Thema: Borneo (Sarawak und Sabah) - 4 Wochen - Routenplanung  (Gelesen 1335 mal)

Boiled_frog

« am: 27. September 2013, 13:10 »
Hallo liebe Leute,
am 1. November geht es los. Ich werde mit zwei Freundinnen über Kualu Lumpur auf den malaiischen Teil Borneos fliegen.
Am 01.12. geht es dann weiter nach Südindien. Wir haben dort also einen Monat.
Fest steht noch nichts, bis jetzt ist nur der Flug nach KL gebucht. Wir sind uns noch unsicher wie viel bzw. was wir auf Borneo so alles machen möchten. Davon hängt dann ab, wo wir landen und wieder starten.
Bisheriger Gedanke war, dass wir in KK (Kota Kinabalu) landen und uns dann irgendwie nach Kuching durchschlagen, oder eben umgekehrt. Jetzt würde ich gerne von euren Erfahrungen lernen und wissen, wie ihr das angegangen seid.
Wir sind alle drei nicht anspruchsvoll und möchten den Urlaub möglichst kostengünstig gestalten, d.h. sparen wo es sinnvoll und möglich ist. Gerne möchten wir Homestays nutzen, günstige Hostels usw. und dann mal in einer tollen EcoLodge absteigen oder so... :-)
Wir wollen viel Natur sehen, weil zumindest zwei von uns "biologische" Hintergründe haben. Außerdem wandern wir sehr gerne. 

Ich habe hier die Foreneinträge gelesen und ein paar Highlights bisher Reisender zusammengesucht, die sich auch für uns interessant anhören:
  • Mt. Kinabalu (Sabah): Ich scheue mich ein wenig vor den Tourimassen die sich in einer langen Schlange den Berg hinaufschiebt. Aber für viele scheint es dennoch ein tolles Erlebnis gewesen zu sein. Einzuplanen sind nach Lonely Planet 3 Tage
  • Kinabatangan River (Sabah): Hier muss man wohl eine Tour auf dem Fluss gemacht haben. Sowohl Nachts als auch Tags.
  • Danum Vallay Conservation Area (Sabah): Soll recht unberührt sein und für Flora und Fauna-Menschen eine tolle Sache
  • Semporna (Sabah): Wir sind alle drei keine Taucher, würden es aber gerne ausprobieren. Es scheint wunderschön zu sein dort. Sofern es sich preislich loht und vor allem für blutigse Anfänger empfehlenswert ist. 
  • Brunei: Manche finden es sehr toll, manche sagen es lohne sich nicht wirklich. Der Nationalpark soll toll sein. Insgesamt schreiben die Leute würde sie dort nicht länger als 2 Tage einplanen
  • Höhlen: Gibt es wohl mehrere tolle. Welche würden sich eurer Meinung nach anbieten? Bzw. welche sind euch besonders in Erinnerung geblieben?
  • Bako National Park (Sarawak): Hier soll es neben tollem Urwald auch schöne Strände geben (allerdings dort keine Unterkünfte?)

Außerdem würden wir in einem Reservat gerne Orang Utans sehen, wenn es denn auch einigermaßen schön ist und nicht nur ein reines zur Schau stellen. Ich möchte weiterhin gerne in einem Baumhaus im Urwald schlafen, das wäre mein großer Traum. Die Mädels wünschen sich Trauminselfeeling, keine Ahnung ob das auf Borneo günstig möglich ist.

Ihr seht, gerade herrscht noch große Planlosigkeit, wegen der FLut an Möglichkeiten. Da müssen wir uns erst mal sortieren und weiter lesen, lesen, lesen. Wenn ihr Ideen oder Vorschläge habt, dann bitte her damit, wir freuen uns über eure Hilfe!
Auch was sich nicht loht hören wir gerne. Zudem auch Übernachtungsmöglichkeiten usw.

