Thema: Indonesien mit Kindern  (Gelesen 404 mal)

dudule

« am: 11. Oktober 2017, 10:25 »
Alle zwei Jahre wollen wir mit unseren vier Kindern eine etwas längere Reise machen. Wir waren (auch mit den Kids) schon einige Male in Lateinamerika, aber leider noch nie in Asien. Das wollen wir nun in Indonesien nachholen, denn in den Reiseführern liest man ja einiges, und Indo eignet sich offenbar sehr gut mit Kindern.

Könnt ihr uns Tipps geben, was man in Indonesien mit Kindern besuchen kann, sollte, muss, nicht sollte etc.

Wir sind offen für alles, und auch die Reisedauer ist noch nicht fix. Wir variieren zwischen 4 und 8 Wochen (ungefähre Reisezeit: Sommer 2018).

Wir danken euch für jeden Tipp und Hinweis!
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wus

« Antwort #1 am: 11. Oktober 2017, 11:07 »
Wie alt sind eure 4 Kinder, wofür interessieren sie und ihr euch besonders? Gehen die schon in die Schule oder könnt ihr auch außerhalb der Ferienzeit reisen? Budget?

Indonesien hat natürlich viele tolle Strände, es gibt aktive Vulkane, Nationalparks mit verschiedensten exotischen Tieren, mancherorts kann man toll schnorcheln, alternativ gibt es auch Safariparks. Man kann mancherorts toll essen, sowohl in Restaurants als auch an Straßenständen, wo ich z.B. sehr gerne diese fantastischen Smoothies oder auch Sate kaufe.

In 4 Wochen könntet ihr z.B. 2 Vulkane in Ostjava besteigen, einen Safaripark (bei Malang) und einen Nationalpark (Meru Betiri, man kann mit etwas Glück Meeresschildkröten bei der Eiablage beobachten) besuchen, dann rüber nach Bali, dort könnte man z.B. surfen lernen, schnorcheln oder sogar tauchen (lernen), sehr gut essen und gute Hotels oder eine tolle Villa genießen, Yoga machen, noch einen Vulkan - den Batur) besteigen (wenn sich der Agung wieder beruhigt), Tempeltänzern zuschauen und sehr viel mehr.

Man könnte auch mal rüberfliegen nach Pangkalan Bun um im Tanjung Puting NP Orang Utans, Nasen- und andere Affen zu sehen.

Wenn man noch mehr Zeit hat (8 Wochen sind lang :-)) gäbe es noch jede Menge weiterer interessanter Ziele. Allerdings muss man dazu dann schon meistens fliegen.
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dudule

« Antwort #2 am: 14. Oktober 2017, 11:30 »
Das sind ja schon mal ziemlich viele Tipps, danke!

Die Kids sind dann zwischen 5 und 12...und leider liegt's nicht drin, ausserhalb der regulären Ferienzeit nach Indonesien zu reisen. Ich denke, wir werden so ca. Mitte Juli hin und ungefähr Mitte August zurück, ev. aber auch entweder im Juli oder August zwei Wochen anhängen.

Was Hiking betrifft: Die Kleinen scheinen mir noch zu kleinen für eine Vulkanbesteigung. Wobei die Frage hier natürlich lautet, wie lange die "Wanderung" tatsächlich ist... In Costa Rica waren wir auch schon mal zwei Stunden bergauf unterwegs und es ging +/- gut - aber es war halt auch Costa Rica...

Wie schaut's aus mit dem Transport? Sind die öffentlichen Verkehrsmittel über Land eine Option? Oder kann/soll man ein Auto mieten? Oder Taxi oder Fahrer mit Wagen? Man liest ja immer, dass man z.B. in Bali eher nicht selber fahren sollte (v.a. Scooter). Aber das hat man mir auch in der DomRep gesagt - und dort fand ich es doch ziemlich easy, mit dem Mietwagen rumzucruisen. Wir hätten im Prinzip vor, auf den ÖV zu setzen.

Der Flug nach Kalimantan tönt spannend, bislang haben wir vor gehabt, alles auf dem Landweg zu machen. Aber auf jeden Fall eine Option. Entscheidend wird sein, wie und wie schnell wir uns fortbewegen können. Längere Fahrten wollen wir den Kindern nicht zumuten (also ca. max. 2-4h am Stück), dies hat sich bewährt. Wie sind denn die Strassenverhältnisse?

Nochmals herzlichen Dank!
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Sulawesi

« Antwort #3 am: 14. Oktober 2017, 12:10 »
Wie schaut's aus mit dem Transport? Sind die öffentlichen Verkehrsmittel über Land eine Option?

