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Reiseziele => Amerika => Thema gestartet von: Jef Costello am 02. Februar 2022, 16:39

Titel: Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Jef Costello am 02. Februar 2022, 16:39
Ich fliege von Ende Mai bis Ende Juni nach Ecuador für vier Wochen. Das war jetzt schon seit Jahren die Nummer 1 auf meiner Bucket List.  :)

Start ist in Quito, Ende ist in Guayaquil. Auf die Galapagos-Inseln werde ich nicht fliegen, mich zieht es nämlich in die Anden.

Was ich auf jeden Fall sehen möchte:

- Quito: aber welche coolen Tagesausflüge bieten sich da an?
- Quilotoa Loop und Ingapirca Trekking: das sind zwei einfach machbare Treks (entweder alleine oder in der Gruppe)
- Vulkane: will auf jeden Fall einen der Großen besteigen (Cotopaxi, Cayambe, Chimborazo)
- Bãnos: was kann man da genau sehen abseits von der berühmten Schaukel?
- Cuenca: gibt es da coole Tagesausflüge?
- Guayaquil: hat scheinbar nicht so viel zu bieten, vielleicht nur für 2 Tage zum Schluss.

Also insgesamt noch ziemlich andenfokussiert. Die Küste werde ich auslassen, an den grauen Himmel in Lima erinnere ich mich noch immer, das ist schlimmer als Winter in Deutschland.

Ich würde mich auch für den Regenwald interessieren. Allerdings dann eher in die Richtung Kayak oder Trekking - denn diese typischen Amazonastouren kenne ich mittlerweile. Habt ihr dafür und generell auch für Hostels Empfehlungen? In Quito werde ich in dem Community Hostel schlafen.


Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: pad am 02. Februar 2022, 22:01
War vor ca. 6 Jahren mit meinem Bruder in Ecuador unterwegs. Ab Quito hat uns Mindo auch noch recht gut gefallen für Birdwatching und Nebelwald. Viele Colibris. Ca. 2h mit dem Bus ab Quito. Wir haben damals da übernachtet, gibt recht viele coole und günstige Unterkünfte. Ginge wohl auch als Tagesausflug. Wobei ich mich erinnere, das es bis zum Busterminal auch schon ein rechtes Stück war.

La Mitad del Mundo waren wir auch. War ganz nett, halt eher symbolisch und natürlich touristisch. Muss nicht zwingend sein.

Otavalo war auch noch auf dem Programm und ist nicht so weit von Quito. Das sind jetzt natürlich alles keine "Geheimtipps".

Bãnos: Wir haben Räder gemietet, man kann eine Art einfache Passstrasse runterfahren, wo es immer wieder Wasserfälle auf dem Weg gibt und (optional) viele Zip-Lines. Am Schluss konnte man dann die Räder auf Lastwagen verladen und wieder zurück. Räder gut anschauen und nicht das allerbilligste nehmen, meins war nicht so super. Will sich allg. etwas als "Abenteuer-Destination" vermarkten, m.W. gabs auch Rafting etc. Plus etwas rumhängen, Cafés, Streetfood, etc.

Wir haben damals auch eine "klassische" Amazonas Tour gemacht. Hat uns super gefallen. War ne Mischung aus Bootsausflügen, kleinen Wanderungen, auch mal noch eine Nachtwanderung etc. Kayaks hab ich damals glaube keine gesehen. In Quito gab's aber im Traveller-Viertel recht viele kleine Reise-Agenturen, da konnte man gut etwas Bummeln und Rumfragen.

Insgesamt fand ich Ecuador sehr abwechslungsreich auf kleinem Raum.

Vilcabamba fanden wir auch noch ganz cool, kann man auch diverse kleine Tageswanderungen machen. War für mich gut gelegen für die Überland-Weiterreise nach Peru. Sehr hübsch fanden wir es auch in Zaruma, was damals in meinem Guidebook (ich glaube Moon) als Geheimtipp gelistet war. Coole Architektur und Lage. Wir hatten Glück und es war eine Art Dorffest, da wurden wir dann für diverse Aktivitäten eingeladen und genossen aussergewöhnliche Gastfreundschaft. Ist aber gut möglich, dass es dort sonst ziemlich verschlafen ist.
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Jef Costello am 05. Februar 2022, 10:04
Danke für deinen Input!

Zaruma schaut echt schön aus.

