Thema: SA in 2. Jahreshälfte - wie kurzfristig geht das?  (Gelesen 815 mal)

Julschen

« am: 13. Januar 2014, 21:18 »
Hallo zusammen,

ich werde meinen Job in Kürze zu Ende Juni kündigen. Falls ich bis Anfang August keinen neuen Job habe, was nicht unwahrscheinlich ist, möchte ich Plan B in Angriff nehmen: Für ca. 7 Monate nach Lateinamerika verreisen  8). Mir spuken natürlich beide Varianten im Kopf herum und während die Sache mit den Bewerbungen ziemlich eindeutig ist stellen sich mir in punkto Reise einige Fragen, zu denen ihr vielleicht einige Antworten habt:

  • wie kurzfristig im Voraus sollten Flüge (Gabelflug) gebucht werden, ab wann steigen die Preise ins Unermessliche? Gibt es da Erfahrungen? Welche Flugrouten sind erfahrungsgemäß günstig? Ich möchte gerne Panama und Kolumbien besuchen (das dann wohl eher erst im Januar/Februar) sowie Ecuador, Peru, Bolivien und evtl. Chile, Argentinien, Venezuela sehen.

  • Laut Reisezeitentool würde sich wohl z.B. eine Reihenfolge Argentinien – Chile – Peru – Bolivien – Ecuador – Kolumbien – Panama anbieten, oder sehe ich das falsch? Nun gut, das könnte ich mir wahrscheinlich auch mal über die Suchfunktion selbst erklären

  • welche Reiserücktrittsversicherung schließt den Versicherungsfall mit ein, dass man kurz vor der Reise einen neuen Job antritt - gibt's das überhaupt? Wie lang muss die Zeitspanne sein zwischen Flugbuchung und dem Kauf einer Reiserücktrittsversicherung?

  • Mein Spanisch möchte ich gerne am Anfang der Reise in einem mindestens zweiwöchigen Intensivkurs mit Aufenthalt in einer Gastfamilie auffrischen. Wie kurzfristig lässt sich das organisieren, welcher Ort und welcher Veranstalter bieten sich an?

  • Fällt euch noch etwas ein, das ich bei einer kurzfristigen Entscheidung beachten sollte, gibt es z.B. Sehenswürdigkeiten oder Touren, die weit im Voraus gebucht werden müssen, z.B. Machu Picchu? Ich bin noch recht frisch geimpft (inkl. Tollwut) und würde nur eine Gelbfieber-Impfung benötigen, mein Reisepass ist noch gültig und auch der allergrößte Teil der Ausrüstung ist schon vorhanden. Visa gibt es ja offensichtlich außer ggf. in Venezuela on arrival.

  • und nicht zuletzt das liebe Geld: Bei den Kostenbeispielen hat Karoshi eine Südamerikareise von sechs Monaten angegeben, die in 2003 ca. 7.000 Euro pro Person veranschlagt hat. Ist das bei einem einfachen Reisestil (dorm) mit regelmäßigen Unternehmungen und Ausflügen, lokalem Essen, aber einer geringeren Länderauswahl und somit ggf. kürzeren Strecken und niedrigeren Transportkosten heute noch realistisch (ganz grob ca. 1.000 Euro/Monat - hängt natürlich auch davon ab, wo ich mich wie lange aufhalte)?

Ich weiß schon auch, dass mein "Plan" noch ziemlich vage klingt, aber vielleicht kann schon jemand eine Einschätzung geben bzgl. Flugbuchungszeitraum und Versicherung... Das wäre jedenfalls toll!

Vielen Dank,
Julschen
0

Bommel64

« Antwort #1 am: 14. Januar 2014, 08:52 »
Da ich jetzt gerade nur ganz kurz Zeit habe antworte ich nur auf die Flugfrage.

Ich reise am 05.02 nach Buenos Aires und am 04.08 von Vancouver zurück, also auch ein Gabelflug.

Ich habe diesen Flug so früh wie möglich gebucht, da alle sagten umso früher, desto günstiger. Jetzt zur Zeit ist der Flug 200€ günstiger (was mich nicht ärgert, aber ich es einfach interessant finde)...

Soll heißen, ich werde Flugpreise nie verstehen und es gibt mMn keine Gemeingültigeaussage.

Zum Thema Budget. Ich plane für 5 Monate Südamerika und 1 Monat USA/Kanada ca. 9000€.
0

karoshi

« Antwort #2 am: 14. Januar 2014, 10:00 »
Hab grad auch nicht so viel Zeit, deshalb nur Antwort auf einen Punkt:
welche Reiserücktrittsversicherung schließt den Versicherungsfall mit ein, dass man kurz vor der Reise einen neuen Job antritt - gibt's das überhaupt? Wie lang muss die Zeitspanne sein zwischen Flugbuchung und dem Kauf einer Reiserücktrittsversicherung?

