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Neuseeland

Praktische Informationen

Beste Reisezeit

Am wärmsten ist es im neuseeländischen Sommer, also im Dezember, Januar und Februar. Der Sommer ist mit seinen Temperaturen und Wetterverhältnissen dem mitteleuropäischen Sommer gut vergleichbar. Allerdings ist Neusseeland sehr grün und die Ursache für diese segensreiche Landschaft liegt schließlich auch im Regen. Eine der regenstärksten Gegenden in Neusseeland, auch im Sommer, ist die Westküste der Südinsel. Wer nur für drei Monate reist, der sollte den Sommer zum Reisen wählen, um möglichst gute Chancen auf trockenes Wetter zu haben. Für diejenigen, die länger unterwegs sind, lohnt sich grob die folgende zeitliche Aufteilung: Am besten verbringst Du den Sommer auf der kühleren Südinsel. Wenn es kälter wird, dann kannst Du auf die Nordinsel fahren, deren Temperaturen dann immer noch höher liegen. Warme Kleidung und Regenjacke braucht man auch im Sommer fast immer — und sei es auch nur, um abends beim Lagerfeuer am Strand nicht zu frieren oder sich vor lästigen Moskitos oder Sandflies zu schützen. Wenn Du in Neusseeland arbeiten möchtest, dann ist es ratsam, die Reiseroute ein wenig an die Saisonarbeiten anzupassen. Dass man im Sommer nicht an den Skiliften arbeiten und im Winter keine Äpfel ernten kann, versteht sich von selbst.

Laufende Kosten/Tag

Grobe Abschätzung pro Person (Ansprüche und Reisestil variieren): €40.

Die laufenden Kosten sind nach Reiseziel und -stil sehr unterschiedlich. Wer campt, selbst kocht und viel wandert, der wird mit erheblich weniger auskommen als jemand, der immer in Hostels (Backpackers) übernachtet, essen geht und eine Tour nach der anderen bucht. Verglichen mit dem großen Bruder Australien kann man sagen, dass Neuseeland ein wenig günstiger ist, was nicht zuletzt auch an dem schwächeren neuseeländischen Dollar liegt. Neuseeland gehört zu den Ländern, wo Reisende ein sehr unterschiedliches Budget benötigen. Wer wild campt, per Anhalter fährt und sein Essen auf dem Gaskocher zubereitet und viel wandert, kann auch mit etwas über 100 Dollar (€ 40) die Woche auskommen. Dieser Betrag ist aber wirklich ein Urlaubstil für erprobte Langzeitreisende und extrem genügsame Naturen.

In Neuseeland kannst Du viel unternehmen — und das wissen auch die Reiseveranstalter, welche die Kosten entsprechend in die Höhe treiben. Zu den täglichen Lebenshaltungskosten kommen also noch die der verschiedenen Sonderunternehmungen dazu. Du kannst locker 100 oder mehr Euro pro Tag ausgeben, wenn Du entsprechende Touren buchst. Auch wenn Neuseeland ein recht teueres Reiseland ist, so hast Du hier die Möglichkeit so günstig wie sonst nirgendwo bestimmte Actionsportarten auszuprobieren.

Verständigung

Die Neuseeländer sprechen ein recht gut verständliches Englisch. Typisch für ihren Dialekt ist das langezogene "e". Tent hört sich also wie "teeant" an. Das "e" in den Wörtern hat zudem noch eine leichte Tendenz zu einem "i". Es gibt Länder, in denen das gesprochene Englisch für uns viel schwerer zu verstehen ist, als hier.

Transport innerhalb des Landes

Auto

In Neuseeland sind die Abstände recht klein und die Straßen relativ gut, so dass ein Auto eine gute Option ist. Du kannst Autos mieten, aber auch kaufen. Mit einem Autokauf hast Du fahrbaren Untersatz und Heim gleich in einem. Ein Auto gibt Dir sehr viele Freiheiten und hilft je nach Nutzung und Reisedauer auch erheblich das Budget zu schonen. So kaufen viele Backpacker sich ein Auto (oder einen Van) und übernachten einfach im Fahrzeug. Dies hilft Übernachtungskosten zu senken und unabhängig von Buszeiten und -routen die Sehenswürdigkeiten zu besuchen, die einen auch wirklich selbst interessieren. Wer nur kurz Urlaub macht, für den wird der Autokauf sich als eher stressig erweisen; denn schließlich muss man das gute Stück ja auch rechtzeitig wieder losbekommen. Wer allein mit dem Auto durch die neuseeländischen Lande fährt, der sollte sich aber auch dessen bewusst sein, dass man so manchmal weniger andere Backpacker kennenlernt. Auch wenn Neuseeland ein sehr sicheres Reiseland ist, sollte man sich vor allem als (allein)reisende Frau doch überlegen, wo man in der Pampa nachts seinen fahrbaren Untersatz hinstellt. Aber das Abenteuerfeeling bei solch einem Urlaub ist kaum schlagbar...