Viele Grüße, Flo
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Speedy

« Antwort #1 am: 27. September 2013, 15:23 »
Für den Mt. Kinabalu solltet ihr den Abend vorher spätestens anreisen, dann 1 Nacht vor der Wanderung dort verbringen. Dazu kann ich die J Residence wärmstens empfehlen. Top Preis-Leistungs-Verhältnis im niedrigen Preissektor. Am nächsten Morgen gehts los mit Wandern. Übernachtung dann auf 3200m Höhe und Start am frühen Morgen/in der Nacht zum finalen Gipfelsturm. Mehr dazu findest du auch in anderen Threads.
Semporna selbst ist absolut nicht sehenswert: eine dreckige Stadt ohne Charme. (Auf der anderen Seite sieht man hier auch das "real-life", abseits von all den Touristenattraktionen...) Hier würde ich nicht übernachten. Wenn ihr Tauchen wollt, dann sind aber die Inseln rund um Semporna dafür gut geeignet, habe auch schon Leute von einigen der besten Tauch-Sports weltweit sprechen hören. Inwiefern es für Anfänger geeignet ist, weiß ich nicht. Wir waren damals da, um uns auf den Inseln zu entspannen und ein wenig zu schnorcheln. Das war aber eher ein Fehlgedanke: Dort findet man leider keine Traumstrände, die Leute kommen nur, um zu sehen, was unter der Wasseroberfläche ist.
Zum Orang-Utan sehen bietet sich das Orang-Utan Rehablilitation Center in Sepilok an. Meiner Meinung nach eine schöne Sache!
"Trauminselfeeling" im Sinne von weißer Strand, perfekte Palmen und türkisblaues Wasser werdet ihr auf Borneo gar nicht finden, zumindest haben wir es damals nicht gefunden. Auf den Inseln um Semporna hast du tolles Wasser, aber keinen Strand. Am Ehesten hatten wir damals noch das "Trauminselfeeling" am Tip of Borneo ganz im Norden. Schade, dass wir keine Zeit mehr hatten, dort länger zu bleiben. Da lohnt es sich meiner Meinung nach auch 1-2 Nächte zu bleiben, da es dort einfach wunderbar idyllisch und schön war, ohne viele Touris. Einziger kleiner Haken: Die Reise da hoch ist etwas beschwerlicher, weil die Straßen dort nicht mehr die besten sind. Wir hatten uns in KK ein Auto gemietet und sind von dort aus hoch gefahren: Sieht nicht weit aus, aber manchmal kannst du nur 30 km/h fahren und so waren es dann doch bald 3-4 Stunden Autofahrt.

In meinem Blog habe ich auch den ein oder anderen Ausflug noch etwas genauer beschrieben: http://timoaufreisen.rtwblog.de/2013/04/16/unter-affen-und-ber-den-wolken/

Viel Spaß auf Borneo!
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dirtsA

« Antwort #2 am: 28. September 2013, 00:35 »
Schön, dass ihr 4 Wochen dafür geplant habt. Das ist meiner Meinung nach eine gute Zeit, um durch den Teil Malaysias zu kommen. Ich würde allerdings wenn ihr Semporna machen wollt, nach Tawau fliegen und mich dann bis Kuching arbeiten. Sonst müsst ihr von KK nach Semporna und wieder zurück, was jedes Mal 10 Stunden Busfahrt sind, sehr kurvig und anstrengend. Meiner Meinung nach müsste es von KL auch Flüge nach Tawau geben, oder, wenn ihr Semporna doch nicht macht, dann eben nach Sandakan (nahe Sepilok und Kinabatangan), das gibts auf jeden Fall.

Generell fand ich die Städte alle nicht sehr sehenswert, am besten noch Kuching, aber nach einem halben Tag hat man dort auch alles durch. Die Natur ist hingegen atemberaubend.

Im Bako NP schläft man im Headquarter, von dem aus man dann die Wanderungen in den Dschungel oder zu den Stränden startet. Es ist allerdings auch direkt vorm Headquarter ein langer Strand. Ob er sich zum Schwimmen eignet oder das Wasser eher zu seicht ist, kann ich nicht sagen. Sonne baden tut dort allerdings kaum mal jemand ;) Das Essen ist abscheulich dort, also nehmt viele Snacks mit. Sonst ist der Park aber wirklich schön!!