Längere Strecken über Land sind eigentlich nur mit dem Flugzeug möglich, alles andere ist extrem anstrengend. Die Straßen sind sehr schlecht und für Kinder geht das gar nicht. Ich bin einmla mit dem Bus von Yogjakarta nach Denpasar gefahren, da würde ich mich heute eher umbringen als sowas nochmal zu machen.

Oder kann/soll man ein Auto mieten?

Kommt drauf an wo. Auf Bali (außerhalb von Süd-Bali mit seinem kompletten Verkehrschaos) geht das schon, auf Java ist das nicht zu empfehlen.

Oder Taxi oder Fahrer mit Wagen? 

Kannst du dir nehmen. Kostet nicht die Welt und der Fahrer zeigt dir Dinge die du selbst nicht finden würdest.

Man liest ja immer, dass man z.B. in Bali eher nicht selber fahren sollte (v.a. Scooter). Aber das hat man mir auch in der DomRep gesagt - und dort fand ich es doch ziemlich easy, mit dem Mietwagen rumzucruisen. Wir hätten im Prinzip vor, auf den ÖV zu setzen.

Das kannst du nicht mit der Dom Rep vergleichen. Südbali ist eher mit der Innenstadt von Bangkok zu vergleichen.

Der Flug nach Kalimantan tönt spannend, bislang haben wir vor gehabt, alles auf dem Landweg zu machen. Aber auf jeden Fall eine Option. Entscheidend wird sein, wie und wie schnell wir uns fortbewegen können. Längere Fahrten wollen wir den Kindern nicht zumuten (also ca. max. 2-4h am Stück), dies hat sich bewährt. Wie sind denn die Strassenverhältnisse?

Vergiss den Landweg schnell wieder. Und Kalimantan mit Kindern auch.
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Sulawesi

« Antwort #4 am: 14. Oktober 2017, 12:14 »
Indonesien hat natürlich viele tolle Strände, es gibt aktive Vulkane, Nationalparks mit verschiedensten exotischen Tieren, mancherorts kann man toll schnorcheln, alternativ gibt es auch Safariparks.

Die "Safariparks" sind eher grausame Tierquälereien als sonstwas.

Man kann mancherorts toll essen, sowohl in Restaurants als auch an Straßenständen, wo ich z.B. sehr gerne diese fantastischen Smoothies oder auch Sate kaufe.

Das "tolle" Straßenessen beschränkt sich meist auf Sata (ok kann man Essen), Nasi Campur (meist kalt) und Bakso Suppe (ekelhaft) Indonesien ist nicht Thailand, zum Glück gibt es noch Nasi Goreng.

In 4 Wochen könntet ihr z.B. 2 Vulkane in Ostjava besteigen, einen Safaripark (bei Malang) und einen Nationalpark (Meru Betiri, man kann mit etwas Glück Meeresschildkröten bei der Eiablage beobachten) besuchen, dann rüber nach Bali, dort könnte man z.B. surfen lernen, schnorcheln oder sogar tauchen (lernen), sehr gut essen und gute Hotels oder eine tolle Villa genießen, Yoga machen, noch einen Vulkan - den Batur) besteigen (wenn sich der Agung wieder beruhigt), Tempeltänzern zuschauen und sehr viel mehr.

Wir reden hier von einem Urlaub mit Kindern. Da ist nix mit Surfen (spinnst du??), Tauchen, Yoga oder Vulkanbesteigung mitten in der Nacht.
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Sulawesi

« Antwort #5 am: 14. Oktober 2017, 12:18 »
Wir sind offen für alles, und auch die Reisedauer ist noch nicht fix. Wir variieren zwischen 4 und 8 Wochen (ungefähre Reisezeit: Sommer 2018).

Ideal wäre:

Yogjakarta und Umgebung für eine Woche, danach nach Bali fliegen (dort vor allem den Focus auf die Region rund um Ubud), nach Flores von da aus Komodo und vor allem Rinca anschauen, Anschluss auf den Gilis und von Bali heim.

Das wird dann ein schöner Urlaub. Alles größeren Distanzen fliegen. Kostet nicht viel.
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dudule

« Antwort #6 am: 15. Oktober 2017, 12:08 »
Na aber hallo, da wird Kindern ja nichts mehr zugetraut. Die sind zäher als man denkt...und nein, eine (auch abenteuerliche) Reise ist nicht unzumutbar. Erinnere mich an unsere Heimatferien im Land meiner Eltern - da fuhren wir in Rekordzeit ohne Schlafen und zu Sechst in einem kleinen Wagen 2'000km entfernt. Da würde ich lieber den camino de los yungas hin und her fahren...  :)

Aber ich gebe Sulawesi Recht, es gibt Grenzen. Diese müssen wir als Eltern mit Vernunft abwägen, es soll ja Spass machen und keine Qual sein.

