Thema: Braucht es einen Guide für Trekking in Nepal  (Gelesen 965 mal)

biker

« am: 14. September 2013, 19:30 »
Hallo zusammen

Wir spielen mit dem Gedanken auf unserer Fahrradweltreise einen Zwischenstopp in Nepal einzulegen. Gerne würden wir uns dort die Zeit mit einem schönen Trekking vertreiben. Braucht es auf allen Treks einen Guide?

Hat jemand Erfahrung bezüglich der Kosten?

Vielen Dank für eure Hilfe!
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Carola

« Antwort #1 am: 14. September 2013, 21:34 »
Hallo!

Wir waren dieses Jahr 3 Wochen ohne Guide im Everest-Gebiet unterwegs. Wenn du in der Lage bist, dein Gepäck selber zu tragen und auf ausreichende Höhenakklimatisation achtest, ist ein Guide nicht nötig.

Das Gleiche gilt für das Annapurna-Gebiet, weil diese Trecks touristisch sehr sehr gut erschlossen sind.

Die Kosten für die Lodges kann man vernachlässigen, da es Sherpa-Tradition ist, einem Gast kostenlose Unterkunft zu bieten, d.h. du bezahlst nur 1-2 Euro für die Übernachtung. Allerdings wird erwartet, dass du in der Lodge isst. Wir haben alles in allem pro Tag ca. 20 Euro pro Person gebraucht (Übernachtung, Frühstück, Mittag- und Abendessen, Snacks, Trinkwasser, Tee, Klopapier).

LG

Carola

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Jenny_far_away

« Antwort #2 am: 15. September 2013, 13:40 »
Hey,
also erstmal Nepal ist genial, sehr gute Überlegung hier einen Zwischenstopp einzulegen.
Ich war letzten Dezember dort und war eine Woche im Annapurna Gebiet  wandern. Man darf ohne Guide los, aber ehrlich gesagt hätte ich mich hier nicht zurecht gefunden zu dieser Jahreszeit. Mein Guide und ich haben 2 Tage lang niemanden gesehen außer ein paar Einheimischen. Schilder sind auch Fehlanzeige von daher kann man sich in den Dörfern dann doch auch mal verlaufen und wenn dann einer denkt, dass nen anderen Trek machst, dann landeste auf einmal woanders. Ein Australier, den ich getroffen habe, ist ohne Guide los und hat sich glaube ich zwei mal bis zum Base Camp verlaufen und einmal aufm Rückweg wo er dann entnervt einfach ein Taxi zurück nach Pokhara genommen hat.

Kommt also auch ein bisschen auf die Jahreszeit an...im Oktober brauch man sicherlich keinen, da trifft man genügend Leute aufm Trek.
Lg und viel Spaß!!! Ich plane im Dezember nächsten Jahres zurück zu gehen, um die Annapurna Umrundung zu machen  ;D
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arivei

« Antwort #3 am: 15. September 2013, 16:16 »
Ich kann mich Carola nur anschließen - einen Guide brauchst du nicht. Passable Wanderkarten gibt es für wenig Geld in jedem größeren Ort. Empfehlen kann ich Wanderstöcke mitzunehmen (gibt es ab 5-6€ in Kathmandu).

Wir waren dieses Jahr von Mitte Februar bis Mitte März in Nepal und dabei 19 Tage auf der Annapurna-Runde (kannst in unserem Blog nachlesen wie genial wir es fanden :). Die Reisezeit war Ideal (Nicht viele Leute unterwegs, so dass man sich nicht wegen der Unterkunft stressen muss. Aber hin und wieder jemand für ein kleines Pläuschchen.)
Ich fand die Wege waren gut zu finden. Wenn natürlich hoher Neuschnee liegt, kann man die aufgemalten Markierungen nicht sehen. Aber es waren auch Sherpas unterwegs (und andere Wanderer z.T. mit Porter), die die Route kennen und den Weg durch den Schnee schon gebahnt hatten :)

Über den ganzen Monat gesehen haben wir, ohne Souvenirs und den ein oder anderen Ausrüstungsgegenstand aber incl. Visa und Permits, ca. 13€/Pers/Tag ausgegeben. Wir sind aber immer relativ sparsam und liegen meist unter dem 'Forumsdurchschnitt'. Es kommt eben sehr auf eure Bedürfnisse an... Der Wechselkurs ist momentan sogar noch 20% besser als bei uns damals, es geht also noch günstiger!

viele Grüße,
Maria

icybite

« Antwort #4 am: 15. September 2013, 22:28 »
Ich war 5 Tage in den Himalayas in Indien... Ohne Guide wäre es mir wohl schwer gefallen... Dabei Rede ich vom Gepäck =)
Zu zweit kann man sich das evt. noch besser aufteilen.
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dirtsA

« Antwort #5 am: 15. September 2013, 23:40 »
Kommt wohl immer darauf an, wohin genau ihr wollt. Nachdem ihr scheinbar zum ersten Mal nach Nepal geht, denke ich, dass ihr euch auf einer der 2 beliebtesten Routen - Everest Base Camp oder Annapurna Circuit - bewegen werdet. Oder z.B. Poon Hill Trek, der aber nur Teil der Annapurna Runde ist.

Ich habe letztes Jahr im November die Annapurna Runde gemacht. Im Oktober ist es wohl sehr überlaufen, im Dezember die Gefahr auf Schnee und wirklich große Kälte... Daher denke ich, November war ideal. Auch bezügl. Gruppen. Man traf immer noch viele Leute, aber hatte zum Glück auch ab und zu seine Ruhe. Wir waren ohne Guide und ohne Träger unterwegs, geht meiner Meinung nach leicht, wenn man ein bisschen trainiert ist (und das solltet ihr mit einer Fahrrad-Reise ja sowieso sein ;) ). Probleme, den Weg nicht zu finden, hatten wir nur wenn wir Varianten abweichend vom normalen Weg gehen wollten manchmal. Wenn möglich könnt ihr euch den Rother Wanderführer zur Annapurna Runde kaufen, den fanden wir wirklich super. Vor allem eben, weil er auch Varianten beschreibt, sodass man mal weg vom Strom kommt oder statt der öden Staubstraße einen tollen Panorama-Weg (mit fast keinen Touris) hat :) Sonst waren auch immer wieder Einheimische Bergbewohner oder eben Träger, die man fragen konnte... Zwar wenig Englisch, aber den Namen vom Dorf sagen, fragend schauen, in eine Richtung deuten,.... Funktioniert immer!  ;D
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