Sind die Busse in Ecuador genauso bequem wie in Peru und Kolumbien?
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: pad am 07. Februar 2022, 08:39
Ja, ich würde sagen ähnlich. Wobei ich mich in Ecuador nicht an Luxus-Busse im Stil von Cruz del Sur mit 2+1 Bestuhlung erinnern kann. Dafür sind die Strecken ja auch kürzer. Man kommt auf jeden Fall ans Ziel, ohne gross leiden zu müssen. Preislich empfand ich den Transport als etwas günstiger als in Kolumbien. In Kolumbien war ich ab und an noch in kleinen Bussen im Stil von Mercedes-Sprintern unterwegs (ca. 18 Sitzplätze).

An den Busterminals, vor allem in Quito, ist wie überall in Südamerika schon Vorsicht geboten. Ich habe zwei Reisende getroffen, denen in Ecuador etwas geklaut wurde. Eine übliche Masche ist es, dass sich Leute direkt im Bus als Mitarbeiter des Transportunternehmens ausgeben und "Hilfe" beim Verstauen des Handgepäcks/Tagesrucksacks anbieten/aufdrängen (mit dem Ziel, Handgepäck und Reisende ein paar Sitzreihen zu trennen). Genau dieser Trick wollte jemand bei uns auch anwenden in Quito. Lustigerweise hatte ich tags zuvor noch darüber gelesen. Ich hab dann beim Fahrer gefragt ob der Mann zur Firma gehört, dann ist er enorm schnell verschwunden.
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Jef Costello am 07. Februar 2022, 17:59
Ich hatte auch schon öfters von Scams in Ecuador gelesen. Gut, es werden da sicherlich viele Leute landen, die noch keine Erfahrung in Lateinamerika hatten und von den Galapagos-Inseln angezogen werden.
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Surfy am 18. Februar 2022, 16:50
Ich hatte auch schon öfters von Scams in Ecuador gelesen. Gut, es werden da sicherlich viele Leute landen, die noch keine Erfahrung in Lateinamerika hatten und von den Galapagos-Inseln angezogen werden.

Hast Du uns 2-3 Links zum aufwärmen?

Ich hab da persönlich nichts erlebt und bin auch nicht in Reiseblogs darüber gestolpert, daher um so neugieriger.

Surfy
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Jef Costello am 18. Februar 2022, 20:37
https://www.welt.de/reise/Fern/article231636977/Ecuador-Die-Wanderung-auf-den-Chimborazo-raubt-den-Atem.html
https://www.nextstopwhoknows.com/backpacking-scams-the-distract-grab-in-ecuador/
https://www.utravelshare.com/robbed-travel-ecuador/

Also es sind schon auffallend viele dieser Reiseberichte. Hier im Forum hatte ich auch mal was in die Richtung gelesen:

https://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=5455.msg38184#msg38184

Habe gerade auch eine Mail bekommen, dass mein Flug geändert wurde. Dachte erst, jetzt darf ich wieder neubuchen aber ich komme jetzt im Prinzip 20 Minuten früher in Quito an.  ;D

Übrigens muss man keinen Test mehr vorlegen, wenn man nach Ecuador reist. Auch nicht, wenn es auf die Galapagos-Inseln geht. Und man plant wohl, die Maskenpflicht im Freien gegen Ende März aufzuheben.
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: karoshi am 19. Februar 2022, 21:30
Fun Fact: Ich bin auf meiner Weltreise vier mal bestohlen worden. Alle vier Vorfälle waren in Ecuador.
Das muss jetzt nicht automatisch heißen, dass Ecuador der Verbrechens-Hotspot ist. Die Stichprobe ist halt ziemlich klein, und es gab auch kein Muster. Einmal war es ein kleiner Junge, der es nicht besser wusste, einmal eine professionelle Diebes-Familie, einmal das Militär, einmal eine deutsche Rentnerin. Und ich hatte natürlich auch schon anderswo Diebstähle bzw. Diebstahlsversuche. Zu den Orten, wo es geklappt hat, zählen Mexico City, Guatemala City und Aachen.
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Nocktem am 20. Februar 2022, 14:44
passt zwar nicht zum thema ecuador aber 3 raubversuche hatte ich auch schon hinter mir alle 3 in vietnam und alle 3 im hotelzimmer zu "unchristlichen zeiten" einmal kam um 4:00 morgens jemand ins zimmer, dabei sind wir wach geworden, einmal um 4:30 ebenfalls wach geworden, seither stellen wir irgendwas lautes vor die türe (innen) damit wir wach werden und das letze mal mit selber gemachter alarmanlage wieder um 4:30.... und jedes mal nach dem gleichen schema... jedes mal tags darauf beschwert und danach das hotel gewechselt.
das erste mal wars in dalat, das zweite mal in hue und das dritte mal, nochmal in hue... trotzdem liebe ich vietnam... keine ahnung warum ;) .
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Surfy am 21. Februar 2022, 09:32
Danke für die Links!