Noch ein Hinweis: Kinder surfen, echt, wirklich, und es macht ihnen Spass. Meine beiden Älteren surfen schon und können es nicht schlecht. Und die Kleinen können es zwar noch nicht richtig, standen aber auch schon auf den Brettern. Hängt nicht vom Alter ab, sondern davon, ob a) das Kind schwimmen kann und b) die Anweisungen versteht.

Dennoch: Merci vielmals für die Tipps und Warnungen.
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Sulawesi

« Antwort #7 am: 15. Oktober 2017, 13:15 »
Noch ein Hinweis: Kinder surfen, echt, wirklich, und es macht ihnen Spass. Meine beiden Älteren surfen schon und können es nicht schlecht. Und die Kleinen können es zwar noch nicht richtig, standen aber auch schon auf den Brettern. Hängt nicht vom Alter ab, sondern davon, ob a) das Kind schwimmen kann und b) die Anweisungen versteht.

Das mag auf Malle in Plätscherwässerchen funktionieren, nicht aber in Südbali mit seinen Meterhohen Wellen. Das ertrinken schon genug Erwachsene, mit Kindern kann man da allenfalls die Füße rein hängen.
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Vombatus

« Antwort #8 am: 15. Oktober 2017, 14:09 »
Auf Bali gibt es selbst Surfcamps für Kinder. Und erwachsene Anfänger lässt man auch nicht an große Wellen. In Bereichen mit gefährlichen Wellen oder Strömungen würde ein Surfguide Kinder oder Anfänger nicht ins Wasser lassen. Eltern würden sich auch erkundigen, wo es bedenkenlos ist, seine Kinder ins Wasser zu lassen.
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gismarett

« Antwort #9 am: 15. Oktober 2017, 19:01 »
Mein Kumpel hat mit 3 angefangen Surfen zu lernen :) Heute ist er mitte 20 und kann es wirklich gut. Natürlich beginnt man da nicht mit den Hardcore Profi Wellen  ;) Ich glaube sogar das Kinder sowas viel schneller lernen als Erwachsene.

Übrigens habe ich auch in Österreich 6 Jährige Kinder gesehen, welche eine 5 Km Wanderung Steil bergauf mitgemacht hatten. Die waren Gefühlt 1000 mal schneller und hatten nicht so viel schwierigkeiten wie ich  :o

Mein ehemaliger Chef ist in den 70er als 4 jähriges Kind mit den Eltern durch einige Krisengebiete gereist bzw. hat dort gelebt (Vater war Ingenieur und hat Bauvorhaben in diesen Ländern geleitet). Der hat es auch überlebt XD

Ich denke man sollte den kleinen mehr zutrauen! Zumindest solange man immer wieder mit den Kindern über mögliche Gefahren spricht und diese etwas im Auge behält (nicht zum Kontrolieren aka Helikopter Eltern aber um ggf. eingreifen zu können).

Aber sorry das ich euch inhaltlich nicht wirklich helfen kann, da ich das Land nicht kenne  :'(


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dudule

« Antwort #10 am: 17. Oktober 2017, 16:16 »
Naja, wenn man immer das Gefühl hat, dass Kindern nichts zugetraut werden darf, dann kann man ja auch in Malle baden gehen... Aber Achtung: Auch dort kann man sich einen Sonnenbrand holen. Also am besten daheim bleiben... übrigens: Wasser ist immer gefährlich. Diesen Sommer sind im lokalen See bei mir um die Ecke 11 (!) Personen ertrunken.

Als Info für sulawesi, der mit recht grosser Skepsis vor der elterlichen Vernunft voreingenommen ist: Meine Kinder haben schon an manchen Orten gesurft, und natürlich haben wir immer geschaut, dass es nicht zu gefährlich ist (Portugal war fast zu hart, Biarritz auch, DomRep ging easy, Costa Rica teilweise kritisch). Auch die Lehrer schauen - wenn nicht, sinds nicht meine...

Schade, kannst du keine konstruktive Infos geben. Ob du Kinder nicht magst...? Wie auch immer, danke für die anderen Tipps. Für weitere bin ich sehr empfänglich.
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