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Südostasien

Praktische Informationen

Beste Reisezeit

Das Klima in Südostasien ist alles andere als einheitlich, so dass sich eigentlich das ganze Jahr über Gegenden finden lassen, die man gut bereisen kann.

Die Mekong-Region hat ein ausgeprägtes Monsun-Klima. Man bereist sie am besten von November bis März/April, wenn der relativ trockene Nordost-Monsun weht. In dieser Zeit sind auch die Temperaturen erträglich. Die gleiche Saison gilt für die Philippinen.

Weiter im Süden ist das Wetter genau umgekehrt: Indonesien und die Insel Borneo (Ost-Malaysia, Brunei) haben ihre beste Reisezeit von April bis September/Oktober.

Auf der Halbinsel, die durch den Süden Thailands und West-Malaysia gebildet wird, ist die beste Reisezeit durch den Monsun bestimmt. Die Berge in der Mitte der Halbinsel wirken als Wetterscheide, so dass in der Zeit des Südwestmonsuns (Mai bis September) die Ostküste trocken ist, während beim Nordost-Monsun (November bis März) die Westküste vorzuziehen ist.

Singapur ist ganzjährig heiß und schwül.

Laufende Kosten/Tag

Grobe Abschätzung pro Person (Ansprüche und Reisestil variieren):

  • Thailand: €20-25
  • Laos: €15
  • Kambodscha: €15-20
  • Malaysia, Myanmar, Vietnam, Philippinen: €25
  • Singapur: €40
  • Indonesien: €20

Verständigung

In touristisch erschlossenen Gebieten vor allem in Thailand, Malaysia und Vietnam kommt man ganz gut mit Englisch durch. In den ehemaligen französischen Kolonien Laos, Kambodscha und Vietnam sprechen die älteren Menschen teilweise noch Französisch, in Myanmar Englisch. In Singapur ist die Landessprache Englisch, da gibt es überhaupt keine Probleme. Für Indonesien, Ost-Timor, Malaysia und Brunei lohnt es sich, Bahasa Indonesia bzw. Bahasa Malaysia zu lernen (die Sprachen sind fast identisch). Es handelt sich dabei um Kunstsprachen mit einer extrem einfachen Aussprache und Grammatik, so dass man in wenigen Wochen die Grundbegriffe lernen kann.

Außer in Thailand, Laos, Kambodscha und Myanmar werden in allen Ländern westliche Schriftzeichen verwendet (in Vietnam mit zusätzlichen Betonungszeichen), so dass man Schilder, Fahrpläne und dergleichen auch entziffern kann. In Thailand sind an touristischen Brennpunkten (also fast überall) viele Beschriftungen zweisprachig.

Transport innerhalb der Region

In Thailand, Malaysia und Vietnam sowie auf der Insel Java in Indonesien fahren auf manchen Strecken recht gute Züge, die oft dem Bus vorzuziehen sind, vor allem wenn es Schlafwagen gibt. Ansonsten ist auch das Busnetz sehr gut ausgebaut, auch wenn die Qualität nicht an die besten Busse in Südamerika herankommt.

Auf kürzeren Strecken und zwischen kleineren Orten fahren meistens Minibusse. Die Qualitätsspanne ist sehr groß und reicht von speziellen Touristen-Shuttlebussen (buchbar über Reisebüros und Hotels) über reguläre Liniendienste mit Fahrplan bis zu Sammeltaxis, die erst dann losfahren, wenn sie voll sind. Die letztere Variante ist die häufigste, besonders in Ländern wie Indonesien oder den Philippinen.