Es ist so, einige Vorfälle können durchaus das reale Bild verzerren können.

Das Studium der Sex&Crime Bereichs der lokalen Print/Onlinemedien zeichnet da ein recht realistisches Bild, wenn man dieses eine Weile verfolgt.

Wer das Beispielsweise für Basel, Schweiz macht - findet hier einen Hotspot für Entreisdiebstähle (4x pro Woche), nächtliche Gewaltdelikte (5x die Woche), Überfälle auf Passanten (Smartphone, Geldbeutel, Verprügeln) (1x pro Woche) , und trauriger regelmässigkeit auch sexuelle Übergriffe (1x pro Woche). Das sind meinerseits gefühlte Werte, wer mag, Basler Zeitung & Co stehen jedem zur Verfügung.

Da sind jetzt auch 50 Links aus Equador aus den letzten 5 Jahren - nicht wirklich aussagekräftig. Damit will ich nichts verharmlosen, aber eben doch ins Verhältnis setzen.

Surfy
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Einmalrundum am 21. Februar 2022, 17:41
Ich war 2 mal in Ecuador. Einmal mit dem Rucksack und einmal mit dem eigenen Wohnmobil. Auf der Rucksackreise wurde mir da tatsächlich die Kammera im Bus geklaut. Auf der 2 ten Reise war nichts.
Mindo ist ok, ich fand dies aber so Lala. Die Galapagos sind natürlich Unglaublich. Über, wie auch Unterwasser. Unterwassser ist aber wirklich nicht günstig und man sollte ein etwas erfahrener Taucher sein.
An der Küste ist glaub so im Juli Wahlsaison in Puerto Lopez, da kann man auf die Isla de la PLata. Da gibt es Blaufusstölpel und so Vögel zeugs. Ein wenig wie Galapagos, aber nur ein wenig. Auf dem Weg da hin gibt es fast täglich springende Wahle. Die gibt es auf den Galapagos nicht, ist toll. Die Küste in der Gegend ist auch sonnst ganz nett. Dies ist mein Geheimtip. Der Rest ist das normals Ecuador. Die Vulkane, Banos, Cuenca USW. Das ganze Mitte der Welt kann man sich schenken.

http://www.einmalrundum.ch/offroad-reisen/taucher-traeume/
http://www.einmalrundum.ch/offroad-reisen/in-der-mitte-de/


Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Jef Costello am 13. April 2022, 20:50
So, nachdem ich in den letzten Monaten viel zu tun hatte, hat mich jetzt die Planungsmotivation gepackt.  :)

Was haltet ihr von meinem ersten Routenentwurf?

(https://i.imgur.com/j4SWd0p.png)

https://i.imgur.com/j4SWd0p.png

Erst mal war ich überrascht, dass ein Monat für Ecuador gar nicht mal so viel Zeit ist. Wie ihr seht glaube ich nicht, dass ich den Amazonas-Teil des Landes sinnvoll unterbringen kann.

Mindo müsste ich gut überlegen, da es deutlich niedriger als Quito liegt. Das dürfte für die Akklimatisation schlecht sein. Quito und Baños sehen auch ehrlich gesagt recht ähnlich aus. Vielleicht wäre es also gut, Mindo nicht zu machen und stattdessen um Cuenca den Ingapirca-Inca-Trail zu versuchen (eher wenig Informationen, fraglich ob man Tour-Anbieter findet). Oder stattdessen andere Wanderungen rund um Cotopaxi.
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: pad am 13. April 2022, 21:16
Mindo, wenn auch besuchenswert, ist nicht wirklich eine Alternative für Amazonas. Das sind m.E. schon zwei verschiedene Dinge. In Mindo kannst du vor allem Vögel, Schmetterlinge und Co. beobachten, ausserdem bist du schon noch deutlich höher als im Amazonas-Becken. Im Amazonas hast du noch viele andere Tiere (diverse Affenarten, Flussdelphine, Anakondas, Faultiere...), die meisten Touren sind per Boot.

Zu den Gipfelbesteigungen kann ich wenig sagen, da nicht gemacht. Zwei hohe Gipfel direkt nacheinander scheint mir aber schon recht sportlich, oder täusche ich mich da?

In Baños würde ein Tag weniger wohl auch reichen. Was bringt dich auf die Idee, dass Quito und Baños sehr ähnlich sind? Quito ist eine Millionenstadt und liegt rund 1000m Höher als das kleine Baños mit 14'000 Einwohnern  ;).