Zwecks Tauchen: Schnorchelt ihr denn gerne? Oder das auch eher selten? Tauchen ist dort ja schon teuer. Es ist auf jeden Fall einer der besten Orte weltweit (bzw. meine persönliche Nummer 1), aber...... Wollt ihr euch wirklich DAS Tauchhighlight gleich am Anfang geben? Ich hätte als Anfänger so eine Unterwasserwelt noch nicht so richtig zu schätzen gewusst. Man ist ja dann auch sehr gestresst und hat viel mit dem Equipment zu tun und kann sich noch nicht so ganz darauf einlassen. Mir wär's zu schade ums Geld, würd lieber zB in Thailand günstig den Kurs machen und irgendwann wieder kommen, wo man dann wirklich was davon hat, mit ein biss Erfahrung. Soweit ich weiß, muss man für Sipadan auch eine bestimmte Anzahl and Tauchgängen vorweisen können. Was aber eine Möglichkeit ist, ist, dass ihr nur Schnorcheln geht. Ich war bei Uncle Chang und es waren dort auch immer ein paar Schnorchler mit dabei, die viele Schildkröten gesehen haben und denen es sehr gut gefallen hat.

Auf den Mt. Kinabalu würde ich jederzeit wieder rauf! Eine tolle Landschaft und ein tolles Erlebnis. Die asiatischen Gruppen rauben einem allerdings den letzten Nerv, aber darauf muss man sich eben einstellen ;) Wenn ihr halbwegs fit seid, wartet in der Früh beim Gipfelanstieg bis alle los sind und geht dann erst... Dann müsst ihr die Leute zwar nach und nach überholen, aber ihr steckt nicht so im Pulk fest. Früher loszulaufen bringt nix, da es am Gipfel EISkalt ist und man sich sonst bis zum Sonnenaufgang nur abfriert.

Die Kinabatangan River Cruise war wirklich super!! Total viele Tiere gesehen, sowohl zu Fuß, als auch per Boot... Wobei das zu Fuß eher botanisch ausgerichtet war und wirklich nur kurz. Ist auch preislich sehr günstig zu haben, kann man recht spontan zB in KK in jedem Hostel buchen, bieten eh alle ungefähr das Gleiche...

Apropos "spontan buchen". Das geht sonst nämlich nicht. Wenn ihr eure Daten kennt, plant und bucht eure Touren am besten gleich. Allein mag man noch ab und zu Glück haben und einen Restplatz bekommen, aber bestimmt nicht als Gruppe. Ich hatte allein schon große Schwierigkeiten mit dem Mulu NP und dem Mt Kinabalu. Eine Trekkingtour im Mulu NP konnte ich dann gar nicht machen, was mich bis heute wurmt :(

Zwecks Mulu... Naja. Die Höhlen waren schon toll, aber ob man extra deshalb hinfliegen muss!? Evtl. sind die in Niah ja genauso schön, hab ich allerdings dann nicht mehr angeschaut. Was mich am Mulu NP am meisten gereizt hätte, wäre die Tour zu den Pinnacles gewesen (die eben total ausgebucht war - und das für Wochen!!).

Also... überlegt euch, was ihr wollt und macht euch einen Reiseplan... Fragt bei der Agentur Sutera Harbour (Monopol auf die Kinabalu Besteigung) an, welche Daten noch frei sind, genauso Mulu und Semporna/Tauchen.

Billig ist Borneo leider nicht, aber meiner Meinung nach ist das meiste seinen Preis wirklich wert!

Schöne Strände... leider Fehlanzeige. Ja, im Bako NP, aber da wandert man eher vorbei, ist jetzt nicht so das Beach-Feeling. Obwohl man natürlich baden kann, wenn man will!
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