In Auckland gibt es einen großen Backpackerautomarkt, wo Wagen verkauft und gekauft werden können. Die Preise variieren recht erheblich von Saison zu Saison. Wer am Anfang des Sommers (Dezember) ein Auto kauft und es am Ende wieder verkaufen möchte, der hat finanziell wahrscheinlich einen Verlust gemacht. Umgekehrtes gilt für den anderen Fall: Kaufst Du Ende der Saison eines und verkaufst es am Anfang (lohnt sich u.U. für die, die lange im Land bleiben), dann kannst Du mit ein wenig Glück und Verhandlungsgeschick sogar einen recht ansehnlichen Gewinn einstreichen.

Busse

Kiwi Experience ist eine der beliebtesten Busgesellschaften, die auf bestimmten Strecken einen Hop-On-Hop-Off-Service für Backpacker anbieten. Die Busse fahren in festgelegten Tagesetappen bestimmte Strecken ab, wobei sie die wichtigsten touristisch interessanten Punkte (außerhalb von Nationalparks) anfahren. Wenn man eine Fahrkarte gekauft hat, kann man jederzeit unterwegs aussteigen (Hop-Off) und später mit einem anderen Bus weiterfahren (Hop-On). Zusätzlich werden an touristisch interessanten Stellen kurze Zwischenstopps gemacht. Auf diese Weise kommt man relativ leicht zu abgelegeneren Punkten, die mit "normalen" Linienbussen schwerer zu erreichen sind. Einige werden es mögen, andere weniger, denn bei Kiwi Experience ist auch ein Guide dabei. Wer es organisierter mag, der ist hier richtig. Zusätzlich gibt es hier noch sogenannte Add-Ons, mit denen man auch andere Sehenswürdigkeiten als die der Hauptstrecke besuchen kann.

Individuelle Reisende werden sich wahrscheinlich bei anderen Busgesellschaften wohler fühlen, z.B. Intercity Coach oder auch Newmans Coach.

Inlandsflüge

Die Abstände in Neuseeland sind so klein, dass man eigentlich alles ganz gut mit dem Bus oder Auto bewältigen kann. Wer aber weniger Zeit mitbringt oder bestimmte Sehenswürdigkeiten auslassen möchte, für den lohnt sich eventuell ein Inlandsflug zwischen Nord- und Südinsel. Wenn Du lediglich das zeitaufwändige Backtracking mit dem Bus oder Auto vermeiden willst, ist es aber besser, wenn Du Neuseeland gleich als Surface-Etappe in Deine Reise einplanst, d.h.auf einer Insel ankommst und von der anderen aus weiter fliegst. Für Abstecher von Australien aus ist ein Gabelflug eine einfache und kostengünstige Möglichkeit.

Schiffsverbindung zwischen Nord- und Südinsel

Die dreistündige Fährfahrt mit dem Interislander von Süd nach Nord oder umgekehrt ist ein nettes Erlebnis. Vor allem bei der Einfahrt zur Südinsel solltest Du bei den Fjorden Deine Kamera bereithalten.

Visa und Grenzübertritte

Bürger der meisten europäischen Staaten –inklusive Deutschland, Österreich und der Schweiz– benötigen für einen rein touristischen Aufenthalt bis zu 3 Monaten kein Visum. Dafür wird allerdings ein Rück- oder Weiterreiseticket verlangt.

Für junge Menschen bis 30 Jahre, die in Neuseeland arbeiten wollen, gibt es das Working Holiday Visa (WHV), allerdings leider nicht für alle Nationalitäten. Deutsche können derzeit ein WHV bekommen, Österreicher und Schweizer nicht. Mit dem WHV darf man 12 Monate lang im Land bleiben und kann praktisch jeden Job annehmen. Das WHV kann um 3 Monate verlängert werden wenn man während seines Aufenthaltes mindestens 3 Monate in der Landwirtschaft gearbeitet hat.

Neuseeland hat keine Landgrenze und damit auch keine Grenzübergänge, deshalb spielen Grenzübertritte von und zu den Nachbarländern keine Rolle. Die Ein/Ausreise wird für die meisten Leute an einem der internationalen Flughäfen stattfinden. Hier wird übrigens streng auf die Einfuhr verbotener Waren kontrolliert. Viele Krankheiten und Seuchen sind in Neuseeland unbekannt, und das soll auch so bleiben. Wer mit Lebensmitteln im Gepäck erwischt wird, der hat ein ernstes Problem.

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