In der Hafenstadt Guayaquil muss man m.E. nicht besonders viel Zeit verbringen. Nebst der Promenade und ein paar farbigen Häusern kann ich mich da nicht an viele Sehenswürdigkeiten erinnern.

Ich denke, wenn du eine Amazonas-Tour machen möchtest, hätte diese schon noch Platz (vor allem falls mit Flug). Kommt aber natürlich drauf an, wie viele Ortswechsel für dich noch ok sind.

Edit: Hab's übersehen, im ersten Beitrag hast du ja geschrieben, dass du die typischen Amazonas-Touren schon kennst.
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Marla am 14. April 2022, 09:19
Obwohl du das am Anfang schon fixiert hattest, würde ich gerne noch mal hinterfragen, warum du nicht auf die Galapagos-Inseln möchtest? Du hast ja 4 Wochen Zeit, die meisten veranschlagen nur 2-3 Wochen in Ecuador. Ich war zwar selbst auch nicht auf den Galapagos-Inseln, aber das lag daran, dass ich krank war und meinen Flug verfallen lassen musste. Ich werde bei meiner geplanten Peru-Bolivien-Tour extra wegen der Galapagos-Inseln noch einen Abstecher nach Ecuador einbauen. Also wenn man schon mal dort ist (du kannst ja von Quito oder Guayaquil hinfliegen), warum nicht mitnehmen?

Denn du hast schon recht viel Zeit für einige Orte eingeplant (und wenn ich mich recht erinnere, reist du eher schneller als ich):


Mit den gesparten Tagen würde ich Galapagos einschieben oder - wenn du das definitiv nicht willst - doch den Amazonas besuchen, wobei ich auch denke, dass du da nichts anderes siehst als bei den Amazonas-Touren, die du schon gemacht hast. Aber z.B. von Tena aus, was am Rand des Amazonasgebietes liegt, kannst du super Rafting-Touren machen, falls das was für dich ist?

Ich war übrigens auch an der Küste (Montañita), da hast du wirklich nichts verpasst, wenn du das nicht auf deiner Route hast.
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Jef Costello am 14. April 2022, 18:24
@pad:

Da hab ich mich vertippt, wollte Baños mit Mindo vergleichen.  ;D Bergbesteigungen hatte ich in Peru immer hintereinander oder mit einem Tag Pause gemacht. Wenn ich Mindo auslasse bzw. nur als Tagesausflug mache, hätte ich dort flexibel mehr Zeit. Mein Problem mit Amazonas-Touren wäre nur, dass das wieder so eine Basic-Tour ist. Auf eine Kayak-Tour hätte ich z.B. sehr Lust, hatte ich in Nicaragua mal für 2 Tage gemacht.

@Marla:

Galapagos habe ich aus zwei Gründen nicht geplant. Zum einen will ich viel wandern und dann glaube ich nicht, dass ich ausreichend Zeit habe. Also ich schätze mal man braucht da locker 7 Tage.

Zum anderen würde diese Reise dann schnell sehr teuer werden, ich schätze mal für die Vulkane werde ich bestimmt 1000€ für Bergführer bezahlen (ich brauche auch noch neue Wanderstiefel...). Der Flug alleine mit Eintritt und Touren würde mich auf den Galapagos-Inseln bestimmt so viel kosten wie meine geplante Reise nach Korea.

Baños dachte ich mich Tagesausflügen drei volle Tage, da dürfte es ja ausreichend Sachen geben.

Tena habe ich mir mal notiert, Rafting hab ich noch nie gemacht aber da ich mir jetzt zum Skifahren Kontaktlinsen gemacht habe bin ich auch für brillenfeindliche Outdooraktivitäten offener.  ;)
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Marla am 14. April 2022, 19:22
Da hab ich mich vertippt, wollte Baños mit Mindo vergleichen.
Fand Baños und Mindo sehr unterschiedlich von der Landschaft und dem, was man machen kann.

Zitat
Galapagos habe ich aus zwei Gründen nicht geplant. Zum einen will ich viel wandern und dann glaube ich nicht, dass ich ausreichend Zeit habe. Also ich schätze mal man braucht da locker 7 Tage.

Zum anderen würde diese Reise dann schnell sehr teuer werden, ich schätze mal für die Vulkane werde ich bestimmt 1000€ für Bergführer bezahlen (ich brauche auch noch neue Wanderstiefel...). Der Flug alleine mit Eintritt und Touren würde mich auf den Galapagos-Inseln bestimmt so viel kosten wie meine geplante Reise nach Korea.
Alles klar, das kann ich nachvollziehen. Dann würde ich sagen, das passt gut mit dem Reiseplan, außer wie gesagt Guayaquil. Nichts gegen die Stadt, ich wurde da sehr nett versorgt während meiner Grippe mit Mittelohrentzündung ;) Aber sonst hätte ich da nicht mehrere Tage verbracht.

