Südamerika
Praktische Informationen
Beste Reisezeit
Abgesehen vom Süden des Kontinents, wo die beste Reisezeit der dortige Sommer ist, hängen die Temperaturen weniger von der Jahreszeit ab als von der Höhe über dem Meeresspiegel. Man sollte seine Besuchszeit im wesentlichen nach den Trockenperioden richten. Das Andenhochland in Ecuador, Peru und Bolivien kann am besten von Mai bis Oktober bereist werden, während die Westküste in der Zeit von November bis März am angenehmsten ist. Die Karibikküste hat eine Trockenzeit etwa von Dezember bis April. Brasilien kann ganzjährig bereist werden, wobei es im dortigen Winter im Süden kühl werden kann.
Laufende Kosten/Tag
Grobe Abschätzung pro Person (Ansprüche und Reisestil variieren):
- Ecuador, Peru, Argentinien, Kolumbien: €25
- Brasilien, Chile, Uruguay: €40
- Bolivien, Paraguay: €20
Verständigung
In der gesamten Region wird Spanisch gesprochen, mit Ausnahme von Brasilien (Portugiesisch) und den Guyanas (Englisch/Niederländisch/Französisch). Für Reisende ist es unabdingbar, wenigstens ein paar Brocken Spanisch zu lernen (am besten in einer Sprachschule vor Ort), Fremdsprachenkenntnisse können bei den Einheimischen nicht erwartet werden (bzw. bei der indianischen Bevölkerung ist die Fremdsprache Spanisch). Die Mühe lohnt sich, besonders wenn anschließend nach Zentralamerika weiter gereist werden soll. Die Sprache gilt als eine der leichteren, man kann in wenigen Wochen sehr weit kommen.
Transport innerhalb der Region
Abgesehen vom Amazonasbecken, wo oft das Boot das einzige Verkehrsmittel ist, fährt man in Südamerika am besten mit dem Bus oder fliegt auf langen Inlandsstrecken. Die Hauptverkehrsadern des Kontinents verlaufen entlang der Küsten. Im Westen ist es die Panamericana von Puerto Montt im Süden Chiles bis nach Bogota in Kolumbien. Ein Abstecher führt weiter in Richtung Osten bis Französisch Guiana. An der Atlantikküste verlaufen gute Straßenverbindungen von Belem im Amazonasdelta bis nach Feuerland. Reisen in Ost-West-Richtung sind meistens etwas umständlicher, besonders wenn die Andenkette überquert werden muss. Busse sind von unterschiedlicher Qualität und reichen von schrottreifen, ausrangierten US-Schulbussen bis zu fahrenden Palästen mit richtigen Betten und Bordservice. Als Faustregel kann man sagen, dass auf den guten Hauptstraßen mindestens ein Luxusbus verkehrt, während auf den "Killer-Strecken" nur altes Material zum Einsatz kommt.
Wenn man weniger Zeit hat, ist aufgrund der riesigen Distanzen (alleine Chile ist in Nord-Süd-Richtung etwa 4200km lang) der eine oder andere Inlandsflug empfehlenswert. Internationale Flüge sind relativ teuer und werden dadurch erschwert, dass es nicht üblich ist, nur einen Hinflug zu verkaufen.
Visa und Grenzübertritte
Vollkommen unproblematisch. Als Deutscher, Österreicher oder Schweizer kann man in allen Ländern ohne Visum einreisen bzw. es wird bei der Einreise eine Aufenthaltsgenehmigung erteilt (meistens für 90 Tage).
