Ankunft in einer Stadt

Die Ankunft in einer unbekannten Stadt ist erst einmal eine Stress-Situation. Dabei ist der Stress um so größer, je länger Du im Flugzeug bzw. im Bus gesessen hast, je größer die Stadt ist, und je ungewohnter die Kultur des Landes für Dich ist. In dieser Situation bist Du besonders verwundbar, denn Du hast normalerweise Dein gesamtes Gepäck bei Dir, kennst Dich nicht aus und bist oft übermüdet nach einer langen Reise. Umso wichtiger ist es, dass Du Dich jetzt richtig verhältst.

Die DOs und DON'Ts

Das Ziel kennen

Du solltest schon vor der Ankunft wissen, wo Du übernachten willst, auch wenn Du noch keine Reservierung hast. Es ist ziemlich schwierig, in Deinem Reiseführer zu blättern, wenn Du in einer Traube von Schleppern stehst (oft in der Inkarnation als Taxifahrer), die Dich in ein bestimmtes Hotel lotsen wollen. Gegen Provision natürlich, und wer die Provision letztlich zahlt, ist auch klar.

Früh ankommen

Wenn Du bis zum Sonnenuntergang noch ein paar Stunden Zeit hast, bist Du nicht so unter Druck, schnell ein Zimmer finden zu müssen. Viele bessere Hostels laufen auch ab Mittag voll (mit Gästen, nicht mit Wasser).

Nicht gleich auf die Straße stürmen

Du hast stundenlang in einem Bus, Zug oder Flugzeug gesessen, und wenn Du endlich am Ziel bist, kommt es Dir plötzlich auf jede Minute an? Dann nichts wie raus! Unvorbereitet, uninformiert, gestresst, leichte Beute. Große Terminals aller Art (besonders Flughäfen) sind eine Schutzzone für Dich, wo Du erst einmal in aller Ruhe ein paar Dinge erledigen kannst, bevor Du Dich in den Großstadt-Dschungel stürzt.

  • Baggage Tag schon vom Rucksack abgemacht? Dieses Ding schreit geradezu: "Ich bin neu in der Stadt und kenne mich nicht aus!"
  • Reisepass wieder sicher verstaut?
  • Lesezeichen im Reiseführer an die Stelle mit dem Stadtplan gelegt?
  • Adresse des Hostels, zu Dem Du willst, griffbereit?
  • Noch mal auf dem Klo gewesen?
  • Taxigutschein gekauft?
  • Genug Bargeld in kleinen Scheinen?
  • Sonne schon aufgegangen?

OK, jetzt kann's losgehen: Auf ins Getümmel!

Lass Dich nicht verrückt machen

Lass Dich auf keinen Fall von der allgemeinen Hektik um Dich herum anstecken! Hektik ist in dieser Situation Dein größter Feind. Lass Dich zu nichts drängen, Du hast alle Zeit der Welt. Die Schlepper, Taxifahrer, Geldwechsler und was noch alles wollen nicht, dass Du nachdenkst, damit sie nach ihren Regeln spielen können. Wenn Du erst mal tief durchatmest, kannst Du nach Deinen Regeln spielen. Widerstehe dem Reflex, unter Stress schnell zu handeln. Dieser Reflex hat unseren Vorfahren im Angesicht des Säbelzahntigers oft das Leben gerettet, aber in der Stadt ist genau das Gegenteil richtig: erst nachdenken - es ist wahrscheinlich kein Raubtier in der Nähe, sondern nur Geier!

Zimmer für die erste Nacht reservieren

In größeren Städten solltest Du mindestens für die erste Nacht ein Zimmer reservieren, sobald Du Deinen Ankunftstermin kennst. Das gilt besonders dann, wenn Du erst relativ spät ankommst. Falls das Zimmer nicht so toll sein sollte, kannst Du immer noch nach dem Einchecken losziehen und Dir für die nächsten Nächte etwas besseres suchen. Dann allerdings ohne das schwere Gepäck. Das macht viel mehr Spaß.

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