Bin übrigens gespannt, was du zu den Tagestouren von Cuenca aus berichten wirst. In Cuenca war ich schon, aber ich hatte weder Ingapirca noch den PN Cajas gemacht. Wenn ich im Herbst meine Peru-Bolivien-Tour mit Südecuador/Galapagos kombiniere, nehme ich das eventuell auch noch mit. Insbesondere würde mich da interessieren, ob du das als organisierte Touren machst oder auf eigene Faust und gerade bei Ingapirca wie das im Vergleich zu anderen Inka-Ruinen abschneidet. Ich hatte damals einige Leute getroffen, die im PN Cajas waren, aber Ingapirca hatte niemand besucht, ist wohl eher der Geheimtipp.

Zitat
Baños dachte ich mich Tagesausflügen drei volle Tage, da dürfte es ja ausreichend Sachen geben.
Mir haben 2 volle Tage vollkommen ausgereicht, aber du findest bestimmt auch noch was für den 3. Tag.

Zitat
Tena habe ich mir mal notiert, Rafting hab ich noch nie gemacht aber da ich mir jetzt zum Skifahren Kontaktlinsen gemacht habe bin ich auch für brillenfeindliche Outdooraktivitäten offener.  ;)
Gute Idee mit den Kontaktlinsen! Hatte gar nicht gedacht, dass das für Brillenträger ein Problem sein könnte. Aber stimmt schon, wenn man über Bord geht, was ja mal passieren kann, ist es natürlich blöd mit Brille. Falls du Tena machen solltest, kann ich dir das Hostel Zumag Sisa wärmstens empfehlen, die organisieren auch die Rafting-Touren.

Falls du noch einen Tag über hast, kann ich dir auch noch Cuicocha nördlich von Otavalo empfehlen, wobei du das ja vielleicht auch mit Otavalo kombinieren kannst zu einem langen Tagesausflug. Super schöner Kratersee.
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: karoshi am 15. April 2022, 11:39
Bin übrigens gespannt, was du zu den Tagestouren von Cuenca aus berichten wirst. In Cuenca war ich schon, aber ich hatte weder Ingapirca noch den PN Cajas gemacht. Wenn ich im Herbst meine Peru-Bolivien-Tour mit Südecuador/Galapagos kombiniere, nehme ich das eventuell auch noch mit. Insbesondere würde mich da interessieren, ob du das als organisierte Touren machst oder auf eigene Faust und gerade bei Ingapirca wie das im Vergleich zu anderen Inka-Ruinen abschneidet. Ich hatte damals einige Leute getroffen, die im PN Cajas waren, aber Ingapirca hatte niemand besucht, ist wohl eher der Geheimtipp.
Die Bedeutung von Ingapirca liegt vor allem darin, dass es die einzige nennenswerte Inca-Ruine in Ecuador ist. Im Vergleich zu den Inca-Stätten in Peru ist das ziemlich unspektakulär. (Wobei mir dort die Pre-Inca-Ruinen fast noch besser gefallen haben, z.B. Chan Chan und die Huaca de La Luna oder Chavin de Huantar.) In Ingapirca gibt es fast nur Fundamente, kaum größere Strukturen. Kann man mitnehmen, wenn man sowieso in der Nähe ist, aber wer von Peru kommt, wird enttäuscht sein.

Cuenca selbst ist ziemlich schön und entspannt. Wer aber mal richtig die Seele baumeln lassen will, sollte für ein paar Tage nach Vilcabamba fahren. Wandern kann man da auch (im Podocarpus NP). Könnte für OP aber schon zu weit ab vom Schuss sein, um es noch in die vier Wochen zu pressen.
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Marla am 15. April 2022, 15:53
Die Bedeutung von Ingapirca liegt vor allem darin, dass es die einzige nennenswerte Inca-Ruine in Ecuador ist. Im Vergleich zu den Inca-Stätten in Peru ist das ziemlich unspektakulär. (Wobei mir dort die Pre-Inca-Ruinen fast noch besser gefallen haben, z.B. Chan Chan und die Huaca de La Luna oder Chavin de Huantar.) In Ingapirca gibt es fast nur Fundamente, kaum größere Strukturen. Kann man mitnehmen, wenn man sowieso in der Nähe ist, aber wer von Peru kommt, wird enttäuscht sein.