Grundsätzlich würde ich mir das mit der Versicherung überlegen und statt dessen vielleicht lieber darauf achten, dass die Stornokosten des Tickets nicht so hoch sind. Rücktrittsversicherungen haben ja immer auch einen Selbstbehalt, und da ist dann der Unterschied im Schadensfall gar nicht mehr so groß.

Abschließen muss man normalerweise maximal 14 Tage nach der Buchung, je nach Versicherungsbedingungen.

Und ja, es gibt Versicherungen, die den oben beschriebenen Fall abdecken, zum Beispiel die Europäische RV (wahrscheinlich auch andere). Entscheidend sind auch hier die Versicherungsbedingungen (das Kleingedruckte), nicht die Kurzbeschreibung auf der Website.

LG, Karoshi
0

MissMojo

« Antwort #3 am: 21. Februar 2014, 10:35 »
Ich habe die Reiserücktrittsversicherung nur gewählt, da eine Krankheit meinerseits oder eines Familienmitglieds 1. Grades eine kostenfreie Stornierung ermöglichen würde.

Ich bin einmal mit Grippe nur von Frankfurt nach Budapest geflogen und der HNO der mich danach behandelt hat, hat schon doll geschimpft. Das mache ich auf gar keinen Fall auf einem Langstreckenflug.
0

sandburg

« Antwort #4 am: 21. Februar 2014, 14:29 »
  • wie kurzfristig im Voraus sollten Flüge (Gabelflug) gebucht werden, ab wann steigen die Preise ins Unermessliche? Gibt es da Erfahrungen? Welche Flugrouten sind erfahrungsgemäß günstig? Ich möchte gerne Panama und Kolumbien besuchen (das dann wohl eher erst im Januar/Februar) sowie Ecuador, Peru, Bolivien und evtl. Chile, Argentinien, Venezuela sehen.

Grundsätzlich gilt je früher du buchst desto günstiger ist i.d.R. der Flug. Aber wenn du ein bisschen flexibel bist sollte auch ein kurzfristiger Ticketkauf möglich sein.

Mein Spanisch möchte ich gerne am Anfang der Reise in einem mindestens zweiwöchigen Intensivkurs mit Aufenthalt in einer Gastfamilie auffrischen. Wie kurzfristig lässt sich das organisieren, welcher Ort und welcher Veranstalter bieten sich an?[/li][/list]
Also ich habe meinen Sprachkurs in Guatemala damals vor Ort gebucht. Das war sehr kurzfristig möglich. Gebucht und am nächsten Tag angefangen :-) Ich denke mal dass das in anderen Ländern ähnlich laufen wird.

Fällt euch noch etwas ein, das ich bei einer kurzfristigen Entscheidung beachten sollte, gibt es z.B. Sehenswürdigkeiten oder Touren, die weit im Voraus gebucht werden müssen, z.B. Machu Picchu? Ich bin noch recht frisch geimpft (inkl. Tollwut) und würde nur eine Gelbfieber-Impfung benötigen, mein Reisepass ist noch gültig und auch der allergrößte Teil der Ausrüstung ist schon vorhanden. Visa gibt es ja offensichtlich außer ggf. in Venezuela on arrival.

Tickets für Macchu Picchu kannst du ein paar Tage vorher kaufen. Anders sieht es aus wenn du den Inka Trail gehen möchtest. Hier sind die Tickets oft ein halbes Jahr im vorraus ausverkauft. Du kannst aber vor Ort mit ein bisschen Geduld noch Resttickets kaufen. Oder du wählst einen alternativen Trek bzw. fährst mit der Bahn.


und nicht zuletzt das liebe Geld: Bei den Kostenbeispielen hat Karoshi eine Südamerikareise von sechs Monaten angegeben, die in 2003 ca. 7.000 Euro pro Person veranschlagt hat. Ist das bei einem einfachen Reisestil (dorm) mit regelmäßigen Unternehmungen und Ausflügen, lokalem Essen, aber einer geringeren Länderauswahl und somit ggf. kürzeren Strecken und niedrigeren Transportkosten heute noch realistisch (ganz grob ca. 1.000 Euro/Monat - hängt natürlich auch davon ab, wo ich mich wie lange aufhalte)?
Also in Peru, Bolivien, Ecuador (ohne Galapagos!) Panama und Kolumbien kann man mit 1000€/Monat auskommen.

In Argentinien und Chile war ich selbst nicht, habe aber gehört das die beiden Länder teurer als Peru/Bolivien sein sollen.


0

Tags: