Amazon.de Widgets Weltreise-Ausrüstung: Reiseführer-Serien

Reiseführer-Serien

Kein Reiseführer ist perfekt, und alle haben ihre spezifischen Stärken und Schwächen. Auch innerhalb einer Serie gibt es dramatische Qualitätsunterschiede zwischen einzelnen Autoren bzw. Ausgaben. Die wichtigsten Reiseführer-Verlage für Individualreisende werden hier vorgestellt.

Hinweis: Neben den erwähnten Serien gibt es noch eine ganze Reihe von anderen Verlagen, die hier nicht aufgelistet sind. Das stellt keine Qualitätsaussage dar! Zum größten Teil bieten diese Verlage nur Führer für einzelne Länder an, was für eine Weltreise nicht ideal ist: man muss dann praktisch eine Bibliothek mitnehmen, und die meisten der kleineren Verlage vertreiben ihre Bücher auch nicht international, so dass Nachkaufen als Alternative ausscheidet.

Lonely Planet

Der größte Reiseführer-Verlag der Welt. "LP's" sind allgegenwärtig, meistens mit solider Information, aber nicht immer aktuell. Sie wirken manchmal etwas bevormundend, und die ersten etwa hundert Seiten sind generell in allen Guides fast gleich. Lonely Planet deckt die meisten Länder ab und ist oft die einzige Wahl, vor allem wenn man unterwegs nachkaufen muss. Ihre regionalen Reiseführer (<xyz> on a Shoestring) bleiben allerdings in der Regel sehr an der Oberfläche. Die Qualität der Lonely Planet Reiseführer reicht von sehr gut bis sehr schlecht (z.B. South America on a Shoestring), es kommt immer auf die Ausgabe und den Autor an. Sie haben allerdings mit die besten Landkarten. Dies sind mit Abstand die meistverkauften und populärsten Guides, wo eine Erwähnung über Leben und Tod eines Hotels oder Restaurants entscheiden kann. Wer mit einem Lonely Planet unterwegs ist, kann sicher sein, sich immer auf einem sehr breit ausgetretenen Pfad zu befinden, den er sich mit vielen anderen teilt.

Footprint

Sehr gute Serie, intelligent gemacht. Besonders empfehlenswert sind das South American Handbook und das Mexico and Central America Handbook, die beide den Lonely Planet für die jeweiligen Regionen qualitativ übertreffen. Die Guides für einzelne Länder sind ebenfalls ziemlich gut, allerdings ist das Angebot relativ beschränkt. Footprint hat leider einen suboptimalen Vertrieb, was dazu führt, dass diese Bücher unterwegs kaum zu bekommen sind.

Rough Guide

Möglicherweise die tiefgehendsten und informativsten Führer, die man bekommen kann. Ihr Aufbau kann gewöhnungsbedürftig sein, wenn man kürzlich andere Reiseführer benutzt hat. Manchmal scheinen sie auch eher auf ältere Reisende oder Leute mit eigenem Fahrzeug ausgerichtet zu sein. Sie decken nicht so viele Länder ab wie Lonely Planet, und neuere Ausgaben sind wesentlich besser als ältere. Wie auch bei Lonely Planet sind die regionalen Guides alles andere als perfekt. Die Europa-Führer sind exzellent, und da wo die Lonely Planet Guides sehr stark dominieren (z.B. Indien, Thailand), sind sie eine gute Alternative, um den Massen zu entkommen.

Reise Know-How

Sehr gute deutschsprachige Reiseführer. Besonders zu empfehlen, wenn man nur ein einzelnes Land bereisen will. Reise Know-How bietet kaum länderübergreifende Reiseführer an, allerdings haben sie sehr interessante Serien rund um das Thema Reisen, z.B. Kulturschock. Es gibt auch gute medizinische Ratgeber und einiges zum Thema Fahrradfahren und Motorradfahren. Reise Know-How wurde von Klaus Därr ins Leben gerufen, der für seine Landrover-Touren durch Afrika bekannt ist, und da hat die Serie auch ihre Wurzeln.

Stefan Loose

deutschsprechiger Verlag, inzwischen von DuMont übernommen. Stefan Loose konzentriert sich auf die Regionen Asien, Australien und Amerika und ist dort in der Regel eine sehr gute Alternative zu den englischsprachigen Guides. Außer für Südostasien gibt es allerdings keinen Reiseführer für eine ganze Region.

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