Cuenca selbst ist ziemlich schön und entspannt. Wer aber mal richtig die Seele baumeln lassen will, sollte für ein paar Tage nach Vilcabamba fahren. Wandern kann man da auch (im Podocarpus NP). Könnte für OP aber schon zu weit ab vom Schuss sein, um es noch in die vier Wochen zu pressen.
Danke für deine Einschätzung und Tipps, karoshi. Chan Chan in Peru sowie Vilcabamba und PN Podocarpus hatte ich schon auf der Liste der auf jeden Fall zu besuchenden Orte, während wie gesagt Ingapirca und PN Cajas noch mit Fragezeichen da stehen. Werde ich dann wohl doch eher auslassen, da ich ja Cuenca auch schon kenne, außer ich komme viel schneller voran als gedacht.

Chavin de Huantar hatte ich dagegen noch nicht auf dem Schirm. Hab die mir gerade mal angeschaut, klingt sehr interessant, kommt auf meine Liste.
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Jef Costello am 15. April 2022, 16:17
Habe jetzt die Route angepasst:

(https://i.imgur.com/Op5PrL8.png)

https://i.imgur.com/Op5PrL8.png

Für die Bergtouren würde ich demnächst Touranbieter kontaktieren und mich nach den Optionen erkundigen.
Tena finde ich sehr cool, genau solche Touren wollte ich "im Dschungel" machen.
Guayaquil habt ihr wahrscheinlich Recht, da ist nicht so viel zu sehen.
Vilcabamba finde ich auch schön, ist aber sehr weit weg.
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Jef Costello am 01. Juni 2022, 03:05
Ein Drittel meiner Reise ist schon vorbei, daher mal ein Update.

Quito hat mir als Stadt sehr gut gefallen. Das historische Zentrum ist beeindruckend gut erhalten. Es gibt viele Aussichtspunkte um die Stadt von oben zu sehen. Und Quito ist absolut riesig! Besonders gut gefallen hat mir die Capilla del Hombre. Und ein Fußballspiel von LDU Quito habe ich auch geschafft. Als Tagesausflüge hatte ich den Rucu Pichincha, Mitad del Mundo und Otavalo unternommen. Ursprünglich hatte ich Mindo eingeplant, aber das ist kein guter Tagesausflug wegen der stundenlangen Busfahrt. Sicherheitstechnisch fand ich Quito sehr entspannt. Mit Uber kommt man überall hin.

Danach habe ich den Quilotoa-Loop in drei Tagen begangen. Den fand ich wirklich einzigartig mit tollen grünen Landschaften. Der Kratersee am Schluss ist die absolute Krönung. Besonders schön war das Lulu Lama Hostel. Wenn ihr mehr Zeit habt, könnt hier gut 2-3 Nächte verbringen. Ich empfehle, das Gepäck in Lacatunga im Hostal Tiana zu lassen.

Nach Quilotoa ging es eine Stunde nördlich in die Kleinstadt  Machachi. Von hieraus mache ich gerade ein paar Vulkane. Pasochoa und Corazón habe ich bereits hinter mir. Morgen geht es dann zu Iliniza Norte und am Freitag/Samstag steht der Cotopaxi vor der Tür. Anschließend sind Riobamba, Baños, Cuenca und Guayaquil eingeplant.

Ecuador fühlt sich insgesamt sehr originell und anders als Peru und Kolumbien an. Ich dachte früher, das Land sei bestimmt eine Mischung aus den beiden.

Zwischen den Städten kann man auch günstig Taxi fahren, Bus ist nicht unbedingt notwendig.

Zum Wetter: es war bis jetzt jeden Tag ein wolkenloser Himmel zum Sonnenaufgang. Die ersten Wolken erscheinen relativ schnell und gegen 10:00 Uhr sind die meisten Vulkane/Berge in Wolken gehüllt. In den Tälern ist es aber stets sonnig und sehr angenehm. Leider kann man sich auf die Wettervorhersage nicht verlassen, was mich z.B. bei den Vulkantouren schon etwas nervös macht. Laut den Reiseführern ist Juni-September die beste Reisezeit für die Sierra. Aber besonders ideale Verhältnisse hat man wohl im August. Ich bin mit dem Wetter insgesamt zufrieden (und hatte auch gleich einen Sonnenbrand), aber man sollte doch eher Frühaufsteher sein, um die Vulkane wolkenlos genießen zu können.
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Surfy am 03. Juni 2022, 09:12

Danke für deinen Bericht @Jef  :)

Hier ein Foto zu Chan Chan aus dem 2015 aus meinem südamerika Reiseblog (http://adventure-overland.blogspot.com/2015/05/chan-chan-und-huanchaco_22.html)

(http://4.bp.blogspot.com/-yPNBdw_VxIk/VWE1OsK6n3I/AAAAAAAACRY/TIpV5c0uCXs/s1600/P1010266.JPG)

Ein Bild sagt oft mehr als viele Worte  ;)

Surfy


Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Jef Costello am 14. Juni 2022, 00:58
Iliniza Norte und den Cotopaxi habe ich mittlerweile auch geschafft.

