher kennengelernt hatte, hatten Kho Phayam auf ihrer Reiseroute.
Noch ein paar grundsätzliche Meinungen zu Thailand:
- Beim Transport bin ich zwiegespalten. Einerseits ist es praktisch, sich von einem Ort zum nächsten shuttlen zu lassen (und auf eigene Faust geht es ja auch manchmal gar nicht, wie ich gelernt habe). Andererseits ist man so durchgehend in einer Touristenblase. Ausnahmen waren die Zugfahrten: Diese haben mir super gefallen, insbesondere auch der Nachtzug von Bangkok nach Chiang Mai.
- Von der vielgepriesenen Freundlichkeit der Thais ist in den überlaufenen Gebieten nicht mehr viel übriggeblieben, und keine Frage, das kann ich komplett nachvollziehen. Auch das Englisch-Niveau hatte ich mir höher vorgestellt, weil mir meine Freunde immer erzählt haben, dass man in Thailand viel besser mit Englisch klarkommt als z.B. in Lateinamerika. Kann ich so nicht bestätigen.
- Was die anderen Reisenden angeht, hatte ich viele Pauschaltouristen sowie U25-Backpacker befürchtet, die zum ersten Mal weiter von zuhause weg sind. Denn Thailand ist ja neben Australien das klassische Backpacker-Einsteigerland. Die gab es auch, aber ich hab zum Glück überall auch coole weitgereiste Leute angetroffen mit spannenden Lebensgeschichten und -modellen.