Sonderfall: In Vietnam gibt es ein sehr gut organisiertes "Netz" (das Wort steht in Anführungszeichen, weil Vietnam so lang und schmal ist, dass es sich eigentlich um eine lineare Route handelt) von Touristen-Bussen, die man an einem der klassischen Startpunkte Hanoi oder Saigon buchen kann, und die einen dann abgeschirmt von den Einheimischen bis zum anderen Ende (Saigon respektive Hanoi) bringen. Dabei handelt es sich um eine Art von Mafia, die auch mit Hotels im ganzen Land zusammen arbeitet, so dass man sich (wenn man sich drauf einlässt) um gar nichts mehr kümmern muss. Ist nicht so schlimm, wie es klingt, und auch keine echte Abzocke. Aber Land und Leute kennenlernen ist was anderes.

In den Inselstaaten, besonders in Indonesien und auf den Philippinen, wird ein erheblicher Teil des Langstreckenverkehrs auch mit Personenfähren abgewickelt. Die Schiffe der Pelni-Lines in Indonesien sind teilweise große Passagierdampfer mit gutem Standard und festem Fahrplan, die praktisch alle größeren Inseln anfahren. Auf kürzeren Strecken werden von Pelni und anderen Gesellschaften allerdings kleinere und meist ältere Schiffe eingesetzt, deren Sicherheitsstandard oft zweifelhaft ist.

Die großen Flüsse der Region, vor allem der Mekong und der Irrawaddy, sind Hauptverkehrsachsen, und eine Flussfahrt ist dem Bus oft vorzuziehen.

Visa und Grenzübertritte

In Südostasien braucht man als Tourist in vielen Ländern ein Visum, aber nicht in allen. Ganz unproblematisch sind Malaysia und Singapur, dort kann man einfach mit einem gültigen Reisepass für 90 Tage einreisen. In Thailand bekommt man nur 30 Tage (an Landgrenzen 14 Tage), und auch die nur, wenn man ein bestätigtes Rück- oder Weiterflugticket besitzt. In der Praxis wird die Ticket-Forderung in Thailand oft nicht durchgesetzt, und es wird auch von Leuten berichtet, die an Landgrenzen schon mal 30 Tage bekommen haben. Sicherer ist es, sich vorab ein Touristenvisum zu besorgen, weil es für 30, 60 oder 90 Tage gilt (auch für mehrere Aufenthalte) und einen von der Pflicht zum Nachweis eines Ausreisetickets befreit. Die Visa für Laos und Kambodscha kann man an vielen Grenzübergängen (aber nicht an allen) und an den internationalen Flughäfen direkt bei der Einreise bekommen. Ähnlich ist die Lage in Indonesien, wo bei das Visa-on-Arrival nur 30 Tage gilt, während ein reguläres Visum für 2 Monate ausgestellt werden kann.

Grenzübertritte auf dem Landweg sind mit wenigen Ausnahmen recht einfach. Kein Problem ist die Achse Thailand-Malaysia-Singapur. Zwischen Thailand und Laos bzw. Kambodscha ist ein Grenzübertritt auch einfach möglich, allerdings liegen die wenigen Grenzübergänge weit auseinander. Seit einigen Jahren ist die Grenze zwischen Laos und Kambodscha für Touristen geöffnet, man kann also jetzt entlang des Mekong bis zur Mündung reisen.

Ein typisches Problem früherer Jahre hat sich zuletzt entschärft, nämlich die Grenze zwischen Nordvietnam und Laos. Inzwischen gibt es hier einige Busverbindungen, und auch die Grenzübergänge sind für Ausländer geöffnet.

Es gibt aber nach wie vor eine problematische Zone, und zwar Myanmar. Dort sind die Landgrenzen für Touristen nicht durchlässig, bzw. man darf viele grenznahe Gebiete nicht bereisen. Wer an einem der Grenzübergänge von Thailand aus einreist, muss dort auch wieder innerhalb weniger Tage ausreisen. Ähnliche Beschränkungen gelten im Westen des Landes an den Grenzen zu Indien und Bangladesh. Dadurch stellt Myanmar eine Barriere für Landreisen zwischen dem Indischen Subkontinent und Südostasien dar.

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