Von Machachi bin ich dann nach Riobamba gefahren. Eine nette Stadt ohne viele Touristen. Bestiegen habe ich den Chimborazo nicht, dafür bin ich mit dem Mountain-Bike runtergefahren. In meinem Hostel wurde mir außerdem eine Wanderung zu natürlichen Thermalquellen am Tungurahua-Vulkan empfohlen, die echt toll waren. Außerdem habe ich die erste Kirche in Ecuador und die Leder-Stadt Guano besucht.

Baños war recht touristisch, die Mischung aus Outdoor-Adventure und heißen Bädern hat mir aber sehr gefallen.

Jetzt in Cuenca war ich bereits im Cajas-Nationalpark und in Gualaceo und Chordeleg. Cuenca ist eine sehr schön entspannte Kolonialstadt.

Leider gibt es jetzt einen Nationalstreik von unterschiedlichen Gruppen. Dadurch sind gerade im Hochland sehr viele Straßen blockiert. Ich kannte das aus La Paz, da bin ich dann aber nach Santa Cruz ausgeflogen. Hier kommt man gerade noch nach Guyaquil mit dem Bus. Von Cuenca kann ich auch mit dem Flugzeug nach Guayaquil, aber stellt euch mal vor ihr wärt irgendwo im Amazonas und würdet jetzt feststecken. Oder hättet eure Reise erst begonnen. Auf Ingapirca hatte ich mich sehr gefreut, mal schauen ob das was wird. Diese Umstände finde ich schon sehr überraschend muss ich sagen. Der „Streik“ ist sogar auf eine unbegrenzte Zeit ausgelegt. Ich habe mir zur Sicherheit einen Flug nach Guayaquil gebucht. So schön ich  Ecuador finde, würde ich mir eine erneute Reise unter einer solchen Situation gut überlegen. 2019 ging so eine Protestaktion sogar ganze 12 Tage! Hoffentlich klappt der Rückflug.
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: reisefieber2019 am 14. Juni 2022, 03:04
Es ist mir ein Rätsel wie man nach Ecuador fahren tut und Galapagos auslaßt😂Das beste in Südamerika
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Jef Costello am 17. Juni 2022, 03:45
Von Cuenca bin ich jetzt mittlerweile ausgeflogen. Wieder mit einer absolut traumhaften Sicht auf die Allee der Vulkane. Nach Ingapirca habe ich es nicht geschafft. Das wäre eine lange Busfahrt gewesen. Aber die Inka-Ruinen in Cuenca sind auch sehr groß gewesen. Ich glaube, es fehlt nur eine Tempelruine und sie wären fast identisch.

In Guayaquil habe ich jetzt bereits einen Tag verbracht und die Gegend um den Malecón finde ich sehr schön. Das Cable-Car macht viel Spaß.

Übermorgen geht es dann nach Hause. Die Streiks gehen immer noch weiter.

Meine Hostel-Empfehlungen für Ecuador:
- Cafecito Cuenca (5 Sterne)
- Villa Bonita Riobamba (5 Sterne)
- Casa del Montañero Machachi (5 Sterne)
- Hostel Nucapacha Guayaquil
- Community Hostel Quito
- Great Hostels Baños
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Surfy am 21. Juni 2022, 11:03
Es ist mir ein Rätsel wie man nach Ecuador fahren tut und Galapagos auslaßt😂Das beste in Südamerika

Ich verstehe das durchaus. Gleich mehrere Gründe sprechen dafür, dies so zu handhaben.

- Die Region eignet sich für ganze 2-3 Wochen, dh als klassiche Urlaubs-Option während des Erwerbslebens
- Diese Region eignet sich speziell auch für Paare, ein Romantischer Urlaub oder gar Honeymoon
- Einige der schönsten Aktivitäten (Tauchen / Tauchrundreise) sind sehr teuer. Während des Erwerbslebens einfacher..

Ich habe aus ähnlichen Gründen in Ushuaia die Antarktis-Reise ausgelassen (obwohl günstig als last minute schnapper), dass ist etwas was ich zusammen mit meiner Frau machen möchte.

Auch ist sowohl Galapagos als auch Antarktis eine typische "Pärchen" Destination wo man als Single nicht auf die vollen Kosten kommt, im Vergleich zum Festland.

Surfy
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: reisefieber2019 am 21. Juni 2022, 20:09
EDIT: ca. 30 Zeilen beleidigende, agressive und unsachliche Kommentare entfernt. Muss das denn wirklich sein? LG Karoshi
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Jef Costello am 21. Juni 2022, 20:45
Deine aggressiven Kommentare nerven einfach nur, muss das hier immer sein?
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Jef Costello am 22. Juni 2022, 20:07
Übrigens als Hinweis, man sollte aktuell wohl komplett Reisen nach Ecuador unterlassen. Diese Woche war es zum Beispiel nicht möglich, von Quito aus rauszufliegen!
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Marla am 28. Juni 2022, 15:32
Übrigens als Hinweis, man sollte aktuell wohl komplett Reisen nach Ecuador unterlassen. Diese Woche war es zum Beispiel nicht möglich, von Quito aus rauszufliegen!
Ja, echt krass, hat mich überrascht, dass es so schnell eskaliert ist. Wollte im Herbst bei meiner Südamerika-Tour endlich Galapagos nachholen, aber wenn das so bleibt oder noch schlimmer wird, lass ich das natürlich.

Ansonsten super, dass es dir so gut gefallen hat, und danke für deinen Bericht!
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Jef Costello am 28. Juni 2022, 19:22
@Marla: Der Streik ist scheinbar kurz vor dem Ende. Aber die Inflation endet ja nicht von heute auf morgen. In Südamerika insgesamt rumort es ganz schön, mit den Regierungen sind sie überall unzufrieden. Auf den Galapagos-Inseln hat es soweit ich weiß aber keine Probleme gegeben.
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: Marla am 28. Juni 2022, 19:35
Ja, das denk ich auch, dass Galapagos nicht betroffen ist bzw. sein wird. Aber ich wollte von Quito zurückfliegen und es wäre schon blöd, wenn das problematisch wäre. Ansonsten gab es in den 15 Jahren, in denen ich schon Lateinamerika bereise, schon ab und zu solche Phasen, die auch nicht nur auf eine Region beschränkt waren. Ich werde natürlich schauen, wie sich das in den nächsten Monaten entwickelt. Aber zurzeit sehe ich noch keine Veranlassung, den Plan komplett umzuschmeißen und z.B. auf SOA umzuschwenken.
Titel: Antw:Vier Wochen in Ecuador - Eure Tipps?
Beitrag von: karoshi am 06. Juli 2022, 22:27
Übrigens als Hinweis, man sollte aktuell wohl komplett Reisen nach Ecuador unterlassen. Diese Woche war es zum Beispiel nicht möglich, von Quito aus rauszufliegen!
Ja, echt krass, hat mich überrascht, dass es so schnell eskaliert ist.
Das geht in Südamerika (und besonders in Ecuador) ganz schnell. Bei meinem ersten Aufenthalt fing es an mit 50% Kursverfall der Währung -- pro Woche. Kurz nach meiner Ankunft in Quito wurden die Banken geschlossen, und ich habe einen 1-stündigen Fußmarsch (jeweils hin und zurück) gemacht, um zu einem funktionierenden Geldautomaten zu kommen. Das nächste war ein Transportstreik inklusive Blockade von Quito. Da ging dann so nach und nach das Essen aus. Die Restaurants haben immer mehr Gerichte von der Karte genommen, weil sie die Zutaten nicht mehr bekommen haben. Es gab tägliche Großdemos, Straßenblockaden und brennende Autoreifen. Öffentlicher Nahverkehr und Taxis waren auch zwischenzeitlich lahmgelegt, was schade war, denn ich wollte eigentlich für 4 Wochen einen Abstecher nach Mittelamerika machen und hätte dafür mitten in der Nacht zum Flughafen laufen müssen. (Die Taxifahrer haben auch den Privatverkehr blockiert.) Einen Tag vorher war der Taxistreik zum Glück wieder beendet. Das letzte, was ich vor der Abreise im Fernsehen gesehen habe, war der Gouverneur der Provinz Guayaquil (ein populärer ehemaliger Präsident), der auf dem Rathausbalkon stand und ultimativ Reformen gefordert hat, sonst werde sich die Provinz Guayaquil, immerhin die wirtschaftlich stärkste des Landes, für unabhängig erklären. Es war lange unklar, ob ich überhaupt wieder nach Ecuador zurück kann, oder ob in dem Land ein Bürgerkrieg ausbricht. Letztendlich ging aber alles gut: Die Lage hat sich während meiner Abwesenheit genauso schnell beruhigt, wie sie hochgekocht war. Hätte abr auch ganz anders ausgehen können. Ich war jedenfalls froh, als ich im Flieger nach Panama saß.